Heißluftgebläse PHG 630 DCE

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Praxistest des Heißluftgebläses Bosch PHG 630 DCE 1 Kommentar
Vom 29.08.14 Geändert 2014-08-29 11:53:03
Herzlichen Dank an das Bosch-Team, dass ich an diesem Test teilnehmen darf.

Was war dein erster Eindruck, als Du das PHG 630 DCE das erste Mal in der Hand hattest?
Der erste Eindruck war positiv - ein gelungenes Design und ein ordentlich verarbeitetes Gehäuse.

Wie findest Du die Ergonomie/Handhabung des Produkts?
Die Handhabung ist gewöhnungsbedürftig, da die Anordnung der Tasten zur Einstellung der Temperatur unerwartet ist. Ich erwarte den + Taster rechts und den – Taster links. Hier ist es genau umgekehrt.
Das Heißluftgebläse lässt sich relativ schnell auf die gewünschte Temperatur bringen.
Die Abnahme des Wärmeschutzes ist problemlos möglich und macht des Gerät vorne etwas schlanker.
Sehr nützlich ist es, dass sich das Gerät nach dem wieder Einschalten die vorherige Temperatureinstellung gemerkt hat.
Der Schutzbügel verhindert zwar, dass die eine Hand zu nahe an das heiße Werkstück kommt, aber auf die andere Flosse muß man dafür umso mehr aufpassen. Ich habe jahrelang im Labor mit Steinelgebläsen gearbeitet und dieses Feature nie vermisst.

Wie empfindest Du das Gewicht?
Das Gewicht ist für mich noch in Ordnung. Auch längere Arbeiten führen nicht zur Ermüdung der Unterarme.

Wie intuitiv findest Du die Bedienung?
Siehe dazu meine Aussage zur Ergonomie. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat ist die Bedienung einfach.

Welche Projekte hast Du damit durchgeführt?
Ich habe mehrere Türen mit Glaseinsätzen von mindestens 4 alten Lackschichten befreit.
Nebenbei mußte ich noch das Innenleben eines Wäschetrockners trockenföhnen bei dem immer nach einiger Zeit der FI-Schutzschalter rausgeflogen ist. Die Temperatureinstellung ist dafür natürlich optimal.

Welche Materialien hast Du damit bearbeitet?
Alte Lacke auf Holz

Wie lange hast Du mit dem PHG630DCE gearbeitet?
Mehr als 20 Stunden.

Wie zufrieden warst Du mit dem Ergebnis Deiner Arbeit?
Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Was hat Dir besonders am Produkt gefallen?
Die genaue Einstellung der Temperatur ist schon sehr von Vorteil. Das Heißluftgebläse ist sehr vibrationsarm und führt auch bei längerem Arbeiten nicht zum Kribbeln in der Hand.

Was hat Dir weniger gefallen? Hast Du etwas vermisst?
Die Kabellänge von knapp 230cm ist mir deutlich zu kurz. Es sollten schon mindestens 300cm Kabel dran sein. Die Billigkonkurrenz vom Diskounter hat sogar 400cm Kabel. Zur Grundausstattung sollten mindestens 3 Düsen (Flächen-, Glasschutz- und Reflektordüse) gehören. So dürre Blechteile dürften von den Kosten her nicht viel ausmachen.

Würdest Du das Produkt weiterempfehlen?
Ja, ich kann dieses Produkt weiterempfehlen. Gerade bei der Entfernung von alten Lackschichten sollte man die Temperatur genau einstellen können. Ich habe es mit einem Steinel HL 1610S verglichen und einen deutlichen Unterschied ausmachen können. Der Steinel hat nur zwei Temperaturstufen. Die erste Stufe hat zwar annähernd die richtige Temperatur, aber zu wenig Leistung und die zweite Stufe ist schon zu heiß. Das könnte man zwar mit einem größeren Abstand ausgleichen, aber dann ist der Arbeitskomfort nicht mehr gegeben. Der Lack muß weich werden, damit man ihn mit einer Spachtel abheben kann. Aber er darf nicht anfangen sich dunkel zu verfärben oder zu qualmen, denn dann zersetzt er sich und das kann für die Gesundheit abträglich sein. Mit dem Bosch PHG 630 DCE kann man die optimale Temperatur leicht einstellen, indem man sich Schrittweise herantastet. Ich begann auf Stufe III mit 300°C und einem Arbeitsabstand von ca. 3cm. Letzteren behielt ich bei und fand die optimale Einstellung bei 360°C. Damit wurde der Lack schnell weich und ich konnte Lackbahnen von über 50cm Länge damit abschaben. Die in der Betriebsanleitung empfohlenen 450°C für die Lackentfernung waren in diesem Fall schon viel zu heiß.

Hast Du die Grillanzünderdüse ausprobiert?
Ja!

Wenn ja, wie war Deine Erfahrung hiermit?
Zunächst mal ist das Blech der Grillanzünderdüse von Steinel gut doppelt so dick (~0,8mm), wie die beiden anderen beigelegten Düsen (~0,4mm) von Bosch. Das wirkt qualitativ deutlich hochwertiger.
Ich war überrascht, wie schnell man damit Holzkohle zum Glühen bringen kann. Am längsten hat der Aufbau gedauert. Mein selbst gebauter Gartengrill steht etwas weiter weg von einer Steckdose und somit mußte ich ein Verlängergungskabel rauskramen. Dies hat länger gedauert (obwohl es griffbereit war), als die Kohle zum Glühen zu bringen. Schaltet man das Gerät ein, stellt die Temperatur auf 630°C so hat man binnen einer Minute glühende Kohlen. Allerdings muß man mit erheblichem Funkenflug rechnen und man sollte die alte Asche vorher gründlich entfernen, denn sonst steht man schnell in einer grauen Wolke.


Würdest Du die Grillanzünderdüse weiterempfehlen?
Wer schnelle Ergebnisse braucht soll diese Düse verwenden. Für mich ist das allerdings unsportlich. Ich versuche ein Grillfeuer immer mit nur einem Streichholz anzuzünden. Schon der Aufbau desselben gehört für mich zum Grillen mit dazu.
 
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Ein ausreichend informativer Bericht
wo ist mein Text?naja schreiben wir nochmal.....
....der alles Interessante knapp und doch ausführlich genug zusammenfasst
2014-11-03 09:54:29

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