PFS 65 – Einfach lossprühen!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Vorbereitung ist das A und O, Sprühen selbst ein Klacks :) 0 Kommentare
Vom 08.05.11 Geändert 2011-05-08 15:04:53
Test Bosch PFS 65 An kam ein Riiiiesenpaket, ich dachte nur „o Gott, wie krieg ich das heim?“
Nach dem Öffnen der Außenverpackung konnte ich es auf 2/3 der Größe reduzieren. Zuhause erst mal ganz ausgepackt. Die Anleitung habe ich erst mal auf Englisch und Deutsch reduziert, das Buch war ja ewig dick! Gut dass die 2 Sprachen hintereinander lagen! Also das Buch geteilt und den Rest entsorgt.
Dann las ich a) die dortige Anleitung und b) im Internet zusätzlich die PDF Anleitung:
Teile gut beziffert und beschrieben, Anleitung in sich schlüssig und leicht verständlich Gut beschrieben, welche Farben man nehmen darf und welche oder welche nicht verdünnt werden müssen;
Verbesserungsidee für das Anleitungsbuch: Die Anleitungsbücher doch bitte in Gruppen zusammenfassen, damit man nicht immer soviel Aufheben muss J z. B. D,E,F,B. in einem Heft zusammenfassen, Poln.russ, u.ä. Sprachen in ein weiteres, S, Dänem., Fin, Norw. u.ä. , dann noch romanische Sprachen: ital. Span. Portug..
Gar nicht beschrieben ist, womit man das Gerät bei den jeweiligen Farben reinigen muss… Die Äußerung „mit dem jeweiligen Lösungsmittel“ hilft mir wenig, wenn ich die Farbe, z.B. Holzschutzöl, nicht verdünnen muss und nix auf der Dose steht, außer: Pinsel nach Gebrauch fachgerecht entsorgen…;)
Ich weiß, das sollte jeder Heimwerker wissen/oder sich informieren, es würde es aber für Laien um Welten einfacher machen und in einer Anleitung ist das doch nur ein Klacks und ein paar Zeilen, die man standardisiert in andere Anleitungen übernehmen kann!

Zusammenbau:
Nicht der Rede wert….erklärt sich alles selbst, eigentlich braucht man dafür die Anleitung nicht, wenn man ein Minimum an logischem Denken besitzt…aber alles soll ja für den absoluten Laien geschrieben sein
und das ist es! …hier mangelt es an nichts, weder an der Anleitung noch an der Praxis. – ist mit ganz wenigen Griffen erledigt.

Positiv anzumerken sind auch die Schutzkappen, sie schützen die Schlauchenden vor Schmutz und Beschädigungen.
Praktisch und durchdacht:
· Pistole steht allein, kippelt nicht, benutzt man einen größeren Farbbehälter (der nicht beiliegt), gibt es einen Aufsatz für den Griff des Gerätes, dann steht sie wieder fest.
· Der Schlauchriegel am Gerät dient als Einhängevorrichtung für die Pistole, wenn sie gerade nicht genutzt wird (weil man z.B. gerade mal kontrollieren will, ob die Farbe überall angekommen ist ;) )
· Der Schlauch im Farbbehälter, der für die Farbaufnahme dient, ist nicht flexibel, sondern steif (rohrmäßig) und gewinkelt und wird in die entsprechende Richtung gedreht, in die man spritzen möchte, über Kopf oder Richtung Boden, so bleibt kaum Farbe im Behälter zurück, wenn man bis „leer“ sprüht. (Auch in der Anleitung gut beschrieben)
Alternative wäre wohl nur ein am Ende beschwerter Schlauch, der mit der Schwerkraft geht...nämlich an den tiefsten Punkt des Behälters ***grins*** dann müsste man nicht den Behälter öffnen, um den Schlauch zu drehen, wenn die Sprührichtung geändert wird :) und da wären dann mehr Ecken und Ritzen bei der Reinigung zu beachten

Anwendung:
Im Test wollte ich meinen Terrassentisch neu schützen…
Habe das, was auch immer werkseitig als Schutz drauf gewesen sein mag und noch übrig war, abgeschliffen. Da ich keine Schleifscheiben vorrätig hatte, musste die alte B&D Schleifmaus herhalten. Die hat alles (2 Std Dauereinsatz) gut überstanden, meine Hände jedoch wurden gut durchvibriert und taten dies noch Std. später ***grins*** Danach war erst mal Schluss, das Sprühen musste warten…
Am nächsten Tag (obgleich Sonntag) stand das Sprühen an:
Vorbereitung (Stühle wegstellen und Abdecken der Umgebung, Verlängerungsschnur zur Arbeitsstelle legen ….), das hat eigentlich am meisten Zeit in Anspruch genommen
.
Der Job an sich war in hhhmmm 2(?) Minuten(!!) erledigt, STREICHEN hätte wohl sonst min. ½ Std gedauert.

Hätt ich das gewusst, hätte ich es noch am Abend zuvor erledigt, dann hätten wir heute schon draußen dran essen können
LOL!!!!!!!
Ich bin ganz traurig, dass ich z.Zt. nur den Tisch zu bearbeiten hatte, am liebsten hätte ich noch viiiele Meter weitergesprüht, weil es so viel Vergnügen macht! – das könnte sogar mein Mann :-P

Sprühverhalten:
Neugierig wie ich bin, gab’s erst eine Trockenübung ;)
Pistole ohne Inhalt (!) auf meinen Arm gerichtet und eingeschaltet um die Sprüheinstellung zu beobachten (senkrecht, Punkt, waagerecht), lässt sich gut dirigieren.
Gerät ist nicht so schwer, wie ich beim Nach-Hause-tragen vermutet habe…

Gerät über der li. Schulter, Pistole in der re. Hand…Schlauchlänge (für mich) ok, handlich, nicht schwer und nicht so laut wie ich vermutet habe.

War zwar schwer zu sehen, da ich farblos versprühte, aber streut nicht zu arg.
Nur der Wind sprühte etwas mit, wenn ich gegen ihn sprühte, und daher musste ich das Gerät selbst später mit abwischen (aus Fehlern lernt man ***grins***)

Klasse!!!! Auch die mit einem Pinsel schwer bis fast unmöglich zu erreichenden Ritzen sind nun gut versorgt!!!


Einziges Manko
:
Mir ist das Stromkabel etwas zu kurz! Könnte 1-2m länger sein, die Aufwickelvorrichtung ist ja vorhanden (sehr schön). Ich empfand es als störend nicht um das Werkstück herumgehen zu können ohne dass ich die Kabeltrommel hinter mir herziehen musste ;) !!!

Verbesserungsidee:
Wie wäre es denn, liebe Boschdesigner, wenn ihr ins nächste Gerät eine Kabeltrommel integriert, wie es schon bei einem Staubsauger üblich ist??????? Dann wäre das Kabel immer nur so weit draußen wie man’s braucht und auf Knopfdruck wird es ins Gerät eingerollt...

Lärmbelästigung, Vibration???
Fehlanzeige! Nicht lauter als ein leiser(!) Staubsauger, die Nachbarn haben sich nicht gestört gefühlt ;) und nach der Schleifaktion gestern…muss ich sagen Vibration gleich NULL ***grins***


Reinigung:
Davor hatte ich am meisten Bammel…
Das hatte mich auch vorher lange davon abgehalten ein Sprühgerät zu holen…
was, wenn die Düse verstopft, weil Reste zurückbleiben? Da wäre mir ein Kauf zu teuer gekommen ;)

Aber dass es soooooo einfach ist!!! Die Reinigung inkl. Wegpacken dann nicht mal 5 min, hätte ich bei Pinselreinigung ähnlich oder länger gehabt…
Restfarbe/Öl zurück in den Container geschüttet (sollte man bei verdünnter Farbe nicht tun) ;) Reinigungsmittel (bei mir war es Pinselreiniger)in den Behäter geben, den Behälter schwenken, wieder zusammenbauen und den Reiniger durch die Düse spritzen. Alles sauber!
Naja, sicherheitshalber doch das Gerät auseinandergenommen und alles kontrolliert – aber wirklich alles ok! Noch mit einem alten Handtuch nachgetrocknet , wieder zusammengesetzt und eingepackt. Aber zur Sicherheit werde ich mir bei Farben vorzugsweise demnächst wasserlösliche holen – die Hersteller werden ja immer umweltfreundlicher in der Herstellung.

Im Herbst ist dann der Sichtschutz dran… Der Wein ist einfach schon zu weit um dieses Projekt jetzt in Angriff zu nehmen. Aber es gibt ja noch mehr
...
Werde mir noch eine Kiste dafür bauen/besorgen, denn der Karton wird wohl nicht lange so schön bleiben.

FAZIT:
Die Vorbereitung des Werkteils...schleifen, säubern, ggf. entmoosen und was sonst noch so anfällt dauert auf jeden Fall viiiel länger!
Ein Gerät, das ich gewiss oft benutzen werde! Kann ich unumwunden empfehlen! - welche Zeit- und Mühsal-Ersparnis!!!
Werde noch vieles damit verschönern!!

…Und noch etwas ihr lieben Boschdesigner: Könnt ihr nicht bitte solch ein Gerät für Wandfarbe entwerfen??? bzw. was gibt's schon, das ich dafür nehmen kann :))
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