PDC 1 - der Helfer beim Bohren

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PDC 1 Multifunktions-Bohr-Assistent 0 Kommentare
Vom 29.02.12 Geändert 2012-02-29 16:15:30
Dies ist mein erster Produkttest und umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich Ende Januar die Nachricht erhalten habe, den PDC 1 testen zu dürfen. Eine Woche nach Bekanntmachung wurde das Paket mit dem PDC 1 dann auch zugestellt. Gespannt habe ich dann gleich das Paket geöffnet und mir den PDC 1 genauer angeguckt. Zum eigentlichen Test kam ich aber leider erst viel später, da mich eine fette Grippe niedergestreckt hat. Nun geht’s aber los.

Das erste Foto zeigt alle Teile, die in der Verpackung des PDC 1 enthalten sind. Da wären der PDC 1 (nicht zu übersehen), eine kleine Packung UHU Patafix (zum Befestigen des PDC1 an der Wand), Ringe zur Einstellung der Bohrtiefe für Dübel (die Grünen unten rechts), Ersatzgummis für die Staubauffangung (das Wort klingt komisch :-D oben rechts) und die Bedienungsanleitung.

Also los ging der Test: als erstes sollte das Bohren mit der Bohrtiefenschablone probiert werden. Dazu gibt es auf der Rückseite des Staubauffangbehälters 3 verschiedene Schablonen. Eine 5er, eine 6er und eine 8-er Bohrschablone. Hierfür legt man den entsprechenden Bohrer in die Vertiefung und markiert das Ende des Bohrers durch einen Ring (Bild 2). Dies ermöglicht einem dann die Kontrolle der Bohrtiefe zur Benutzung von Dübeln. Hierzu bohrt man dann soweit bis der Bohrring den PDC 1 berührt (Bild 3). Dies klappt an sich ganz gut, jedoch taucht hier auch das erste Ärgernis auf, denn es liegen Bohrringe für den 5er und den 8er Bohrer vor, jedoch keine für den 6er. Beim Versuch die 5er Ringe auf den 6er Bohrer zu bekommen, ist ein Bohrring leider gerissen. Die 8er Bohrringe sitzen aber zu locker auf einem 6er Bohrer, so dass hier keine sichere Bohrtiefe erreicht wird, da der Ringe beim Bohren verrutscht.

Weiter ging’s. Laut Bedienungsanleitung soll man dann auf der Rückseite Klebepads anbringen, so dass der PDC 1 z.B. an der Wand angebracht werden kann und beide Hände an der Bohrmaschine sein können (zumindest sagt dies die Anleitung, Zitat: Halten Sie die Staubschutzbox nicht mit der Hand, damit Sie das Elektrowerkzeug mit beiden Händen halten können.) Also die Patafix Pads an den angegebenen Stellen angebracht! (Bild 4)

Ich wollte meine Elektronikdartscheibe dann in meinem Büro anbringen und zu diesem Zweck den PDC1 benutzen. Also habe ich ihn dann an die Wand gedrückt, wo er 4 Sekunden zum Fotografieren hing, aber auch gleich nach dem Bild herunterfiel (Bild 5). Scheinbar ist meine Raufasertapete nicht der geeignete Untergrund. Auch erneutes Anbringen und austauschen der Patafix Pads brachte keine Verbesserung. Dies liegt unter anderem aber auch ach an den Gumminoppen (als Rutschsicherung) auf der Rückseite des PDC1 und dem Staubschutzring, der ja zur Wand hin dichten soll und verhindern soll, dass der Staub zu Boden fällt. Denn drückt man den PDC 1 mit Patafix Pads fest, so sorgt die Andruckspannung des Staubschutzring wieder für ein schnelles Lösen und damit verbundenes Herunterfallen. Also muss man doch mit einer Hand das Gerät festhalten und einhändig die Bohrmaschine bedienen.

Aber weiter geht’s. Ich habe dann mit dem Körner auf der Raufasertapete die Bohrstellen zur Anbringung der Dartscheibe markiert, was sehr gut ging, aber theoretische auch mit nem Stift möglich gewesen wäre. (Bild 6 + 7) Vielleicht mag der Körner auf Material wie Holz für den verwendeten Bohrer eine Führung hinterlassen, aber dort wo beispielsweise ein Steinbohrer zum Einsatz kommt, kann der Körner allenfalls als Markierer dienen.

Nun sollte das erste Bohrloch erfolgen. Dazu setzt man den PDC 1 so an, dass die vorher markierte Bohrstelle mittig im Staubschutzring erscheint. Hier sollte man das Gerät leicht schräg ansetzen, da sonst aufgrund von mangelndem Lichteinfall die Körnung gar nicht zu sehen ist. Berücksichtigt man dies ist aber eine genaue Bohrung sicher. Nun kommt die eigentliche Stärke des PDC 1, nämlich das Staub auffangen. Hier glänzt das Gerät und nimmt tatsächlich etwa 90% des Staubs auf. Ein geringer Teil rieselt aber sowohl zwischen Wand und PDC 1 herunter (sofern man das Gerät nicht ausreichend stark an die Wand drückt, was allein mit den Klebepads gar nicht gehen würde) ein weiterer geringer Teil des Staubs wird durch die Spirale des Bohrers nach außen getragen und fällt dort herunter. Aber bessere Ergebnisse erhalte ich auch nicht, wenn meine Freundin mit dem Staubsauger beim Bohren daneben steht. :-D Also hier ein Pluspunkt!! (Hier habe ich leider das Bild vergessen)

Als letztes Gimmick sollte der Schraubenhalter erwähnt werden. (Bild 8) Dies funktioniert soweit ganz gut, jedoch kann es auch hier passieren, dass die Schraube aus der Halterung springt, wenn man gerade am Anfang, bevor die Schraube im Material fasst, zu stark drückt. Dennoch würde ich hier sagen, dass man diese Funktion auch durch die eigene zweite Hand erledigen kann.

Fazit: Der PDC 1 ist ein nettes Gimmick und für die Staubauffangfunktion werde ich ihn wohl auch öfter nutzen, eventuell auch für die Bohrtiefenregulierung, sofern es Ringe gibt, die auf nen 6er Bohrer passen. Die Funktion Körner und Schraubenhalter sind zwar ne nette Idee, aber meines Erachtens nicht wirklich interessant im Heimwerkeralltag. Die Idee der Befestigung an der Wand ist zwar gut, aber hier eher schlecht als recht gelöst, zumindest auf Untergründen, die mit Standardfarben gestrichen wurden. Zur Zeit gibt es den PDC 1 nur in Verbindung mit Uneo, was sicherlich eine nette Beigabe ist. Kaufen würde ich ihn mir wohl aber nicht, es sei denn er liegt im Preisbereich bis 10 Euro.

Gruß Dirk
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