PSA 700 E - robustes Gerät für grobe Sägearbeiten

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Testbericht Bosch Säbelsäge PSA 700 E 1 Kommentar
Vom 30.10.12 Geändert 2012-10-30 16:17:50

Benutzer gelöscht

Herzlichen Dank an Bosch das ich die neue Säbelsäge Testen durfte.
 
Es gibt doch immer wieder Arbeiten, für die normale Maschinen zur Holzbearbeitung nicht geeignet sind, und die mit Handgeräten in seehr viel Arbeit ausarten.
Beispiele sind da…Altholz zerkleinern, Ausasten von Bäumen/Büschen, ablängen von Holz,
Kunststoffen und Metall……..selbst ein kompletter Baum wurde mit der PSA zerlegt.
Interessant ist die Funktion Metall bündig zu einer Fläche abzusägen.
 
Aber erst einmal ein paar Worte zu dem ersten Eindruck.
Geliefert wurde die PSA 700 E in einem wunderschön bedruckten Karton. Zusammen mit einem Sägeblatt „Progressor for Wood“ und der Bedienungsanleitung.
Die habe ich aber erst sehr viel später gelesen, und auch nur damit ich etwas dazu sagen kann.
Der SDS Verschluss ist auch ohne sofort zu verstehen J
 
Da sind wir auch schon im nächsten Kapitel…..der Handhabung.
Das Gerät liegt klasse in den Händen, die Gummierung der 2 Haltepunkte erlaubt waagerecht wie Senkrecht ein entspanntes Arbeiten.
Lediglich bei ausgestreckten Armen macht sich das Gewicht bemerkbar.
Der SDS Verschluss….er erinnert mich an den Verschluss meiner Bosch Stichsäge.
Hebel umlegen, Sägeblatt rein, loslassen und gut ist. Eine feine Lösung.
Bei der Säbelsäge klappt der Hebel aber etwas weit nach hinten. Um den gefederten, kleinen Hebel nach vorne zu drücken muss ich meine Finger zwischen Hebel und den Gummischutz
zwängen. Gelegentlich rutschte mir da der Hebel weg und ich musste neu ansetzen.
Das ist aber nur etwas Übungssache.
 
Die Leistung, da erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar.
Alles was in diesem Test gesägt wurde brachte die PSA nicht an ihre Grenzen.
Dazu müsste man sie einem Waldarbeiter in die Hände drücken.
Im privatem Bereich ist da noch viel Luft, aber auch vollkommen klar das sie nicht die Geschwindigkeit einer Kettensäge erreicht ;)
 
Arbeitsergebnisse, Anforderungen und Erwartungen.
Zuerst ging es in den Keller. Metall bündig absägen hatte mich fasziniert.
Mit anderen Mitteln nur schwer zu erreichen. Ein unnützes Rohr, das aus der Wand ragt, hatte ich grad nicht zur Hand. Deshalb habe ich einfach ein paar Schrauben in ein beschichtetes Brett gejagt und diese abgesägt. Ich hatte erwartet das die Oberfläche des Brettes praktisch zerstört wird.  (Bild 1+2)
Nichts dergleichen, das Sägeblatt hinterlässt seine Farbe und lediglich ein paar Kratzer zieren das Brett.
Die ersten beiden Schrauben hatten oben noch einen kräftigen Grat an dem man sich verletzen könnte. Deshalb habe ich noch eine dritte Schraube abgesägt und besser auf die Auflage des Blattes geachtet. Da steht nichts mehr vor, ich konnte mit der Hand gefahrlos darüber fahren.
Übungssache ;)
 
Ein 11 cm Balken ablängen. Kleinigkeit, 10 Sekundensache und nicht Anspruchsvoll.
Der recht saubere Schnitt hatte mich allerdings etwas überrascht. (Bild 3)
 
Ein 10x15 cm Ast, gut 2 Jahre abgelagert und recht hartes Holz (keine Ahnung welches).
Ich habe die schwerste Stelle genommen, zwei Astaustritte so das Quer- und Längsfaser fast gleichzeitig bewältigt werden müssen.
Hat etwas länger gedauert, aber da war auch eine Lernphase im Spiel.
Zuerst habe ich die Säge einfach nur in einer Position gehalten und sie Arbeiten lassen.
Durch den kompletten Querschnitt (15 cm) ging es nur Langsam vorwärts.
Irgendwann habe ich angefangen die Säge um die Achse des Astes zu bewegen, da ging es deutlich schneller weiter. Learning by doing J
Auch hier war ich über den glatten Schnitt überrascht, so sauber hatte ich es mit dem Progressor nicht erwartet. (Bild 4+5)
 
Missbraucht habe ich die PSA auch ;)
Sonnenblumen fällen und einen Kirschlorbeer stutzen.
Lorbeer stutzen…naja. War aber auch klar, das Zeug federt zu sehr. Dazu ist die PSA nicht gebaut. Bei den bis zu 5 cm Ästen war es noch ok, nur etwas schwierig mit dem doch großen Gerät ranzukommen. Die dünnen Äste haben wir dann doch lieber in Handarbeit geschnitten.  Bei den Sonnenblumen war sie praktisch. Für eine Astschere sind die Stämme zu dick. Mit einer Handsäge unnötige Arbeit. (Bild 6-8)
 
Das eigentliche Projekt war das fällen eines Baumes.
Eine Kettensäge stand nicht zur Verfügung, also musste die PSA ran.
Ein paar störende Äste entfernen.
Rechts und links zur Fallrichtung einsägen. Danach in Fallrichtung eine kleine Kerbe sägen. Zuletzt von der entgegen gesetzten Seite durchsägen.
Innerhalb weniger Minuten war der Baum um J
Dazu wurde sie zwar nicht entwickelt, aber es funktioniert. (Bild 9-11)
 
Ich kann also ohne bedenken zugeben das ich weniger Erwartet hatte.
 
Verbesserungen.
An der Säge gibt es nicht viel zu bemängeln. Wertige Verarbeitung und ausreichend Kraft sprechen für sich. Eventuell kann der Hebel des SDS Verschlusses etwas besser angebracht werden. Aber das ist kein wirklicher Kritikpunkt.
Mir stoßen eher die Sägeblätter auf. Progressor for Wood kann ich mir gut merken.
Leider lässt sich der Schriftzug schon nach dem ersten Gebrauch nicht mehr lesen. (Bild 12)
Wenn sich im lauf der Zeit ein paar Blätter ansammeln, bin ich gezwungen über die kryptische Typenbezeichnung am Schaft die Art des Blattes zu ermitteln.
Und da lässt mich auch die momentane HP im dunkeln.
Keine Nummern, der Name auf den Bildern lässt sich nur erahnen.
 
Die letzte Frage kann ich nur mit „Ja“ beantworten J
Ich freue mich schon auf neue Einsätze der Säge.
Ein Allrounder im Garten und auf der Baustelle.

Euer HansJoachim
 
 
 
 
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 250117#post250117.
2012-11-12 17:11:58

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