PFS 3000-2 und 5000 E - alle Farbtypen mit einem Gerät verarbeiten!

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PFS 5000 E - trotz Schwächen eine große Bereicherung 3 Kommentare
Vom 28.05.14 Geändert 2014-05-28 23:08:24
Auch ich wurde von 1-2-do zum Test des Feinsprühsystemes PFS 5000 E eingeladen und werde jetzt meinen Senf dazu geben.
Vorab möchte ich schon mal bemerken, dass ich trotz der kleinen Schwächen des Gerätes, sehr zufrieden damit bin. Gerade im Umgang mit Farben und Lacken ist es sehr schwierig zu entscheiden, ob ein auftretender Fehler am Gerät oder an der eigenen Unwissenheit liegt.
Alles in Allem werde ich das PFS 5000 E wohl noch häufig nutzen und weitere Anwendungsmöglichen austesten.
Aber jetzt zum Bericht, welcher sich der Einfachheit halber vorwiegend auf die vorab gestellten Fragen bezieht:
 
  1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du das Gerät in der Hand hattest?
  2. Wie findest Du die Ergonomie/Handhabung des Produktes?
  3. Wie findest Du das Gewicht?
  4. Wie einfach hast Du Bedienung/Elemente empfunden?
  5. Welche Farbprojekte hast Du durchgeführt?
  6. Welche Materialien/Farben hast Du eingesetzt?
  7. Wie lange hast Du mit der FPS gearbeitet?
  8. Wie zufrieden warst Du mit der Sprühleistung?
  9. Wie hättest Du deine Farbarbeiten sonst erledigt?
  10. Wie zufrieden warst Du mit dem Sprühergebnis?
  11. Was hat Dir besonders am Produkt gefallen?
  12. Was hat Dir weniger gefallen? Hast Du etwas vermisst?
  13. Würdest Du das Produkt weiterempfehlen?
  • 1.    Was waren Deine ersten Gedanken, als Du das Gerät in der Hand hattest?

    Der erste Eindruck beim Auspacken zeigte sich durch den recht wertigen und solide verarbeiteten Kunststoff des Gerätes. Allerdings fiel die Sprühpistole wesentlich größer aus, als ich erwartet habe.
    Die Optik des Gerätes bzw. der Sprühpistole ist gelungen und erweckt einen durchaus semiprofessionellen Eindruck, eine Maschine die toll aussieht macht auch gleich mehr Spaß.
     
  • 2.    Wie findest Du die Ergonomie/Handhabung des Produktes?

    Die Handhabung der Haupteinheit/des Motors ist denkbar einfach, das Gewicht ist in einem moderaten Bereich und wenn es mal getragen werden muss ist es aufgrund seines besonderen Designs immer „Griff“-bereit. Ansonsten machen die verbauten Rollen ihre Arbeit sehr gut, müssen aber wegen des recht langen Luftschlauches gar nicht so häufig genutzt werden.

    Die Sprühpistole ist trotz ihrer Größe sehr gut zu händeln und mit vollem Farbbehälter und angeschlossenem Luftschlauch sehr ausgewogen.

    Auch wenn man es aus ergonomischer Sicht nicht jeder Hand recht machen kann ist mit dem Griff der Sprühpistole ein guter Kompromiss gelungen. Ebenfalls sollte erwähnt werden, dass die Unterseite des Griffes mit der Unterseite des angebrachten Farbbehälters abschließt und somit ein Umkippen der Sprüheinheit verhindert.

    Lediglich das Anbringen des Farbbehälters empfand ich als etwas hakelig, ich habe nicht immer gleich die vorgesehenen Einrastpunkte getroffen.
     
  • 3.    Wie findest Du das Gewicht?

    Das Gewicht der Motoreinheit ist meiner Meinung nach eher irrelevant, da man diese selten tragen muss, sie dürfte für mich sogar das doppelte wiegen.
    Die Sprühpistole ist nicht die leichteste und mit frischem Farbbehälter gleich nochmal ein Kilo schwerer. Das liegt aber in der Natur der Sache und ich empfand das Gewicht stets als akzeptabel.
     
  • 4.    Wie einfach hast Du Bedienung/Elemente empfunden?

    Die Schnellverschlüsse des Schlauches habe ich anfänglich etwas skeptisch beäugt, aber im Laufe der Zeit, nach einigen Sprühvorgängen muss ich ganz klar feststellen, dass sie sich nicht ein bisschen gelöst haben- wenn fest, dann fest! Allerdings würde ich mir wünschen, ein Klickgeräusch oder ähnliches wahrzunehmen, aber das nur am Rande.

    Der „Abzug“ der Sprühpistole funktioniert sauber und hat einen sehr angenehmen Druckpunkt welcher ein gutes Dosieren der Farbmenge ermöglicht. Das Einstellrad der Farbmenge am hinteren Teil macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck, hier ist das gewünschte Einrast-/Klickgeräusch deutlich wahrnehmbar. Die horizontal/vertikal Srühstrahleinstellung ist nicht ganz so komfortabel gelungen, aber dennoch recht praktikabel.

    Der Knopf am Hauptgerät, welcher der Luftmengenregulierung und als Ein/Ausschalter dient, dürfte aus meiner Sicht etwas solider gestaltet sein, insbesondere, da man ihn auch als Fußschalter nutzt. Das Regeln der Luftmenge ist denkbar einfach und erklärt sich von selbst.
     
  • 5.    Welche Farbprojekte hast Du durchgeführt?

    Zum ersten habe ich eine Fichte-Leimholzkiste mehrfach mit wasserlöslichen Acryllack (5% verdünnt) Dickschicht-lackiert.

    Die zweite Arbeit war die Auffrischung unserer alten Hollywood-Schaukel mit dem selben Lack, aber dieses mal mit der Punktsprüheinstellung der Sprühpistole.

    Danach habe ich zwei Zimmertüren weiß (10% verdünnt) lackiert, wieder mit Acryllack.

    Als viertes Projekt habe ich bei einem Freund Wandfarbe aufgebracht. (leider sind die Bilder von der Arbeit verschollen)
     
  • 6.    Welche Materialien/Farben hast Du eingesetzt?

    Acryl-Lack Moosgrün seidenmatt (5% verdünnt) auf Fichte / Metall
    Acryl-Lack Weiß seidenmatt (10% verdünnt) auf Furnier
    Wandfarbe weiß unverdünnt
     
  • 7.    Wie lange hast Du mit der FPS gearbeitet?

    Beim Lackieren der Kiste bzw. der Türen dauerte das Lackieren ca. 3-4 Stunden, allerdings für mehrere Sprühvorgänge, welche immer wieder durch die notwendigen Trocknungsphasen unterbrochen wurden.

    Das Weißen der Wände dauerte ca. 1.5 Stunden musste aber regelmäßig durch Nachfüllen der Farbbehälter unterbrochen werden.
     
  • 8.    Wie zufrieden warst Du mit der Sprühleistung?
  • 10.    Wie zufrieden warst Du mit dem Sprühergebnis?

    Die Leistung des Gerätes ist durchaus lobenswert und musste in den meisten Fällen sogar runter geregelt werden, besser als anders herum. Das geht natürlich auch mit einer gewissen Lautstärke einher aber nicht lauter als ein Staubsauger.

    Der Sprühdurchsatz der Farbe hat mich überrascht, da ich diesbezüglich schon eher skeptisch war. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass mitunter unverdünnter Lack/Farbe verarbeitet werden kann, was bei Geräten in dieser Preisklasse sicher nicht selbstverständlich ist.
    Was das Lackieren angeht, ist dieses Gerät wohl eher ein „Draußen“-Gerät, da durch den starken Luft-und Farbdurchsatz auch ordentlich Sprühnebel entsteht.

    Die Sprühleistung beim Lackieren der Kiste war hervorragend, allerdings ist Fichte-Leimholz auch ein sehr stark absorbierendes Material.
    Beim Lackieren der beiden Türen war das Ergebnis leider nicht so berauschend, die Oberflächen waren durch frühere Lackschichten bereits versiegelt und nur noch schwer Aufnahmefähig. Dadurch waren kleine Tröpfchen, welche nicht aufgesogen wurden, deutlich sichtbar. Für ein besonders feines/homogenes Lackierergebnis war die PFS 5000 E trotz verschiedener Einstellmöglichkeiten in diesem Fall leider nicht geeignet und ich musste das Finish der Türen mit der Schaumstoffrolle erledigen.
    Die Hollywoodschaukel war relativ schnell erledigt, um Lack zu sparen stellte ich den Sprühstrahl auf Punktsprühen. Nach ca. 10 min war ich somit pro Durchgang fertig, der Farbauftrag war dabei ordentlich.

    Beim Weißen der Wände konnte ich die Farbe (günstige aus dem Discounter) unverdünnt verarbeiten, die Deckkraft der Farbe war nach dem zweiten Auftrag zu 90% schon ausreichend! Man sollte jedoch tunlichst daran arbeiten, Gegenstände, welche nicht beschichtet werden sollen (Fenster, Möbel etc.) ordentlich abzukleben, da der Sprühnebel überall hinkommt. Es lohnt sich aber in jedem Fall, wenn man bedenkt, wie stark man mit der Farbrolle aufdrücken muss, um beispielsweise Rauhfaser-Tapete einzufärben - mit der PFS 5000 E ist das ein Kinderspiel.
     
  • 9.    Wie hättest Du deine Farbarbeiten sonst erledigt?

    Wie vorher schon erwähnt mühsam mit der Farbrolle oder beim Lackieren mit Pinsel oder Schaumstoffrolle.
     
  • 11.    Was hat Dir besonders am Produkt gefallen?

    Die kompakte Bauweise der Haupteinheit mit der Möglichkeit den Schlauch und das Kabel sauber aufzuwickeln, sowie das Fach für die übrigen Düsen und dem kleinen Düsenreiniger sind sehr praktisch. Hinzu kommt das Vorhandensein eines Fußschalters um sich nicht jedes mal bücken zu müssen.

    Die Länge des Luftschlauches von fast 4m ist äußerst sinnvoll und macht sehr lange von der Haupteinheit unabhängig.

    Der zweite Lackbehälter ist ebenfalls sehr nützlich, entweder für eine zweite Marge Farbe oder aber gefüllt mit Wasser um gleich nach dem Sprühvorgang mit der Reinigung zu beginnen.
     
  • 12.    Was hat Dir weniger gefallen? Hast Du etwas vermisst?

    Nicht gut gefallen haben mir die Farbbehälter. Diese sehen zwar sehr modern aus, lassen sich aber aufgrund ihres Designs nur sehr schlecht reinigen. Es sind viele kleine Kanten vorhanden von denen sich die Farbe nur schwer entfernen lässt, besser wäre eine Glockenform ohne Ecken und Kanten.

    Zur Reinigung benötigt man ebenfalls noch einen Flaschenreiniger (z.B. für das Ansaugrohr), dieser dürfte auch gern dem Set beiliegen.

    Ich denke, es wäre nicht falsch, dem Set zum Start wenigstens eine einfache Schutzmaske beizulegen.

    Zu guter Letzt würde ich mir aufgrund der vielen Einzelteile einen Koffer für das Gerät wünschen, da der Karton nicht ewig hält, diesen werde ich mir nun selber bauen.
     
  • 13.    Würdest Du das Produkt weiterempfehlen? - Fazit

    Auch trotz der kleinen Schwächen und anfänglichen Problemchen würde ich das Gerät auf jeden Fall empfehlen. In dieser Preisklasse (ca.190 €) gibt es wohl kaum vergleichbare Leistung am Markt. Wenn man sich mit dem Gerät auseinandersetzt und durch üben und probieren die optimalen Einstellungen herausgefunden hat, kann es sich durch aus zu einem wertvollen Helfer entwickeln und zudem noch viel Geld sparen.

    Vor einigen Jahren habe ich mir einen Farbsprüher einer gelben Marke mit „W“ zugelegt. Dieser war durch seine verbaute Magnetkolben-Technik brutal laut und vibrierte so stark, dass man taube Hände davon bekam. Das Sprühergebnis war auch unter aller Sau, weshalb ich diesen Systemen nichts mehr abgewinnen konnte, was sich mit der PFS 5000 E deutlich änderte.
    Ich bin froh, dass ich an dem Test teilnehmen durfte, denn von selbst hätte ich mir ein solches Gerät aufgrund meiner vorherigen Erfahrungen wohl nicht angeschafft.
    Ich für meinen Teil, werde das Gerät ganz sicher noch oft einsetzen.
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 758020#post758020.
2014-10-09 20:00:18

Finde deinen Bericht super, besonders die beiden Videos! 5D
2014-10-13 07:23:46

ein ausführlicher und aussagekräftiger, gut zu lesender Bericht
2014-10-24 19:46:24

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