PFS 2000 – Für einen schnellen, gleichmäßigen Farbauftrag

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Bosch PFS 2000 Farbsprühsystem - Kleckerfreiheit und Zeitersparnis 2 Kommentare
Vom 01.05.15 Geändert 2015-05-01 02:23:36
Es war schon das zweite Mal, dass ich mich für ein Farbsprühsystem dieser Art beworben hatte und jetzt hatte es endlich geklappt!

Ich stelle Euch heute das Farbsprühsystem PFS 2000 von Bosch vor, über das ich mich riesig gefreut habe :-)
Mit diesem Gerät soll sowohl Laien als auch Profis alles, was man an größeren Flächen lackieren, anmalen, bepinseln möchte leichter von der Hand gehen und vor allem schneller und effektiver. Mit dem PFS 2000 Farbsprühsystem kann man mit Hilfe der ALLPaint Technologie Farben und Lacke aller Art verarbeiten. Mit dem sogenannten EasySelect Drehschalter kann man die Farbmenge einstellen. Mittels eines Schultergurtes soll man flexibel und leicht arbeiten können. Zu all diesen Dingen komme ich natürlich im Laufe des Berichtes noch.

Das PFS 2000 Farbsprühsystem besteht aus folgenden Teilen:
  • (1) Sprühpistole mit: (2) Luftkappe, (3) Überwurfmutter, (4) Luftschlauchanschluss, (5) Stellrad für Sprühmaterialmenge, (6) Bedienschalter, (7) Farbbehälter, (8) Düsenkappe grau für dünnflüssigeres Sprühmaterial, (9) Düsenkappe weiß für dickflüssigeres Sprühmaterial, (10) O-Ring, (11) Dichtscheibe, (12) Steigrohr, (13) Düsennadel, (14) Behälterdichtung, (15) Entlüftungsbohrung, (16) Farbkanal
  • (17) Luftschlauch mit (18) Bajonettverschluss
  • (19) Basiseinheit mit: (20) Ein/Ausschalter, (21) Tragegriff, (22) Tragegurt, (23) Luftfilterabdeckung, (24) Schlauchanschluss, (26) Luftfilter
Im Lieferumfang sind natürlich die Hauptteile enthalten, wie auch noch ein zweiter Farbbehälter, die beiden Düsenkappen und ein Filtertrichter, durch den man ggf grob verunreinigte Farbe in den Farbbehälter füllen kann. Mein Hauptprojekt war ganz einfach: Unseren Holzschuppen neu lasieren. Das wurde jetzt mal dringend nötig! Neben diesem Projekt wird es aber noch kleine weitere geben, denn unser Ferienhaus, an dem auch der Schuppen steht, braucht dringend eine Renovierung. nur im Testzeitraum war alles, was wir vorhaben, nicht unterzubringen. Aber ich denke, mit dem Schuppenprojekt kann man die Handhabung des Gerätes ganz gut sehen. Außerdem gibt es ja auch noch ein Video :-)

Das Testprojekt ging von 1-2-do.com und Bosch aus und die Verantwortlichen hatten den Testern einige Fragen gestellt, anhand denen ich nun auch den Review aufbauen möchte, da es einfach am übersichtlichsten ist. Los gehts!

Was waren Deine ersten Gedanken, als Du das Farbsprühsystem in der Hand hattest? „Jetzt muss ich mir erstmal die Bedienungsanleitung durchlesen.“ Denn mir war zwar klar, wie man das System in etwa zusammenschraubt, aber ich wollte keine Fehler machen, wodurch das Gerät eventuell Schaden nehmen könnte. Ich bin ja ein Fan der intuitiven Benutzung von technischen Geräten, finde es aber in diesem Fall nicht schlimm, dass man sich erst einmal richtig informieren muss wie das alles funktioniert. Es kommt ja auch darauf an, welche Düse man nimmt und was die Einstellung vorne an der Sprüheinheit zu bedeuten hat. Das sind wichtige Dinge, um ein gutes Ergebnis zu erhalten.

Welches Projekt hast Du mit dem PFS 2000 gemacht? Wie bist Du dabei genau vorgegangen und wieviel Zeit hast Du benötigt? Ich habe erst einmal ein Übungsstück genommen; ein Stück Holz, welches ich mit Holzlasur besprüht habe, um ein Feeling für das Gerät zu bekommen. Das war gut, denn ich konnte sehen, wieviel Abstand man halten musste und wie sich die Arbeit allgemein mit dem Gerät anfühlt. Das könnt Ihr Euch auch im Video anschauen. Dann habe ich mich erst an mein eigentliches Projekt „Schuppen neu streichen“ gewagt. Eine Schuppenseite hat etwa 20 Minuten gedauert, da ich recht oft die Lasur nachfüllen musste. Aber hier gilt: Übung macht den Meister. Die Arbeitsrichtung spielt eine große Rolle, sowie die anderen Einstellungen auch. Ich hatte festgestellt, dass ich die falsche Düse und die falsche Richtungseinstellung genommen hatte. Durch den Austausch ging natürlich ein bisschen Zeit verloren, aber das ist nicht schlimm, da man diese Dinge ja für den nächsten Einsatz dann weiß.

Wie leicht fällt Dir die Handhabung/Bedienung des Farbsprühsystems?
Wenn man sich ein wenig die Bedienungsanleitung zu Gemüte führt, bekommt man schnell einen Überblick, welche Handgriffe man machen muss, um mit dem PFS 2000 arbeiten zu können. Hangelt man sich dann mit dem Zusammenbau an der Anleitung entlang, geht es prima und leicht. Der Luftschlauch lässt sich leicht mit einem Klick an beiden Einheiten befestigen. UNd auch die anderen Teile lassen sich mühelos anschrauben/austauschen/befüllen. Lediglich die Einstellung für die Arbeitsrichtung hatte ich falsch verstanden; ich dachte den Drehknopf müsse man horizontal einstellen, wenn man auch horizontal arbeitet; richtig ist: Horizontale Stellung bei vertikalen Schwenkbewegungen. Man muss ein Gefühl dafür bekommen, welche Farbe eine dünnflüssige oder eine dickflüssige Konsistenz hat, bzw. die richtige Düse für die richtige Farbe nehmen. Auch das hatte ich anfangs falsch gemacht, es aber schnell gemerkt. Nach dem Austausch der Düse war die Farbverteilung wesentlich besser. Auch war die Stellung des Saughebels in dem Farbbehälter nicht richtig; je nach dem, in welchem Winkel man arbeitet muss er nach vorne, hinten oder zur Seite zeigen, damit er richtig in die Farbe eintaucht und sie ansaugen kann. Hier liegt für mich ein kleines Manko des Gerätes, aber dazu unten mehr. Ich weiß nicht, ob das erwähnenswert ist, aber ich schreibe es einfach mal, da ich diesen Fehler gemacht habe und es eine unnötige Sauerei ist: Handschuhe anziehen! Wenn man den Saughebel (wie im Video) nochmal verstellen muss oder eben die Düse austauscht.

Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen? Wie präzise war das Ergebnis?
Wenn man sich erst einmal an die Handhabung gewöhnt hat, ist man wirklich froh, dass man nicht diese Kleckerei mit Pinseln und Farbeimern hat. Im Prinzip braucht man den Boden nicht abdecken, wenn alle Einstellungen stimmen, da wirklich nichts tropft. Der Farbbehälter ist dicht und die Düse wird nur geöffnet, wenn man den Abzug drückt. Klar muss man natürlich Ecken abdecken, an die keine Farbe gelangen soll, da diese ja nicht in einem festen Strahl o.ä. versprüht wird, sondern eher in einem Nebel. Aber das ist nur logisch denke ich. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es ging schneller, als Streichen und genau so effektiv. Und was ich zum Beispiel auch sehr praktische finde, ist, dass man eine Erleichterung auch bei anderen Arbeiten hat; Wenn man Tapeten ablösen und diese vorher mit warmem Wasser anfeuchten muss, kann man das PFS 2000 ebenfalls dazu benutzen. Erfüllt das PFS 2000 Deine Anforderungen und Erwartungen? Das kann ich nur mit einem ja! beantworten. Erst dachte ich ehrlich gesagt, dass der Farbbehälter doch recht klein ist. Aber erstens wird die Farbe wirklich effektiv verteilt und ist somit ergiebiger und zweitens: Wäre der Behälter größer, könnte man ihn aufgrund des Gewichtes einfach nicht lange am gestreckten Arm halten. Die Reinigung gestaltete sich etwas holprig bei meinem Test. Ich hatte nicht bedacht, mir durchzulesen, was man dabei beachten muss (zum Beispiel, dass man ohne Stromzufuhr den Abzug an der Sprüheinheit drücken muss, damit die Farbe wieder in den Behälter fließt, und ich war mir dann nicht sicher, ob man das noch nachträglich machen könnte). Erst habe ich versucht, den Behälter und die Düsen mit Wasser zu reinigen, wie es auf der Farbdose stand. Aber das wollte nicht recht klappen. Ich nahm, und das war echt dumm von mir, Lösungsmittel her und versuchte es damit. Resultat waren leider klebrige Reste im Behälter und an den Düsenkappen. Glücklicherweise hatte ich die Düsennadel (diese längliche Einheit hinter der Düse) damit nicht bearbeitet. Diese ließ sich dann doch ganz gut unter fließend Wasser ausspülen. Wobei man nicht ganz bis in die hintersten Ecken kommt und man es auch nicht so weit auseinanderbauen kann. Dazu müsste man dann noch einmal das System mit Wasser „durchsprühen“, worauf ich aber jetzt erst komme, da ich den Artikel schreibe. Mit hartnäckigem Schrubben ging das Ganze dann aber auch einigermaßen wieder sauber.

Was können wir zukünftig noch an dem PFS 2000 verbessern?
Hier kommen wir zu dem Saughebelrohr im Farbbehälter. Wenn man eine große Fläche bearbeitet, hat man oben einen anderen Sprühwinkel, als unten. Wenn man aber nun oben an einer Wand zum Beispiel anfängt zu sprühen, ist der Hebel somit zum Heimwerker geneigt, weil die Farbe im Behälter der Schwerkraft folgt und ebenfalls in dem Winkel in diese Richtung schwappt. Kommt man unten an der Wand an, hat sich Ganze aber von mir weg, - also nach unten geneigt und die Farbe ist auch noch weniger geworden. Der Das Rohr zeigt aber immer noch nach hinten und kann unter Umständen so keine Farbe mehr aufnehmen. Man muss entweder jetzt noch mehr Farbe nachfüllen, die dann das Rohr wieder erreicht, oder das Rohr mit der Öffnung nach vorne drehen, um in die restliche Farbe wieder einzutauchen. Könnt Ihr mir folgen? :-)
Ich habe nicht wirklich einen Tipp, wie das zu ändern ist, aber mir kam es etwas lästig vor, da man durch diesen Umstand mehr Pausen machen muss, obwohl noch Farbe im Behälter drin ist. Eine kleine Schwierigkeit ist das vollständige Reinigen des Bereichs hinter der Sprühdüse, also dem hinteren Teil der Düsennadel. Vielleicht könnte man eine Art spezielles Reinigungswerkzeug zum Gerät dazu packen, denn auch mit Wattestäbchen kommt man da nicht richtig ran und ich persönlich hatte Bedenken, ob das eventuell nachfolgende Projekte mit anderen Farben beeinträchtigen würde (andersfarbige Reste an der frisch gesprühten Wand o.ä.). Wie gesagt ist vielleicht hier ein guter Tipp, das Gerät mit Wasser einmal arbeiten zu lassen. Die dritte Sache ist die Einstellung der Sprühmenge, hier hätte ich mir ein paar mehr Angaben in der Anleitung gewünscht, da sich mir nicht ganz erschloss, ob ich die Einstellung anhand der Menge im Farbbehälter machen soll, oder anhand dessen, wieviel ich denke, das versprüht werden soll. Nur beim Durchlesen der Projektvorstellung auf 1-2-do.com steht es etwas deutlicher; dass man die gewünschte Intensität des Farbauftrags dadurch selbst bestimmen kann.

Würdest Du das Farbsprühsystem auch in Zukunft für weitere Projekte verwenden?
Auf jeden Fall! Es erleichtert die Arbeit enorm. Man hat weniger Farbverschwendung durch Kleckerei oder Tropferei, oder was eben immer so in den Farbrollen/Pinseln verbleibt. Die Arbeit ist einfach und präzise und man ist schneller fertig. Danke für diesen schönen Test!
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 916808#post916808.

Viele Grüße,
Björn
2015-06-17 15:36:42

Leider wurde auch hier nur 1 Projekt getestet, aber der Bericht ist ausführlich. Ich hätte mir noch mehr Arbeitsbilder gewünscht statt Fotos vom neuen Gerät und der Bedienungsanleitung,,,,,,,,,,,
2015-06-25 07:05:46

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