POF 1400 ACE –
präzise arbeiten wie ein Profi!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Die POF 1400 ACE versus "Billigheimer" 0 Kommentare
Vom 22.04.11 Geändert 2011-04-22 13:51:46
Testbericht Bosch Oberfräse POF 1400 ACE

Zuerst einmal vielen Dank für die Möglichkeit die Oberfräse testen zu dürfen.


Punkt 1: Das Projekt

Das derzeitig anstehende Projekt, bei welchem die POF 1400 ACE gegen eine günstige Oberfräse (im Folgenden als „Billigheimer“ bezeichnet) aus dem lokalen Baumarkt antritt, wird eine Balkonumrandung welche auf das Metallgeländer aufgesetzt wird, und in welche dann Blumenkästen gestellt werden.


Punkt 2: Handling und Eindruck

Direkt nach dem Öffnen des Werkzeugkoffers fällt einem schon die durchdachte Organisation der Zubehörteile auf. Diese werden durch eine Flügelmutter und eine Schraube die im Kofferinneren befestigt ist, an ihrem Platz gehalten. Damit sind sie sauber verstaut und fallen beim Transport nicht im inneren herum. Im krassen Gegensatz dazu kam der „Billigheimer“ in einer Pappschachtel, das Zubehör war in Plastiktüren und der erste Eindruck war „Oje - das wird was werden“

Die POF 1400 ACE besitzt rutschhemmende und ergonomische Handgriffe, welche direkt gut in der Hand liegen und das betätigen des Ein-Schalters zur Wohltat machen. Der „Billigheimer“ hingegen, hat runde Pilzgriffe, die zwar das Hantieren von allen Seiten ermöglichen, welche aber keinerlei Griffigkeit besitzen und die Arbeit nach einiger Zeit zur Qual machen – genau wie der seitlich am Gehäuse angebrachte Einschalter, welcher schlecht zu erreichen ist – und sehr schnell für Frust und einen schmerzenden Finger sorgt. In Bezug auf ermüdungsfreies Arbeiten liegt hier die BOSCH sehr weit vorne.


Um den Fräser einzusetzen, verfügt die POF über eine Taste die das Weiterdrehen der Antriebsspindel verhindert und das Austauschen des Fräsers ermöglicht. Diese ist sehr gut erreichbar, leicht zu halten und durch ihre rote Farbe klar zu erkennen. Dagegen besitzt die „Billigheimer“ eine Art Hebel welcher fummelig zu betätigen ist und nicht den solidesten Eindruck hinterlässt.

Die Frästiefeneinstellung ist der nächste Punkt bei welchem die POF 1400 ACE ganz weit vorne liegt. Während bei der „Billigheimer“ die Frästiefe per Stellrad recht ungenau justiert werden kann, besitzt die POF eine deutlich ablesbare Millimeterskala, und kann durch drehen des „Fine Depth Control“ Einstellrades oben auf dem Gehäuse noch auf 0.1 mm genau justiert werden.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, dies ist auch beim Fräsen so – hier hat die POF einen großen durchsichtigen Absaugadapter, welcher mittels 2 Rändelschrauben in kürzester Zeit de-/montiert werden kann. Modell „Billigheimer“ hat hier im Gegensatz einen fest montierten Adapter, welcher leider nicht einsehbar ist, wodurch Verstopfungen nicht erkannt werden können. Allerdings ist dieser, durch eine drehbare Lagerung, bei angestecktem Absaugschlauch – angenehmer in der Handhabung beim Arbeiten als der steife Adapter der POF.

Gleitplatte und Parallelanschlag sind bei der Bosch wesentlich gelungener als bei der „Billigheimer“, die Unterschiede kann ich hierbei leider nicht direkt erklären. Während die „Billigheimer“ zu ständigem Verkanten und Hängenbleiben neigt, fuhr die POF 1400 ACE wie auf einem Gleitmittel an den Kanten entlang, kein Hakeln kein Verkanten kein Rucken.

Optimales Design zeigt sich auch wieder bei dem Spannhebel der Frästiefenarretierung. Bei der POF liegt er in Daumenreichweite der linken Hand und bietet durch seine geschwungene Form einen sehr guten Angriffspunkt. Im Gegensatz liegt der Habel bei der „Billigheimer“ so am Gehäuse, dass man sich bei kleineren Händen schon etwas verrenken muss und durch die Formgebung ist die Handhabbarkeit noch weiter erschwert.

Gleiches gilt für die Erreichbarkeit des Drehzahlvorwahlreglers. Durch die Anordnung auf der Oberseite bei Modell „Billigheimer“ muss die Maschine entweder abgesetzt werden oder Einhändig an dem kleinen Stellrad bedient werden. Hier zeigt sich wieder der durchdachte Aufbau der POF, denn hier sitzt der Regler auf der Seite wo auch der Ein-Schalter ist. Durch seine Größe und Griffigkeit ist er sehr leicht mit dem Daumen erreich und bedienbar.

Etwas was die „Billigheimer“ übrigens überhaupt nicht besitzt, ist das Arbeitslicht, welches die Schnittstelle sehr gut ausleuchtet und eine wirkliche Hilfe bei feinen Arbeiten ist.


Handling Fazit: Im Großen und Ganzen kann man mit der billigen Maschine zwar auch arbeiten aber vergleicht man sie mit der POF 1400 ACE erkennt man sehr schnell, dass sich der höhere Preis durch leichteres Arbeiten, durchdachtes Produktdesign und haargenaue Einstellmöglichkeiten, sehr schnell bezahlt macht.



3. Zufriedenheit mit den Arbeitsergebnissen

Das Arbeiten mit der POF 1400 ACE – ist traumhaft. Die Handhabung beim Arbeiten ist dank der ergonomisch geformten Griffe sehr ermüdungsfrei. Alle Bedienelemente sind gut angeordnet und erreichbar. Die Drehzahl bleibt dank elektronischer Regelung auch bei etwas schnellerem Vortrieb oder bei härteren Stellen (Astloch) wunderbar konstant und die Beleuchtung der Arbeitsfläche schont die Augen.

Die Schnitte die ich für das „Blumenkasten-Projekt“ machen musste, gingen ohne verkanten oder Hakeln von statten – die Maschine glitt wie auf Eis an den Bretterkanten entlang, das Eintauchen erfolgte wie in Butter und die Spanabsaugung erfüllte auch ihre Aufgabe. Dies wäre mit der „Billigheimer“ in der Form nicht machbar gewesen und hätte einiges an Mehraufwand erfordert.


4. (wurde verschluckt :) )


5. Anforderungen und Erwartungen

Von einer guten Oberfräse erwarte ich, nach den negativen Erfahrungen mit der „Billigheimer“, dass die Maschine gut in der Hand liegt, der Funktionsumfang und das Zubehör reichlich ist, Arbeiten leicht von der Hand gehen, die Verarbeitung der Maschine Top ist, und man ohne Schmerzen in den Händen und Fingern auch mal länger arbeiten kann.

All dies erfüllte die BOSCH POF 1400 ACE mit Bravour.


Einzig der Absaugadapter verursachte mir – wegen meinem massiven und etwas längerem Absaugschlauchende (in den Bildern erkennbar) – etwas sorgen. Er machte nicht den aller stabilsten Eindruck, und durch die starre Schlauchaufnahme folgte diese beim Schneiden nicht dem Schlauch sondern der Schlauch musste mitgeführt werden, dies war aber auch wirklich eines der wenigen Mankos.


6. Verbesserungsvorschläge:

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Ein Vorschlag wäre, den Adapter evtl .um eine abgewinkelte und drehbare Absaugschlauchaufnahme zu ergänzen

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Ein weiterer Vorschlag bezieht sich auf das Anschlusskabel, mich störte, dass das Kabel auf der rechten Seite im Griff eingeführt ist. Beim Arbeiten mit dem Parallelanschlag, störte das Kabel ständig. Hier wäre es toll, wenn man das Kabel so anordnen könnte (oder eine Stecklasche/ Führung im Geräte vorsieht), so dass man das Kabel über den linken Griff von der Maschine weg verlaufen lassen könnte.(Dazu gibt es auch ein Bild)
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