PFS 65 – Einfach lossprühen!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht Bosch Feinsprühsystem PFS 65 0 Kommentare
Vom 01.06.11 Geändert 2011-06-01 22:18:29
Zum Gerät:
Die Lieferung erfolgte in einem stabilen Karton der auch ausreichend Platz bietet um weiteres Zubehör aufzunehmen. Das sehr leichte Gerät ist weitgehendst selbsterklärend im Aufbau und mit der gut bebilderten Anleitung auch für Laien leicht verständlich und nachvollziehbar.

Erster Gebrauch:
Zum Test besprühte ich eine kleine Leichtbauwand aus Rigips in meiner Garage mit weißem Acryllack um ein Gefühl für das Gerät zu bekommen und das Spritzbild kontrollieren zu können. Für den erstmaligen Einsatz deckte ich ausreichend Boden und Decke mit Folie ab. Ich war überrascht das sich relativ wenig Spritznebel bildete, selbst bei größerem Abstand zum Objekt. Die Lautstärke der Turbine hielt sich in Grenzen, einem Staubsauger ähnlich, nur die Tonhöhe war etwas unangenehm. Nach zweimaligem Nachfüllen der Farbe und viermaligem Umstellen des Saugrohres waren die 12 m² Wandfläche innerhalb 25 min zu meiner Zufriedenheit lackiert. Die anschließende Reinigung benötigte nur ca. 5 Minuten Zeit. Da auf Wasserbasis geht die Reinigung leicht und unkompliziert von der Hand.

Zweiter Einsatz:
Der neu aufgebaute kleine Geräteschuppen meines Schwiegervaters war Ziel des zweiten Tests. Eingesetzt wurde ein farbloses Holzschutzmittel auf Terpentinbasis als Grundierung. An einem schwach windigem Samstag Nachmittag startete ich das Vorhaben. Als Einstellung wählte ich den Rundstrahl um größeren Farbauftrag zu erreichen und weniger Vernebelung durch den Wind zu haben. Diesmal durfte mein Schwiegervater ran und ich kümmerte mich um den Kaffee ;-)) und um das nachfüllen des Holzschutzmittels. Nach ca. einer Stunde waren die 5 Liter Holzschutz auf den 35 m² gleichmäßig verteilt. Die Reinigung des Geräts dauerte mit 15 Minuten leider etwas länger, da Lösungsmittelsystem, na ja. (ich musste auch von außen alles reinigen....das lag aber an meinem Schwiegervater....hihi..)

Weitere Tests:
Unter anderem habe ich mehrere Musterflächen angefertigt. Verarbeitet wurde überwiegend Holzbeizen, Lasuren, Acryllacke und Kunstharzlacke. Für die doch recht kleinen Flächen ist die Reinigung des Geräts aber recht aufwändig, vor allem bei lösemittelhaltigen Produkten.

Wünschenswert:
Ein zweiter Becher mit 800 ml Inhalt ist sicherlich der wichtigste Zukauf den ich in Bälde tätigen werde um zügiger arbeiten zu können.

Fazit allgemein:
Das Bosch Feinsprühsystem eignet sich sehr gut für die Verarbeitung von Lasuren/Lacke/Beizen und Öle/Wachse auf Wasserbasis auf mittelgroße Flächen bei mittlerem Anspruch. Bei Lösungsmittelbasis würde ich nur dünnflüssige Lasuren und Öle verarbeiten. Das Haupteinsatzgebiet liegt meiner Meinung nach bei 10 m² bis max. 80 m² Fläche. Unter 10 m² bin ich mit dem Pinsel schneller wenn man die Reinigung berücksichtigt , für Flächen über 60 m² gibt es Profigeräte die rationeller sind. Vorwiegend würde ich Produkte auf Wasserbasis einsetzen da sich die Reinigung wesentlich einfacher gestaltet und schnell erledigt ist. Mit dem Bosch Feinsprühsystem erhält man ein kompaktes und gut durchdachtes Gerät zur einfachen Verschönerung vielfältigster Oberflächen. Das Verhältnis Preis / Leistung ist Top, ein günstiges Gerät für das Gebotene.

Tipps zur Praxis:
Um mit der Feinsprühpistole gute Ergebnisse zu erzielen müssen die Lacke und Lasuren meist stark verdünnt werden. Viele der angebotenen Lacke auf dem Markt sind streichfertig eingestellt und hoch pigmentiert (abk. HS für High Solid ).
Um mich nicht mit einer verstopften Düse herumärgern zu müssen verdünnte ich erst einmal stärker ( 20 %) und machte eine Probe. War das Ergebnis gut kann man dann immer noch mit weniger verdünntem Material nachfüllen.
Bei Kunstharzlacken ist darauf zu achten das man diese unbedingt nur mit Kunstharzverdünner bzw mit Terpentin verdünnt und nicht mit Nitro-Universalverdünnung ! Univerdünner würde den Lack zu stark entfetten, der Lack verliert an Elastizität und wird Spröde.
Prinzipiell sollte man bedenken das beim Spritzen durch das Verdünnen relativ dünne Trockenschichtstärken aufgebracht werden, d. h. meist ist noch ein weiterer Auftrag notwendig um die erforderliche Gesamttrockenschichtstärke zu erlangen.




Leider bin ich mit meinem Testbericht bisschen spät dran, hoffe aber mir wird verziehen und er hilft euch wirklich weiter. Sollten noch Fragen offen sein tut euch keinen Zwang an und schreibt mich einfach per PN an.

grüssle vom sonouno aka wokfrog alias christof ;-))
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