PFS 3000-2 und 5000 E - alle Farbtypen mit einem Gerät verarbeiten!

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Test Sprühsystem PFS 3000-2, super für große Flächen 3 Kommentare
Vom 24.05.14 Geändert 2014-05-24 18:08:35
Als das Paket ankam konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe sofort alles ausgepackt und begutachtet:

Erster Eindruck:
Lieferung leider ohne Koffer, aber egal,  das Gerät wird eh nicht oft transportiert.
Es riecht nicht nach billigem Plastik, alle Komponenten machen einen wertigen Eindruck. Der Zusammenbau erweist sich als problemlos.
Die Bedienungsanleitung ist vollkommen ausreichend.
 
 
Handhabung:
Das Gerät ist handlich, nicht zu schwer und die Bedienelemente sind ergonomisch angebracht. Die Kennzeichnung der Funktionselemente ist leicht verständlich.
Alle Elemente können auch mit großen Händen bedient werden, lediglich der Stauraum der zweiten Düse hinter dem Filter  ist etwas fummelig.
 
 
Die Aufgaben:
 
  1. Projekt: Unser alter Leiterwagen muss lasiert werden.
Ein ideales Testobjekt ist unser alter Leiterwagen, da wegen der vielen Sprossen das streichen mit dem Pinsel sehr aufwändig ist.
Also die richtige Düse angebracht, etwas Lasur in den Becher und los geht’s.
 
Beim ersten Versuch war die Lasur wohl noch zu dickflüssig und die Pistole war ständig am Husten, also nochmals etwas Wasser beigemischt. Nun klappt das mit dem spritzen der Lasur sehr gut, man kommt problemlos in alle Ecken und Kanten.
Leider musste ich feststellen, dass der Verlust an Lasur sehr hoch ist, ca. ¾ nimmt der Wind mit.
Trotzdem geht es sehr schnell, in ca. 5 Minuten ist alles gespritzt.
Auf den Bildern kann man leider nicht sehr viel Unterschied zwischen vorher und nachher sehen, da wir, um die rustikale Optik zu erhalten, nur eine transparente Lasur verwendet haben.
 
 
  1. Projekt: Das alte Wagenrad braucht dringend Pflege.
Wie auch beim Leiterwagen kommt man zwar überall schön hin, aber der Verlust an Lasur ist enorm. Für solche Zwecke ist der Pinsel eindeutig das bessere Werkzeug. Die Bearbeitungszeit ist mit ca. 1 Minute sehr schnell.
Auch hier ist auf den Bildern, wegen der transparenten Lasur, nicht so viel Unterschied zu sehen.
 
 
  1. Projekt: Das Gartenhaus.
Hier liegt der klare Vorteil der Spritzpistole: Bei Windstille große Flächen bearbeiten. Da macht das Arbeiten richtig Spaß und es geht einiges voran. Da man doch nicht so randnah wie mit dem Pinsel arbeiten kann ist es ratsam gründlich abzudecken. Die reine Spritzzeit beträgt ca. 30 Sekunden je Qm.
Auch hier ist auf den Bildern, wegen der transparenten Lasur, nicht so viel Unterschied zu sehen.
 
 
  1. Projekt: Siebdruckplatte lackieren:
Die Platte ist eine Unterlage für Blumentöpfe und schon etwas fleckig. Rasch mit der Drahtbürste den gröbsten Dreck entfernt und mit wasserverdünnbarer Farbe lackiert. Leider spiegelt die Platte auf dem Foto etwas, aber das Ergebnis ist einwandfrei.
 
 
Eigentlich hatte ich geplant die Kellerdecke neu zu streichen, wegen des enormen Aufwands beim Abdecken der Einrichtung habe ich das dann doch lieber gelassen und mit der Walze gearbeitet.
 
 
 
Fazit:
Die Sprühleistung des Systems ist vollkommen ausreichend, die Sprühergebnisse sind einwandfrei. Mir hat auch die einfache Bedienung und kurze Einarbeitungszeit sehr gut gefallen.
 
Wegen des sehr hohen Verlustes an Farbe, ist die Verwendung eigentlich nur für große geschlossene Flächen bei Windstille oder in Innenräumen zu empfehlen. Wegen des Sprühnebels muss alles gut abgeklebt werden.
Das Befüllen des Bechers ist auch nicht ohne kleckern zu bewerkstelligen.
Bei der Verwendung im Freien oder bei nicht geschlossenen Flächen, sollte die, durch den hohen Farbverlust, verursachte Umweltbelastung nicht außer acht gelassen werden. Zudem belastet der Farbverlust meinen Geldbeutel und verärgert eventuell die Nachbarn.
Der Aufwand zur Reinigung des Gerätes ist je nach Farbe nicht zu unterschätzen. Gerade bei kleineren Aufgaben steht der zeitliche Aufwand zum Vorbereiten und Reinigen in keinem Verhältnis, da ist der Pinsel der Gewinner.
 
Empfehlen kann ich das Gerät jedem, der größere Flächen in leeren Innenräumen zu bearbeiten hat. Auch Außenarbeiten sind gut machbar, soweit es Windstill ist. Für den kleinen Anstrich „zwischendurch“ ziehe ich aber den Pinsel oder die Farbwalze vor.
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 753009#post753009.
2014-10-02 14:41:23

Ein aussagekräftiger, gut zu lesender Bericht - nur dass man mit so einem Gerät nicht bei Wind arbeiten kann, sollte doch klar sein.
2014-10-15 07:55:28

Das ist das tolle an so Testberichten , das sie unterschiedlich ausfallen . Guter Bericht hast verschiedene Projekte besprüht um dir deine Erfahrung zu sammeln .
Deine Holzkarre ist sehr schön ;)
2014-10-17 10:01:22

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