PFS 3000-2 und 5000 E - alle Farbtypen mit einem Gerät verarbeiten!

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Testbericht PSF 5000 E 2 Kommentare
Vom 31.05.14 Geändert 2014-06-01 00:02:13
Da ist Sie nun, die neue PSF 5000 E !
Die Produktbezeichnungen erinnert mich irgendwie an den dritten Teil des Terminators.   Vor mir liegt ein riesen Paket und ich freue mich schon tierisch aus das Auspacken. Als Erstes fällt mir auf, das ich mich bei einem derart großen Karton über zwei seitliche Aussparungen für Handeingriffe gefreut hätte. Das Teil ist in seiner Verpackung nun wirklich nicht gerade handlich, und wäre somit leichter zu transportieren.

Ausgepackt erinnert mich der PSF 5000 E auf den ersten Blick an einen Staubsauger.
Nun mal aber ins Detail, sämtliche Kunststoffteile überzeugen durchweg durch ihre solide Verarbeitung. Die integrierte Zubehörbox für die diversen Düsen und Reinigungsbürste konnte wirklich nicht effektiver angebracht werden. Alles verstaut und immer dabei. Der Luftschlauch kann perfekt und ohne großes „Gewurschtel“ um das Gehäuse gewickelt werden und ist somit auch optimal verstaut. Ein automatischer Aufrollmechanismus für das Netzkabel wird echt vermisst, dies ist nun etwas , was nun wirklich jeder Billigstaubsauger vorzuweisen hat.
Der Platz zwischen dem Farbtank und der Farbpistole ist leider nicht wirklich für Männerhände geeignet. Hier wären 2-3 cm mehr, wirklich gut gewesen. Ich habe Handschuhgrösse 8, und das ist nun wirklich eine normale Hand.

Nun mal zur Betriebsanleitung. Kurz knackig und präzise. Alles drin, und klar verständlich.
Exakt so wie man es von einer Gebrauchsanleitung erwartet.

Jetzt geht es aber mal an das eigentliche Arbeiten.

Zunächst haben ich mal mit einem lösungsmittelhaltigem Teakholz-Pflegeöl der Marke Faust herumexperimentiert. Es ist schließlich auch in Deutschland bald Sommer, und meine Gartenmöbel rufen nach ihrer jährlichen Auffrischung. Eine Arbeit bei der bisher immer der allseits bekannte Pinsel zum Einsatz kam. ( Das dauert und hat definitiv Null Spaßfaktor ) Hierfür habe ich die graue Düsen für Lasuren verwendet. Nach ein paar Probesprühungen  hat es sich als sinnvoll erwiesen die Farbmenge und den Sprühdruck relativ weit herabzuregelen. Ein paar Rotznasen liesen sich jedoch nicht vermeiden. Einfach noch mal mit einem fusselfreien Tuch drüberwischen , fertig.

Fazit : 8 Gartenstühle, 1 Tisch 1,80 x 0,90 und zwei Beistelltischchen. Sommerfrisch in ca. 45 Min.
 
Da ich versuche , die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der PSF 5000 auszutesten, habe ich ein paar Arbeiten aus zukünftigen Projekten vorgezogen, die ihr später noch als Einzelprojekte zu sehen bekommt. Wenn möglich werde ich Diese dann mit dem Testbericht verlinken.

Als Erstes habe ich eine Sperrholzplatte mit 1500 x 1200 mm mit Vorstreichfarbe der Firma Swingcolor grundiert. Hierfür habe ich die schwarze Düse für Lacke genommen. Düse auf vertikal breit gestellt, und eigentlich war ich da auch schon fertig. Perfekte Farbverteilung ohne Nasen und Schlieren. Mit Pinsel oder Rolle nicht besser hinzubekommen.
Da aus der Platte eine Wandtafel für mein Enkel werden soll, wurde die Platte im Anschluß mit Tafelfarbe von Marabu lackiert. Gleiche Düse nur etwas mehr Druck, die Tafel sieht aus wie aus der Fabrik. Könnte so in jeder Schule an der Wand hängen. Das bekommt man so definitiv nicht mit Pinsel oder Rolle hin.

Als nächstes soll mein Enkel eine große Spielzeugtruhe bekommen, deren Seitenwände magnetisch sind, um Zahlen und Buchstaben anzubringen. Also wieder zuerst die Vorstreichfarbe und im Anschluß spezielle Magnetfarbe aus dem Hause Marabu. Dabei handelt es sich um eine Grundierung für Magnet-Haftflächen, die zusätzlich noch überlackiert werden kann.
Nachdem sich für die Vorstreicharbe die schwarze Düse als perfekt erwiesen hat, streikte diese jedoch bei der Magnet-Grundierung.
Das alles gab eine mittlere Sauerei von Flecken und Nasen. Von einer sauberen Farbverteilung konnte keine Rede sein.  Habe dann zu Testzwecken die weiße Düse für Wandfarben ausprobiert und bin zu einem wirklich guten Ergebnis gekommen. Hier ist wahrscheinlich die Farbe zu dick für die Düse gewesen.

Zu guter Letzt bot der Umzug meiner Tochter, und die damit verbundenen Wohnungsrenovierung , die passende Gelegenheit, das Gerät noch für Wand- und Deckenarbeiten mit Dispersionsfarbe zu testen.
Zum Einsatz die allseits bekannte Alpina weiss aus dem Baumarkt mit ca. 5 % Wasser verdünnt.

Da ich aus den vorangegangenen Arbeiten schon meine Erfahrungen mit dem unvermeidbaren Sprühnebel gemacht habe, ist hierbei wirklich große Sorgfalt beim Abkleben von Tür-und Fensterrahmen zu legen. Ein Mundschutz ist definitiv erforderlich. Durch die Möglichkeit vom Flächenstrahl ( hierbei ist es lediglich dem eigenen Sprühgefühl überlassen ob vertikal oder horizontal) auf Punktstrahl umzustellen, ist ein sauberes Arbeiten auch im Rand- und Eckenbereich der Wände wirklich einfach zu realisieren. Schwierig ist nur, nach Pausen wieder den Anschluß an die bereits gestrichenen Flächen zu finden. Der Farbbehälter ist für meinen Geschmack für großflächige Arbeiten entschieden zu klein, und das Umfüllen aus den handelsüblichen Farbeimern kann man nur als lästig bezeichnen. Das Streichergebnis kann auf jeden Fall mit der üblichen Rolle mithalten, durch die Geschwindigkeit und dem gut dosierbaren Druck mit der die Farbe aufgetragen wird ist der PSF perfekt für ein ermüdungsfreies Arbeiten besonders bei den Decken einzusetzen. Die eigentlichen Malerarbeiten gingen echt zügig von statten, auch der Farbverbrauch war niedriger als dies mit der manuellen Variante möglich wäre. Das Gesamtbild der Malerarbeiten reichen echt an das Profiniveau gewerblicher Maler heran. Wir haben für ca. 90 m² Wohnfläche 5 Stunden incl. Pausen benötigt. Das Ganze verliert jedoch durch knapp 3 Stunden für das Abkleben an Wert.

Mein Fazit :

Der PSF 5000 E ist ein perfektes Gerät für alle Arbeiten mit Lacken, Lasuren und Wandfarben.
Durch das relativ niedrige Gewicht ist es auch möglich längere Zeit ermüdungsfrei zu arbeiten. Bei kleiner Arbeiten bzw. einzelnen Wänden werde ich aber bei Renovierungsarbeiten doch auf Pinsel und Rolle zurückgreifen. Da der Aufwand für ein sorgfältiges Abkleben, das durch den auftretenden Sprühnebel unvermeidbar ist, den Zeitgewinn übersteigt.
Das Gerät ist für den semiprofessionellen Bereich geeignet, und bietet wirklich alle Möglichkeiten für das Arbeiten mit allem was bunt macht. Bei allen angewandten Farben konnte das Gerät mittels Wasser bzw. Verdünnung erstaunlich leicht gereinigt werden. Für den Preis bekommt man keinen Profimaler ins Haus, aber man wird selber einer.

P.S. 

Noch zum Schluß. Ja ich hatte Bilder gemacht, ganze Filme (lol), leider hatte ich mein Handy bei den Aufräumarbeiten nach der Wohnungsrenovierung in der Brusttasche, und habe mein nagelneues HTC One in ca. 5 Liter Dispersionsfarbe ertränkt. In stillem Gedenken an ein echt gutes Handy, bitte ich Euch mir die fehlenden Bilder zu verzeihen.
 

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ein sehr ausführlicher und aussagekräftiger Bericht, mit vielerlei Projekten. Das mit den fehlenden Bildern ist schade, aber der Verlust des Handy´s ist schlimmer
2014-10-31 07:40:50

Halb so wild, war mein Werkstatthandy
2015-01-10 09:58:11

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