PKS 16 Multi – vielseitig und präzise

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PKS16 3 Kommentare
Vom 14.01.14 Geändert 2014-01-14 14:19:49
Als ich in meine Bewerbung schrieb, dass ich die PKS 16 Multi gerne mit der Dremel DSM20 vergleichen würde, hätte ich nicht gedacht, dass Bosch diese Herausforderung annimt. Ich wurde eines Besseren belehrt; Noch bevor ich die Mail des Versand erhielt klingelte der freunliche Postbote schon bei mir und überreichte mir ein neues Spielzeug.

Als am Abend dann die Ruhe einkehrte, konnte ich mich erstmals mit der Säge vertraut machen, allerdings noch ohne Lärm zu veranstalten.
Der Koffer ist wunderbar aufgeräumt und die Säge macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Solide heißt in diesem Fall allerdings auch schwer und vielleicht auch etwas unhandlich in der Gewichtsverteilung beim Tragen.
Beim genaueren Betrachten der verschiedenen Sägeblätter und deren Aufnahme machte mich jedoch die Montagerichtung stutzig. Das Blatt war, trotz eingeprägtem Pfeil verkehrtherum montiert. Dieser Fehler wurde schnell behoben und die Montage/Demontage geht schnell von der Hand.
Ein weiterer negativer Punkt war dann mal wieder das billige, starre Kabel, aber das wollen viele Hersteller ja einfach nicht einsehen, dass das unschön und störend ist.

Eigentlich wollte ich die Säge immermal beim derzeitigen Wohnzimmerumbau einsetzen, aber da das Laminat schon gelegt war, ergab sich keine rechte Gelegenheit. Also machte ich ersteinmal ein paar Testschnitte in  verschieden Materialien, die ich so rumliegen hatte.

Als erstes reizte mich ca. 8mm starkes Plexi/Lexan:
Ich wusste schon aus vergangen Spielerein, dass der deutlich schneller drehende Dremel hier schlechte Karten hatte. Er hat auch kein wirklich sinnvolles Sägeblatt, Dremel bietet einfach nichts mit richtigen Zähnen an und kann auch, auf Nachfrage, nicht wirklich sagen, warum dass so ist. Dies war einer der Hauptgründe weshalb ich die PKS haben wollte.

Nachdem der erste Schnitt relativ krumm war, sah der zweite nahezu makellos aus und ohne leichtes "anschmelzen" lässt sich Plexi meist nicht schneiden.
Dieser Grat ist aber schnell entfernt und das Ergebnis zufriedenstellend.

Bei diesem ersten Versuch musste ich jedoch schon festellen, dass man nie so wirklich weiß, wo man eigentlich gerade schneidet. Man hat zwar 2 Markierungen, die man an der Linie entlangführen kann, das nützt einem aber nichts, wenn man das Werkstück komplett trennen möchte. Hier muss man also die Linie auf dem Untergrund weiterführen oder gutes Zielwasser haben.
Ein seitlicher oder frontaler Einblick auf das Sägeblatt wäre hier wünschenswert.

Als nächstes wollte ich einfach mal meine Unterlage aus einem Stück OSB besäumen und die Feder entfernen.
Die entsprechende Tiefe war schnell eingestellt und der Schnitt, bis auf das letzte Stück frei Schnauze schneiden, wunderbar.
Hier macht sich eben ein Blatt mit Sägezähnen bezahlt, Punkt für die Bosch.
Kurz darauf entschloss ich mich, den, bereits viel umstrittenen, rechtwinkligen
Schnitt in die OSB-Platte hinein zu probieren. Ein entsprechender Ausschnitt wurde aufgemalt und anhand der seitlichen Markierungen an der Grundplatte, welche den Schnittbereich anzeigen, ausgesägt. Hier zeigt sich zum einen das bekannte Problem, dass man nunmal mit einer Kreissäge nicht bis in die Ecken kommt und mit einem Stechbeitel oder ähnlichem nacharbeiten muss und zum anderen, dass die Markierungen für volle Schnitttiefe von 16mm ausgelegt und somit der Schnitt bei eingestellter Tiefe nicht an der richtigen Stelle anfängt/beginnt. Auch hier wäre eine freie Sicht auf das Blatt hilfreich, was im übrigen beim Dremel gewährleistet ist.

Nachdem ich nun um die Eigenschaften der PKS wusste, musste ein kleines Zwischenprojekt her.
Da ich meinen Bastelraum in unserer Neubauwohnung habe, besteht doch immer das Problem, dass man den Dreck rumträgt und verteilt.
Ein kleiner Abtreter musst herund war schnell besorgt, aber hinlegen kann den ja jeder.
Ich wollte den bündig im Laminat einlassen. Ein schöner Job für die kleine PKS.
Also ratz-fatz den Teppich gemessen und auf dem Laminat aufgezeichnet. Um das Laminat etwas zu schützen, hab ich vorsichthalber noch mit Malerband abgeklebt.
An Hand eine Reststückes vom Laminat die Schnitttiefe bis auf die Trittschalldämmung eingestellt und schon konnte es losgehen.
Die Probleme mit der Schnittlänge waren ja nun schon bekannt und ich habe mich dann vorsichtig an Markierungen rangetastet.
Die Ecken wurden dann mit der GOP ausgearbeitet und schon konnte der entsprechende Ausschnitt entnommen werden.
Danach hab ich den Gummirand den Abtreters unter das Laminat geschoben und schon ist alles perfekt bündig.

Insgesamt hat mir de PKS16 Multi dann sehr zugesagt, da sie einfach nicht so brachial ist wie der Dremel mit doppelter Leistung.
Die Sägeblätter haben beide überzeugt, das dritte konnte ich leider mangels Fliese nicht testen.
Die Absaugung funtioniert durch den geschlossenen Aufbau sehr gut und der Festool-Sauger konnte ohne Problem angeschlossen werden.
Die Sicht auf das Sägeblatt fehlt mir halt schon enorm, um wirklich exakt zu schneiden.

Ich hoffe, ich konnte allen Lesern einen kleinen Einblick gewähren und habe die Fragen der Produktmanager beantwortet.

 
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Schade, Du schreibst wenig über die Schnittqualität, Laustärke ....
2014-02-05 21:05:51

Aus deinem Bericht konnte ich schon einige Informationen für mich entnehmen . Schön geschrieben und Bilder sind auch aussagekräftig . Danke für den Bericht
2014-03-04 22:15:57

genau das hat mich ebenfalls interessiert, da ich ebenfalls den Dremel besitze. So 100% schlüssig bin ich mir aber nach dem Bericht noch nicht, welches nun das bessere Gerät ist. Ich denke, dass man hier noch viel mehr ins Detail gehen kann.
2014-04-04 15:29:41

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