PSA 700 E - robustes Gerät für grobe Sägearbeiten

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Wat is en Säwelsäch ? (PSA 700 E) 1 Kommentar
Vom 30.10.12 Geändert 2012-10-30 19:47:53
De Schwaadlappe Brutus verzällt üch wat vunge Säwelsäch


"Wo simmer denn dran? Aha, heute krieje mer de Säwelsäch. Also, wat is en Säwelsäch? Da stelle mehr uns janz dumm. Und da sage mer so: En Säwelsäch, dat is en jroßet jrönschwattet Jerät, dat hät hinge en lang Kawel un vunge en Loch. Dat Loch, dat is de Esdees-Uffnahm. Un da kütt dat Sächblad rin, aber dat krieje mer späder."
 
 
Zuerst möchte ich mich bedanken, dass ich als Tester für die PSA 700 E ausgewählt wurde.
 
Es ist mir immer eine Freude und Ehre und ich hoffe, euch mit diesem Testbericht, die Entscheidung, eventuell mal diese Säge zu kaufen, einwenig leichter zu machen.
 
Der Karton, der mir geliefert wird, ist wie immer ziemlich groß dimensioniert gewählt. Da würden locker auch zwei Säbelsägen Platz finden. Darin wieder ein Karton und darin das Objekt der Begierde ;O)
 
Wie kann man ein so gefährliches Etwas, mit dermaßen scharfen Zähnen, nur in so einem einfachen Karton versenden ?            -          Ein ausbruchsicherer Koffer wäre sehr schön ;O)
 
Zum Glück hatte man Ihm vor dem Versand das Gebiss herausgenommen. Dass das Ding gefährlich ist, wurde mir klar, als es mir direkt nach dem Öffnen des Kartons ins Auge sprang, vermutlich lag die letzte Fütterung doch schon eine Weile zurück. Gut, dass es sich bei der „PSA 700 E“ um die Lightvariante der „PSA 900 E“ handelt, wer weiß, was mir hätte sonst noch geschehen können ,O)
 
Lightvariante ist zumindest zutreffend für das Gewicht, welches doch ein Kilo weniger beträgt und dem geringeren Stromverbrauch durch niederigere Leistungsaufnahme im Gegensatz zu größeren Schwester „PSA 900 E“.
 
 
Als Zubehör bringt die „PSA 700 E“ ein Unviersalsägeblatt mit.
 
Ich nehme Sie auf den Arm bzw. in die Hand und Sie ist noch ganz still, fühlt sich vermutlich schon ganz wohl in Ihrem neuen Heim. Schön griffig ist Sie schon mal, da kann ich nichts Negatives finden.
 
In der Bedienungsanleitung stehen die üblichen Sicherheits- und Entsorgungshinweise zum Produkt, aber da es keine weiteren Knöpfe oder Schalter außer dem Startschalter gibt, denke ich, dass ich auch ohne viel zu lesen, mit der Bedienung der „PSA 700 E“ gut zurecht kommen werde. Anfängern sei aber empfohlen wenigstens einen Blick in die beiliegende Bedienungsanleitung zu werfen, da darin auch beschrieben wird, wie man das Sägeblatt in die SDS-Aufnahme hineinbringt und auch wieder hinaus. Ebenfalls empfiehlt Bosch, bei der Arbeit mit der PSA 700 E, Gehörschutz zu tragen.
 
 

Zunächst die wichtigsten technischen Daten der PSA 700 E:
  • Leistungsaufnahme – 710 Watt
  • Leerlaufhubzahl – 0 bis 2700 Hübe/min
  • Hublänge – 20 mm
  • Gewicht incl. Kabel und Sägeblatt – ziemlich genau 3 Kg
  • Werkzeugaufnahme – SDS
  • Max. Schnitttiefe
    • In Holz 150 mm
    • In unlegiertem Stahl 10 mm
    • Rohrdurchmesser 115 mm
Besonderheiten:
  • Stufenlos regelbare Hubgeschwindigkeit per Startschalter 

Es kann losgehen:

An der Gartenlaube sollen die Ecken unter dem Vordach abgesägt werden, an diesen Stellen sollen Rundbogen entstehen, weil sich ständig jemand an den Ecken den Kopf prellt, was eine erhöhte Verletzungsgefahr birgt. Bild 1 bis 4
 

Der erste Einsatz der PSA 700 E:

Natürlich soll immer das Werkzeug arbeiten und von daher arbeite ich ohne viel Druck auf das Sägeblatt auszuüben. Zunächst erst mal ein Probeschnitt, ich bin erstaunt, leicht wie durch ein Päckchen Butter und er wird relativ gerade und glatt. Video 1
 
So, nun aber an die richtige Arbeit, der Rundbogen wird angezeichnet und die PSA 700 E  wird angesetzt. Leise wie ein Kätzchen starte ich den langsamen Schnitt um dann aber die Drehzahl kontinuierlich zu erhöhen. Video 2
 
Die schwenkbare Fußplatte liegt gut an und somit halten sich die Vibrationen in den Armen in Grenzen. Den Radius von ca. einem Meter kann das Sägeblatt sehr gut folgen und es hakt dabei nicht ein Mal, da ist nicht mit viel Nacharbeit zu rechnen. Ein paar Minuten später sind beide Rundbogen gesägt. Eines kann ich jetzt schon sagen, die Rübe haut man sich nun nicht mehr ein ;O)
 
Im Anschluss säge ich noch ein paar Äste von diversen Bäumen ab Video 3, ein alter Kunststoffstuhl wird zerlegt Video 4 und ein Metallrohr wird wandnah abgesägt um die Flexibilität des Sägeblattes zu testen. Ich wundere mich am Ende wirklich, dass das Sägeblätt kaum einen Hauch an Schärfe eingebüßt hat. Auch meine Bedenken, das Sägeblatt könne bei Biegung abbrechen, lösen sich in Wohlgefallen auf.
 

Meine Bewertung für die PSA 700 E:

Die PSA 700 E ist durchaus eine kräftige Säbelsäge und trotz reduzierter Leistungsaufnahme gegenüber dem stärkeren Modell PSA 900 E, immernoch sehr leistungsfähig. Ergonomisch und optisch ist die PSA 700 E gut durchdacht. Der Wechsel bzw. Einsatz des Sägeblattes in die dafür vorgesehene SDS-Aufnahme ist relativ leicht zu bewerkstelligen, nur sollte man dafür keine zu kräftigen Finger haben. Mit kräftigerem Daumen oder wie empfohlen mit Schutzhandschuhen, um sich nicht an dem scharfen Sägeblatt zu verletzen, weil man ansonsten nur schlecht zwischen den Gummirand und SDS-Hebel kommt, das Sägeblatt einzuführen, stellt mich allerdings vor eine schwierige Aufgabe. Sehr schön und immer wieder empfehlenswert finde ich den Sanftanlauf der Bosch-Geräte und die stufenlose Beschleunigung bis zur höchsten Dreh- bzw. Hubzahl, so ist ein vorsichtiges Ansägen auf jeden Fall gesichert. Das Gewicht von geringfügig mehr als 3 Kg ist für die PSA 700 E noch recht gut zu handhabbar. Wie bei einer solchen Säge zu erwarten, hat auch die PSA 700 E etwas an Vibration zu bieten, hält sich aber auch in Grenzen, wenn man nicht gerade stundenlang am Stück mit Ihr arbeitet. Die Maschine wurde auch nicht sonderlich heiß bei der Arbeit. Wie ersichtlich, lässt sich auch freihand damit gut und relativ präzise arbeiten und die Softgripflächen bieten guten Halt bei der Arbeit. Entlang der von mir vorgezeichneten Linie, ließ sich die PSA 700 E gut führen, die Sägeschnitte sind überwiegend glatt und sauber. Die Geräuschentwicklung beim Arbeiten ist auch vom zu bearbeitendem Material abhängig, bei länger andauernden Arbeiten,  empfehle ich wie immer, einen Gehörschutz zu tragen, zumal man sich während der Arbeit ja nicht unterhalten möchte. Gerade für ein solches Gerät, wäre ein stabiler Koffer von Vorteil. Die Länge des Kabels, hier ca. 2,50 m,  dürfte gerade bei solchen Maschinen, die auch häufig im Außenbereich genutzt werden, noch etwas länger sein. Sie liegt aber im Gegensatz zu manch aderem Werkzeug noch in einem erträglichen Bereich.

Hier die Schwachpunkte in Kürze:

Anschlusskabel sollte evtl. etwas länger sein
SDS-Aufnahme bräuchte etwas mehr Platz
Ein Feststellschalter gegen unbeabsichtigtes Einschalten wäre empfehlenswert
Drehzahlvorwahl und Nachlaufstopp wären wünschenswert
 
Die Stärken der PSA 700 E:
 
Gute Qualität
Ergonomisch ziemlich ausgereift
Gutes Zubehörsortiment verfügbar für SDS

Fazit:

Die PSA 700 E hat kaum Schwachstellen und ist ein ideales Gerät für den Heimanwender. Einen zusätzlichen seitlichen Griff, den man bei Bedarf anbringen kann, wäre in manchen Situationen, ebenfalls sehr praktisch. Sehr schöne gerade Schnitte in allen gesägten Materialien. Für grobe Arbeiten, vorwiegend im Außenbereich wird die PSA 700 E  wohl noch einige Male zum Einsatz kommen. Ich empfehle sie guten Gewissens weiter.


Herzlichen Dank an BOSCH, dass ich die PSA 700 E testen durfte.
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 251261#post251261.
2012-11-14 15:42:51

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