Multischleifer PSM Primo

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Klein aber fein 2 Kommentare
Vom 30.08.14 Geändert 2014-08-30 16:41:01
Noch darauf hoffend, zu den Testern zu gehören, klingelte der Paketdienst und überbrachte mir ein kleines Paket in der Größe eines Schuhkartons. 
Ich hatte mich vor einigen Wochen in der Community angemeldet und verfolgte seitdem fast täglich die vielen Heimwerkerbeiträge. Als ich die Anzeige zum Test des PSM Primo sah, musste ich sofort an ein Dachflächenfenster in meinem alten Kinderzimmer denken, welches ich vor vielen Jahren abzuschleifen begonnen hatte. Mit dem damals zur Verfügung stehenden Werkzeug klappte das aber nicht so wirklich gut und ich verlor die Lust daran. Der Produkttest diente mir als Anreiz es nochmals zu versuchen. Ich füllte also meine Bewerbung aus und schickte sie ab. Gesucht wurden bewusst „Anfänger“, die mit der Materie noch nicht so viel zu tun hatten. Da man den missglückten Versuch mit dem Fenster wohl nicht als Erfahrung werten kann, traf das auch voll auf mich zu. 
In der Zwischenzeit stand aber ein Umzug an. Die in meiner jetzigen Wohnung vom Vormieter eher schlecht als recht gestrichenen Türen mussten neu gestrichen werden. Ich disponierte also spontan um und nahm das als neues Projekt um den Primo zu testen. Ecken und Kanten gibt es ja an Türen auch genug.  

Ich öffnete also voller Vorfreude das Paket. Enthalten waren der PSM Primo und Zusatzinformationen zum Produkttest. Der Primo kommt in einem Pappkarton mit Sichtfenster daher. Außerdem darin enthalten sind die Bedienungsanleitung und ein einziges 80er Schleifblatt. Zugegebenermaßen war ich über das eine Schleifblatt fast etwas enttäuscht. Bei anderen Produkttestes hatte ich gesehen, dass es zu Bohrmaschinen gleich einen Satz Bohrer (nicht nur einen einzelnen) dazu gab, sodass man sofort loslegen kann. Schuld an meiner Enttäuschung war hier aber natürlich nur meine Erwartungshaltung. Jedoch dazu später mehr. Schade finde ich auch, dass es keine Aufbewahrungsbox dazu gibt. Ein kleines Köfferchen oder eine Metallbox für den Schleifer, die Bedienungsanleitung und ein paar Schleifblätter wären hier schön gewesen. So hat man leider alles einzeln, denn der Karton wird vermutlich nicht ewig halten. 

Für mein Projekt benötigte ich 180er oder zumindest 120er Schleifpapier. Laut der Anleitung handelt es sich dabei um die Artikelnummer 2 609 256 A70 (120er) oder 2 609 256 A71 (180er). Also am gleichen Abend noch ab in den Baumarkt. Zwar gibt es dort einen ganzen Haufen Bosch-Geräte, aber kein Original-Zubehör für Schleifgeräte. Es gab nur eine Universalmarke für alle. Um mögliche schlechte Testergebnisse durch evtl. minderwertigere Verbrauchsmaterialien auszuschließen, entschied ich mich gegen den Kauf und fuhr zum nächsten Baumarkt. Dort gab es zu meiner Erleichterung ein ganzes Regal voll Bosch Schleifblättern. Allerdings weit und breit keine der gesuchten Artikelnummern. Auch der Verkäufer konnte mir nicht wirklich weiterhelfen. Ich entschloss mich dann dazu, die von der Form und den Löchern her am ähnlichsten, in der Körnung 180, zu nehmen. Die Artikelnummer dafür lautet 2 608 608 L34. Daheim damit angekommen verglich ich mit dem mitgelieferten Schleifblatt und es passte genau. Glück gehabt. 

Nun zum Primo selbst. Er erinnert ein Bisschen an ein Bügeleisen. Die Form an sich finde ich etwas komisch. Irgendwie gefällt mir das Zusammenspiel zwischen rund und geschwungen und spitz und eckig nicht so gut. Der hinten aufgesteckte Mikrofilter peppt das ganze aber doch ein Bisschen auf. In meine mittelgroße Hand passt der Primo von der Größe her ganz gut. Die Form ist für mich nicht ganz ergonomisch. Den Einschaltknopf kann man gut mit dem Zeigefinger erreichen. An der Verarbeitung gestört, hat mich allerdings der an verschiedenen Stellen verschieden breit wirkende Schlitz in der gummierten Griffläche, dort wo die beiden Gehäusehälften aufeinandertreffen.  

Nachdem ich nun meine Schleifblätter hatte, musste ich den Primo auch gleich ausprobieren. Also schnell eine Tür ausgehängt und auf den Balkon gestellt. Zum schnell mal ausprobieren genügte das ja. Zusätzlich diente es gleich als Versuch, wie sich der Primo vertikal handhaben lässt. Beispielsweise bei Türzargen hat man ja keine andere Wahl. 
Das Kabel des Primo ist zwar keineswegs kurz, ohne eine zusätzliche Verlängerung wird es dann aber vielleicht doch ein bisschen knapp. Bei der Größe der Geräts wären fünf Meter Kabel aber auch übertrieben. 
Dann habe ich also den Primo in die Hand genommen und den roten Schieber mit dem Zeigefinder betätigt. Er legte mit einem erträglichen Summen und Vibrieren los. Mit leichtem Druck fuhr ich das Türblatt ab. Farbnasen wurden ohne Probleme dem Erdboden gleich gemacht. Allerdings wollte er manchmal in eine andere Richtung als ich. Wie sich später rausgestellt hat, lag das scheinbar an der vertikalen Arbeitsweise. Zwischendrin fiel leider mal der Mikrofilter ab und der darin gesammelte Schleifstaub verteilte sich am Boden. Dadurch dass er nur aufgesteckt ist, muss man also aufpassen, dass man während dem Arbeiten möglichst nicht dran kommt. Wirklich schlimm war es nicht, dass der Inhalt auf dem Boden lag, denn vorher hatte sich dort auch schon Schleifstaub angesammelt, der nicht eingesaugt wurde. Ich schätze mal, dass 50 % im Behälter angekommen sind. Das schiebe ich auch erst mal auf das vertikale arbeiten. Soweit mein erster Versuch.  

Einige Tage später habe ich mich dann an die Wohnzimmertüre gemacht. Im ersten Versuch hatte ich nur eine große Fläche, jetzt wollte ich wissen, wie sich der Primo bei vielen Ecken und Kanten macht. Meine Wohnzimmertüre hat einen Glaseinsatz, welcher mit überstehenden Leisten befestigt ist. Die größeren Flächen ließen sich in liegenden Zustand der Türe noch einfacher abschleifen, da der Primo da hin fuhr, wo ich wollte. Das Spannende waren dann die Ecken. Mit der Spitze konnte man super in die Ecken fahren. Am 90° Winkel der Leisten ließ sich der Primo super anlegen. Diesmal landete mehr Schleifstaub im Behälter, allerdings geschätzt auch nicht viel mehr als 75 %. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass sich der Mikrofilter schnell zusetzt und dann nichts mehr aufgenommen wird. Wer in Innenräumen, aber vor allem in der Wohnung arbeiten möchte, sollte definitiv mit einer richtigen Absaugung arbeiten und/oder eine Staubschutzmaske tragen. Das Ergebnis war für mich völlig zufriedenstellend. Die Türe war angeschliffen. Anschließend konnte ich den restlichen Staub entfernen und die Türe lackieren. Der Lack hält bis jetzt (und wird das wohl auch weiterhin tun :-) ), somit wurde mein Ziel erreicht. 
Für kleine Heimwerkerprojekte dieser Art kann ich den Primo problemlos weiterempfehlen. Für größere Projekte oder wenn man viel Material abnehmen will, sollte man sich aber dann doch ein geeignetes größeres Gerät anschaffen. 

Nachdem ich meine Tests beendet hatte, bekam ich eineinhalb Wochen vor Abgabe des Testberichts nochmal Post von Bosch. Darin enthalten waren zwei Päckchen Schleifpapier mit jeweils 2x 80er, 2x 120er und 2x 180er Schleifblättern. Für mich leider ein bisschen zu spät. Eine Packung davon würde ich mir aber statt des einzelnen mitgelieferten Blatts als Standardbeigabe zu einem neuen Primo wünschen.

Das war’s dann soweit mit meinem ersten Test, der mir viel Spaß gemacht hat. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. Weitere Fragen zum Primo beantworte ich natürlich gerne.
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 779883#post779883.
2014-11-11 19:39:44

Leider nicht auf die Fragen des Produktmanagers eingegangen und ein bischen wenig Bildmaterial, von den Tests - da wäre doch noch sehr viel mehr drin gewesen?. Zwischendurch kann man jedoch gute Ansätze für einen ordentlichen Testbericht erkennen.Da muss/sollte aber noch dran gearbeitet werden.
Allerdings hast Du seit Deiner Anmeldung, Vorstellung und Bewerbung für den Test sonst absolut nichts mehr im Forum eingebracht, das finde ich absolut nicht in Ordnung.
2014-11-13 16:45:31

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