PKS 16 Multi – vielseitig und präzise

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Die PKS 16 Multi von Bosch - Mini-Handkreissäge für die feinen Arbeiten 3 Kommentare
Vom 31.12.13 Geändert 2013-12-31 12:24:20
Test der PKS 16 Multi, der neuen Mini-Kreissäge von BOSCH
Zunächst einmal möchte ich mich nochmals für die Zusendung der Testmaschine bedanken.
Ich wünsche allen Mitarbeitern und Familien des BOSCH-TEAMS sowie den Lesern dieses Tests ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr 2014!

Die PKS 16 ist eine Tauchkreissäge, die sich von den Mitbewerbern wie EXACT und anderen Mini-Kreissägen abhebt und unterscheidet.

Die Säge verfügt über keinen Parallelanschlag, keinen Spaltkeil und sollte laut Anleitung daher nur an einer Schiene oder einem geraden Brett geführt werden.
Mit der wersksseitig angegebenen Sägetiefe von 16 mm eignet sich die Säge besonders für kleine Brettstärken und daher für den Bau von Vorrichtungen oder kleineren Projekten.

In der Box
Wie bei BOSCH üblich, wird die PKS 16 im grünen Koffer gut geschützt ausgeliefert. Im Deckel findet man gleich die Anleitung, links unten die Zubehör-Abteilung mit Sägeblättern, Adapter für die Staubabsaugung und oberhalb der Säge ist ein extra langer Innensechskannt-Schlüssel für den Sägeblattwechsel.
An Sägeblättern werden zunächst ein vormontiertes „Spezial“-Sägeblatt mit etwas mehr hartmetallbestückten Zähnen (für Kunststoff, Verbundplatten und Alu) als das „Precision“- Sägeblatt für Holz, sowie ein Diamant-Sägeblatt für Fliesen mitgeliefert.

Zur Säge selbst…
Nimmt man die Säge das erste mal aus dem Koffer heraus, ist das „Spezial-Sägeblatt“ bereits vormontiert. Dieses ist für die Bearbeitung von Kunststoff, Verbundmaterial und Alu geeignet.
Daher bietet es sich nun an, wenn man mit Holz arbeiten möchte, auf das „Precision“-Blatt zu wechseln. Dazu muss man den Sägetisch aufklappen, um an die Motorarretierung zu kommen. Ein kleiner Hebel an der Gehäuseseite wird dazu nach unten gedrückt und die Klappe springt mit Federkraft heraus. Unten im Gehäuse findet man schnell den Arretierungsknopf. Mit dem Inbus kann man dann die Schraube am Sägeblattmitnehmer lösen. Beim ersten Öffnen brauchte ich etwas mehr Kraft, als erwartet. Der Schlüssel und die Schraube haben das aber schadlos überstanden.
Das man beim Wechsel von Sägeblättern, Fräsern und Bohrern an Maschinen grundsätzlich den Stecker ziehen sollte, ist vermutlich jedem schon in Fleisch und Blut übergegangen, der mit solchen Maschinen  arbeitet.
Mit eine der ersten Aufgaben nach dem Wechsel der Sägeblätter ist das Justieren der Cut-Control-Positionierungshilfe der Säge. Dazu habe ich die Säge ohne laufenden Motor auf volle Sägetiefe herunter gedrückt, an einer geraden Tischkante ausgerichtet und das Kunststoffteil so korrigiert, das die innen liegende Schnittmarkierung an der Tischkante anliegt und dann die Schraube angezogen, ohne dass die Cut-Control erneut verschoben wird.

Erste Sägeversuche
Beim ersten Auspacken der Säge stellte ich fest, dass der Tiefenanschlag für die Säge weit über die 16 mm-Marke hinausging. Daher habe ich an einem Stück Restholz erstmal die tatsächliche Sägetiefe ermittelt und dann mal einen Schnitt mit einer Tiefe von 5 mm eingestellt.
Die entsprechenden Ergebnisse sind auf den Fotos gut zu erkennen. Der Ausriss am Ausgang des Sägeschnitts lässt sich mit einem angelegten Ausriss- oder Opferholz beim Sägen vermeiden.

Der Projekteinsatz
Mein Projekt für den Test der Säge sind die MFTB (Multi-Function-Toolbox) nach Bauplan von Timothy Wilmots auf http://www.benchworks.be/mftb.html
Für die geplante mobile Werkbank aus diesen Bauplänen, benötige ich vier Boxen in den Größen 2x Größe 1, 1x Größe 2 und 1x Größe 3.
Aus Zeitgründen (Weihnachten und meine operierte Schulter) beschränke ich mich für den Test vorgesehenen Zuschnitt der Bauteile.
Die Grundbox ist laut Plan aus 7 mm Sperrholz und Eckverstärkungen aus 15mm Fichte. Beides ist hier in Deutschland so nicht erhältlich und man muss auf 8 mm Sperrholz und 18 mm Fichte zurückgreifen.
Um bei der Grundbox die Aussenmaße korrekt einhalten zu können, müssen die Seiten am Boden und den Ecken auf eine Restmaterialdicke von 6 mm gefräst werden. Hier sollte man auf einen Frästisch mit verstellbarem Parallelanschlag und Anbringung von Druckfedern achten. Mein Fräsanschlag von Wolfcraft am MASTERCUT 1000 hat sich hier als äußerst gefährlich erwiesen. Es ist zum Glück nichts passiert, aber ich weise dennoch darauf hin, dass die im Video gezeigte Vorgehensweise nicht nachgemacht werden sollte.
Ich musste hier mehrfach und mit Druck auf das Werkstück im Fräserbereich nachfräsen, um die gewünschte Frästiefe zu erreichen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass dieser Werktisch keine Höhenverstellung für die Oberfräse bietet und daher keine genaue Einstellung möglich ist! Das hat nicht mit dem Test der Säge zu tun und wird daher im Projektbericht zu den MFTB’s näher beleuchtet.
Die Eckversteifungen aus 18 mm müssen auf 15 mm heruntergehobelt, auf Maß geschnitten und mit einem 45° Winkel (zunächst) an den Innenseiten versehen werden. Die Höhe der Eckversteifungen richtet sich nach der Gehäusehöhe. Das Hobeln mit einem Elektrohandhobel hat sich hier als blöde Idee erwiesen. Man muss erst die Bretter auf die geforderten 95 und 105 mm auftrennen und dann im Dickenhobel auf die 15 mm Materialstärke hobeln (lassen).

Resumee
Die PKS 16 ist eine Säge für Fälle, wo man mal schnell kleine Werkstücke zusägen muss. Sie muss an einer Führung, egal ob Schiene, Winkel oder wie bei mir mit einem selbstgebauten Anschlag beim Ablängen der Teile geführt werden. Mein Anschlag besteht aus einem Rest rechtwinklig abgesägtem Multiplex-Brettchen (9 mm) und einem längeren und dicken, ebenfalls rechtwinkligen Anschlagholz.
Das Anschlagholz ragt dabei um ca. 2,5 cm rechts an der Säge vorbei heraus und wenn man das Holz dick genug (ca. 21 mm) wählt, hat man durch das Einsägen eine genaue Schnittmarkierung, die der Linie der Cut-Control vorne folgt. So kann man dann schnell und sicher Brettchen rechtwinklig schneiden.

Was kann man verbessern?
Beim Sägen von Kunststoff hätte ich mir eine Drehzahlregelung gewünscht. Beim Einsägen in die Plexiglasscheibe hört man im Video ein seltsames Knacken. Dort hatte ich etwas Ausbruch im Material. Der Rest des Schnittes war aber sehr sauber. Dazu hatte ich das „Spezial“-Blatt montiert.

Fliesen schneiden
Zum Sägen von Fliesen kann ich nichts schreiben, da ich kein Material da hatte.

Ob ich mir die Säge gekauft hätte?
Von mir bekommt die PKS 16 eine klare Kaufempfehlung, auch ohne Gehrungs-Funktion, Parallelanschlag und Drehzahlregelung, da die Säge trotz Allem Ihren Zweck erfüllt.
Die Staubabsaugung mit dem Adapter an meinem Kärcher-Sauger hat wunderbar funktioniert.
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Seh ich das Richtig, hast du einen Mastercut von Wolfcraft? Diesen Tisch in dem man alles einspannen und dann bearbeiten kann? Wie bist du damit zufrieden?
*hüstel*Das nächste Mal schneide vielleicht die unsicheren Szenen raus. Wenn du denkst das die Szene nicht den Sicherheitsstandarts entspricht. ;o) Muss dich jetzt ärgern, aber schreibe bitte nicht daneben: "Bitte so nicht nachemachen!". *g*

PS.Guter Bericht!
2014-01-16 12:23:21

Joooo das ist ein Testbericht wie er sein sollte . Schön geschrieben , klasse erklärung zum Gerät und seine Bedienung , und dank deines Videos habe ich zumindest gehört das die Säge leiser als dein Kärchersauger ist ;)
'Danke Rainer für dein klasse Bericht !!!! 5 Daumen
2014-03-06 21:23:13

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