PFS 105 E WALLPaint - für strukturierte Oberflächen

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Wenig Licht und sehr viel Schatten ... 1 Kommentar
Vom 29.06.12 Geändert 2012-06-29 17:49:51
Testbericht Feinsprühsystem Bosch PFS 105 E PAINTWall
 
 
Liebe Boschmitarbeiter und  1-2-do Verantwortliche!
 
Vielen Dank das ich an dem Produkttest für das Feinsprühsystem Bosch PFS 105 E WALLPaint teilnehmen durfte. Dieser Test hat mir persönlich viele Erkenntnisse erbracht und ich hoffe, dass ich mit meinem nachfolgenden Testbericht diese (sehr subjektiven) Erkenntnisse transportieren kann.
 
Vermutlich wird mein Testbericht in manchen Punkten „leicht“ abschweifen, dafür bitte ich um Nachsicht, glaube aber, dass der eine oder andere Umweg zur besseren Verständlichkeit im gesamten Kontext beiträgt …  ;)
 
Sollte mein Testbericht im Forum oder anderswo veröffentlicht werden, steht es Ihnen selbstverständlich frei den einen oder anderen „Umweg“ nicht zu publizieren und „EINFACH ZU STREICHEN “ …  ;)

 
 
  
Vorab:
Ich hasse streichen …!
 
Streichen, bzw. das aufbringen von Flüssigkeiten auf Materialen/Werkstücken; gehört definitiv nicht zu meinen  präferierten Tätigkeiten und wird von mir so oft es geht an andere delegiert.
 
Die daraus resultierende geringe Praxis/Erfahrung (und meine unbestrittene Talentfreiheit diesbezüglich), sollte für den nachfolgenden Produkttest allerdings kein Problem sein da ich glücklicherweise ein ELEKTROWERKZEUG VON BOSCH ausprobieren durfte zu denen ich eine besonders hohe Affinität habe …  J
 
… allerdings macht mich im Vorfeld eine „Erfahrungs-/Fähigkeiten-Ampel“ auf der Verpackung (und der Sprühpistole) leicht nervös, die für die Verwendung dieses Produktes den Status „EXPERTE“ erfordert der ich definitiv NICHT bin …
 
 
 
 
 
Vorgeschichte / das Objekt:
Ich bewohne ein altes Haus mit ca. 260m² Wohnfläche das sich über drei Etage erstreckt. Dazu kommt ein kleiner Garten (ca. 100m²) und ein relativ großes, zweigeschossiges Nebengebäude das ich zur Aufbewahrung unterschiedlichster Dinge (Fahrräder, Werkzeug, Rasenmäher usw.) nutze.
 
Ich habe das Haus Ende 2003 renoviert und mit meinen Kindern (Jahrgang  1987 & 1989) bezogen.
Mehrere Ein- und Umzüge haben die unterschiedlichsten Spuren in den einzelnen Räumen hinterlassen  und dieses Jahr, knapp 9 Jahre nach der letzten Renovierung, meinen Ehrgeiz in Sachen DiY geweckt.
 
Ausgelöst wurde dieser Renovierungsgedanke nicht nur durch den Auszug beider Kinder im April dieses Jahres (meine Tochter ist mit ihrem zukünftigen Ex-Freund zusammengezogen und  mein Sohn in eine Studenten-WG), sondern noch mehr durch den gleichzeitigen Einzug meiner fast 82jährige Mutter die an Alzheimer leidet und bei mir nun ein ebenerdiges Zimmer mit WC/Dusche im Erdgeschoss bewohnt (mein altes Garderobenzimmer).
 
Die Tagesbetreuung meiner Mutter wird seitdem von zwei polnischen Pflegekräften sichergestellt, die sich alle 6 Wochen abwechseln und im 2. Stock des Hauses ihre Schlaf- und Wohnräume haben während ich den gesamten 1. Stock für mich in Anspruch nehme.
 
Speziell die Renovierung des Zimmers für meine Mutter hat mich veranlasst endgültig mit dem streichen zu brechen und zukünftig entweder einen Profi  zu beauftragen oder aber Dispersionsfarbe zu spritzen …  J
 
Der Grund liegt in der Tapete die in diesem Raum verklebt wurde. Eine prinzipiell schöne Vinyl-Strukturtapete die aber eine so tiefe und teils widerlich kleine Struktur aufweist, dass es mir nicht möglich war jede dieser „Untiefen“ mit weißer Dispersionsfarbe zu füllen.  (Siehe Bild 1)
 
Das Ergebnis kurz vor dem Einzug meiner Mutter war:
Auf ca. 40m² Wand- und Deckenfläche habe ich Dispersionsfarbe für 80m² verbraucht, alle Wände 3mal gerollt und trotzdem ein mehr als zweifelhaftes Ergebnis (weil trotzdem fleckig) erzielt.
 
Mit den Nerven, meiner Kraft und vor allem meiner Lust am Ende, habe ich mich mit den Gedanken „Nun ja, je nachdem wie das Licht fällt ist es überhaupt nicht so schlimm“ bzw. „Sie schläft ja nur in dem Raum …“ zwar beruhigt …
 
… aber zu wissen das ich dort nur eine mangelhafte Arbeit abgeliefert habe ist so überhaupt nicht mein Ding! :(
 
Mit diesen Gedanken sitze ich eine Etage höher in meinem Home-Office und denke:
„Hier könntest Du eigentlich auch mal renovieren und neu einrichten …“, blicke etwas genauer auf die Wände und breche fast zusammen …
 
… die gleiche Sch…..tapete wie unten klebt auch in meinem Büro allerdings mit dem Unterschied, dass die Tapete hier schon lange nicht mehr Weiß ist sondern unter dem Einfluss von vielen tausenden Stunden Arbeit und mindestens ebenso vielen Zigaretten, eine gleichmäßige Tönung bis in die letzte Rille erfahren hat.
 
Meine ersten Gedanken das Haus abzustoßen, meine Mutter ins Heim (oder einem meiner Geschwister) zu geben und selbst eine kleines Zelt auf einem nahegelegenen Campingplatz zu beziehen, wurden nach verzweifelter Internet-Recherche letztlich durch die Möglichkeit Dispersionsfarbe zu spritzen samt und sonders verworfen (was für ein Glück! :) ).
 
Bei nächster Gelegenheit wurde ein entsprechendes Werkzeug angeschafft (Wagner W665 WallPerfect) das bis heute ungeöffnet und Originalversiegelt noch in meinem Archiv steht , da ich kurze Zeit nach dieser Anschaffung mit meiner Bewerbung Erfolg hatte und Produktester für das ähnliche Boschsystem PFS 105 E WALLPaint wurde.
 
Sie erkennen meine extrem große Erwartungshaltung und verstehen nun vielleicht meine Vorfreude, es dieser besch…. Tapete mal so richtig zu geben/zeigen …  :)
 
 
 

 
Der Produkttest:
Mit sehr hohen Erwartungen gehe ich also das Projekt „Home-Office“ an.  (siehe Bild 0)
Das Gute/Beste vorab: Mein Homeoffice strahlt nun in Polarweiss …
 
 
Eckdaten Raum:
Deckenfläche (Rauhfaser): ~15m²
Wandflächen (Strukturtapete): ~42m² (abzgl. 2 Fenster, 1 Tür, 1 Heizkörper)
Alte Farbe der Wände: Nikotingelb
Neue Wunschfarbe rundherum: Polarweiß
 
Verwendetes Material:
Bosch Feinsprühsystem PFS 105 E WALLPaint
Schöner Wohnen Dispersionsfarbe „Polarweiß“, 10 Liter und 1 Liter Leitungswasser (ich habe bis auf einen winzigen Rest alles verbraucht!)
230V Bohrmaschine mit großem Rührkorb
PSB 18LI mit kleinem Rührkorb
Tesa Kreppband „Classic“
Tesa „EASY-Cover“ mit 40/140/260cm  Länge
Abdeckplane 4*5m
Malerpappe
Atemschutz P2, Schutzbrille, Einwegoverall
Viel Kaffee (Senseo), noch mehr Mineralwasser und einige Zigaretten
 
Alter Kenntnisstand hinsichtlich dem spritzen von Dispersionsfarbe:
Sprühnebel (also alles abdecken)
Starker Luftzug beim spritzen (alles GUT UND FEST abkleben)
 
 
Grundsätzlich sollte die Renovierung möglichst schnell erfolgen, da ich in diesem Raum neben den üblichen IT-Werkzeugen (PC, Server, NAS, mehrere Drucker usw.) auch meine komplette Kommunikationsanlage installiert ist auf die ich während der Renovierung nicht zugreifen kann (Festnetztelefonie, DSL/WLAN). Da ich schon seit Jahren TV über das Internet sehe (T-Home-Entertainment) musste ich einen alten Satellitenreceiver wieder in Gebrauch nehmen damit meine Mutter abends ihr TV-Programm verfolgen kann.
 
Nachdem ich den Raum an zwei Abenden endlich leer geräumt (unglaublich welcher Mist sich in knapp 10 Jahren ansammelt!) und die bisherigen Möbel im Haus umverteilt hatte, wurde mein Schreibtisch so wie er war in die Mitte des Raumes gestellt und mit Folie abgedeckt.
 
Danach habe ich mit dem BOSCH PSM 18LI und dem PAS 12-27 als Absaugung, den Türrahmen und die Fußleisten geschliffen. (btw, ich bin begeistert über die Leistungsfähigkeit des PSM und die perfekte Absaugung mit dem PAS).
 
Anschließend wurde abgeklebt. Dieser Vorgang ging sehr viel schneller und einfacher vonstatten als erwartet, denn das EASY-Cover-System von Tesa ist zwar teuer, aber wenn Zeit und Funktionalität eine Rolle spielen ist es jeden Cent wert. (Bild 2-6)
 
Nun ging es endlich ans spritzen!
Wie vorher geplant hatte ich das spritzen in zwei Abschnitte aufgeteilt. Der erste, kleinere Part (wurde noch am Abend vor Portugal vs. Spanien erledigt)  sollte von der Tür bis hin zum Fenster gehen (kleine Ecken am Fenster mit einbezogen)  und einen i.e. rechteckigen Bereich der Decke berücksichtigen.
 
Der zweite Part sollte dann mit den Erfahrungen aus Part 1 den restlichen Raum „weißen“.
 
Der Grund für eine solche Teilung war meine Überlegung, dass ich mit der erstmaligen Bedienung des Gerätes und der Motorik des Spritzen erste Erfahrung machen, mit zeitlichem Abstand (Trocknung über Nacht) das Ergebnis betrachten um dann ggf. Änderungen einleiten zu können.
 
Im ersten Part wurden also die verschiedenen Einstellungen der Pistole ausprobiert:
  • Farb- und Luftmenge
  • Ausrichtung des Farbstrahls (Horizontal/Vertikal)
  • Positionsänderung des Steigrohrs wenn noch Farbe im Behälter ist  J
  • Farbe nachfüllen während der Arbeit
  • Breite des Farbstrahls
  • Motorik für Wandspritzen
  • Motorik für Deckenspritzen
 
Die Farbe wurde immer im vorgegeben Mischungsverhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt.
 
Dieser erste Part brachte mir dann auch die logische Erkenntnis, dass ein gleichmäßiger und deckender Farbauftrag nicht nur durch eine richtige Einstellung von Luftdruck und Farbmenge, sondern auch durch eine angepasste Motorik in Form von Geschwindigkeit und Spritzabfolge ganz entschieden beeinflusst wird.
 
Außerdem wurde mir schnell klar, dass es ein Fehler war, meine Zigaretten und die Flasche Wasser NICHT mit in den komplett abgeklebten, relativ luftdichten Raum mitzunehmen … ;)
 
… und das es mir nicht möglich ist, MIT SCHUTZBRILLE (zumindest nicht mit meiner!) die Decke zu spritzen. Ich war nicht in der Lage in der Kombination von Atemschutz und Brille ein sofortiges beschlagen der Brille zu vermeiden was zu temporärer Blindheit führte und in mehr oder weniger „Vermutungshandlungen“ mit der Spritzpistole gipfelten, die zwar im nachhinein betrachtet noch ganz okay waren aber dennoch weitab von einer kontrollierten, optimalen Farbverteilung.
 
Da ich aktuell nur unter einer schwachen Altersweitsicht leide wurde im zweiten Part die Schutzbrille testweise durch eine meiner Billig-Lesehilfen ersetzt. Leider brachte auch diese Option nicht den gewünschten Erfolg …  :(
 
Die Lesehilfe beschlug zwar nicht, ist aber auf einen „Leseabstand“ von ca. 50 cm konditioniert und da mein Sichtabstand zur Decke i.d.R. anders ist, war das Ergebnis i.e. das gleiche. Zwar konnte ich die Decke nun irgendwie sehen, aber durch die Unschärfe war auch ein ordentliches Arbeiten nicht wirklich möglich. Im Endeffekt habe ich die Decke zwar mit Atemschutz aber ohne Sichtschutz gespritzt, naja Shit happens …
 
Was die Einstellungen (Kompressor/Pistole) angeht erbrachte der erste Teil folgende Werte die ich als „BestPractice“ im zweiten Part relativ erfolgreich verwendete:
 
Wand spritzen
Kompressor auf ca. 85% Leistung / Farbmenge zwischen I und II (von 4 Stufen) und jede Bahn zweimal fahren (ist ja auch Nikotingelb!)  …
 
Decke spritzen
Kompressor auf 100% Leistung / Farbmenge auf II (von 4 Stufen) und jede Bahn nur einmal fahren (bloß schnell fertig werden!)
 
Trotz dieser gleichmäßigen Einstellungen habe ich immer wieder das Gefühl gehabt, dass die Farbmenge zwischendurch variierte. Das ist zum einen den Farbresten geschuldet die sich recht schnell immer wieder an der Düse ablagern und mit einer kurzen Fingerübung entfernt werden müssen und vermutlich auch der Viskosität der Farbmischung. Die Menge des Farbauftrages veränderte sich z.Bsp., wenn ich die Pistole (und den Farbbehälter) kurz schüttelte.
 
Vielleicht verstopft auch nach längerem Gebrauch (ich habe den Farbbehälter immer bis zum Maximum gefüllt) das Steigrohr ein bisschen, ich weiß es nicht.
Müsste ich heute einen weiteren Raum spritzen, würde ich versuchsweise die Farbe etwas stärker verdünnen auf 1:15 oder vielleicht sogar 1:20.
 
Ein weiteres Problem trat an den Stellen auf an denen die Tapete nicht „in optimalem“ Zustand ist. Jeder kennt die kleinen Stellen an denen ein kleines Stück Tapete „abgeschabt“ ist.
Es hängt noch an der Tapete fest aber es ist deutlich sichtbar. Mit einer Farbrolle fährt man über diese kleinen Fitzel und klebt diese praktisch mit der Farbe wieder an der Rauhfaser fest. Klappt meistens und ist ein netter Nebeneffekt des rollens …
 
… der sich leider beim spritzen nicht einstellt. Ganz im Gegenteil werden diese Fitzel immer wieder durch den Luftstrom von der Tapete gelöst, ein nachträgliches, „händisches anpappen“ ist unausweichlich … (Bild 7)
 
… und ebenso ergeht es einem mit den wenigen Zentimeter Tapetenrand (Stoßstelle zur nächsten Bahn) die ein wenig die Haftung verloren haben. Mit dem Roller hat man eine gute Chance dieses kurze Stück „per Farbe“ wieder anzukleben …
 
… mit der Sprühpistole wird eher in den Schlitz hineingeblasen und im schlimmsten Fall noch mehr Tapete von der Decke gelöst …
 
Rechtzeitig vor dem Anpfiff Deutschland vs. Italien strahlte mich mein Office in Polarweiß an und insoweit bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.
 
 
 
Mein persönliches Fazit zum Bosch Feinsprühsystem PSF 105 E WALLPaint:
 
Produktqualität:
Prinzipiell macht das System einen guten, robusten Eindruck (like Bosch grün!).
Die Bedienungsanleitung ist „technisch“ ausreichend und erklärt alle Einstellmöglichkeiten. Der Schlauch ist im Kompressorgehäuse untergebracht ebenso wie das Netzkabel, sogar die Spritzpistole inkl. Behälter findet einen „festen“ Platz an der Oberseite so das man(n/frau) das gesamte System platzsparend aufbewahren und mit der integrierten Griffmulde einfach transportieren kann.
 
Lediglich der mitgelieferte Deckel für den Farbbehälter und das Handbuch haben keinen wirklichen Platz und müssen gesondert aufbewahrt werden.
 
Als grundsätzliche Verbesserung würde ich einen Blick in Richtung Wagner W665 riskieren, denn wenn ich die Rezensionen richtig verstanden habe, liefert Wagner eine anschauliche Bedienungs- und Arbeits-DVD mit damit auch diejenigen die besser „gucken“ als lesen können keine Probleme mit der Anwendung des Sprühsystems haben.
 
 
Anwendung/Funktionalität:
Das „finden“ der richtigen Einstellungen ist nicht wirklich einfach.
Neben Luft- und Farbmenge die richtige Breite und Ausrichtung des Sprühstrahls, die richtige Farbe, die optimale Verdünnung, das parallele abfahren der Sprühfläche mit einem gleichmäßigen Abstand, dass sind schon Anforderungen die den eingangs erwähnten Status „Experte“ vermutlich rechtfertigen.
 
Dazu kommt, dass die Sprühpistole mit Schlauch nicht Federleicht ist. Wenn dann auch noch ein voller Farbbehälter mit 1000ml Dispersionsfarbe (ca. 1,5kg) dranhängt, wird das korrekte Halten der Einheit schnell zu einer anstrengenden und Schweißtreibenden Tätigkeit die automatisch zu Ungenauigkeiten führt die sich von „kein Problem“ bis zu „geht überhaupt nicht“ ausprägen können (je nach Bedienpersonal).
 
Mir persönlich hat der Wechsel zwischen Decke und Wand (und damit die Position des Steigrohres) missfallen. Wenn ich auf der Leiter stehe um den oberen Teil der Wand zu spitzen, komme ich als fauler Mensch auf die logische Idee, direkt auch die Decke in diesem Bereich zu spritzen. Das ich dafür schnell den Behälter abschrauben muss um das Steigrohr umzustellen (von Richtung Düse in Richtung Griff) ist noch okay, aber das ich ein völlig mit Farbe bematschtes, glitschiges Steigrohr mit der Hand drehen soll müsste nicht unbedingt sein.
 
Nicht nur das ich anschließend einige Farbe von meinen Fingern am Overall abwischen muss, auch die Pistole wird unweigerlich mit Farbe verschmiert. Ein passender Sechskant am oberen Ende und ein entsprechender Plastikschlüssel im Lieferumfang würden diese Drehung sehr viel „sauberer“ und einfacher machen.
 
Auch das Arbeitsgeräusch des Kompressors ist nicht zu verachten und kann auf längere Zeit (oder größerer Wand  J ) durchaus als Zumutung gewertet werden.
 
Die Reinigung nach getaner Arbeit geht relativ schnell. Es wird zwar viel Wasser gebraucht, aber das ist ja fast immer der Fall …
 
 
 
 
 
Produktbewertung:
Alles in allem tut das PFS 105 E WALLPaint in etwas das was die Werbung verspricht

… ABER …

… obwohl ich diese besch…. Strukturtapete bis ins kleinste Loch mit Dispersionsfarbe füllen/weißen konnte und sich damit meine grundsätzlichen Erwartungen umfänglich erfüllt haben …
 
 
Werde ich das Produkt auch weiterhin verwenden?
GANZ SICHER NICHT !
(zumindest nicht mit Dispersionsfarbe in geschlossenen Räumen)
Der Test mit Lacken und Lasuren im Freien steht noch aus und ich vermute, dass dieser im Gesamtergebnis sehr viel besser ausfallen wird.
 
 
Meine persönliche TOP & FLOP Liste:
 
TOP
  • Auf strukturierten Oberflächen
  • In kleinen, kniffeligen Ecken (obwohl dort die Gefahr lauert ZUVIEL Farbe aufzutragen und sich die Tapete löst – siehe Bild 8!)
 
FLOP
  • Schwer (Gewicht)
  • Sprühnebel (zwar weniger als vermutet aber trotzdem muss alles im Raum abgedeckt werden)
  • Viel zu laut
  • Arbeiten in Innenräumen nur mit Mund- und Sichtschutz möglich
  • Die Zeitersparnis beim Farbauftrag (?) wird spätestens beim Aufwand des Abdeckens/-klebens verbraucht.
  • Starker allgemeiner Luftstrom im Raum der stark genug ist schlecht abgeklebtes Tape zu lösen und dann direkt auch Farbe an Stellen transportiert an denen eigentlich keine hin sollte …
 
Wie schon eingangs erwähnt, ich bin kein Profi was „Malen und Anstreichen“ angeht, aber aus meiner Sicht sind die Einsatzgebiete des Systems dermaßen eingeschränkt, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann wann ein solches System zum Einsatz kommen soll …
… außer wie beim mir, in einem kompletten Raum der in EINER Farbe erstrahlen soll.
 
Der Aufwand des Abdeckens/Abklebens ist aufgrund des Farbnebels so hoch, dass mir ein Arbeits- oder Zeitgewinn nicht erreichbar scheint sondern eher das Gegenteil eintritt.
 
Die Vorstellung in einem großen Raum nur eine Wand zu spritzen (weil der alte Schrank entsorgt wurde) oder nur die Decke zu weißen, treibt mir schon Schweiß auf die Stirn.
 
Für strukturierte Oberflächen ist es absolut Top und sicherlich ein Zeitgewinn, für alles andere (normale Rauhfaser, speziell mein Flur/Treppenhaus) werde ich vermutlich wieder auf die üblichen Verdächtigen zurückgreifen …
 
… bzw. ich habe da so ein Bosch-System im Auge, ich glaube es heißt Farbroller PPR 250  und vielleicht findet sich jemand der ein PPR 250 gegen ein PFS 105 E WALLPaint tauschen möchte … ;)
 
Viele Grüße
Jörg Weller
 
 
Nickenich im Juni 2012
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 208052#post208052.
2012-07-13 15:25:31

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