PFS 105 E WALLPaint - für strukturierte Oberflächen

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PFS 105 E- Wallpaint und noch vieles mehr... 1 Kommentar
Vom 01.07.12 Geändert 2012-07-01 21:50:12
Leider ein wenig zu spät, da kam mir doch gestern glatt mein Hobby Feuerwehr und die Unwetter dazwischen. …
 
Hiermit nochmal vielen Dank auch von meiner Frau und mir das wir dank Bosch nun endlich unsere Wohnung renoviert habenJ
 
Nachdem unsere Wohnung nach nun fast 6 Jahren und dem einen oder anderen „Farbgeschmacksunfall“ dringend renoviert werden musste kam natürlich die Gelegenheit für das PFS 105E Wallpaint gerade recht.
 

1. Welches Projekt hast Du mit dem PFS105E gemacht?


Es wurden mehrere Projekte angegangen:
  1. Renovierung Bad oberhalb des Fliesenspiegels mit Silikatfarbe auf Streichputz.
  2. Renovierung Flur mit Dispersion in Weiß und diversen Farbtönen
  3. Renovierung Wohnzimmer mit Dispersions-Einschichtfarbe
Alles in allem Rund 200qm Wandfläche.

2. Wie beurteilst du die Leistung des PFS 105E Wallpaint im Hinblick auf Sprühgeschwindigkeit und Farbauftrag
 
Die Sprühgeschwindigkeit ist ausreichend und lässt sich durch die 3 Einstellungen der Luftmenge sehr gut steuern. Was den Materialauftrag betrifft bin ich sehr zufrieden. Es lässt sich innerhalb kürzester Zeit eine respektable Schichtdicke
Erreichen, die selbst dunkle Farbtöne mit hellen überarbeiten lässt.
Was natürlich immer wichtig ist, ist natürlich erst ein paar Probeversuche mit dem Material durchführen. Aber nach ein paar Versuchen bzw. Projekten bekommt man sehr schnell einen Überblick über das Gerät und somit auch das nötige Fingerspitzengefühl.
 
3. Wie leicht fällt Dir die Handhabung beim Farbauftrag und die Vorbereitung (Verdünnung, Sprühtest, Abkleben)
 
Verdünnung:
Sehr einfach, leider lässt es sich nicht immer mit Ca. 10% Verdünnung bewerkstelligen. Bei den verwendeten Materialien, musste man doch erst einmal einen Versuch starten um die ideale Mischung zu erreichen. Da die Produkte von Fachhandel und DIY doch manchmal schon in der Grundkonsistenz wesentliche Unterschiede aufweisen, muss man die „Profifarben“ etwas mehr verdünnen. Was ganz sinnvoll ist, ist zuerst in einem separaten Eimer die Farbe anzurühren und probieren.
Sprühtest:
Ganz wichtig, da das Gerät 3 verschiedene Stufen bei Luftdurchlass, und eine stufenlose Materialverstellung an der Pistole hat, muss man zuerst den Materialauftrag testen. Hierbei habe ich Abdeckvlies und Karton verwendet. Da Karton nicht saugt, sieht man hier recht schnell ob man viel zu viel Farbe aufsprüht.   
Abkleben:
Das wichtigste überhaupt ist die passende Vorbereitung. Unser Erstes Projekt war ein abgeschlossener Raum (Badezimmer) Also mussten wir nur die Einbaumöbel, den Boden, die Decke und natürlich die Wandfliesen sicher verpacken. Bei diesem Projekt fiel der Spritznebel noch nicht so auf. Da wir Silikatfarbe verwendeten war hier natürlich ganz wichtig die Glaselemente wie Duschwand, Spiegel, usw. besonders zu schützen, da es hierbei zu alkalischen Reaktionen kommen könnte und das Glas matt werden kann.
Bei unserem nächsten Projekt passierte prompt das nicht gewollte. Trotz großflächigem abkleben der Flächen um die zu spritzende Wand, haben wir den Sprühnebel unterschätzt und haben dann in der ganzen Wohnung (offene Bauweise) rote Farbflecken gefunden!!
Das wurde dann bei den weißen Wänden beachtet und unser größter Fehler (Wir hatten einen durchgehenden Luftzug) behoben.
 

4. Bist Du zufrieden mit den Sprühergebenissen?

Eindeutig JA!
Was mich am meisten beeindruckt hat, ist auf unserer Orange/ Gelben Wand mit 1 Sprühvorgang in Weiß (Kreuztechnik) diese dunkeln Töne zu überdecken.
Einziges Manko ist wie schon unter 3 beschrieben der Spritznebel, dieser ist nicht zu unterschätzen und deshalb unbedingt Mundschutz und Schutzbrille und sehr gute Abklebearbeit!!
 

5. Wie leicht fällt Dir die Reinigung des PFS Wallpaint?

Die Reinigung gestaltete sich sehr einfach, da nur der Pistolenaufsatz und der Becher Farbe führen, lässt sich der Farbführende Teil sehr schnell unter warmem Wasser reinigen.
Was natürlich auch zu beachten ist der Luftschlauch und das Gebläse werden ebenfalls mit Sprühnebel verunreinigt, lässt sich aber auch mit warmem Wasser reinigen.

6. Würdest Du das PFS 105 E Wallpaint in Zukunft auch für weitere Projekte verwenden?

Ganz klar Ja, da ich im Farbgroßhandel mein Geld verdiene habe ich schon die nächsten Projekte ausgemacht. Leider hat es nicht mehr gereicht die Lackpistole zu testen, hier warten aber noch ein Gartenzaun und ein paar Fensterläden.
Was auch noch ein Testobjekt wird ist die Außenfassade von meinem Vater. Hier wird erstmal mit Tiefgrund und anschließend mit Fassadenfarbe experimentiert. Allerdings habe ich bei der Fassadenfarbe meine Bedenken, da die Düse der Pistole für dieses zähe Material höchstwahrscheinlich zu dünn ist und die Farbe nicht mit 20% und mehr verdünnt werden darf.

7. Erfüllt der PFS 105 E Wallpaint Deinen Anforderungen und Erwartungen?

Im Großen und ganzen Ja. Wenn man bedenkt, dass man für eine Wand mit 10 qm die Halbe Wohnung abdecken muss um den Spritznebel abzuschirmen ist der Zeitaufwand/ Nutzen Effekt leider dahin. Wo es super war, waren natürlich die großen zusammen hängenden Flächen im Wohnzimmer, Esszimmer und Bad. Hier macht das Gerät durch die Spritzgeschwindigkeit jeder herkömmlichen Farbrolle Konkurrenz, da dort eh der ganze Raum abgedeckt werden musste, kann man natürlich die Zeit fast halbieren und ist hinterher nicht so geschafft wie beim normalen streichen. Die Umfüllerei ist durch die Trichter sehr schnell und ohne großes gekleckere.  

8. Was können wir zukünftig am PFS 105 E Wallpaint verbessern?

Erster Kritikpunkt der mir einfällt ist die Halterung des Schlauches an der Pistole dieser rastet nicht so gut ein. Beim Sprühen passierte es mir des Öfteren, dass er von der Pistole rutschte.
Was toll wäre ist an der Pistole ein Abstellknopf für die Luftzufuhr, sonst muss immer das Gerät ausgemacht werden. Problem ist dabei dass die Luft immer durch die Pistole strömt und somit die Gefahr besteht, wenn man an den Bedienschalter kommt, dass man ungewollt spritzt.
 
Was mir aufgefallen ist, ist wenn man am Einstellhebel die Luftklappe verändert muss im Zustand des Kompaktstrahls mit mehr Materialauftrag rechnen. Hier wäre ein zusätzlicher Hinweis in der Gebrauchsanleitung sinnvoll.
 
Ansonsten muss ich sagen alles in allem ein tolles Gerät, das eigentlich fast schon an der Grenze zum Profibereich angesiedelt werden kann. Leider habe ich es nicht geschafft noch mehr Experimente mit dem Gerät in dieser Zeitspanne durchzuführen. Aber das eine oder andere Projekt wird es sicherlich ins Forum schaffen.
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 206990#post206990.
2012-07-09 16:06:39

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