PFS 65 – Einfach lossprühen!

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PFS 65 von Holzfan 0 Kommentare
Vom 15.05.11 Geändert 2011-05-15 12:20:23

Benutzer gelöscht

Dieser Test wurde von mir unter dem Aspekt „ein Farbsprühsystem für den Heimwerker“ aus der grünen Serie der Firma Bosch, erstellt. Als erstes Projekt wurde von mir eine stabile Küche für unser Wohnwagenvorzelt in Italien gebaut. Dabei wurden 5 Korpusse je 90cm breit, 40cm tief und 85cm hoch, erstellt.
Als Material wurden gehobelte Latten aus Fichtenholz, Format 6cm x 4cm verwendet, zusammengeleimt und verdübelt.
Die Rückwände bestehen aus 2-seitig, kunststoffbeschichteten MDF-Platten, 1,5cm stark.
Aus dem gleichen Material sind die Seitenwände, jedoch in den Maßen 40cm breit, 85cm hoch.
Als obere Abdeckung sind 3 Holzbretter, 12cm breit und jeweils ca. 200cm lang angebracht. Diese Ablagebretter sind mit mehreren Bohrungen für versenkte Steckdosen versehen.
Jeder Korpus wurde mit zwei Einlegeböden aus quer eingelegten, ebenfalls lackierten Brettchen versehen.

Alle diese Teile wurden von mir mit dem Farbsprühsystem PFS 65 bearbeitet.
Die Korpusse nach dem Zusammenbau, die Ablagebretter vor dem Einbau der Steckdosen. Die Seiten- und Rückwände wurden teilweise (Sichtseiten) 1-seitig und 2-seitig besprüht.
Das gesamte Projekt wird nach dem Einbau Ende Mai in die 1-2-do Community eingestellt.

Die Leistung der PFS 65
hat mich sehr überzeugt, denn die Ergebnisse auf diesen sehr unterschiedlichen Materialien waren sehr gut. Ich habe 9 Flächen in der Größe von 90cm x 85cm und 14 Flächen im Format 40cm x 85cm und 7 Korpusse im o. a. Format, sowie die 3 Stück Ablagebretter mehrmals besprüht. Das Gerät hat sehr gleichmäßig gesprüht, nie getropft und der befürchtete Sprühnebel beim Spritzen war sehr gering. Das Besprühen von inneren Ecken und Kanten war ein Kinderspiel, ebenso war die Zeitersparnis gegenüber dem Streichen enorm. Die Materialien waren Haftgrund Gori Multiprimer, Gori Nr. 17 Imprägniergrund und Gori BBZ Lack RAL 7001
Sehr kürze Rüstzeiten z. B. die Umstellung von dunkler auf helle Farbe, waren für mich auch wichtig.
Die Handhabung der PFS 65
ist sehr simpel. Meine Reihenfolge der Inbetriebnahme war wie folgt: Bedienungsanleitung lesen (nicht studieren), DVD ansehen, Zusammenbau aller Teile anschließend mit klarem Wasser im Freien ausprobieren. Als der Farbbehälter leer war, mit stark verdünnter Original-Farbe (ca. 50% Wasser) sprühen. Ich habe diesen Weg als „Grundierung“ meiner Arbeit gesehen. Der eigentliche Farbauftrag erfolgte mit wasserlöslichem Gori BBZ Lack RAL 7001 zu 25% verdünnt. Die Zufriedenheit mit meinen Arbeitsergebnissen
lässt sich nicht mehr steigern. Das gute Arbeitsgerät, die PFS 65, eine gute Qualität der verwendeten Materialien (ich habe nur wasserlösliche verwendet) und etwas Bemühung des Heimwerkers sichern eine gute Qualität. Auch der Farbverbrauch war erheblich geringer als wenn ich mit Pinsel oder Roller gearbeitet hätte. Meine Anforderungen und Erwartungen an die PFS 65
sind gutes Handling während des Sprühens, gleichmäßiger Farbauftrag durch das Gerät, einfache Reinigung nach getaner Arbeit. Besonders gut hat mir gefallen, dass nach einem Ruhetag beim Sprühen, das Gerät in ganz kurzer Zeit wieder betriebsbereit war und störungsfrei arbeitete. Was künftig zu verbessern sein könnte,
da kann man wenig sagen, denn ein Heimwerker hat i. d. R. nicht so oft mit Farbe zu tun, deshalb fehlt ihm manchmal das Gefühl, „wie lange reicht die Farbe im Vorratsbehälter noch?“, denn die Füllmenge ist, nach dem ersten Nachfüllen, von außen nicht mehr zu sehen. Nachteilig finde ich, dass nach mehrstündigem Sprühen ausgelaufene Farbe (vom Einfüllen usw.) nicht mehr entfernt werden kann. Bei kürzeren Arbeitspausen bilden sich an der Düse kleinere Verstopfungen, vielleicht liegen diese an Konsistenz/Pigmentierung der verwendeten Farbe. Mein Fazit: Sprühen geht bei mir ab jetzt vor Streichen ! Das Bosch Farbsprühsystem PFS 65 ist ein sehr gutes Gerät das vielseitig einsetzbar ist, um schnell und sauber, Farbe aufzutragen. Dabei spielt es keine Rolle ob , wie bei mir, Flächen von etwa 1 qm oder Leisten/Latten von 4cm Breite und 90cm Länge bzw. Bretter von 12cm Breite und 200cm Länge, zu lackieren sind.
Ich habe mich auch entschlossen, nur wasserbasierende Materialien zu verwenden, denn Umweltschutz hin oder her, Wasser ist zum Reinigen preiswerter, geruchlos und immer vorhanden. Außerdem sprühte bereits der zweite befüllte Wasserbehälter soweit sauber, dass die Pflanzen im Garten damit befeuchtet werden konnten.

Wichtig ist auch eine gute Vorbereitung vor dem Sprühen. Ich habe in meiner Werkstatt rund um den Arbeitsplatz großformatiges Papier an zwei Wänden und auf dem Boden geklebt. Dadurch habe ich das abschließende Säubern gespart.
Ebenso habe ich nicht darauf geachtet, dass das Basisteil nicht auf staubigem Boden (Werkstatt=Sägespäne) gestellt werden darf.
Das Gerät saugte demzufolge Sägespäne an und der Farbverbrauch stieg erheblich, weil diese die Farbmenge beim Sprühen veränderte. Erst beim abendlichen Reinigen bemerkte ich meinen Fehler, denn das PFS 65 arbeitete trotzdem sauber weiter.

Wie bei jedem neu angeschafften Werkzeug ist es auch hier ratsam, sich mit dem Thema „Spühen“ vor dem ersten Einsatz vertraut zu machen und mit einfacheren Arbeiten (z. B. grundieren) zu beginnen.

Der nächste Einsatz des PFS 65 erfolgt im Juni bei meiner Terrassenerweiterung und der Ausgestaltung unseres Gemeinschaftsraumes im Verein.
Ich habe gerne an diesem Test der Firma Bosch teilgenommen, denn ich habe dadurch viel über dieses spezielle Thema gelernt. Vielen Dank, auch für das Geschenk.
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