PEX 400 AE -
der kompakte Schleifer!!

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Produkttest Exzenterschleifer Bosch PEX 400 AE 0 Kommentare
Vom 27.08.11 Geändert 2011-08-27 12:45:32

Als Hauptprojekt habe ich das Flächenschleifen von lackierten Türen gewählt. Zusätzlich testete ich den PEX 400 AE beim schleifen unterschiedlicher Hölzer (von OSB-Platte bis Buchen-Leimholzplatte) sowie das Aufpolieren vom Autolack.
Lieferumfang:
Exzenterschleifer 125mm im Plastikkoffer, Staubbox, 1 Schleifblatt, Justierhilfe für Schleifblatt, Bedienungsanleitung sowie eine Auflistung / Abbildung der verwendbaren Schleifblätter mit entsprechender Artikelnummer.
Als Produkttester habe ich von Bosch je ein Satz Schleifblätter „expert for Wood“ und „best for paint“, sprich Schleifscheiben für Holz und Farben erhalten. Im Standard Lieferumfang befindet sich nur 1 Schleifblatt mit 80 Korn.
Der stabile Plastikkoffer ist geräumig genug, um den Schleifer mit Staubbox und Kabel problemlos unterzubringen. Zusätzlich ist noch Platz für Schleifblätter vorhanden.

Vor dem ersten Einsatz habe ich als Trockenübung ein Schleifblatt mit der Justierhilfe auf die Schleifplatte gesetzt. Das von mir beim ersten Blick belächelte Hilfstool, hat sich aber sofort als nützlicher Helfer beim positionieren der Schleifblätter erwiesen (Bild 1 und 2). Beim entnehmen der Staubbox habe ich dann leider mein erstes Schleifblatt beschädigt. Durch das drehende Abziehen der Staubbox, ist der Abstand der Box zu dem Schleifteller so gering, dass das überstehende Schleifblatt durch die Staubbox beschädigt werden kann (Bild 3). Das Öffnen und Schließen der Staubbox zum entleeren, ist problemlos möglich. Beim aufsetzen der Box auf dem Ausblasstutzen ist ein wenig kraft notwendig. Dreht man die Staubbox mit ein wenig Druck auf den Ausblasstutzen, ist das anbringen ohne großen Kraftaufwand möglich.

Beim abschleifen der Tür habe ich beschädigte Bereiche (Bild 4) komplett vom Lack befreit, um diese mit Holzspachtel zu reparieren. Die größtenteils unbeschädigte Lackfläche, musste ich nur leicht abtragen. Ausgeführt habe ich dieses laut Anleitung mit einem Schleifblatt P60 für Farbe, bei der Schwingzahlstufe 5. Zum kompletten entfernen des Lackes habe ich ein wenig Druck auf den Exzenterschleifer ausgeübt. Dank des Zusatzgriffes kann Beidhändig gearbeitet und gleichmäßig Druck auf dem Schleiferteller ausgeübt werden. Für das anschleifen des Lackes habe ich nicht mehr so viel Druck benötigt und so konnte der PEX 400 AE auch mal einhändig mit dem Handgriff geführt werden.
Beim abschleifen der ersten Türseite habe ich die Staubbox verwendet. Solange das Schleifblatt komplett auf dem Werkstück aufliegt, arbeitet der Exzenterschleifer recht staubfrei (auf Bild 5 ist zu sehen, wie viel Staub bei nur einer Türseite anfällt). Ragt das Schleifblatt über die Schleiffläche hinaus, wird es doch schon ein wenig staubig. Abhilfe schafft hier der Anschluss eines externen Staubsaugers. Diesen habe ich bei allen weiteren schleifarbeiten verwendet und habe damit absolut staubfrei weiter gearbeitet.
Nachdem aushärten des Holzspachtels habe ich die Tür nochmals mit P120 geschliffen. Dadurch dass der externe Staubsauger mit 1500W einen ordentlichen Unterdruck erzeugte, musste auf dem Schleifer kein Druck mehr ausgeführt werden, sondern er musste nur noch geführt werden.
Für das schleifen der Türzarge habe ich den Zusatzgriff abgeschraubt. So war problemloses arbeiten bis in die Ecken möglich (Bild 6). Auch wegen des relativ geringen Gewicht, ist das arbeiten über Kopf und in der Vertikalen auch über einen längeren Zeitraum möglich. Weiterhin habe ich das schleifen unterschiedlicher Hölzer ausprobiert. Um den Abtrag zu testen habe ich als erste eine raue OSB-Platte geschliffen. Mit den Schleifblättern „expert for wood“ habe ich mit P60, P80, P120 und P240 die Oberfläche geschliffen. Auch hier habe die Maschine nur führen müssen, da der Unterdruck durch den Staubsauger wieder für den nötigen Anpressdruck sorgte. Das Ergebnis aller bearbeiteten Hölzer ist wirklich 1 A. Mein Nachbar sagt immer:“ Das muss glatt sein wie ein Kinderpopo“. Mit P240 wird es sogar noch glatter. Beeindruckend finde ich es, wenn man ein Teilstück ungeschliffen lässt und dann mit den Finger über unbehandelte und behandelte Oberfläche fährt. Man merkt dann ein Unterschied wie Tag und Nacht (leider kann man den Unterschied auf Bild 7 nur sehen und nicht erfühlen). Als letzter Test stand noch das Polieren des Autolackes auf dem Programm (Bild 8). Hierfür habe ich mir die original Bosch Polierschwämme für mittleres und feines polieren gekauft. Wie üblich habe ich mich an die Anleitung gehalten und mit Schwingzahl 1 versucht zu polieren. Beim aufsetzen des Schwammes auf die Lackoberfläche blieb der Teller stehen. Gleiches passierte auch auf Stufe 2. Erst auf Stufe 3 mit angefeuchtetem Polierschwamm (Tipp vom Lackierer) drehte sich der Teller nach dem aufsetzen weiter. Sobald ich ein wenig Druck ausgeübt habe, ging die Umdrehung des Schleiftellers aber wieder herunter. Ein gleichmäßiges polieren ist mir nach üben an Motorhaube und Tür nicht gelungen. Da ich mir den Lack nicht durch zu hoher Drehzahl ruinieren wollte, habe ich das Polieren mit dem Exzenterschleifer abgebrochen und mit einer Poliermaschine weiter poliert. Fazit: Der PEX 400 AE liegt gut in der Hand und an den Schleifergebnissen gibt es nichts auszusetzen. Gerade das Schleifen von Grob bis Fein auf Großfläche hat meine Erwartung erfüllt bzw. sogar übertroffen. Als Polierwerkzeug hat mich der Exzenterschleifer nicht überzeugt. Dies finde ich allerdings nicht sonderlich schlimm, da der PEX ja ein Schleifwerkzeug ist, und das Schleifen beherrscht. Dass das Schleifblatt beim entfernen der Staubbox beschädigt werden kann und bei Neukauf nur ein Schleifblatt beiliegt, sind für mich neben der Polierfunktion die einzigen kleinen negativen Kritikpunkte.
Daher, das arbeiten mit dem PEX 400 AE ist effektiv macht einfach Spaß !!!
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