PTK 3,6 LI Office Set – Vielseitiger Helfer für Büro, Hobby und Haushalt

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Ein Akkutacker ? Ja ein Akkutacker ! 2 Kommentare
Vom 30.10.14 Geändert 2014-10-30 11:19:46
Ich hatte mir den PTK 3.6 V schon im Laden mal angeschaut. Dort hat er mich nicht so richtig überzeugt. Ein Tacker mit Akku? Und dann nur 3,6 V ? Das soll gehen? Also bewarb ich mich als Tester für den PTK. Und ich bekam ihn zum testen.
  • Die Verpackung. Eine solide Blechdose in Boschgrün in allen relevanten Infos auf der Außenseite. Keine billige Pappe die irgendwann den Geist aufgibt. Daumen hoch.
  • Der Inhalt. Doch wieder Pappe. Aber nur damit nichts klappert. Sonst kam zum Vorschein: Der Tacker, klein, handlich, nicht zu schwer, im typischen Boschoutfit. Zwei Zubehörteile deren Bedeutung nicht schwer zu erraten waren. Drei Packungen Klammern in versch. Abmessungen. Und natürlich ein Ladegerät für 220V. Daumen hoch.
  • Die Bedienung. Erstmal laden. 3-5 Std steht in der Beschreibung. Also Warten....Warten....Warten..... nach 6 (!) Std blinkt die Anzeige immer noch grün. Noch nicht fertig?  Nach 6,5 Std. immer noch blinken. Immer noch nicht? Ich hab dann mal den Ladestecker aus der Buchse gezogen und wieder reingesteckt und siehe da grünes Dauerlicht, fertig geladen. Na bitte, geht doch. Dann die Klammern rein. Beim öffnen des Magazins muß man bißchen mehr drücken. Aber ist OK. Beim schließen ein hörbares einrasten. Daumen hoch.
  • Der Gebrauch als Bürohefter. Laut Beschreibung sollen bis zu 60 Blatt möglich sein. Ich hab mir einen dicken Katalog genommen und 60 Blatt abgezählt. Druntergepasst haben die vielen Seiten ohne Probleme. Fest aufgedrückt wegen dem Sicherheitsschalter und dann.... Nur ein müdes Ploppen. Was war los? Nochmal. Wieder das selbe. Akku war voll. Also woran lag es? Es lag an mir! Ich war kabelgebundene Tacker gewöhnt. Dort reicht ein leichtes drücken des Schalters und der Schuß löst sich. Unser kleine Freund von Bosch hat im inneren eine andere Mechanik. Das hört man am Geräusch. Der muß sich quasi erst "aufziehen". Das geschieht aber im Bruchteil einer Sekunde. Also den Abzug nicht nur kurz antippen sondern richtig schalten. Man muß es nur wissen. War also ein klassischer Bedienfehler von mir. Was soll man sagen. Die 60 Katalogseiten wurden glatt durchschlagen und die Klammern hinten umgebogen. Wobei die Katalogseiten sicher mehr Gewicht haben als 80g/qm. Daumen hoch.
  •  Der Gebrauch als Broschürenhefter. Der muß erst zusammengesteckt werden, und ist nicht wieder zu lösen. Hiermit kann man Blätter bis zur Größe von A4 heften. Dann erhält man ein kleines Heft in A5. Die angegebenen 30 Blätter wurden ohne Schwierigkeiten bewältigt. Daumen hoch.
  • Der Gebrauch als Tacker. Hier wollte ich die Grenzen austesten. Da ich im Augenblick kein passendes Projekt in Arbeit hatte mußte etwas anderes her. Zum Einsatz kamen versch. Materialien. Holz, Hartholz,Sperrholz, Pappe, Stoff, Filz, Bodenbelag, Folie, Dachpappe und auch Blech. Die Materialien wurden in versch. Stärken mit- sowie untereinander verbunden. Beim Blech kam 0,1 mm Alublech zum Einsatz, das auch dreilagig durchschlagen und mit dem Trägermatrial verbunden wurde. Bei der vierten Lage kam dann ein Rückschlag der die Klammer verbog und auch das Klammermagazin öffnete. Dort war dann für den kleinen Kerl eine Grenze erreicht. Das sehe ich aber nicht für einen Nachteil an. Ich wollte ja testen wie weit man gehen kann. Also Daumen hoch.
  • Das Aufbewahren. Da man das ursprüngliche Verpackungsmaterial in der Büchse nicht wieder nehmen kann bleibt nur das lose Verstauen in der grünen Boschdose. Also alles rein in die Dose. Aber.... Der Broschürenhefter passt nicht rein, auch diagonal nicht. Da man das Teil nicht wieder auseinander nehmen kann ohne ihn zu beschädigen, bleibt nur sanfte Gewalt. Das geht. Aber dann passt der Deckel nicht weil sich die Dose geringfügig verbiegt. Sonst ist alles drinn. Zwar nicht ordentlich aber ist drinn. Nur einen halben Daumen.
  • Die Verbesserungen. Die Dose geringfügig ändern so das alles ohne Gewalt reinpasst. Oder den Bröschürenhefter zum demontieren machen, dann passt der auch rein. Was ist wenn der fest eingebaute Akku kaputt ist? Ein Wechselakku wäre vielleicht von Vorteil. Zwei AA-Akkus mit jeweils 2500 mAh würden vielleicht reichen. Sonst Daumen hoch.
  • Fazit. Ein kleines handliches Gerät für den Heimwerker das durchaus sein Geld wert ist. Durch lange Akkulaufzeit immer einsatzbereit. Es hat sicher seine Grenzen, aber es ist eben kein Gerät für die Industrie sondern für den Heimwerker und wird dort seinen Platz finden.

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kurz und bündig auf den Punkt gebracht - gefällt mir
2015-01-17 12:22:44

Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 843621#post843621.
2015-02-10 13:51:39

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