PLR 50 C – Ein neuer Maßstab für Perfektion

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Laser-Entfernungsmesser PLR 50 C - Testbericht 1 Kommentar
Vom 01.06.15 Geändert 2015-06-01 14:09:41
Zuerst einmal möchte ich mich herzlich für die Chance bedanken, den PLR 50 C testen zu dürfen!
Dies ist mein erster Testbericht und ich habe versucht ihn so ausführlich wie möglich zu gestalten.
Man möge mir bitte verzeihen, wenn es teilweise etwas zu lang geworden ist.

1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du den Laser-Entfernungsmesser PLR 50 C in der Hand hattest?
Um ehrlich zu sein, hat mich das geringe Gewicht (160g) doch sehr überrascht, wenn man das große Farb-Display und die Gerätemaße bedenkt. Sehr gut gefiel mir, dass beim PLR 50 C im Vergleich zum PLR 50 auf herausstehende Tasten und Schalter    verzichtet wurde. Da macht das Tragen in der Hosentasche angenehmer, bewahrt vor ungewollter Auslösung und verringert vor allem auch mögliche Fehlerquellen durch Abnutzung oder Staubeinschluss. Die Tasche für den PLR 50 C macht einen wertigen Eindruck.

2. Welches Projekt hast du mit dem PLR 50 C gemacht? Wie bist du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast du benötigt?
Da mein anvisiertes Projekt die Vermessung meines kleinen Kellers war, der jedoch einfach nicht genug hergibt, um den PLR 50 C voll auszureizen, habe ich auf ein Projekt verzichtet und stattdessen die Funktionen des Laser-Entfernungsmessers an verschiedenen Orten getestet.

3. Wie leicht fällt dir die Handhabung/Bedienung des PLR 50 C? Wie leicht fiel Dir der Umgang mit der PLR measure&go App?
Die Bedienung des PLR 50 C ist sehr intuitiv. Die Funktionen sind über gut verständliche Bilder im Menü aufrufbar und der Touchscreen reagiert prompt und genau. Erschließt sich einem Sinn und Zweck einer Funktion nicht sofort, kann man durch drücken des „?“ Symbols in ein Hilfemenü wechseln. Der Aufbau des Menüs bleibt gleich, man ruft über die Symbole aber nicht mehr die Funktionen auf, sondern die passende Schritt für Schritt Bilder-Anleitung. So bleiben eigentlich keine Fragen zu den Funktionen offen.
Die Bedienung ist simpel. Hat man sich für eine Messvariante entschieden wird nur noch die rote Taste und der Blick aufs Display benötigt. Der erste Druck auf die Taste startet den Laser, ein erneuter Druck die Messung. Sind mehrere Linien zu messen, wird das auf dem Display deutlich angezeigt. Alle Messergebnisse sind sofort auf dem Display und bei Nutzung der App auch da sofort verfügbar.
Die measure&go App habe ich sowohl auf meinem Android Smartphone (Samsung Galaxy S4), als auch auf meinem iPad 4 installiert. Der Funktionsumfang ist auf beiden Plattformen identisch, die Handhabung auf dem größeren Display des iPads allerdings viel leichter.
Der Aufbau ist einfach. Man erstellt ein neues Projekt, wählt einen Namen dafür und erstellt seinen ersten Plan. Jetzt hat man die Wahl ein bestehendes Foto aus der Galerie zu wählen oder ein neues aufzunehmen und seine Messwerte direkt auf dem Foto einzutragen. Alternativ kann man auch eine Skizze mit der Millimeterpapier-App (Teil von measure&go) anfertigen.
Leider ist der Funktionsumfang beim Millimeterpapier sehr begrenzt. Man hat die Wahl Linien, Flächen oder Winkel zu zeichnen. Diese lassen sich aber scheinbar weder verbinden, noch am Millimeterpapier ausrichten. Das führt schnell zu schrägen Wänden auf der Skizze und macht es schwierig Räume, die Aus-/Einbuchtungen haben ordentlich zu skizzieren. Mir ist es nicht wirklich gelungen.
Die Messwerte auf einem Foto einzutragen ist dagegen sehr viel einfacher. Funktion wählen (zb. Linie), mit dem Finger auf dem Bild entlangfahren, fertig. Die Linien lassen sich beliebig verschieben und skalieren. Eine Lupe in der Bildschirmecke hilft bei der Ausrichtung.
Bei beiden Methoden kann man die Werte sowohl manuell eintragen, als auch mit dem PLR 50 C messen. Dazu wählt man die zu messende Linie einfach aus und startet bei bestehender Bluetooth- Verbindung die entsprechende Messung. Die gemessenen Werte werden sofort übertragen.

4. Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen? Wie gut war das Messergebnis?
Mit dem Messergebnissen war ich sehr zufrieden. Sowohl mit dem Zollstock, als auch mit dem PLR 15 konnte ich die Messungen bestätigen. Der Vorteil des PLR 50 C ist dabei natürlich die Möglichkeit mehrere Bezugsebenen für die Messungen zur Auswahl zu haben (Vorne, Hinten, am ausklappbaren Anschlag) und auch schwierig zu erreichende Stellen mit den indirekten Methoden zu messen.
An der Messgenauigkeit gibt es nichts zu bemängeln, obwohl ich natürlich keine Messtoleranzen auf mehr als 5 Meter getestet habe. Brauche ich für meine Zwecke allerdings auch nicht.

5. Erfüllt der PLR 50 C Laser-Entfernungsmesser Deine Anforderungen und Erwartungen?
Größtenteils. In Sachen Funktionsumfang, Handhabung, Design und Wertigkeit erfüllt der PLR 50 C all meine Erwartungen. Ein wirklich tolles Gerät, was zumindest bei mir keine (Mess-)Wünsche offen lässt. Einzig die measure&go App ist in ihrem jetzigen Version nicht ausgereift genug für dieses tolle Gerät. Dazu mehr bei Frage 6.

6. Was können wir zukünftig noch an dem PLR 50 C verbessern?
Am Gerät selbst vermisse ich nur die Möglichkeit, die automatische Abschaltung zu deaktivieren, bzw sich die Bluetooth Einstellungen zu merken. Schaltet sich das Gerät aus ist Bluetooth beim erneuten Einschalten deaktiviert. Das kann schon etwas nervig werden, wenn man während der Arbeit mit der App die Verbindung alle 5 Minuten wieder herstellen muss. Ausserdem hatte ich ein paar Probleme mit dem Verbindungsaufbau bei meinem iPad. Es war öfter nötig Bluetooth am iPad aus und wieder an zu schalten, um eine Verbindung herzustellen.
Ein Plus aber kein Mangel wäre die Möglichkeit den PLR 50 C über die App zu fern zu steuern. Da würde eine einfache Funktion zum Auslösen schon voll reichen. So könnte man den Längenmesser an einem Punkt fixieren, das Ziel bewegen und die Messung auf dem Smartphone/Tablet ablesen.
Anwendungsbereiche wären zB präzises Setzen von Trennwänden oder Richtschienen.
Mehr zu bemängeln gibt es leider bei der measure&go App.
Mir fehlen hier eindeutig die Möglichkeit Linien zu verbinden (und Winkel dazwischen
einzutragen) und ein Einrasten der Linien am Millimeterpapier. Idealerweise könnte man auch bei der Fotofunktion durch Erkennung von Farb- oder Formunterschieden ein Einrasten ermöglichen.
Beim Millimeterpapier führt das zu sehr ungenauen Zeichnungen, wenn man auf komplexere Formen angewiesen ist. Für einen groben Überblick reicht der Umfang vielleicht aber genaue Skizzen lassen sich wohl nur sehr umständlich anfertigen.
Der Verbindungsaufbau könnte auch noch einmal überprüft werden. Oft findet die App den PLR 50 C, der lässt sich auch auswählen aber dann passiert nichts. Mehrmaliges Aus und Einschalten am PLR oder dem Smartphone/Tablet ist dann nötig für eine Verbindung.
Als Letztes fehlt mir noch die Möglichkeit Messwerten eine Bezeichnung zu geben und sie in einer Übersicht anzeigen zu lassen.

7. Würdest Du den Laser-Entfernungsmesser PLR 50 Cauchin Zukunft für weitere Projekte verwenden?
Ich bin leider kein Hausbesitzer und habe dementsprechend wenig zu messen. Bald steht jedoch eine neue Küche an, bei der mir der PLR 50 C sicher gute Dienste leisten wird. Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß mit dem Gerät.
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 924234#post924234.

Viele Grüße,
Björn
2015-07-01 14:45:46

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