PFS 105 E WALLPaint - für strukturierte Oberflächen

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Test PFS 105 E WALLPaint 5 Kommentare
Vom 24.06.12 Geändert 2012-06-24 18:42:57
Welches Projekt hast Du mit dem PFS 105 E WALLPaint gemacht?
Geplantes Projekt war den Flur und das Gäste-WC mit neuer Farbe zu versehen.
Wie beurteilst Du die Leistung des PFS 105 E WALLPaint im Hinblick auf Sprühgeschwindigkeit und Farbauftrag?
Die Sprühgeschwindigkeit und der Auftrag waren sehr gut. Die Farbe wurde gleichmäßig und in der notwendigen Menge versprüht.
Wie leicht fällt Dir die Handhabung beim Farbauftrag und die Vorbereitung (Verdünnung, Sprühtest und Abkleben)?
Die Verdünnung der Farbe erfolgte wie empfohlen, Minimum 10 %. Der Sprühtest war in Ordnung. Das Abkleben war sehr zeitaufwendig und mühsam. Besonders mühsam war es an den engen Stellen am Stromkasten.
Bist Du zufrieden mit den Sprühergebnissen?
Das Sprühergebnis war sehr zufriedenstellend. Die verschiedenen Sprührichtungen der Düse habe ich ausprobiert und halte das für eine gute Idee. Keine Nasen oder Abrollmuster, wie beim Rollen, waren erkennbar.
Wie leicht fällt Dir die Reinigung des PFS 105 E WALLPaint ?
Die Reinigung war sehr aufwendig. Der Faltenschlauch, das Gehäuse und die Halterung für die Pistole im Gehäuse waren alle mit Farbspritzern übersät. Der Zeitaufwand war schon nicht unerheblich. Selbst in das Gehäuse, dort wo der Faltenschlauch abgelegt ist, kommt der Farbstaub, bedingt durch die drei Löcher, durch. Die Spritzpistole war schnell und einfach zu reinigen.
Würdest Du das PFS 105 E WALLPaint in Zukunft auch für weitere Projekte verwenden?
Ein eingeschränktes „Ja“ muss ich hier vergeben. Nur wenn in diesen Räumen nichts drin steht und nur ein Minimum abgeklebt werden muss, also praktisch schon Rohbauniveau, dann würde ich gerne wieder zum Sprühgerät greifen.
Erfüllt das PFS 105 E WALLPaint Deine Anforderungen und Erwartungen?
Wenn es nur um das Ergebnis geht, erfüllt das PFS 105 E WALLPaint meine Anforderungen und Erwartungen voll und ganz. Bei der praktischen Umsetzung des Projektes war es aber sehr nervenaufreibend. Die ausströmende Luft in Kombination mit der Farbe hat leider während des Besprühens einen Teil der Abklebung weggerissen und die zu schützenden Stellen gleich mitgespritzt. Leider passierte das mehrfach, was später eine sehr aufwendige Nachreinigung zur Folge hatte. Die Regulierung der Luftzufuhr erbrachte auch kein befriedigenderes Ergebnis. Trotz dem der Spritzhebel nicht gedrückt war, trat Farbe aus der Spritzpistole, die meinen Mann unfreiwillig verzierte. Er war über diese Verschönerung seines Äußeren nicht gerade übermäßig erfreut. Die Begeisterung erreichte, mit zunehmender Dauer der Arbeit, Eiszeitniveau. Was die Arbeit zusätzlich erschwerte, war das dauerhafte Beschlagen der Schutzbrille. Durch die Feuchtigkeit in dem kleinen Raum konnte der Beschlag nicht mehr verdunsten. Ich musste weitestgehend im Blindflug die Wände besprühen. Auch die verwendete Leiter war übersät mit Farbpunkten. An so viel Kollateralschaden hatte ich bei der Planung des Projektes nicht gedacht. Nach der Fertigstellung des Flures, wollte ich eigentlich noch mit dem Gäste-WC das Projekt fertigstellen. Mein Mann allerdings lehnte das kategorisch ab. Nach dem vielen Ärger und den zu erwartenden Problemen aus der Flurbearbeitung, brachen wir ab und rollten dann später das Gäste-WC auf die ursprüngliche Art.
Was können wir zukünftig am PFS 105 E WALLPaint verbessern?
Sind die drei Löcher in der Abdeckung für die Halterung der Sprühpistole zwingend erforderlich? Die Reinigung des Schlauchstauraumes könnte man sich ersparen, wenn keine Farbe dort hinein käme. Ich weiß ja nicht, ob es möglich ist den Farbvorratsbehälter der Spritzpistole durchsichtiger zu gestalten. Es wäre von Vorteil, wenn der Füllstand von außen besser erkennbar wäre. Aber ich glaube, wenn erst einmal Farbe die Becherwand benetzt, ist die Transparenz eh dahin. Mein Gerät hat trotz Nichtbetätigung des Abzuges, Farbe nachgespritzt. Die Luft wird ja immer am Laufen gehalten, das Problem war wohl, das die Farbzufuhr nicht vollständig unterbrochen wurde und mein Mann gleich auch partiell eine neue Farbe bekam.
Fazit:
Der Aufwand steht im Unverhältnis zum sehr schönen Ergebnis. Wandeinfärbungen mit dem Sprühgerät empfehlen sich nur, wenn die Zimmer leer und keine zu schützenden Einbauten vorhanden sind und der notwendige Abklebeaufwand sehr gering ist.
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 205809#post205809.
2012-07-04 11:42:52

Dass Farbe nachspritzt, auch wenn man den Abzug nicht betätigt, habe ich auch erlebt.
2012-07-04 13:13:50

@ Flachkoepper
Dass Farbe nachspritzt, auch wenn man den Abzug nicht betätigt, habe ich auch erlebt.

Das ist mir beim Lacksprühen mal passiert, dachte allerdings, ich hätte irgendetwas falsch gemacht, aber nur einmal
2012-07-04 13:48:21

zu dem Bericht von Bullweih, das man alles akribisch abkleben muss und man das Gerät eher nur im Rohbau verwenden kann, da muss ich widersprechen, ich hatte nur minimal abgeklebt, wie auch in meinem Bericht zu erkennen ist und überhaupt nichts abgedeckt, und hatte keinerlei Farbspritzer in der Küche, auch habe ich mir das Gerät an sich nicht mit Farbe verdreckt, lediglich beim Arbeiten mit Lack, hatte ich mir vorsorglich den Schlauch eingewickelt.
2012-07-04 13:55:27

Ich kann die Kritik von Bullweih nur teilweise zustimmen, ich habe meine ganz normale Brille getragen. Eine Schutzbrille wenn sie nicht eine teure ist macht immer Pobleme.
Auch früher als Lackierer haben wir nur Atemmasken getragen. Mit Farbspritzer im Gerät konnte ich nichts feststellen auch unsere Bekannte die ihre Wohnung gemacht hatte konnte mit solchen Problemen nicht aufwarten. Die Abkleberei ist schon sehr aufwendig, wenn man Möbel im Raum hat. Aber in einen ausgeräumten Raum ist es nicht mehr so schlimm. An den Wänden oder Decke hat eine Zeitungsbreite ausgereicht um sie vor den Spritznebel zu schützen.
So sind aber unterschiedliche Erfahrungen die man macht, möglicherweise war aber auch an manchen Sachen ein Bedienungsfehler mit schuld.
2012-07-04 14:16:58

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