PWR 180 CE – Das Universal-Gerät für die Wandbearbeitung

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PWR 180 CE - Multitalent mit ausreichend Power 0 Kommentare
Vom 01.03.15 Geändert 2015-03-01 19:38:18
Ich wurde von 1-2-do zum Test des Wandbearbeitungssystems PWR 180 CE eingeladen und möchte auch meinen persönlichen Eindruck über das Gerät in diesem Testbericht widerspiegeln.
Vorab muss allerdings erwähnt werden, das der Begriff „Wandbearbeitungssystem“ sehr einseitig gewählt wurde und nicht den eigentlichen Funktions-/Potenzialumfang des Gerätes beschreibt.
Bei diesem Test gehe ich explizit auf die Fragen des Anschreiben ein, welche wären:
  1. Was waren deine ersten Gedanken, als Du das Wandbearbeitungssystem PWR 180 CE in der Hand hattest?
  2. Welches Projekt hast Du mit dem PWR 180 CE gemacht? Wie bist Du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast Du benötigt?
  3. Wie leicht fällt Dir die Handhabung/Bedienung des Wandbearbeitungssystems?
  4. Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen? Wie präzise war das Schleifergebnis?
  5. Erfüllt das PWR 180 CE Wandbearbeitungssystem Deine Anforderungen und Erwartungen?
  6. Was können wir zukünftig noch an dem PWR 180 CE verbessern?
  7. Würdest Du das Wandbearbeitungssystem PWR 180 CE auch in Zukunft für weitere Projekte verwenden?
zum Bericht:
  1. Was waren deine ersten Gedanken, als Du das Wandbearbeitungssystem PWR 180 CE in der Hand hattest?

    Nach dem Auspacken des doch recht großen Paketes griff ich mir zu aller erst das Grundgerät, den PWR 180. Er ist nicht gerade leicht, macht aber trotz des vielen Kunststoffes einen guten, soliden Eindruck. Auf dem ersten Blick erinnert er stark an einen Trennschleifer. Den Staubbehälter hätte ich mir größer vorgestellt, ist aber rein subjektiv.
     
  2. Welches Projekt hast Du mit dem PWR 180 CE gemacht? Wie bist Du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast Du benötigt?

    Natürlich musste ich den PWR 180 beim perforieren von alter Tapete ausprobieren. Das klappte zugegebener Maßen nicht auf Anhieb. Man muss erst die verschiedenen Tiefeneinstellungen des Perforators austesten, bis man das optimale Arbeitsergebnis erreicht. Das ist auch sehr stark von diversen Faktoren abhängig, welche sein können:
    -wie viel Lagen Tapete sind vorhanden?
    -welche Art von Tapete liegt vor?
    -wie ist der Untergrund/Putz beschaffen?
    Ist die richtige Einstellung erst gefunden, dann verrichtet der PWR 180 einen hervorragenden Dienst und hilft enorm Zeit zu sparen.
    Um gelegentliche Unebenheiten des Putzes zu glätten, genügte das Arbeiten mit Schleifpapier (24er) völlig. Ein vorher gehender Test mit der Stahlbürste erwies sich als zu „scharf“ und trug mehr ab als erwartet, was sicher auch an der relativ „weichen“ Beschaffenheit des Putzes lag.
    Die geglätteten Flächen wurden anschließend noch mit Feinspachtel abgezogen und nach dem Trocknen wurde die gesamte Wand grundiert.
    Beim Verschleifen von Gipsfugen (Trockenbau) ist allerdings Vorsicht geboten: man sollte nicht zu scharfes/grobes Schleifpapier benutzen, da das Gerät über ordentlich Power verfügt und schnell durch die Papieroberfläche der Gipskartonplatte dringt. Für das nötige Feingefühl ist die Maschine einfach etwas zu schwer und man hat durch das große Schutzgehäuse keine wirkliche Kontrolle über das Schleifergebnis.
    Bei Arbeiten auf der Leiter oder über Kopf kann die Maschine in Laufe der Zeit ziemlich auf die Arme gehen und man muss öfter mal eine Pause einlegen, aber Renovieren ist ja bekanntlich eh kein Zuckerschlecken.

    Das zweite Projekt ist das Schleifen und Ausbürsten von Holz.
    Dafür gibt es eigentlich schon spezielle Maschinen (Bürstenschleifer), aber die können sich schon mal im 500€-Bereich bewegen. Diese professionellen Bürstenschleifer arbeiten allerdings nach dem Walzenprinzip um eine lineare Ausbürstung des Holzes zu gewährleisten. Der PWR 180 CE rotiert aber in kreisförmigem Bewegungen, von daher war es für mich wichtig, ihn auf diesem Gebiet auszutesten.
    Zum Einen habe ich einen Haufen alter Echtholz-Paneele, welche Dank der Maschine wieder aufgearbeitet werden können und zum Anderen ist da noch eine alte Holztür, welche in Ihre Einzelteile zerlegt wurde um sie auf „noch älter“ zu trimmen.
    Das Querstück der Holztür habe ich vor dem Bürsten mit 240er Schleifpapier von seiner alten Patina befreit. Der PWR 180 CE nimmt hier Späne ohne Ende und man muss zusehen, dass man die Maschine ordentlich festhält. Gleich danach wurde er auf die Kunststoffbürste umgerüstet und mit dem Ausbürsten begonnen. Ich war erstaunt, was für ein gutes Ergebnis in kürzester Zeit damit erzielt werden konnte. Einziger Wermutstropfen ist das Vorhandensein von unerwünschten Querrillen auf den ungebürsteten (harten Jahresringen), was dem Rotationsprinzip des Schleiftellers zuzuschreiben ist. Dies erfordert etwas Nacharbeit mit Schleifpapier, führt aber trotzdem zum Ziel.
    Das Querstück wurde anschließend mit etwas mattem Weißlack behandelt um die Struktur besser hervor zu heben. Die restlichen Teile habe ich komplett ohne vorzuschleifen gebürstet und kam zum selben Erfolg.
    Die Paneele habe ich mit der selben Bürste (Kunststoff) auch gleich direkt gebürstet und anschließend mit Colorwachs Taubenblau behandelt. Der größte Effekt stellt sich bei den Stücken mit grober Maserung/Jahresringe ein. Im Beispiel ist ein mal grob und ein mal fein zu sehen.

    Der schönste Effekt am Bürsten ist, dass die Paneele nicht weiter zum Brennholz zählen und somit ohne übermäßigem Aufwand wieder verwertet werden können.
    Der Effekt des Ausbürstens lässt sich am besten im Video erkennen.

    https://www.youtube.com/watch?v=KiCwkPOPpyI&feature=youtu.be

    Obwohl ich beim Schleifen und Ausbürsten mit der Maschine nie vollflächig auf dem Material auflag, hat die Maschine den Staub ordentlich in den Staubbehälter weiter transportiert.
     
  3. Wie leicht fällt Dir die Handhabung/Bedienung des Wandbearbeitungssystems?

    Die Handhabung der Maschine ist wie erwartet verhältnismäßig einfach, ähnlich eines Trennschleifers. Durch den großen, einstellbaren Griff hat man ordentlich Gewalt über die Maschine, was auch von Nöten ist. Der Schlauch ist ausreichend lang, um wie in meinem Fall, bis zu einer Höhe von 2,70m zu arbeiten. Lediglich das Gewicht kann auf Dauer bei ungünstiger Körperhaltung problematisch werden. Sehr gelungen finde ich die Idee, einen Teil des Gehäuses entfernen zu können, um randnah zu schleifen. Diese Optionen bietet durchaus einen gewissen Mehrwert.
     
  4. Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen? Wie präzise war das Schleifergebnis?

    Ich bin mit meinen Arbeitsergebnissen durchweg zufrieden, wenn man sich mit der Materie befasst und den Dreh erst mal raus hat, werden die Resultate von mal zu mal besser. Sicher ist die Maschine nicht für Feinschleifarbeiten geeignet aber große Flächen beackert man damit sehr schnell.
     
  5. Erfüllt das PWR 180 CE Wandbearbeitungssystem Deine Anforderungen und Erwartungen?

    Kurzum, ja. Er hat die Erwartungen sogar übertroffen, da in ihm noch einiges an ungeahntem Potenzial steckt. Und die mittlerweile etablierte Constant-Electronic will ich auch nicht mehr missen.
     
  6. Was können wir zukünftig noch an dem PWR 180 CE verbessern?

    Die abnehmbare Gehäuse-Ecke ist eine spitzenmäßige Idee, jedoch sind die Plastikhaken nicht sehr vertrauenswürdig und bei vielfachem An- und Abmontieren habe ich meine Zweifel, dass das lange funktioniert.
    Für den Staubbehälter würde ich mir noch wünschen, dass man diesen mit an die Leiter hängen kann, damit er beim Arbeiten zusammen mit der Leiter gleich mit „wandern“ kann.
     
  7. Würdest Du das Wandbearbeitungssystem PWR 180 CE auch in Zukunft für weitere Projekte verwenden?

    Aber ganz sicher! Es ist ja, wie zum Anfang schon beschrieben, nicht nur ein Wandbearbeitungssystem, sondern noch viel mehr. Wenn die Tage wieder wärmer werden, werde ich mich mit Hilfe der Schaumstoffscheibe ans Wachsen und Polieren meines Autos wagen. Vom vorhandenen Drehzahl-Spektrum her ist das Gerät den professionellen Poliermaschinen scheinbar ebenbürtig.
    Ich habe sogar den Eindruck, das Gerät wird zum permanenten Begleiter in der Werkstatt werden, da es einen ziemlich großen Anwendungsbereich abdeckt.
    Alles in Allem: Ein Top-Gerät
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