Multischleifer PSM 200 AES

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Mein (unser) Testbericht zur PSM 200 AES 4 Kommentare
Vom 11.06.14 Geändert 2014-06-11 22:20:44

Voran stellen möchte ich, daß wir gemeinsam getestet haben, mein Mann und ich, so wie wir fast alle unsere Projekte in Haus und Garten gemeinsam realisieren, natürlich mit einer gewissen Aufgabenteilung. Die Planung und leichtere Arbeiten sowie der ganze Schriftkram fallen in meine Kompetenz, den Rest übernimmt dann mein Mann.

Also, dieser Test ist unser erster richtiger Kontakt mit einem Gerät der Firma Bosch, angeregt durch unseren Schwiegersohn, der auf Bosch schwört. Und dieser Kontakt beginnt mit ausgenommen positiven Eindrücken. Schon einen Tag nach der Benachrichtigung traf das Paket mit dem Multischleifer ein und voller Spannung hielten wir schnell den stabilen, praktischen Koffer in den Händen. Der aufgesteckte Maschinensteckbrief verriet uns schon jede Menge Details über das Kraftpaket in seinem Inneren. Der erste Blick in den Koffer, der mit 2 Schnappriegeln transportsicher verschlossen wird, zeigte uns ein wohldurchdachtes Konzept bezüglich Stabilität, Geräteunterbringung und Platz für Zubehörteile, Schleifmittel und Reinigung. Sogar eine Halterung für Bedienungsanleitung A5 u.ä. ist vorhanden.
Genug der Einleitung – ich habe den vormontierten Schleifer in die Hand genommen und hatte sofort ein gutes, vertrautes Gefühl. Das Gewicht habe ich als der Maschine angemessen empfunden.
Wir waren uns einig, ein sehr positiver erster Eindruck!
Nun ging es weiter mit der Bedienungsanleitung auf dem Tisch nebenan, denn die nächsten Schritte erfordern beide Hände am Gerät. Mit der gut bebilderten und mit Beschreibungen ausgestatteten Anleitung gelang es auf Anhieb, die Schleifplatten zu wechseln (beim ersten Mal ein wenig straff) und den Microfilter ab- und wieder anzubauen. Beschwerlich finden wir das Einrasten des Deckels des Microfilters nach einer simulierten Entleerung – es war eine endlose Geduldsarbeit, den Deckel rundum zum Einrasten/sicheren verschließen zu bringen.
Weiter ging es dann mit einer Runde Einkauf im Baumarkt, um Schleifmittel verschiedenener Körnung und Zusatzplatten für unser Projekt zu erwerben. Leider konnten wir die Schleifzungen und die Klettscheiben dafür im örtlichen Handel nicht bekommen und haben online bestellt, allerdings bei 3 verschiedenen Lieferanten.

Nun geht es ans Ausprobieren. Den ersten Schleiftest machen wir an unserer großen Puzzleplatte, eine alte Sperrholzplatte mit den Maßen 4x650x900 mm, auf einer Seite roh mit Kratzern und Farbspritzern, auf der Rückseite lackiert. Dabei geht es uns vorallem darum, ein Gefühl für die Maschine zu bekommen, für Drehzahlregelung und Vibration, bevor wir uns an die Gartenbank wagen.
Bereits nach dieser Aufwärmübung (ca 1 Stunde) hatte uns die Maschine voll in ihren Bann gezogen. Wir haben mit der rohen Seite begonnen und die Schleifplatte mit einem 80iger Schleifpad ausgestattet – in 5 Minuten auf höchster Drehzahlstufe war die Holzplatte bereit für den Finishschliff. Nicht ganz so reibungslos verlief das Abschleifen des Altlackes auf der Rückseite der Platte, denn dummerweise hatten wir kein grobes Schleifpapier eingekauft und so dauerte alles recht lang. Sehr positiv zu bemerken ist die Möglichkeit der Drehzahlregelung im Betrieb, so daß man unmittelbar auf die Motorlaufgeräusche und die Vibrationsstärke reagieren kann. Die Absaugung reichte für das Abschleifen des rohen Holzes völlig aus, für die Lackseite wäre eine stärkere Absaugung sinnvoll gewesen. Das Leeren des Filterbehälters war mit der bereits beschriebenen Einschränkung kein Problem.
Mittlerweile sind auch Lamellenplatte und Schleifzunge aus der Internetbestellung eingetroffen und die Gartenbank aus Hartholz, das eigentliche Projekt, kann in Angriff genommen werden. Wir starten mit der abnehmbaren Sitzfläche und schleifen mit Platte, Dreieck , Lamellenvorsatz und 80iger Körnung vor, 180iger Körnung fein – eine Arbeit, die richtig Spaß macht, denn Plattenwechsel, Padwechsel und Drehzahlanpassung funktionieren perfekt einfach. Besonders positiv möchte ich an dieser Stelle nochmal die integrierte Drehzahlregelung erwähnen, die problemlos im Betrieb genutzt werden kann.
Kompliziert wird es nun an den Teilen, die nicht so ohne weiteres in Arbeitshöhe flach aufgelegt werden können. Hier muß sich zeigen, inwieweit die Maschine dabei einsetzbar und beherrschbar ist. Auf den beigefügten Bildern ist gezeigt, wo die Probleme beim Schleifen liegen und wie wir sie gemeistert haben. Beim Einsatz von Dreiecksplatte, Lamellenplatte und Schleifzunge mußte die Drehzahl reduziert werden bis runter auf die Stufe 1 für die Schleifzunge in den kleinen Zwischenräumen. Diese Arbeiten sind sehr zeitaufwendig – das Schleifen eines der drei Musterelemte der Bankrückenlehne (Vorderseite und Zwischenräume) dauerte gut 1,5 Stunden und dann war eine längere Pause für Handgelenk und Arme nötig. Da die Leisten der Rücklehne nicht ganz in einer Ebene liegen (leichter Verzug), war ein flächiges Überschleifen nicht möglich.
Es wird noch einige Zeit brauchen, bis die Bank komplett abgeschliffen ist und neu geölt werden kann, aber für den Testbericht sind die bisher durchgeführten Arbeiten aussagefähig. Möglicherweise würde ja ein kombinierter Einsatz von PSM 200 AES und des viel leichteren PSM Primo schneller zum Ziel führen, aber ob ich das testen darf?

Das zusammenfassende Urteil nach ca 5 Stunden Schleifarbeit mit der PSM 200 AES ist ganz eindeutig „sehr gut“ und „empfehlenswert“. Alle unsere Erwartungen an diese Maschine, ihre solide Verarbeitung und ihre Leistungsfähigkeit mit den eingesetzten Zusatzzubehör wurden in vollem Umfang erfüllt. Besonders positiv hervorzuheben sind die stufenlos regelbare Drehzahl und der werkzeuglose Schleifplattenwechsel. Ich habe zu Beginn meines Berichtes den Koffer gelobt und den Platz für Schleifutensilien darin, muß aber zum Ende meines Berichtes feststellen, daß es gern noch ein klein wenig mehr Platz für die zusätzlichen Schleifplatten sowie Schleifpads geben könnte.

 
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 747360#post747360.
2014-09-23 17:14:06

Interessanter Bericht und aussagekräftige Bilder - vor allem für die Arbeiten in den Ecken 5D
2014-09-23 17:23:44

mir vermittelt dieser Bericht schon mal einen sehr guten Eindruck von der Maschine und danke für den Hinweis der "Deckelpfrimelei". Auch für mich, ein sehr guter Bericht
2014-09-24 07:28:03

Schöner flüssig geschriebener Testbericht . Habt alles unter die Lupe genommen und beide sogar 3 Schleifplatten getestet . Ein vorbildlicher Testbericht mit guten Bildern . Da kann man sich schon viel über das Gerät rausziehen . Danke 5 Daumen
2014-09-24 09:30:32

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