PKS 66 AF- Die leistungsstarke Handkreissäge von Bosch

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PKS66AF 2 Kommentare
Vom 02.02.15 Geändert 2015-02-02 13:30:00
Mit Freude und Spannung packte ich das am 12.01.15 erhaltene Gerät aus. Man spürt schon die fünfeinhalb Kilo und die große Führungsplatte gefällt mir auch. Das Gerät liegt dank der ergonomischen Griffe gut in der Hand und das auch, wenn man als Rechtshänder es mit der linken Hand führt - nur so mal im "Trockenen". Ohne einen Testlauf zu starten verstaute ich es wieder im Karton, da ich noch kein Holz für die geplante Arbeit hatte und zudem mit der linken Hand ein Problem hatte.

Erste Schnitte:

Nachdem ich mir Tischlermaterial, Fichte 4000 x 250 x 50 mm, besorgte, schnitt ich die Bohle in 4 Teilstücke 1 m lang zu, das war schnell geschehen und dank des "CutControl" glatt weg gute Schnitte.

In der "Werkstatt" führte ich nun die weiteren Arbeiten aus:

Es mussten jeweils zwei Bohlen der Länge nach an der 50 mm Kante verleimt werden, dazu spannte ich zwei Stück davon ein, zeichnete an beide mittig die Nut ein - 15mm breit und 35 mm tief. Stellte mittels der Höhenverstellung das Blatt auf 35 mm, den Anschlag auf die innerste Linie der Nut - da ich die Bohle im Freien ab längte und die "CleanSystemBox" noch nicht benötigte - steckte ich dieselbe nun an. Nun führte ich an einer Bohle den ersten Schnitt durch  - 35 mm tief und 1 m - war schon ein gutes Gefühl, das ich von meiner uralt AEG nicht kannte. Als ich an der zweiten Bohle den ersten Schnitt durchführen wollte, fiel mir auf, dass noch Sägespäne auf den Boden fällt. Als ich die Box abnahm, war diese voll und der Kanal bis zum Sägeblatt verstopft.  Also legte ich die Box weg und adaptierte meine Zyklone für den äußeren Schnitt der Nut,  und beim Dritten den Rest in der Mitte raus sägte. Die kleinen stehen gebliebenen Stege entfernte ich mit einem Stechbeitel und glättete den Nutboden mit der PKS, indem ich das Gerät hin und her bewegte.

Nun verleimte ich die Bohlen indem ich eine 15 x 70 x 1000mm Feder einlegte und mit Zwingen zusammenfügte. Da diese verleimten Bohlen Kopf- und Fußteil  eines Wikingerbett sind und diese nur mit zwei  Rundstangen am oberen Teil links und rechts verbunden sind, siehe Musterbild 1, fand ich diese Verbindung zu schwach, und schließlich musste doch die Führungsschiene auch zum Einsatz kommen. So zeichnete ich an den Bohlen links und rechts eine 35 mm breite Nut an, fügte zwei Teile der Führungsschiene zusammen und schnitt diese 15 mm tiefe Nut auf dieselbe Weise wie gehabt durch. Das war nun mit der Schiene schon viel leichter - eine tolle Sache. In diese Nut leimte ich nun eine Leisten aus Buche ein, denen ich mit der Oberfräse die Kanten rundete, sowie auch die beiden Bettteile auch.

Das Bett ist noch nicht fertig, da mir zwei Stück 2,30 m Kant- oder Rundhölzer fehlen, für diese Arbeit aber die PKS 66AF nicht gebraucht wird.

Natürlich hätte ich die Arbeit der Nut-Herstellung mit der Oberfräse machen können, doch wollte ich es auf diese Weise probieren und es hat geklappt.

Das Gerät "liegt" bei der Arbeit Dank der ergonomischen Griffe gut in der Hand, zudem ist das Gewicht auch maßgebend für die ruhige Führung mit dem CutControl und auch dem Anschlag.
Das Stromkabel ist lang genug, um auch mit größeren Projekte herum zu kommen.  Die Power von 1600 Watt ist schon der Hammer und das Speedline Sägeblatt wertet die Qualität des Gerätes auf.

Die Einsatz der Führungsschiene (gibt es dazu Zusatzmodule zur Verlängerung?) sorgt für genaue Schnitte und die Höhenverstellung ist an sich auch "fast" genau. Es ist eine Gaudi mit der PKS 66AF zu arbeiten. Winkelschnitte konnte ich bei diesem Projekt nicht durchführen und nur um zu testen wollte ich kein Material verschwenden, zudem fehlte mir auch die Zeit.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die CleanSystemBox - einerseits kann sie nicht größer sein, wäre im bei der Arbeit im Wege - so hat sie für mich keine Verwendung.

Auch fehlt mir bei diesem gehobenen Gerät ein Soft-Anlauf, den es schon bei Geräten der niedrigen Preisklasse gibt - auch der Nachlauf ist meines Erachtens etwas lang, was aber die Qualität der Säge nicht schmälert.

Alles in allem ein Gerät, das man mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann und ich würde es mir nach diesem kurzen Test auch zulegen.

Ich danke der Firma Bosch und der Family, dass ich als Tester berufen wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard (shortyla)
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 905485#post905485.

Viele Grüße,
Björn
2015-05-22 14:43:53

ein kurzer Bericht,der einiges aussagt, schade, daß du nicht alle Schnitte probieren konntest...
2015-06-14 17:35:26

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