PFS 3000-2 und 5000 E - alle Farbtypen mit einem Gerät verarbeiten!

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Testbericht zum PFS 5000 E - ein beeindruckendes Gerät mit hoher Bedienerfreundlichkeit 0 Kommentare
Vom 31.05.14 Geändert 2014-06-01 00:45:43
Hallo an alle Testberichtleser, Mitforisten und Moderatoren.
Ich möchte mich zu allererst bei Bosch und dem ganzen Team dafür bedanken, dass ich bei diesem tollen Test dabei sein durfte =)

Da ich "Erst-Tester" bin, hoffe ich auf eure konstruktive Kritik und Anregungen, um (hoffentlich) künftige Berichte noch besser zu gestalten.

Nun zu meinem Testbericht:

1. Was waren deine ersten Gedanken, als du das Gerät in der Hand hattest?

Ganz schön ... handlich. Trotz der Größe des Gerätes erstaunlich handlich. Die Rollen lassen das Gerät schön folgen, wenn man doch mal in der Werkstatt/Garage unterwegs ist, die Sprüheinheit ist sehr ergonomisch ausgeformt, liegt super in der Hand und ist auch bei voller Behälterfüllung nicht allzu kopflastig.

Die verbauten Kunststofftele wirken hochwertig, die Haptik ist in Ordnung. Schalter und Einstellmöglichkeiten sind dort, wo sie hingehören.

2. Wie findest du die Ergonomie/Handhabung

U. a. siehe oben. Weiterhin sind die Aufbewahrungen/Ein- und Ausschaltmöglichkeiten und Stellräder praktisch und gut sichtbar angebracht. Eventuelle Nachbesserung: Die Pfeile zur Bestimmung der Farbmenge am Handgerät könnten rot gestrichen sein (besserer Kontrast als grün/grün).

3. Wie findest du das Gewicht?

Das Gewicht ist gut. Natürlich hat das Gebläse sein Eigengewicht - kippelt dadurch jedoch nicht und folgt den Bewegungen dank der Rollen sehr gut. Die 4m Schlauch reichen aus, damit die "Bodenstation"nicht allzu viel bewegt werden muss.

Die Sprüheinheit ist leicht, ohne zu leicht zu sein. Der gefüllte Farbbehälter beeinflusst die Handhabung kaum - eine Ermüdung habe ich nicht verzeichnen können (liegt aber auch am sehr guten Fortschritt mit diesem Gerät^^).

4. Wie einfach hast du Bedienung/Elemente empfunden?

Die Bedienung ist kinderleicht - sie setzt jedoch Erfahrung mit dem Gerät voraus.
Die Luftmenge zu erhöhen oder die Farbdosierung zu verringern ist ein Kinderspiel - wann jedoch die gewünschte Wirkung auf das Sprühergebnis erreicht wird, muss durch einiges Testen herausgefunden werden - geht dann jedoch schnell in Fleisch und Blut über.
Ich kann nur empfehlen: Bei allererster Verwendung nur Wasser in den Farbbehälter - man bekommt ein gutes Gefühl für den Einfluss der verschiedenen Parameter (Luft/Farbmenge, Sprühstrahlgeometrie).

5. Welche Farbprojekte hast du durchgeführt?

Ich habe eine Regal/Unterbau-Konstruktion aus 2 verschiedenen Holzsorten lasiert. Daneben wurde das Kinderzimmer "gestrichen" und die Zaunslatten aufgefrischt. Zu guter letzt noch die Garagentür weiß lackiert - das musste sein.

6. Welche Materialien/Farben hast du eingesetzt?

Lasur (dunkel), Lasur (sehr dunkel), Lack (weiß), Wandfarbe (shadow grape/violett). Bis auf die Wandfarbe (die war echt teuer -.-) alles aus dem unteren bis mittleren Preissegment.

7. Wie lange hast du mit der PFS gearbeitet?

Erstaunlich kurz - dank unglaublich hoher "Quadratmeterleistung". Die Tür war binnen 2 Minuten lackiert. Die Zaunslatten brauchten 5 Minuten (plus 2 Stunden trocknen) plus nochmal 5 Minuten für die Rückseite. Beim Regal war nach 4 Minuten die Lasur alle und zum Glück die sichtbare Seite fertig lasiert. Die Wand hat am Ende 6 Minuten gedauert. Aber es fragt bitte keiner, wie lange das Abkleben gedauert hat....

Was zur eigentlichen Arbeitsleistung jedoch noch hinzukommt - das sind die "Aufräumarbeiten". Saubermachen gestaltet sich bei wasserlöslichen Farben recht einfach. Behälter auswaschen, Wasser rein und nochmal durchs Sprühsystem jagen. Danach auseinanderschrauben (was wirklich sehr einfach geht - es sind ca. 7 Einzelteile) und abwischen + trocknen.

Beim Lack war das ganze etwas zeitintensiver - die Abwaschschritte wurden dank Notwendigkeit von Verdünnung etwas länger. Mehrere verschiedene Lacke hätte ich nicht an einem Tag verarbeiten wollen. Zumal immer etwas Farbe am System hängen bleibt. Das schöne bosch-grün, schnüff....

8. Wie zufrieden warst du mit der Sprühleistung?

Sehr zufrieden. Vielleicht etwas zu zufrieden, was den Durchsatz anging. Wie bereits angedeutet war der Farbverbrauch doch recht hoch. Obwohl ich nicht der Meinung war, dass ich die Farbdosierung zu hoch eingestellt oder 50% daneben gesprüht hätte - der immerhin 1000ml fassende Behälter war recht schnell leer. Am meisten "gestört" hat mich dies beim Regal. Als alter Sparfuchs habe ich natürlich nur eine 400ml Dose (immerhin für 5-6m² ausgewiesen)  gekauft. Aber die Frontseite hat es ja zum Glück komplett geschafft.

Dort sind allerdings auch einige Anwenderfehler aufgefallen (ich schiebe das jetzt einfach mal auf meine fehlende Erfahrung mit dem PFS). Auf den "Regalstufen" war mittig recht viel Farbe gelandet, während die Randbereiche eher dünn bedampft wurden (siehe Fotos). Das sorgt dann für eine fehlende Holzmaserung an einigen Stellen. Ich denke aber, das lag an einem zu geringen Abstand und kann sicher vermieden werden...

Beim Sprühen der Wandfarbe waren am Ende trotz guten Kontrastes der Farbe (weiß/violett) ein paar Stellen übrig, die noch leicht weiß durchschimmerten. Irgendwann erkennt man im ganz feinen Nebel diese Unterschiede nicht mehr durch die Schutzbrille... Ähnliches bei der Tür - die war jedoch mein erstes Übungsobjekt und zählt eigntlich nicht wirklich...

Die Gleichmäßigkeit des Farbauftrages ist unübertroffen. Das habe ich bisher mit keiner Rolle und keinem Pinsel geschafft.

9. Wie hättest du deine Farbarbeiten sonst erledigt?

Wahrscheinlich gar nicht. Das Regal wäre wie die Zaunslatten mühsam per Hand und Pinsel gestrichen worden - das Zimmer mit der Rolle.
Die Tür wäre ansonsten sexy furniert geblieben. Nochmal: Danke Bosch, dass meine Tür jetzt so schön weiß ist =)

10. Was hat dir besonders am Gerät gefallen?

Die einfache Bedienung.
Wandfarbe? Passende Düse drauf und ab gehts - stell den Regler etwas hoch und los gesprüht. Du möchtest Lack? Dann reduzier den Luftdurchsatz und nimm die andere Düse - Sauna fertig, Meister.
Lasur? Kein Problem... usw.

11. Was hat dir weniger gefallen? Hast du etwas vermisst?

4m Schlauch sind super. Die kurze elektrische Anschlussleitung ist es nicht. Da bringen mir auch die Rollen nichts, wenn ich von der Werkbank runter auf den Boden und 20cm zum Gerät komme - das Kabel hätte gerne länger sein dürfen (250-300cm).

Jetzt noch ein persönlicher Eindruck:
Man gewöhnt sich schnell an das Gewicht der Handeinheit, sodass ein Abschätzen der verbliebenen Farbmenge im Behälter schwierig ist. In meinem Fall deckte die Farbe den Innenteil von oben bis unten, sodass ich keinen Füllstand erkennen konnte - ich musste den Behälter aufschrauben und meistens feststellen, dass er leer war - was sich vorher durch ein alternierendes Sprühergebnis (mal kam Farbe, mal nicht) ankündigte.

Aber das wird sich schlecht ändern lassen.

Kleiner Einwurf noch: Man könnte die Geometrie des Farbbehälters im unteren Bereich noch anpassen. Im Moment sind 2 gegenüberliegende Seiten angeschrägt, sodass die Farbe in die Mitte läuft. Würde man das ganze zentrisch in eine Vertiefung führen, aus der angesaugt wird, wäre das System weniger empfindlich gegen schräges Halten bei verringerter Restfarbmenge.

12. Würdest du das Produkt weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. An jeden, der vorher etwas damit üben kann und nicht sofort absolut perfekte Ergebnisse erwartet. 4, 5 mal damit gearbeitet und ich bin mit sicher, das geht wie Butter. Es muss nur noch jemand eine einfache Alternative zum Abkleben erfinden...

Zusammenfassung:

Absolute Kaufempfehlung.
Gute Ergonomie, kinderleichte Bedienung und umfangreiches Zubehör.
4 einfache Einstellmöglichkeiten (Luftmenge, Farbmenge, zur verarbeiteten Farbe passende Düse, Sprühstrahleinstellung) - ein wenig Übung und man hat den Dreh raus und spart sich sehr viel Zeit.

Kleiner Tipp von mir noch:

Benutzt eine Atemschutzmaske mit wechselbaren Filtern. Zum Lackieren sollten mindestens A2P2-Filter (hohe Abscheideraten gegenüber Aerosolen und Partikeln) verwendet werden. Ich habe mir extra so eine Maske geleistet und es nicht bereut. Zumal man die versprühte Farbe erst riecht, wenn man die Maske wieder absetzt =)
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