PDC 1 - der Helfer beim Bohren

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Assistenz beim Bohren. Testbericht zum PDC1. 0 Kommentare
Vom 12.02.12 Geändert 2012-02-12 17:48:40

Benutzer gelöscht

Der zweite Bohrtest in Folge, ich bedanke mich herzlich.

Nachdem ich im letzten Test die Schlagbohrmaschine PSB 750 RCA mit Absaugvorrichtung testen durfte - eine sehr gute Maschine, ich entschloss mich aber, bei dem Uneo zu bleiben - kommt nun das passende Zubehör für eben jenen ins Haus. Damit wird der Bohrstaub ähnlich gut aufgefangen. Eine praktische Ergänzung also.

Bevor ich einige Eindrücke ausführlicher schildere, zunächst kurze Antworten auf die gestellten Fragen:

1) Welche Anwendungen hast Du mit dem PDC 1 gemacht?

Löcher gebohrt ;-). Es musste ein Regal an die Wand und in der Werkstatt habe ich auch noch ein paar Dinge gefunden, die besser an der Wand hängen. Gebohrt wurde ausschließlich in Betonwänden.

2) Mit welchem Gerät hast Du den PDC 1 benutzt?

Mit dem Uneo und ein (ganz) kurzer Test mit der PSB 750 RCA.

3) Bist Du zufrieden mit den Arbeitsergebnissen?

Ja, der PDC 1 ist ein nüztliches Zusatztool für den Uneo.

4) Erfüllt der PDC 1 Deine Anforderungen und Erwartungen?

Die Hauptaufgabe, das Auffangen von Bohrmehl erfüllt der PDC1 gut. Der Auffangbehälter ist groß genug auch für umfangreichere Bohrarbeiten. Die Zusatzfunktionen empfinde ich als nicht unbedingt notwendig, mehr dazu im ausführlichen Teil unten.

5) Wie wichtig sind die entsprechenden Funktionen des PDC 1 für Dich?
  • Bohrmehl auffangen: Sehr wichtig
  • Körner: Weniger wichtig, siehe unten
  • Schraubhilfe: Unnötig, siehe unten
  • Bohrlängeneinstellung: Für den Uneo unnötig, siehe unten
6) Was können wir zukünftig am PDC 1 verbessern?
  • Anstatt der Einschraubhilfe zwei Zapfen, die als Lager für die Ringe der Bohrlängeneinstellung dienen. Denn diese neigen dazu, als Einzelteile durch die Gegend zu fliegen und wären so gut verstaut und griffbereit.
  • Kleine batteriebetriebene Absaugung (ich glaube, Kärcher hat sowas).
  • Überlegen, ob es die Zusatzfunktionen wirklich braucht, oder ob man lieber einen günstigeren Preis macht.
7) Würdest du den PDC 1 auch als Einzel-Gerät kaufen?

Er erfüllt seinen Zweck, also ja, ich würde ihn kaufen. Wobei ich auf die meisten Zusatzfunktionen auch verzichten könnte. Statt dessen lieber einen günstigeren Preis.

Wenn es bei den Bohrmaschinen hängt, könnte es - bei entsprechend günstigem Preis - für den einen oder anderen Käufer ein Mitnahmeartikel sein. Er wäre auch eine schöne Couponaktion.

So viel in gebotener Kürze zu den Fragen. Nun möchte ich noch einige Aspekte etwas ausführen:

Im Vergleich mit der Absaugung der PSB 750 RCA

Im Vergleich mit der Absaugung der PSB ist der PDC letztlich gleichauf. Im Gegensatz zur PSB hat der PDC keine Absaugung, das Bohrmehl rieselt in den Behälter. Der Schwerkraft sei dank, klappt das recht gut. Einen Filter, wie ihn die PSB hat, braucht der PDC dadurch nicht. Durch die Gummilippe schließt der PDC gut an der Wand ab, wenn man ihn gerade hält.

Wie auch bei der Absaugeinrichtung der PSB sollte man beim PDC den Bohrer nicht zu schnell aus dem Bohrloch ziehen. Sonst zieht man eine ordentliche Portion Bohrmehl durch. Gut, dass der PDC da eine Art Vorbau hat - so fällt ein Großteil darauf und nicht auf den Boden.

Pluspunkt im Vergleich für den PDC: Sein Auffangbehälter ist deutlich größer als der der PSB, damit ist er auch für größere Bohrarbeiten geeignet. Bild 8 und 9 zeigt das Bohrmeld von insgesamt 14 5er- und 6er-Löchern. Da hat noch einiges mehr Platz.

An die Wand kleben

In der Bedienungsanleitung steht explizit, dass man den PDC 1 an die Wand kleben und die Bohrmaschine mit beiden Händen bedienen soll. Für die PSB würde ich dem uneingeschränkt zustimmen, da sie trotz der kompakten Bauweise für die Einhandnutzung zu schwer ist.

Allerdings: Mit dem Uneo klappt das einhändige Bohren hervorragend. Man kann also mit der anderen Hand gut den PDC halten. Das ermöglicht eine schnellere und exaktere Ausrichtung des Bohrers an der Bohrstelle.

In der Anleitung gibt es ein schönes Bild: Bohrstelle mit einem Kreuz markieren, dann durch die Bohrerdurchführung des PDC dieses anvisieren und diesen ankleben. Einhandbohren geht schneller. Bei einem Loch mag man sich ja vielleicht noch so spielen, will man mehrere Löcher am Stück bohren, dann wird das lästig.

Das Kleben mit den Klebepads stellte mich nicht recht zufrieden. Etwas wackelige Sache, es kann gut passieren, dass nur eine Seite klebt. Ausserdem muss man aufpassen, dass der PDC eng an der Wand ist, damit nichts zwischen den beiden durchrieselt. Tipp: Besser geht es, wenn man die Klebepads gut knetet und dann zu einer Kugel formt. Das kann man dann an die Wand drücken - wichtig ist, dass der PDC an der Wand anliegt - und einfach wieder lösen.

Wer nicht gerade zu den Großgewachsenen zählt, hat spätestens dann Staffeleibedarf, wenn es über Augenhöhe zu Bohren gibt. Das macht es zusätzlich umständlich. Gut geht das hingegen beim Einhandbohren - dem Uneo sei Dank.

Ein Wort zu den Zusatzfunktionen

Die Schraubhilfe halte ich für überflüssig. Entweder ist die Schraube lang genug, dann kann man sie auch mit der zweiten Hand halten oder zwei, drei Umdrehungen in den Dübel drehen. Oder sie ist zu kurz, um sie gut mit der zweiten Hand halten zu können, dann ist sie aber auch für die Bohrhilfe zu kurz (in einem der Bilder unten sieht man das).

Der Körner ist prinzipiell eine gute Idee. Habe ich bisher nie gemacht, hilft aber, dass der Bohrer nicht so leicht verläuft. Trotzdem ist das mit dem PDC eher eine Zielübung, mit einem extra Werkzeug geht das schneller. Ist man mit dem Zielen fertig, dann klappt das Vorkörnen ganz gut, wenn man einen Hammer dabei hat...

Die Bohrlängeneinstellung ist nützlich um die Uneo-Bohrer einmal abzumessen. Denn die sind passen eigentlich, wenn man sich grob an der Arbeitslänge des Bohrers orientiert. Bilder anbei. Für andere Bohrer ist das eventuell ein nettes Gimmick.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Zusatzfunktionen braucht es IMHO nicht.

Mein Fazit

Werde den PDC weiter verwenden. Mein neues "Bohrtrio" für Wandlöcher besteht aus dem Uneo, dem PDC 1 sowie einen kleinen Blasebalg aus Großvaters Beständen (ich habe Dübellöcher gerne frei von Staub).

Schon erstaunlich, was man über so ein Gerät alles schreiben kann. Danke fürs Durchhalten bis hier her - und vielleicht war ja der eine oder andere interessante Aspekt dabei.
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