PFS 105 E WALLPaint - für strukturierte Oberflächen

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Sabo im Nebel 1 Kommentar
Vom 21.06.12 Geändert 2012-06-21 09:22:07
Das PFS 105 E WALL Paint im Test.
Erst einmal einen riesigen Dank an das Bosch-Team, das ich bei der Testerfindung dabei sein durfte.
Der große grüne Karton kam auch zügig an (ja, der kleine und der Farbeimer auch). Vom Auspacken habe ich keine Bilder gemacht, da ich das dokumentieren des sogenannten "Unboxing" für ziemlich einfallslos finde. Nur um ein paar Fotos vom Auspackvorgang abzuliefern und unnötig Platz zu füllen.

Unsere Projekte waren 1 Zaun zum Nachbargrundstück beidseitig mit Lasur zu versehen (wobei die Seite der Nachbarn, deren Zaun es ja auch ist) von der Nachbarin erledigt wurden, sowie eine riesige Wohnzimmerwand wieder mit weißer Farbe zu versehen, nachdem sich die Kinder mehrfach an der Wand ausgetobt hatten, wir 2 Heizperioden mit dem Ofen überstanden haben und es sowieso mal wieder an der Zeit war.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich die Dokumentation der weißen Wand völlig verschwitzt habe und somit echt nur Bilder vom Zaun und dessen Bearbeitung liefern kann. Irgendwie firel mir dann nach dem Streichen (Sprühen) im Wohnzimmer endlich ein, das ich ja die Kamera auf einen Schrank gelegt hatte, den wir abgehängt hatten. Sorry.

Nun zu den Ergebnissen meinerseits.
Der Zusammenbau des Gerätes war denkbar einfach und einer großen Studie der Bedienungsanleitung bedurfte es dafür nicht.
Allerdings mußte ich erst einmal herausfinden, ob Lasuren auch verdünnt werden müssen oder nicht. Nein, müssen sie nicht, da sie ja schon eine sehr wasserähnliche Konsistenz haben.

Was mir direkt negativ aufgefallen ist, ist der Fakt, das das Gerät zwar Rollen hat, jedoch der "Griff" zum Ziehen so unter der Front des Gerätes angebracht ist, das das Teil angekippt werden muss. Klar, ich hätte den Behälter mit der Lasur einklicken können, schließlich ist extra eine Halterung vorhanden. Aber Lasur hat die unangenehme Eigenschaft, ziemlich klebrig zu sein und sich nach einer gewissen Trocknungszeit nicht mehr vernünftig entfernen zu lassen. Also mußte ich mit dem Sprühbehälter in der Hand irgendwie versuchen, das Gerät zu ziehen ohne nebenbei noch über den Kabelsalat zu fliegen. Vielleicht sollte im Frontbereich eine vernünftige griffähnliche Aussparung angedacht werden, die ohne Anheben des Gerätes zu erreichen ist.
Außerdem habe ich verzweifelt einen Trichter oder ähnliches gesucht. Der wäre meiner Meinung nach als Basisausstattung angebracht, weil sonst reichlich schnell Farbe und ähnliches vorbeikleckert.

Nachdem ich mich an einer Probestelle ausgetobt und die Einstellungen soweit hinbekommen hatte, das ich wirklich vorwiegend den Zaun lasieren konnte und nicht die Umgebung, konnte ich auch loslegen.
Das Ergebnis hat mich schon überzeugt. Allerding ist die Mege an Sprühnebel (im Vergleich zum Lackiersystem vom Kompressor) recht erheblich. Für Lasurarbeiten sollte die Düse vielleicht noch einen Tick feiner sein. Da halefen auch die Einstellungen an der Sprühpistole und an der "Luftzufuhr" nicht viel. Glücklicherweise hatte die Nachbarin ihre Pflanzen abgehängt und so haben nur einzelne Blättchen gelitten.

Da wir nach der Arbeit von unserer Gartenseite aus getauscht hatten, durfte sich die Nachbarin versuchen. Sie hatte das Pech, auch noch den Wind immer von vorne zu haben und hat unter dem Sprühnebel etwas mehr zu leiden gehabt als ich. Aber nach gut 3 Stunden waren wir inklusive aller Vor- und Nachbereitungen mit gut 10 Meter Zaun beidseitig fertig. Der Zeitfaktor ist unschlagbar!

Die Reinigung war etwas umständlich, was allerding wirklich am fehlenden Trichter und dem erwähnten Sprühnebel von vorne lag. Aber mit viel gutem Willen, Zeit, Spüli und Verdünnung ist die Sprühpistole jetzt wieder fast wie neu.

Das Abkleben im Wohnzimmer war etwas umständlicher, da wir ja auch den Kindern erklären mußten, das das jetzt kein Spielplatz ist und sie sich bitte nicht an den frisch abgeklebten Stellen zu schaffen machen sollen.
Da unsere Decke verkleidet ist, mußte die natürlich auch mit abgeklebt werden. Das hat am meisten Zeit gekostet.
Das Verdünnen war etwas umständlich, weil wir ja erst die Farbe umfüllen mussten. Aber das ist für mich kein Kritikpunkt.

Das Ergebnis ist aber auch hier überzeugend. Natürlich hätten wir beim Strichen nicht so viel Zeit mit der Kleberei und Abhängerei verbracht. Jedoch wesentlich mehr Zeit mit der eigentlichen Streicharbeit.
Da wir eine Strukturtapete haben, war das Sprühsystem natürlich Klasse, denn mit der Rolle ist es ganz schön ätzend, immer in die kleinen Unebenheiten reinfriemeln zu müssen.

Dank der Erfahrung, die ich vorher mit dem Nebel im Außenbereich gemacht hatte, fiel meine Nachputzerei geringer aus, weil ich auf großflächigen "Nebelschutz" bestanden hatte.

Mein Fazit:
positiv:
-Zeitersparnis
-leichtes Erreichen von Ecken, Kanten, Vertiefungen
-nach etwas Übung ist ein gleichmäßiges Farbbild möglich
-unterschiedliche Sprüheinstellungen wie vertikal und horizontal sind durchaus sinnvoll

negativ:
-fehlender Trichter
-"Griff" zum Transport sollte sinnvoller angebracht werden
-vielleicht wäre eine automatische Kabelaufrollung sinnvoll

Natürlich wird das WALL Paint weiter verwendet. Und es gibt auch schon Anfragen von Freunden, ob wir es mal verleihen würden :)
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 205612#post205612.
2012-07-03 19:20:00

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