Multischleifer PSM 200 AES

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

PSM 200AES ist ne flotte Kiste 3 Kommentare
Vom 23.06.14 Geändert 2014-06-23 10:51:21
Die PSM 200AES kam Mittags. Ein für die Größe recht leichtes Paket. 
Geöffnet, liegt sie in ihrem satten Grün erstmal toll da. Wirkt nicht billig, sauber verarbeitet, übersichtliche Anordnung in dem Koffer.
In die Hand genommen bestätigt sich die Leichtigkeit. Der PSM 200 AES liegt angenehm in der Hand, wobei ich recht kleine Hände habe, und ich bei älteren Geräten hier oft Probleme habe, da ich doch mit mehr Kraft zupacken muss.
Die Handhabung ist eigentlich sofort klar. Ich stelle die Behauptung auf, dass selbst jemand, der noch nie einen Schwingschleifer in der Hand hatte, instinktiv weiß, wie das Gerät zu halten ist.
So weit so gut. Werfen wir die Kiste mal an. Gehörschutz auf, Stecker rein und Schalter nach vorn geschoben. 
Ich muss hier vorab sagen, das ich laute und alte Geräte mein Eigen nenne. Mein alter Schwingschleifer ist noch von der Natur, dass man die Vibrationen im Großzeh spürt und ohne Gehörschutz nach der Arbeit für Stunden Telefonnummern von HNO Ärzten raussucht, weil tinitus-ähnliche Töne im Kopf sind. Ich bin also vorbelastet.
Hatte ich geschrieben, Schalter nach vorn geschoben? Nun, irgendwas ist anders…ein angenehmes Kribbeln in der Hand und ein leises im Hintergrund stattfindendes Geräusch…Gehörschutz ab. Ah, die Maschine ist an!
Im Ernst, das erste Mal, als ich die PSM 200AES eingeschaltet habe, war ich sofort berauscht von der geringen Menge an Geräusch. Auch die Vibrationen halten sich auf einem fast angenehmen Level. Natürlich arbeite ich trotzdem mit Gehörschutz, den beides zusammen verspricht wirklich Geräuscharmut. Und die Gelenke werden auch geschont. Schön!
Die Bedienung ist einfach. Allerdings habe ich leichte Probleme, beim Wechseln der Platten. Die Entriegelung benötigt schon einiges an Kraft (meine Frau hat es nicht geschafft) und beim Einrasten muss man zusätzlich Druck auf die hintere Platte ausüben, damit sie auch korrekt einrastet. Ich denke, dass geht besser.
Genug der Theorie. Das Gerät wurde geschaffen, um zu arbeiten. 
Folgende Projekte habe ich deshalb durchgeführt: 

Ich habe ein Hochbeet aus Europaletten gebaut. Da die mit der Zeit verwittern, war ein Abtrat notwendig. Ich habe in diesem Jahr auch altes  Restholz (Hartholz, wahrscheinlich Teakholz) einer alten Terrasse erhalten, das wirklich nicht pfleglich behandelt wurde. Diese Reste hatte ich zurecht geschnitten und als Ablage/Kante oben aufs Hochbeet geschraubt. 
Also 80er Papier drauf und die große, viereckige Schleifplatte montiert. Drehzahl erst einmal moderat bei 3, wobei ich recht schnell auf „volle Pulle“ hochgegangen bin.
Der Abtrag ist gut. Alte Farbe (s.Foto) wird zufriedenstellend abgetragen. Auch die Paletten erfahren eine deutliche Aufwertung. Insgesamt hat die Arbeit 2 Stunden gedauert. Die ich mit einer kleinen Unterbrechung am Stück durchgeführt habe. Das habe ich bei anderen Schleifmaschinen bislang nicht geschafft (s. Lautstärke und Vibrationen). Die PSM 200AES wurde nur geringfügig warm. Ich war an diesem Tag sehr zufrieden. 

Ein weiteres Projekt, was mir sehr am Herzen lag, war mein altes Wohnmobil. Es benötigte einen neuen Anstrich. 
Das bedeutet, alten Lack anschleifen und dann mehrere Schichten Farbe drauf.
Nun, hier geht es ums Schleifen und nichts ums Malen. 
Also wieder große Platte drauf, 120er Körnung Schleifpapier und mit Stufe 1 ran an Speck. Ich habe hier keine Fotos gemacht (doch eigentlich schon), aber es ist auf den Fotos nicht richtig ersichtlich. Daher eine kurze Beschreibung.
Ich bin hellauf begeistert! Ich war mit der stufenlosen Regulierung der Drehzahlen (bin bis Stufe 3 hoch) in der Lage exakt den Lack soweit anzuschleifen, dass das blanke Blech nicht durchkam. Das Ergebnis war mit den Händen spürbar aber kaum sichtbar fürs Auge. Ok, etwas „sauberer“ erschien mir Wohni schon hinterher…aber  es war die perfekte Grundlage für den folgendes Anstrich. Auch konnte ich durch das Wechseln der Platten auch in die Ecken kommen. Ein Nachschleifen von Hand fand hier nicht statt. Das Endergebnis kann sich sehen lassen, wie ich finde.

Insgesamt habe ich noch einige kleinere Schleifarbeiten in der Werkstatt durchgeführt. Nichts großes, aber trotzdem notwendiges. Es ist wirklich schön, mit den verschiedenen Drehzahlen zu spielen, um ein für sich perfektes Ergebnis zu erzielen. In Verbindung mit den verschiedenen Körnungen des Schleifpapiers kommen hier Kombinationen zustande  die selbst Feinarbeiten (also, die ich vorher per Hand gemacht habe) die Stirn bieten können (in einem gewissen Rahmen natürlich). 
Ich bin Rundum zufrieden mit der PSM 200AES. Einzig das Wechseln der Platten kann verbessert werden und ein etwas längeres Kabel täte gut.
Aber mein Gott! Dieses Gerät kann man uneingeschränkt empfehlen. Ich habe meinen alten Schleifer zwar noch, aber er ist ein Staubfänger geworden. Vielen Dank, daß ich dieses Gerät testen durfte und auch danke fürs Lesen.
PS Warum einige Fotos auf dem Kopf stehen weiß ich nicht. Ist wohl Zeit für andere Perspektiven. 
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 749646#post749646.
2014-09-26 19:23:16

So ein schön geschriebener und Informativer Bericht und da warst du so geizig mit den Bildern :( Echt schade , das wäre mit zusätzlichen Bildern von ( Vorher / Nachher Resultat ) ein super Bericht geworden . Vielleicht denkst du nächstes mal dran mehr Bilder zu machen , denn daran kann man auch einiges erkennen wie ein Werkzeug arbeitet . 4 Daumen
2014-09-26 23:43:28

Ich finde auch das ist ein sehr locker geschriebener,leicht zu lesender und informativer Bericht - aber wie Bine schon sagt -vorher - nachher Fotos wären super gewesen.
2014-10-02 07:45:08

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