PKS 16 Multi – vielseitig und präzise

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

PKS16, die Stichsäge mit Kreissägeblatt 2 Kommentare
Vom 30.12.13 Geändert 2013-12-30 18:38:33
Ich durfte beim Produkttest der PKS 16 mitmachen, dafür erst mal herzlichen Dank. 
Zufälligerweise habe ich parallel die Dremel DSM20 testen dürfen, womit ich auch erst angefangen war. Die Dremel ist schon eine praktische und handliche Maschine, hatte mir aber zu viele Nachteile, besonders beim Zubehör. Großes Plus war aber die Schnitttiefe von 2 cm. Bei Bosch liegt diese bei 1,6 cm. 
Nun aber mal zum eigentlichen Teil, den Test der PKS 16.
Um die Maschine zu testen, habe ich mir erst mal ein Testobjekt gesucht. Ich hab mich für eine alte Baustelle entschieden, Nach dem ich die Dielen im Wohnzimmer freigelegt hatte, war zum Kante entstanden, wo eine maßgeschneiderte Fußleiste hin musste. 
Dazu habe ich eine Leiste aus einem Stück Brett hergestellt. Das Brett war 3 cm Dick und wurde auf 1,6 cm reduziert, damit die PKS 16 auch durch das Material durch kommt.
Ich habe dafür ein Buchenbrett genommen, das ich, wie so vieles, noch rumliegen hatte. Damit das Kabel verschwindet, musste noch eine Nut in die neue Fußleiste gemacht werden.
Als erstes habe ich das Brett in der Breite auf das gewünschte Maß gebracht. Dazu habe ich bereits die PKS 16 benutzt. Man hat leider keine Möglichkeit einen Parrallelanschlag an die Maschine anzubringen. Entweder arbeitet man mit einer Führungsschiene, oder man schneidet Freihand. Ich habe mich für Freihand entschieden.
Das Material war so dick, das die PKS von der Schnitttiefe gerade so eben dort durch kam. Von der Kraft her (die Maschine hat wesentlich weniger Leistung als die von Dremel) war das für die PKS gar kein Problem. Sie geht da ganz easy durch. Mit dem CutControl lässt sich Freihand auch sehr präzise schneiden. Schön an dem CutControl ist, das man dort auch die Breite des Sägeblattes ablesen kann. Zusätzlich sind an dem Auflageblech der Maschine der Anfang und das Ende des Sägeblattes gekennzeichnet. 
Um die Nut in die Fußleiste zu bekommen, habe ich den Tiefenanschlag der Maschine eingestellt. Dieser lässt sich sehr einfach vorne an der PKS einstellen. Die abgebildeten Zahlen entsprechen auch der Schnitttiefe. Wieder Freihand der Linie nach, auf der Unterseite kommt es nicht auf Optik und 100% Genauigkeit an.
Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich die Staubabsaugung ausprobiert. Die ist wirklich gelungen. Zum einen wir die eingerastet (per Drehverschluss), was ein Rausfallen verhindert, zum anderen Saugt man damit so gut wie alles an Staub weg. So eine optimal arbeitende Staubabsaugung habe ich bisher noch nicht erlebt.
Als nächste Schritt war dann ein weiterer Schnitt notwendig, um aus dein einem Tauchschnitt eine Nut zu machen. Dafür habe ich die Fußleiste hochkant gestellt. Die Auflagefläche für die Maschine war da sehr klein, trotzdem hatte man ein sehr gutes Gefühl beim führen der Maschine.
Ein Manko der Maschine, wenn man Kleinigkeiten nachbessern will, wie zum Beispiel eine Ecke ausklinken, hat man Probleme zu sehen wo man schneidet. Durch das Plastikfenster kann man zwar was erkennen, aber sicherer ist man da mit einer Stichsäge.
Fazit:
Die Maschine hat mich überrascht. Nach der Enttäuschung der Dremel, hatte ich nicht so viel erwartet. Vor allem durch die geringe Schnitttiefe von 1,6 cm (ein Normales Regalbrett hat 1.8 cm) ist eigentlich schon ein No Go.  Aber die Maschine ist extrem handlich, das CutControll ist hervorragend, besonders weil man die Sägeblatt Dicke dabei ablesen kann. Der Tiefenanschlag ist brauchbar, wenn man mal weniger als 1,6 cm tief sägen will. Die Staubabsaugung ist perfekt. Mein Sauger passt ohne Adapter da rein, die Absaugung ist fest in die Maschine einsetzbar und die Staubentwicklung ist nahezu null (ganz im Gegensatz ohne Staubabsaugung).
Nachteile sind das man nicht ganz Randlos schneiden kann, man meine Möglichkeit hat einen Parralleanschlag anzubringen, Man schlecht auf das Sägeblatt blicken kann, und als größtes Manko, die viel zu kleine Schnittiefe.

Jetzt noch zu den restlichen Fragen von Bosch, die ich hiermit beantworten will.
  • Wie beurteilst du die Leistung der Maschine: Die Leistung ist ausreichend. Durch Holz mit maximaler Schnittiefe geht die Maschine spielend durch. Und durch die eher "geringere" Leistung ist sie angenehm leise.
  • Wie leicht fällt dir die Handhabung: Die Handhabung ist sehr einfach. Vergleichbar mit einer Stichsäge, nur das man nicht um Kurven schneidet. Durch den Fuß der über die ganze Maschine geht, hat man immer ein gutes Gefühl beim führen der Maschine.
  • Bist du zufrieden mit deinen Arbeitsergebnissen: Ja, definitiv. Viele der Vorurteile haben sich als haltlos erwiesen.
  • Erfüllt die PKS deinen Anforderungen und Erwarungen: Jain. Meine Anforderung ist eine größere Schnitttiefe, aber die war ja schon vorher bekannt. Ansonsten sind meine Erwartungen eher übertroffen worden. Sie waren vorher aber auch nicht so hoch.
  • Was können wir zukünftig an der PKS 16 verbessern: Als erstes definitiv die Schnitttiefe. Dann wäre ein besserer Blick auf das Sägeblatt und letzten endes Randloses schneiden noch ein Traum
  • Würdest du die PKS in zukünftigen Projekten verwerden: Klares ja. Überall wo man Mobil sein muss und eine Tischkreissäge nicht einsetzen kann, wenn nicht mehr als 1,6 cm Material verarbeitet werden muss.
Auf meinem Blog haben ich ebenfalls einen Bericht mit mehr Bildern dazu geschrieben
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Hi Sandro ,
also ich kann Holzfan nicht so zustimmen . Habe einiges über die PKS 16 erfahren und das ist ein Testbericht . Aber von dir habe ich ehrlich gesagt auch nix anderes erwartet alsdass du einen guten Bericht ablieferst , nebst Bilder . 5 Daumen und danke das du dir die Mühe gemacht hast ;)
2014-03-06 21:33:39

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