POF 1400 ACE –
präzise arbeiten wie ein Profi!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Oberfräse "POF 1400 ACE" im Test 0 Kommentare
Vom 28.04.11 Geändert 2011-04-28 14:58:29
  1. Erster Eindruck:
Der erste Eindruck der Oberfräse war super. Die Oberfräse kommt in einem stabilen Hartkunststoffkoffer, der genügend Platz für das Werkzeug und enthaltene Zubehör bietet. Der erste “Trockentest” zeigte direkt, dass die Absenkung sauber arretiert, auch wenn die Absenkung, solange das Gerät nicht läuft, ab und an etwas hakelt. Wie sich später herrausstellt, ist das aber nur so, solange die Maschine nicht läuft. Im wirklichen Betrieb läuft die Absenkung sehr sauber runter.Weiterhin halte ich die Lampe für einen sehr sinnvolles Feature. Mehr zur Lampe gibt es im Kapitel “Bedienung”. Der erste Eindruck ist also durchweg sehr positiv.
  1. Ausstattung/ Zubehör:
Bei der Oberfräse “POF 1400 ACE” ist folgendes Zubehör enthalten:
    • Zentrierstift
    • Kopierhülse
    • Nutfräser (Ø 8 mm)
    • Spannzangen
    • Gabelschlüssel
    • Parallelanschlag
    • Kurvenanschlag
    • Absaugadapter
    • großzügiger Kunststoffkoffer


Um das Werkzeug testen zu können wurde zusätzlich zum Standard-Zubehör noch das 6-teilige HM-Fräserset (8 mm Schaft) von Bosch beigelegt. Darin enthalten sind:
    • 2 Nutfräser
    • 1 Abrundfräser mit Kugellager
    • 1 Hohlkehlfräser
    • 1 Profilfräser mit Kugellager
    • 1 Zinkenfräser

  1. Ergonomie:
Die Fräse liegt sehr gut in der Hand. Dir Griffe haben durch Ihre Gummierung eine angenehme Haptik. Durch Ihre ergonomische Form lässt sich die Fräse gut und sicher halten und angenehm führen.Alle wichtigen Bedienelemente, die während dem Fräsevorgang wichtig sind (Tiefenarretierung, Start) lassen sich sehr gut erreichen und ohne Verrenkungen bedienen.
Was sich als ein wenig “friemelig” herausgestellt hat, ist das Einsetzen des Fräsers. Um diesen zu wechseln, muß man die Schutzklappe auf der körperzugewandten Seite aufklappen, was auch sehr gut funktioniert. Möchte man die Fräse dann auf den Rücken legen, um den Fräser leichter einlegen zu können (man kann dann bequem von oben arbeiten) stört allerdings die Absaugevorrichtung, die den Staubsaugerschlauch aufnimmt. Dadurch ist ein einfaches auf den Rücken legen nicht möglich.Ergonomie: Die Fräse liegt sehr gut in der Hand. Dir Griffe haben durch Ihre Gummierung eine angenehme Haptik. Durch Ihre ergonomische Form lässt sich die Fräse gut und sicher halten und angenehm führen.Alle wichtigen Bedienelemente, die während dem Fräsevorgang wichtig sind (Tiefenarretierung, Start) lassen sich sehr gut erreichen und ohne Verrenkungen bedienen.
Was sich als ein wenig “friemelig” herausgestellt hat, ist das Einsetzen des Fräsers. Um diesen zu wechseln, muß man die Schutzklappe auf der körperzugewandten Seite aufklappen, was auch sehr gut funktioniert. Möchte man die Fräse dann auf den Rücken legen, um den Fräser leichter einlegen zu können (man kann dann bequem von oben arbeiten) stört allerdings die Absaugevorrichtung, die den Staubsaugerschlauch aufnimmt. Dadurch ist ein einfaches auf den Rücken legen nicht möglich.
Weiterhin positiv ist das lange Stromkabel mit ca. 250cm Länge zu erwähnen. Das ermöglicht eine große Bewegungsfreiheit um auch mal an größeren Werkstücken arbeiten zu können.
Besonders positiv ist mir der Werkzeugkoffer aufgefallen. Er ist groß genug um die Fräse und auch noch zusätzlich die extra gelieferte Fräserbox (nicht im normalen Lieferungumfang der Fräse) ohne viel zirkeln zu verstauen. Wichtig ist mir immer noch, dass genügend Platz für das Kabel ist. Ich habe auch schon Werkzeugboxen erlebt, da wird das Zurücklegen des Werkzeugs zum Geduldspiel (z.B. bei meiner Bosch PST 900 Stichsäge). Von daher ist mir so ein Punkt besonders wichtig.Das Zubehör der Fräse (Parallelanschlag, Maulschlüssel, Kopierrolle) ist mit einer Flügelmutter mit dem Koffer verbunden. Super. So fliegt nichts davon rum. Genial. Das Handbuch der Fräse hat auch noch einen extra Platz im Deckel. Es gibt jetzt noch 2 Plastiktütchen, die noch rumfliegen. Bei dem Platz in der Box finde ich das aber nicht weiter tragisch. Bisher eine der beste Werkzeugboxen, die ich kenne. Auch wenn man vielleicht noch die Verschlussklammern der Box verbessern könnte. Die wirken leider arg billig. Aber das ist mir bei allen Bosch-Boxen aufgefallen.
  1. Bedienung:
Ich habe mich im Testvorfeld schon viel theoretisch mit Oberfräsen beschäftigt und dabei natürlich auch sehr oft gelesen und gehört, dass die Bedienung einer Oberfräse nicht ganz einfach ist. Umso gespannter war ich natürlich, wie ich als Fräser-Anfänger mit dem Gerät klar komme.Nach dem Studium der Anleitung und der viel besseren beigelegten Tips vom 1-2-do Team konnte es also losgehen. Dieses PDF( http://www.1-2-do.com/content/pdf/Oberfraesen_Leitfaden.pdf) , das hier auch jeder herunterladen kann, kann ich nur empfehlen.
Jetzt konnte es aber losgehen:Das erste Restholz als Probestück sollte eine Nut gefräst bekommen.Die gewünschte Fräsetiefe lässt sich sehr präzise einstellen. Die Arretierung der gewünschten Frästiefe ist sehr gut. Sobald man den Hebel, der das Absenken ermöglicht, los lässt, bewegt sich die Fräse keinen mm mehr in der Höhe. Die Arretierung hält Bombenfest. Schon fast erstaunlich, wenn man überlegt, wie leicht sich der Hebel bedienen lässt. Den Parallelanschlag kann man sehr schnell anlegen und einstellen. Sehr gut soweit.
Also Ohrenschützer rein (dringend zu empfehlen. Die eigentliche Maschine ist gar nicht mal so laut. Aber im Absaugbereich ensteht schon ein exrem lautes Sauggeräusch ), Schutzbrille auf, Staubsauger an und dann die Fräse gestartet. Mit zunehmender Drehzahl wird dann auch die eingebaute LED, die das Werkstück beleuchtet, eingeschaltet. Die LED ist sehr hell und wirklich sehr praktisch. Schade ist hier nur, dass die LED nicht separat angeschaltet werden kann, sondern nur angeht, wenn die Fräse läuft. Für eine genaue Ausrichtung der Startposition fände ich eine separate Schaltung mehr als praktisch.
Jetzt konnte ich die Fräse das erste mal ins Holz absenken, was sehr geschmeidig und schnell passierte. Nach dem ich die gewünschte Tiefe erreicht hatte wurde die Maschine mit Hilfe des Parallelanschlags einfach parallel zur Brettkante geführt. Nach dieser ersten Nut konnte das Ergebnis betrachtet werden. Für das erste mal gar nicht schlecht. Sehr gerade, sehr sauber. Klasse.Um die Exaktheit der Tiefe zu testen, habe ich direkt daneben nochmals angesetzt und die Rille damit verbreitert. Auch der nächste Eintauchvorgang hat die gleiche Tiefe erzeugt. Ein Übergang war nicht zu erkennen.
Als nächstes habe ich die Kanten bearbeiten sollen. Das ist ein Punkt, der mich mit am meisten fasziniert. Also den Fräser gewechselt und los gings. Danke, für die kleine Fräserbox, die 1-2-do dazu gespendet hat. :-)
Leider mußte ich hier feststellen, daß diese Übung nicht mehr ganz so einfach ist und man doch ein wenig Übung braucht. Schwierig fand ich hier, die richtige Geschwindigkeit zu finden, so dass das Holz nicht verbrennt. Das liegt aber nicht an der Fräse, sondern an meiner mangelnden Erfahrung im Umgang damit. Aber eins war mir damit klar:Bis ich mich an ein wirkliches Werkstück heranwage, muß noch viel geübt werden. Die Gefahr teurers Holz hier in Sekundenschnelle zu versauen ist sehr groß. Jetzt verstehe ich auch langsam, warum die Fräse als nicht gerade einfaches Werkzeug gilt.Aber ich konnte auch merken, dass es nach ein paar Übungen schon deutlich besser funktioniert hat.Während der ganzen Übungen und Probefräsungen konnte ich zu keiner Zeit feststellen, daß der Fräse die Power ausgeht. Ich glaube davon hat sie mehr als genug. Die Drehzahl schien immer nahezu konstant zu bleiben.

Was mich überrascht hat, war das mitgelieferte Zubehör. Sogar eine Zirkelspitze war dabei, um Kreise fräsen zu können. Die Installation der Zirkelspitze geht durch die Flügelmutter sehr schnell und einfach. Die Zirkelspitze wird einfach in den Parallelanschlag eingeschraubt und dieser umgedreht in die Fräse geschoben.Die Führung der Fräse im Kreis hat sehr gut funktioniert.
Die Installation des (mitgelieferten) Kopierrings ist auch denkbar einfach. Einfach den Hebel auf der Bodenplatte wegschieben, Hülse einsetzen und den Hebel wieder loslassen. Schon wird der Kopierring sicher gehalten. Einfacher geht es nicht.
Kommen wir jetzt zum einzigen wirklichen Negativpunkt, der mir aufgefallen ist.Die Feintiefeneinstellung über das Drehrad oben auf der Fräse ist nicht sonderlich stabil ausgeführt.Anscheinend bin ich beim Drehen dieses Rades für die Feinjustierung der Frästiefe an den Drehanschlag gekommen. Zufälligerweise war das aber auch genau die Tiefe die ich brauchte. Ist mir in diesem Moment also nicht aufgefallen. Als ich dann für die nächste Fräsefeineinstellung das Rad wieder drehen wollte, lies es sich nicht drehen. Es hing fest. Egal in welche Richtung ich es probiert habe. Wenn es einen Anschlag pro Richtung gibt, weiß man aber nicht, ob man sich am tiefsten oder am höchsten Punkt befindet. Folglich weiß man auch nicht, in welche Richtung man drehen muß. Um das ganze zu lösen mußte also ein wenig mehr Kraft zum Drehen aufgewendet werden. Dabei ist es dann passiert, daß sich die Plastikinnenseite dieses Drehknopfes abgerieben hat, da ich wohl in die falsche Richtung gedreht habe. Nach dem Lösen der einen Schraube, die diesen Drehknopf hält konnte man das Ergebnis sehen (davon habe ich auch mal ein Bild angehangen). Die abgeflachte Seite ist kaum mehr abgeflacht sondern jetzt fast rund.Mit der Zange konnte ich dann den festsitzenden Metallstab wieder freigängig machen.Der Plastikdrehknopf funktionert jetzt leider nicht mehr 100%.Ich denke hier sollte man sich nochmal Gedanken über die technische Ausführung machen. Ich denke das könnte man anders besser und sicherer lösen. Z.B. den Metallstab an 2 Seiten abflachen und die Plastikkappe von innen ebenfalls. Das sollte ein allzuleichtes Durchdrehen verhindern. Außerdem sollte es wenn einen definierten Dreh-Endpunkt in beide Drehrichtungen geben, wo sich die ganze Sache nicht festziehen kann. Also fester Anschlag, aber in die andere Richtung sofort leichte Verstellung. Dann würde es auch keine Frage geben, in welche Richtung man drehen kann.
  1. Fazit:
    • Pro:
      • großzügiger Werkzeugkoffer
      • Absenkung des Fräskopfes arretiert gut
      • gute und sehr effektive Absaugung
      • helle und praktische integrierte Lampe
      • langes Stromkabel

      • Kontra:
        • zu kurze Anleitung. Die Infoblätter von 1-2-do waren da (vor allem für Anfänger) schon hilfreicher.
        • Hinlegen zum Montieren des Fräsers nicht möglich durch Absaugvorrichtung. Hier fällt mir aber auch nichts besseres ein.
        • Lampe kann nicht extra geschaltet werden (wäre ideal zum Positionieren des Fräsers)
        • Feineinstellungsrad der Tiefeneinstellung anscheinend nicht besonders stabil konstruiert (siehe mein Hinweis in der Beschreibung)
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