PEX 400 AE -
der kompakte Schleifer!!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Good vibrations – aber auch viel Staub um nichts… 0 Kommentare
Vom 30.08.11 Geändert 2011-08-30 07:11:53
Als Testobjekt für den PEX 400 AE habe ich mir die schon lange zurückgestellte Restauration alter Gartenliegen vorgenommen. Vor Allem, da sowohl Schleifscheiben für Holz wie auch für Metall beigelegt waren und die Liege aus beiden Materialien besteht. Da ich bereits mit einer der Liegen erste Erfahrungen in der Holzbearbeitung gemacht habe – damals mit der PEX 270 – bietet sich ein Vergleich der "alten" und der Neuen Technik an… Bei dem zu bearbeitenden Material handelt es sich um stark verwitterte, lackierte Hartholzbretter, welche auf ein verzinktes Stahlgestell geschraubt sind. Auf der Oberseite ist der ehemalige Schutzüberzug so gut wie nicht mehr vorhanden, wodurch das Holz ungeschützt der Witterung ausgesetzt war. Die Erscheinung: Erfreut war ich, dass die PEX 400 AE in einem Stabilen Koffer geliefert wurde. Somit stellt sich nicht die Frage nach der künftigen sachgerechten Aufbewahrung des Gerätes bei Nichtgebrauch. Gefallen hat mir auch die kleine Öse zum versperren des Koffers vor unliebsamen Zugriff. Dieser stellt zwar keine echte Diebstahlsicherung dar, jedoch ist dadurch sicherlich eine gewisse Abschreckungswirkung erzielt. Die Bedienungsanleitung: Erfreulich ist die Tatsache, dass die Bedienungsanleitung auf sehr dünnem Recyclingpapier gedruckt ist. Wie sich deren Haltbarkeit auf die Dauer darstellt, wird sich noch zeigen. Jedoch ist mit der Möglichkeit der Unterbringung im Kofferdeckel ein einigermaßen Schutz gegen deren Zerstörung geboten. Bosch üblich ist die Anleitung in allen Sprachen zusammengefasst, sehr übersichtlich und auch für den ungeübten Anwender leicht zu verstehen. Die Vorbereitung: Nach der Lektüre der Bedienungsanleitung, welche – Bosch üblich - für den versierten Anwender keinerlei Überraschungen parat hält, geht es daran, das Gerät für den Arbeitseinsatz vorzubereiten. Viel ist hier nicht zu erledigen, lediglich den Schleifer aus dem Koffer nehmen, den Kabelbinder zu entfernen und nach entsprechender Auswahl das richtige Schleifblatt anzubringen. Hier hat Bosch mit der Aufbringhilfe mal eine sowohl einfache, wie auch geniale Idee gehabt! Die alten Schleif-Hasen unter den Lesern dieses Berichts werden das kennen, das es – vor Allem nach längerer Anwendung – mit der Zielgenauigkeit beim Aufbringen eines neuen Schleifblatts nicht weit her ist und man manchmal mehrere Versuche benötigt um diesen korrekt auf den Schleifteller aufzusetzen. Der vordere Zusatzgriff kann – bei Bedarf – auf eine ergonomische Stellung gebracht werden, was bei mir nicht notwendig war, da die Werkseinstellung ein ermüdungsfreies Arbeiten bereits ermöglichte. Allerdings kann es sein, dass nach erfolgter Verstellung das Gerät erst wieder in den Koffer passt, wenn der Griff in etwa in der Ausgangsstellung arretiert ist. Nun noch das aus meiner Sicht ausreichend lange Netzkabel angeschlossen und die Schwingzahl eingestellt und schon kann der Schleifspaß losgehen. Der Stecker des Netzkabels sei noch erwähnenswert, da dieser über eine Griffmulde verfügt, welche das Ein- und Ausstecken (vor Allem mit schmutzigen Händen) erleichtert. Das Vorbereiten des Werkstücks: Hierzu brauche ich nicht wirklich viel sagen, da die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten den Rahmen sprengen würde. Einzig der (eigentlich Selbstverständliche) Hinweis, das Werkstück nach Bedarf einzuspannen, sei hier angebracht. Die Arbeit mit der PEX 400 AE: Gespannt war ich auf die angepriesene Vibrationsdämpfung der Maschine und meine Erwartungen bezüglich der Werbeaussagen wurden mit voller Zufriedenheit erfüllt! Bezogen auf die "alten" Modelle – hier aus der Erfahrung zur PEX 270 – ist das schon als Quantensprung zu bezeichnen. Gerade bei größeren Projekten wird der Anwender des Gerätes den Ingenieuren bzw. Entwicklern der Vibrationsdämpfung Dankbar sein. Der Abtrag der Farbschichten und des verwitterten Holzes ging sehr leicht von der Hand. Selbst nach vielen Brettern ist – auch Dank des geringen Gewichts des Gerätes – ermüdungsfreies Arbeiten möglich. Daher bleibt hier der Spaß an der Handwerkerei nicht auf der Strecke. Die Größenreduktion um besagtes Drittel war bei meiner Arbeit nicht Ausschlaggebend ist jedoch an entsprechenden Stellen sicherlich ein enormer Vorteil. Enttäuschend jedoch ist das so genannte Microfiltersystem! Hier muss dringend nachgearbeitet werden. Bereits nach einem! Brett sind die Maschine sowie der Anwender komplett mit Schleifstaub überzogen! Nach der ersten Seite des ersten Brettes habe ich den Filter auseinander genommen um zu sehen, ob bei der Montage ein Fehler unterlaufen ist. Dies war jedoch nicht der Fall. Auch war der Filter korrekt an das Gerät angebracht. Hier erwarte ich von einem Filtersystem auch eine entsprechende Filterleistung. Hier hat der Filter der PEX 270 bei weitem die bessere Arbeit geleistet. Nachdem ich den Filter abgenommen hatte um zu sehen, ob der Schleifstaub auch seinen vorgesehenen Weg geht, war ich erstaunt, dass tatsächlich nahezu sämtlicher Schleifabtrag durch den Auslass weggeblasen wird. Möglicher Auslöser der Stauborgie ist hier vielleicht die zu kleine Struktur der Schleifpartikel, so dass diese den Filter zu schnell zusetzen und sich das Medium einen anderen Weg ins Freie sucht. Mangels Adapter für den Anschluss meines Industriestaubsaugers konnte ich leider nicht in den Genuss einer nahezu Schleifstaubfreien Arbeit kommen. Jedoch war das Arbeiten ohne Filter bei weitem Angenehmer als mit. Nur da ich die Arbeiten im Freien durchführte war überhaupt an eine Weiterführung des Projekts zu denken. Obwohl das Untergestell verzinkt ist, habe ich beschlossen, wegen dessen schlechten optischen Zustands, auch dieses Abzuschleifen und anschließend zu lackieren. Diese Schleifarbeiten liefen genauso leicht von der Hand wie beim Holz und das Ergebnis hat mich durchaus Überrascht. In Verbindung mit den Schleifscheiben für Metall und Lack ist eine fast schon polierte Oberflächenanmutung erzielbar. Das Metall erwärmt sich auch bei weitem nicht so, wie ich es sonst bei solcherart Schleifarbeiten gewohnt war – sicherlich wird hier auch die Oberfläche erwärmt, jedoch nicht erhitzt! Fazit: Trotz des Mangels an der Filtrierung des Abtrags macht das Arbeiten mit der PEX 400 AE enormen Spaß und stellt dank einiger innovativer Ideen wie der verbesserten Vibrationsdämpfung, des geringen Gewichts sowie der sehr kleinen Ausführung eine Bereicherung nicht nur für den Hobbyhandwerker dar. Die erzielten Arbeitsergebnisse machen Lust auf mehr um auch die Poliermöglichkeit und Ähnliches zu nutzen. Der versierte (Hobby-) Handwerker sollte sich jedoch den im Zubehör erhältlichen Adapter zur externen Schleifstaubabsaugung zulegen, um auch im Innenbereich mit Freude an der (dann völlig Staubfreien) Arbeit zu sein. Ungewollter Extratest: Nachdem die ersten Bretter geschliffen waren und es Zeit war, die Arbeit für den ersten Tag einzustellen, hatte ich den Arbeitsplatz geräumt und alles in der Garage Verstaut. Jedoch anscheinend nicht gut genug, da mein Sohn – begeistert von Vaters neuem Gerät – dieses wieder ins Freie zog um damit (ohne es am Strom anzuschließen, da dieser bereits abgeschaltet war) Schleifen zu spielen. Dies wäre nicht weiters erwähnenswert gewesen, wenn er nicht das Gerät draußen gelassen hätte und es – natürlich – in dieser Nacht geregnet hätte! Als ich am nächsten Morgen mit der Arbeit fortfahren wollte habe ich erstmal verzweifelt den PEX 400 AE gesucht – und ihn am Holzlagerplatz hinterm Haus gefunden (dort habe ich auch am Vortag die Schleifarbeiten durchgeführt). Nach einer ersten Sichtkontrolle stellte ich das Gerät in die Sonne zum gröbsten Abtrocknen. Nach zwei weiteren Tagen Trockenzeit (drinnen) – sicher ist sicher – habe ich den Schleifer mit gemischten Gefühlen wieder ans Stromnetz angeschlossen und getestet. Und siehe da – er lief als wäre nichts gewesen! Die restlichen Schleifarbeiten konnte ich ohne Probleme fertig stellen. Hier zeigt meine Erfahrung, dass eine solche (ungewollte) Behandlung nicht jedes Gerät so einfach wegsteckt! Respekt! Die Fertigstellung: Nach dem erfolgreichen Abschleifen der Bretter sind diese noch mit Holzschutzöl unter Zuhilfenahme der PFS 65 gegen wiederholte Verwitterung geschützt worden. Die Unterkonstruktion wird noch lackiert, sobald sich meine Frau für einen Farbton entschieden hat… An dieser Stelle muss ich leider noch sagen, dass ich die Liege nicht wie vorgesehen fertig stellen konnte, da die Schrauben zur Befestigung der Bretter zu sehr verrostet waren und die Lieferung ebenjener (Sondergröße) bei meinem Eisenwarenhändler noch etwas Zeit in Anspruch nimmt… Daher kann ich leider noch nicht mit Fotos der fertigen Arbeit aufwarten – dies bitte ich zu entschuldigen! Da es bei diesem Test jedoch vordergründig um die Schleifarbeiten ging, sollten Fotos der erzielten Ergebnisse hier ausreichend sein. Mit großem Dank für die Möglichkeit des Tests und auf der Suche nach weiteren Schleifmöglichkeiten grüßt Dieter – der Kneippianer
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