Heißluftgebläse PHG 630 DCE

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Die PHP 630 DCE - ein kleiner fast Allrounder ;) in Sachen Hitze 2 Kommentare
Vom 24.08.14 Geändert 2014-08-24 19:56:52
Vielen Dank erst einmal, dass ich sie testen durfte!

Ich musste ja schon schmunzeln, als ich den Beitrag einer Testerin im Blog sah, dass der Ehemann im „ersten Test“ damit auf die Straße lief und eine Radargun imitierte… das war auch mein erster Gedanke beim Auspacken…dass sie nämlich einer solchen sehr ähnlich sieht!
Der 2. Gedanke beim Auspacken…. „Oh, die liegt aber sehr ausgewogen in der Hand!“ und scheint sehr leichter zu sein als die alte B&D, die ich von Schwiegervater „dauergeborgt“ habe (danke, nun kann er sie gern zurückhaben!). Wie war ich erstaunt, als ich beim Nachwiegen feststellte, dass die Bosch PHG sogar fast 100g mehr wog!
(genau 92g). Durch die gute Balance jedoch scheint sie leichter als die von Black&Decker.

Vergleich mit der B&D ergab weiterhin: B&D hat 2 „Heizstufen“ als Kippschalter hinten am Griff und den früher üblichen Einschaltdrückknopf vorne am Griff (mit Zeigefinger zu bedienen, den man entweder gedrückt hält oder mit einem extra Feststellknopf - seitlich, mit Daumen zu bedienen -) feststellen kann). Bosch hingegen hat 3 Stufen durch Schiebeschalter hinten am Griff (Daumenbedienung), die die Luftmenge und Temperatur regeln. Auf Stufe 1 ist nur 50° und 250l Luft/min, zum Abkühlen von Werkstücken oder Trocknen von Farbe geeignet. Die Temperaturen bei den beiden anderen Stufen sind zudem durch einen Kippregler stufenlos und individuell zu verstellen.
Es ist praktisch, dass man die eingestellte Temperatur auf dem Display sieht, dann weiß man beim nächsten Mal, welche Temperatur für einen geeignet ist (mein Acrylglas-Projekt z.B., da ich das nicht gleich hintereinander mache…. Nun weiß ich: 580° waren für meine Zwecke gut… hab mich da langsam hochgearbeitet ;) )

Auch schön: die lange Zuleitung… Kabel weniger „steif“ als das von B&D.

Die Standfläche der PHG 630 DCE ist praktisch zum Arbeiten, aber auch wenn man mal eine Pause macht und nicht weiß wohin mit dem Gerät…so ging es mir früher… wo kann man das heiße Teil hinlegen, ohne, dass das heiße Metall was kaputtmacht? Man traute es sich nicht es irgendwo abzulegen, bis es etwas abgekühlt war. Jetzt stellt man sie senkrecht und „gut isses“.
Nun noch zum Wechseln der Aufsätze… Das Wechseln ging teilweise ganz schön schwer, da die Tüllen sehr fest draufsitzen. Soll ja stramm drauf sitzen, damit sie nicht abgehen, aber wäre so eine Art Bajonettverschluss wie bei Kameraobjektiven nicht praktischer?
...musste teilweise ganz schön dran zerren und zuckeln,  ehe sie sich bewegten.

Die Bedienungsanleitung ist verständlich und netterweise sind die „Ostblocksprachen“ getrennt von den übrigen, sodass man sich des unnötigen Heftes entledigen kann… Hier wurde der Userwunsch aus vergangenen Tests umgesetzt – danke!
Sehr positiv, die Seiten 4 und 5, die dem User die verschiedenen Düsen, deren Anwendung und die anzuwendenden Temperaturen bildhaft erklärt. Zudem gibt es gleich die Bestellnummern mit dazu geliefert, im Set waren die 2 wichtigsten Düsen: die Flächen- und die Glasschutzdüse. Zudem wurde netterweise von Steinel eine Grillanzünderdüse mit beigelegt. Leider wurde das trockene Wetter nicht mitgeliefert, aber am Sonntag hielt es sich zum Abendessen ;)…. So konnte ich den Grillanzünder gleich an meinem neuen Grill ausprobieren… volle Pulle (630°C) und der Grill war in 1/2min an und kein Chemiegeruch… hervorragend! Hat Spaß gemacht zu zündeln ;)
Wird meine neue Anzündemethode werden… allerdings wäre dafür ja eine Akku-PHG von Vorteil, weil man dann keine Steckdose bräuchte ;) so im Kleinformat vielleicht???

Für den ersten Test:
Ganz intuitiv ;) hab ich erst mal Acrylglas gebogen… für Teddystufen (siehe Projekt) die vorgegebene Temperatur habe ich „etwas“ überboten, aber es funktionierte sehr gut, das nächste Mal halte ich mich aber in einem Punkt  an die Anleitung und nehme weniger Gebläse. Nun sind die Sammelteddies in der Vitrine - auch wenn sie hintereinander stehen - besser zu sehen J. Hier werde ich wohl in nächster Zeit noch mehrere biegen… aber weiter geht’s.
Die Reduzierdüse, die ich gekauft habe draufgesetzt und mal geschrumpft… geht um Welten schneller als mit der Flachseite des Lötkolbens ***grins*** aber mit der Winkeldüse geht es bestimmt noch einfacher. Ich werde die PHG demnächst auch in der Küche verwenden, um meine Likörfläschchen mit den Schrumpfhüllen zu versehen J
Löten… hab ich nur einen Trockenversuch unternommen, hab grad kein Projekt dafür… funktionierte auch
Dafür fiel mir gleich noch eine weitere Anwendung für die PHG ein… Silvester: Bleigießen für Handwerker: die PHP aufstellen und den Löffel zum Bleigießen drüberhalten – schmilzt bestimmt auch schneller als über der Kerze J
Nun zum Härtetest….
Wofür ist die PHG eigentlich konzipiert? Richtig, zum Farbentfernen grundsätzlich erst einmal---
Meine alte Treppe soll demnächst anders werden… da werde ich die PHG mal dran ausprobieren… Stellt sich heraus, es ist eher für mich der Härtetest mit dem Farbe-abschaben, denn… es war mehr als nur 1 Schicht… Es gab gelben Lack, darunter weiße matte (Wand???)Farbe, dunkelbraunen Lack, „Ochsenblut“farbe und graue „Grundierung“? 1 Treppenstufe= ein ¾ 5l Eimer mit Farbresten...
Da haben die PHG und ich ganz schön geackert.
Boaaahh und wie das stank!… halt wie ein Jahrhunderte altes Haus – warum muss das immer so eklig riechen??? Und ja, ich hatte Fenster offen (Übrigens auch in der Anleitung immer angemahnt!) !!! Trotzdem....
Die PHG hatte weniger Probleme damit als ich… in kurzer Zeit hatte sie die Farbe ausreichend erwärmt und ich konnte sie in breiten Flaatschen abspachteln… musste nur erst ausprobieren, wie man am besten die Geräte zueinander hält…mach das ja zum 1. Mal... hatte anfangs kleine re.-li.-Schwäche ;).  Temperaturvorschläge sind ja in der Gebrauchsanweisung vorgegeben, dennoch hab ich bald die PHG um 50° erhöht, da die Farbschichten fast 1,5mm (oder mehr) dick waren…dann ging‘s auch schneller… Dennoch: 1 Treppenstufe=1,5 Std
wird also eine Weile dauern, ehe ich 1 Stockwerk fertig habe…
die oberste Schwelle hab ich mit der Glasschutzdüse gearbeitet um die Hitze besser zu lenken, weil unter dem Laminat noch Teppich liegt, soll ja nicht brennen... danach bin ich auf die Flachdüse umgestiegen...

Lob an die PHG: im Dauerbetrieb wurde sie dennoch nur dort heiß wo sie sollte: an der Düse, der Rest blieb angenehm temperiert wie immer.

Die PHG 630 DCE ist intuitiv gut zu bedienen, eigentlich braucht man die Bedienungsanleitung nicht, jedoch sind die Temperaturtipps, wie oben schon erwähnt, sehr praktisch (auch wenn ich mich nicht unbedingt dran gehalten habe :D)
Wie schon angemerkt, wird sie in den nächsten Wochen (ab Mitte Sept. hab ich Urlaub....) für die Treppen dauerwarmlaufen... immerhin sind es 2 Stockwerke, die es zu entfärben geht ;) - daher nochmal extra danke, dass ich sie auch behalten darf ***grins****
 So, noch auf die Fragen eingehen… einige hatte ich ja schon im Text angesprochen und abgearbeitet ;)
Ergonomisch ist sie für meine kleinen Hände gut angepasst – man kann sie einhändig mit dem Daumen bedienen und durch die Ausgewogenheit ist es ein angenehmes stressfreies Arbeiten mit ihr. So gut ausbalanciert scheint die PHG leichter als das um 100g leichtere Gerät von B&D.
Die Anleitung ist praktisch, jedoch ist das Gerät auch ohne Heft intuitiv leicht zu begreifen und zu händeln.
Als Material hab ich Acryl geformt, Schrumpfhüllen geschrumpft,  Farbe von Holzstufen entfernt, testgelötet und natüüürlich gegrillt… insgesamt hab ich in etwa 15 Std reine Test- und Arbeitszeit in das Gerät gesteckt. Die Ergebnisse waren immer top – wenn nicht, war es ein Anwenderfehler = meiner ;)
(z.B. zu ungeduldig beim Acrylglasformen. Mit Druck gebogen= Riss im Glas…. Man muss warten können, wenn es warm genug ist, biegt es sich von allein)
Besonders hat mir die Stellfläche gefallen, dass man das Gerät abstellen kann ohne zu befürchten, dass man etwas mit der heißen Düse beschädigt, und die Temperaturanzeige… wenn man was ausprobiert, kann man sich dann merken, wo es am besten funktioniert hat und die Temperatur auch wieder so einstellen. Und die Balance in der Hand, die das Händeln so einfach machte
Verbessern... vielleicht das mit den Düsen, dass man sie leichter auf und abbekommt…(siehe Vorschlag oben)
Und zum Grillen sollte man eine Akkuversion rausbringen, sonst ist man so ans Haus gebunden ;) denn eigentlich ist das Anzünden mit der PHG genial! Nur… man kann sie nur mit Steckdose nutzen…nix da mit mitnehmen zum Grillen im Grünen…
Ich kann sowohl die PHG als auch die Grillanzünderdüse uneingeschränkt empfehlen…
Ach ja... die kleine Flachdürse vom Dremel Versatip passt wiederum auf die Reduzierdüse... da tun sich also noch weitere Möglichkeiten aus....
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Pittyom , super Bericht . Hier fehlt absolut nix , aber du bist ja schon ein alter Hase was Testberichte angeht . PS schönes Podest für deine Bärchen . 5 D
2014-10-21 19:24:42

da kann ich mich Bine nur anschließen und ich kenne diese hartnäckige Treppe.
Ein Bericht, wie er sein sollte, mit vielen Hinweisen und extra Tipps.
2014-11-02 18:08:16

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