PFS 105 E WALLPaint - für strukturierte Oberflächen

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

PFS 105 E Wallpaint - Test auf Tapete 2 Kommentare
Vom 26.06.12 Geändert 2012-06-26 22:31:49
Zusammenbau des Systems

Alle Teile aus dem platzmäßig gut ausgenutzten, stabilen Karton entnehmen. (Bild 1)
Auch ohne Betriebsanleitung lässt sich das System zusammenbauen. Habe mir aber natürlich alles durchgelesen. Für die wirklich einfache Montage gibt es von mir schon mal einen dicken Pluspunkt. (Bild 2)

Vorbereitung der Arbeitsfläche (Rauhfasertapete)

Da ich nicht wusste, wie stark der Sprühnebel wird, habe ich meine Arbeitsfläche gut abgeklebt mit einem teuren aber sehr guten Markenklebeband, an dem die Folie bereits dran war sowie zusätzlich noch Malervlies ausgelegt. (Bild 3)

Da ich die Wandfläche zu einer Dachschräge sprühen wollte, musste ich die Schräge natürlich auch in einem breiten Streifen abkleben. Aber mit dem guten Band von der Rolle ging auch das schnell.

Farben einfüllen

Mit der Betriebsanleitung werden auch 2 Einfülltrichter mitgeliefert, auf denen auch noch mal schön erklärt wird, wie das Mischungsverhältnis sein sollte und wie die Sprühfläche bei den verschiedenen Einstellungen aussieht. Nach dem Einfüllen der Farbe habe ich mit etwa 10 % Wasser verdünnt und nochmal gut umgerührt. Dann habe ich das Rohr in der Pistole in Richtung Düse gestellt, da ich ja eine Wand sprühen wollte. (Bild 4) Für die Decke hätte ich das Rohr in Richtung Griff drehen müssen.

Arbeiten mit der PFS

Al s erstes Maleranzug, Staubmaske und Brille an! Also ich empfehle alles! Siehe (Bild 5) Anhand der Kerbe an dem roten Stellrad stellte ich die gewünschte Sprührichtung ein (Bild 6)

Ich muß allerdings sagen, dass ich nicht sofort kapiert habe, dass die Einstellung der Luftkappe auf waagerecht stehen muss, damit ich einen senkrechten Strahl bekomme (Bild 7)

Zuerst habe ich die kleinste Luftmenge an der Basis eingestellt den Sprühmengenregler auf kleinste Stufe und aus ca. 20 – 30 cm gesprüht, ok für ein schönes Nebelbild reichts , aber nicht um die Wände deckend fertig zu bekommen (Bild 8). Also stellte ich den Luftstrom an der Basis auf höchste Stufe und den Luftmengenregler ebenso. Also dann ging es aber los… Power hat die Pistole und ist dabei nicht lauter als ein Staubsauger.

Nach ein paar Tests, wie schnell ich die Pistole über die Fläche halten muss, um einen deckenden Anstrich zu bekommen, begannen wir an der linken Seite der Fläche, die 5,50 m lang ist und ca. 1,10 hoch (unter der Schräge) immer in ca. 1,00 m breiten Sprühlängen von oben nach unten, nicht zu schnell arbeiten! (Bild 9) Problem war bei uns, die Tapete an 2 Seiten war weiß und meine Tochter wollte einen Vanilleton, d. h. man sah nicht sofort, ob wir sauber gearbeitet hatten.

Das superdeckende Polarweiß nahmen wir an der rot tapezierten Wand! Erste Tests auf (Bild 10). Beim Loslassen des Bedienhebels sprötzelte leider noch etwas Farbe immer nach, das fand ich gar nicht gut! Wie sich herausstellte, waren die Einzelteile der Sprühpistole nicht fest genug montiert, d. h. die Luftklappe schloß nicht die Farbzufuhr komplett ab. Die Wand hatten wir in 5 Minuten gesprayt. Klasse!

Nach 2 Stunden Trocknungszeitstellten wir fest, an einigen Stellen müssen wir nacharbeiten.

Also sichtbar auf dem Malervlies und an der abgeklebten Fläche entstand ein ca. 20 cm breiter Sprühnebelstreifen. (Bild 11) Der unsichtbare zeigte sich ein paar Minuten später auf den nicht! abgedeckten Kommoden. (Bild 12) Also, auch diese gut abdecken, auch wenn sich diese ca. 50-60 cm entfernt stehen! Faulheit ist in diesem Falle Dummheit ;-)

An den Ecken stellte ich den Einstellhebel auf schmal und drosselte die Druckluftmenge. Schön deckend, kein Problem! (Bild 13)

Die verschiedenen Sprühbilder lassen sich sehr einfach ändern, d. h. von vertikal auf horizontal, für unseren Wandanstrich nahmen wir durchgehend die waagerechte Einstellung mit breitem Sprühstrahl.

Säubern des Arbeitsgerätes

Beim 1. Durchgang säuberten wir die komplette Pistole durch das Zerlegen in Einzelteile, sind ja zum Glück nur 5 Stück, die wie Puzzleteile ineinanderpassen. Das Reinigen unter dem Wasserhahn ging superschnell unter Zuhilfenahme der Finger (Bild 14)
Beim 2. Durchgang füllten wir den leeren Tank mit Wasser und ließen es in einem Eimer durchlaufen, ging ebenso schnell. (Bild 15) Danach mit einem feuchten Lappen über die Pistole gehen und über die Basisstation und den Schlauch, der leider auch Sprühnehbel abbekommen hat. Der Schlauch nicht zu knapp, das gefiel mir auch nicht so gut, aber wohin mit dem Schlauch beim Sprühen? (Bild 16) und (Bild 17) Gehört ja nunmal dran, ist ja kein wireless Sprühsystem ;-)…. Nur, muß der Schlauch unbedingt gerillt sein, um flexibel zu sein?

Zufriedenheit:

Wir sind sehr zufrieden, wie schnell man eine Fläche, ohne ewig Farbe nachfüllen zu müssen, sprayen kann. Wenn man es „raus“ hat, schafft man eine Wand in 5-10 Minuten. Die Zeitersparnis ist enorm und man darf den Spaßfaktor (Bild 18) und die geringe Verbrauchsmenge auch nicht außer Acht lassen .

Pluspunkte für das PFS 105 E Wallpaint

· Verpackung ohne viel Plastikschnickschnack
· einfache Montage
· einfache Bedienung (Bild 19)
· schnelle Reinigung
· zeitsparend
· geringer Verbrauch im Vergleich zum Rollen


Minuspunkte für das PFS 105 E Wallpaint

· Stromkabelaufrollautomatik (wie bei einem Staubsauger wäre fein)
· Schlauch/Basis/Räder-Schutzhüllen (wie man in der Waschanlage bekommt)
· Gerillter Schlauch (hier setzt sich zuviel Farbnebel ab, es sei denn…
siehe Punkt drüber)
· Feinster Staubnebel im Umkreis von bis zu 50 cm von der Sprühfläche

Fazit

Ein tolles Gerät, das die ganze Familie begeistert hat (jeder durfte mal sprayen), welches zeitsparend und vielschichtig einsetzbar ist und seinen Preis absolut wert ist. Ich würde allerdings die Innengestaltung eines Zimmers mit der PFS 105 in leerem Zustand empfehlen, da der Farbnebel doch störend auf Möbeln ist (wenn man nicht ausreichend abdeckt natürlich).

Wenn man mehrere Wände mit dem PFS 105 gesprüht hat, hat man nach einiger Zeit ein gutes Gefühl für die Luftmengenzufuhr und merkt, dass man nicht unbedingt auf „full power“ stellen muss sondern mit geringerer Luftzufuhr und etwas mehr Geduld bessere Ergebnisse erzielen kann.

Jedoch eine Bitte oder ein Tipp an Bosch:

Bietet doch bitte Einweg-Schutzhüllen für Schlauch und Räder an, da sonst die Reinigung des Gerätes durch Nebel doppelt soviel Zeit in Anspruch nimmt, wie das Sprayen selbst!

DANKE an Bosch für das Testen dieses tollen Geräts.

Nachtrag zum Test:
Man musste nicht, aber ich wollte doch noch kurz hier den Testlauf mit der Farbsprühpistole für Lacke anreissen.
Prinzipiell in der einfachen Montage und Reinigung sehr gut mit dem „großen“ Bruder zu vergleichen. Das Einstellen der Sprührichtung von horizontal, vertikal und punktuell geht ganz einfach und das Handling im Test war super.

Ich habe meinen Buntlack etwas mehr mit Wasser verdient als normal, (d. h. 350 ml Farbe + 150 ml Wasser) und nur auf Stufe I gesprüht mit 25 cm Entfernung mit waagerechter Sprühdüsen-einstellung und war begeistert wie schnell ich meine Laterne in meiner selbstgebauten „Sprühkammer“ gesprayt hatte. Nach 2maligem Durchgang war sie fertig und ich habe ca. 100 ml Farbe verbraucht. Klasse! (Bild 20)
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1/20 Ausgepackt :-)
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 207337#post207337.
2012-07-10 17:37:12

Ist ein ganz toller Bericht Silkysilk, alles super beschrieben und schön durchnummeriert, klasse
2012-07-11 11:37:29

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