PFS 65 – Einfach lossprühen!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Klasse Sache - mit einigem Training 0 Kommentare
Vom 31.05.11 Geändert 2011-05-31 22:57:18
Wow! Das muss man wirklich üben. Das Zusammenspiel zwischen Abstand, Tempo und Farbmengenregulierung braucht Training ...

Als das PFS 65 Feinsprühsystem ankam, dachte ich zunächst, ich muss anbauen, aber als ich es dann von seinen Kisten befreit hatte, stellte es sich als überraschend klein, leicht und handlich heraus. Versehen mit einem hübschen Gurt, mit dem man es während der Arbeit über die Schulter hängen kann. Eine "Trainings-DVD" war dabei, die sah ich mir sofort an und dachte, "das wird ja ein Kinderspiel!".

Das Garagentor
Zuerst bereitete ich das Lackieren des Garagentors vor. Ich schnitt Pflanzen ab, die im Weg gewesen wären und bürstete das Tor sorgfältig ab. Die Oberfläche des Tores war bereits rau, so entfiel jedes weitere anrauen. Einen Mundschutz hatte ich mir zurechtgelegt, Latexhandschuhe angezogen und erstmal weißen Lack eingefüllt. Wasser nach den Angaben des Handbuches mit Hilfe des praktischen Messbecherchens hinzugegeben und umgerührt.

Zum Umrühren nahm ich Essstäbchen vom Chinaservice - aus irgendeinem Grund, der mir nicht recht einfallen will (hier gibt es gar keinen Chinaservice), hab ich einige davon - die haben eine gute Größe für diese Aufgabe, splittern nicht und sind schön sauber, weil sie bis zur Benutzung in geschlossenen Papierhüllen stecken.

Beim Einfüllen der Farbe und zum Abwischen der Essstäbchen kam ich mit vier Läppchen Küchenkrepp aus, brauchte aber auch nur so viel, weil ich den Farbdosenrand abwischen wollte, bevor's tropft. Das ist alles erstaunlich sauber und man ist furchtbar schnell mit den Vorbereitungen fertig.

Nun fürs Testsprühen eine Pappe her - mit dem Gerät war ja genügend davon mitgekommen - und die Einstellungen gemäß der DVD-Empfehlungen vorgenommen. Bis hierher klappte alles perfekt und ich dachte, das geht so weiter, aber so, wie ich mir das vorgestellt hatte, ist es mir leider nicht gelungen. Ich hatte zum einen mit Wind zu kämpfen, daran hatte ich nicht gedacht, und ich war irgendwie nicht geschickt genug, den Abstand zwischen Tor und Sprühkopf, die Geschwindigkeit meiner Bewegungen und die Farbmengenregulierung so zu koordinieren, dass das Ergebnis nach waagerechtem Farbauftrag sich auf Anhieb würde sehen lassen können.

Ich blieb zunächst aber guten Mutes, machte eine kleine Kaffeepause und Versuchte mich dann am senkrechten Farbauftrag. Das Tor wurde jetzt schon deutlich weißer, die Unebenheiten wurden spielend leicht mit Farbe bedeckt und im Großen und Ganzen sollte ich mit dem Ergebnis zufrieden sein: Das Garagentor sieht gewiss schon deutlich besser aus als vorher, aber ich bin nicht zufrieden, denn ich habe tonnenweise Nasen draufgesprüht und je näher man kommt, desto deutlicher sieht man, das ich das nochmal abschleifen muss, um einen neuen Versuch zu starten.

Die Reinigung
Nach der Benutzung kam aber nun erstmal der zweite spannende Teil: die Reinigung. Ich bin auch hier gemäß der Anleitung vorgegangen und - siehe da: Es war wie bei der Vorbereitung: Alles ging ratz-fatz und die einzige Überraschung war für mich, dass das Gerät sauber war, bevor ich richtig darüber nachgedacht hatte. Das ist wirklich klasse ausgedacht, und es gibt, wie es scheint, tatsächlich nichts unpraktisches am PFD 65!

Vom Ergebnis war ich erstmal enttäuscht, aber nicht vom PFS 65 - ist das nicht irgendwie ein Wiederspruch?
: Viele Arbeiten kosten mich unheimlich viel Überwindung, weil ich meist schon vorher an hinterher denke, ans Saubermachen und ordentlich wegräumen. Und viele Sachen, die mal einen neuen Anstrich bräuchten, bleiben genau deswegen ungemalt, weil ich es echt nicht leiden kann, Pinsel oder Rollen auszuwaschen, es mit mir aber auch ebensowenig vereinbaren könnte, die Rollen einfach fortzuwerfen, wenn sie eigentlich noch gut sind.

Das PFS 65 ist kein Gerät, für dessen Benutzung man Überwindung braucht. Die Vorbereitung geht ganz schnell, das Saubermachen geht erstaunlich flott und wenn man was wo draufsprühen will, kann ich mir kaum ein besseres Gerät für den Job vorstellen, denn das kleine Ding ist ein sehr leistungsfähiges, schnörkelloses und praktisches Sprühsystem.

Meine Hose blieb sauber, meine Schuhe auch. Nur ein paar winzige Farbspuren auf meinen Unterarmen. Die Hände bleiben nicht sauber, aber das liegt mehr am Einfüllen der Farbe als am Arbeiten selbst. Und es war sicherlich auch nicht doof, ein "vorlackiertes" T-Shirt zu tragen, denn ich hatte Angst, mein schönes neues Gerät voller Farbe zu schmieren und brauchte daher was zum Abwischen der Hände nach dem Einfüllen der Farbe.

Das PFS 65 ist kaum lauter als ein handelsüblicher "Flüstersauger" und mit dem hübschen Gurt so bequem umzuhängen, so dass einen bei der Arbeit wirklich nichts stört.

Das einzig Blöde am PFS 65 bin scheinbar ich
Und ich muss zugeben: wenn man's noch nicht drauf hat, ist das Gerät auf keinen Fall eines für "eben mal schnell". Wenn man aber erstmal die nötige Übung hat, und daran glaube ich absolut, wird das PFS 65 aber genau das sein.

Nur die "Trainings-DVD" gefällt mir gar nicht. Sie ist bloß eine Werbe-DVD, die man in einem Baumarkt ausstrahlen kann, aber nichts für den Anwender im echten Leben. Etwas weniger heile Welt und mehr Realität würde mir da besser gefallen. Und eine Warnung, dass man vielleicht erstmal mit Lasuren oder ähnlichem trainiert, bevor man ans Lackieren geht.

Ich werde nach Kräften versuchen, mir die nötige Technik und Routine anzueignen, denn es macht auch Spaß, mit dem PFS 65 zu arbeiten und die grundsätzliche Benutzung erschließt sich auch sofort, beinahe intuitiv.

Wie geht es jetzt weiter mit dem Gerät und mir? Ich werde zunächst mal jede Menge nicht-nasenfähige Flüssigkeiten auf Gegenstände sprühen: Ich werde alle Einzelteile meines Holzpavillons, die Gartenstühle und den Tisch mit Holzschutz behandeln. und bald sollte ich dann auch so weit sein, das Garagentor erneut in Angriff zu nehmen.

Nachschlag: Die Sichtschutzwand
Eine Schilfrohrsichtschutzwand kann man nicht abschleifen. Eigentlich kann man sie überhaupt nicht zum Lackieren vorbereiten, weil sie aus lauter einzelnen Röhrchen besteht, die mit Draht zusammengehalten werden. Hier musste ich unbedingt nochmal ran, denn ich brauchte nach meiner enttäuschenden Performance noch einen Hauch von Erfolgserlebnis. Ich hatte mir ausgedacht, wie das gehen könnte und es sieht so aus, als hätte ich's diesmal richtig gemacht: windstiller Tag und die Farbmengenregulierung so weit zugedreht, dass nur sehr wenig Farbe ausgegeben wird. Auf diese Weise klappt es sehr gut. Man muss etwas geduldiger sein und zwei, drei Arbeitsgänge mehr machen. Zur Sicherheit habe ich die Farbe zwischen den Sprühvorgängen jeweils etwa eine halbe Stunde antrocknen lassen. Aber das Ergebnis ist sehr ordentlich. Mit Rolle oder Pinsel wäre es nicht möglich, sowas zu streichen! Und diesmal bin ich nur noch ein kleines bisschen die doofe, denn ich habe vergessen, Fotos zu machen. Die liefere ich beizeiten nach.
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