PEX 400 AE -
der kompakte Schleifer!!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PEX 400 AE 1 Kommentar
Vom 25.08.11 Geändert 2011-08-25 20:40:18

Benutzer gelöscht

Der erste Gedanke nach öffnen des Koffers war „ Ui, was ein Klops “, bin ich doch nur meinen kleinen Multischleifer gewohnt. Im Vergleich dazu Ist der PEX auch deutlich schwerer, es hat sich später aber gezeigt dass dank des Zusatzhandgriffes auch Arbeiten in der Vertikalen nicht zu ermüdend sind. Der Papierassistent ist schlichtweg genial, kein fummeln bis das Papier richtig sitzt. Ein Handgriff und es sitzt perfekt. Dann galt mein Augenmerk dem Koffer. Wo und wie bekomme ich mein Zubehör unter. Unterhalb des Schleifers ist ein größeres Fach in das etwa 5 Pakete Papier passen, sehr schön. Am nächsten Tag habe ich erstmal den Steg links an diesem Fach in Boden und Deckel herausgetrennt. So gewinne ich weiteren Raum für Papier oder Ersatzteller. Die Bedienungsanleitung ist angenehm kurz und leicht verständlich.

Grobschleifen: Der Anbau an einer Gartenlaube war von Anfang an schlecht behandelt worden. Farblose Lasur, aber auch nur teilweise. Die Witterung hat deutliche Spuren hinterlassen, Plan waren die Bretter auch nicht mehr. Da musste etwas grobes her, erst mit Stufe 6 und 40er Körnung Planschleifen, dann noch mit 80er und 120er Körnung hinterher. Ich hatte mich auf eine kleine Tortur eingestellt, umso angenehmer Überrascht war ich wie flott die PEX die Wand bearbeitete. Für ihre Leistung spricht auch das die Filterbox bei einer solchen Anwendung sehr schnell voll ist. Aber einen Staubsauger wollte ich den Nachbarn nicht auch noch zumuten.

Feinschleifen: Eine alte Tischlerplatte, zum Tisch umfunktioniert und recht uneben klar lackiert sollte etwas hübscher werden. Zuerst habe ich die groben Unebenheiten mit 120er Körnung entfernt, danach mit 240er feingeschliffen. Zwei schichten Klarlack verdünnt auftragen, nochmals mit 240 Korn schleifen und wieder eine Schicht Lack. Ich habe immer mal zwischen Stufe 3+4 Gewechselt, einen großen Unterschied in der Schleifleistung konnte ich aber nicht Feststellen.Das Ergebnis ist schlichtweg genial. Meine Lackierung ist noch nicht so perfekt gelungen aber wenn man mit der Hand drüberfährt ist das schon ein Aha-Erlebniss. Handhabung: Beim Horizontalen schleifen kann man bequem die Maschine mit ein paar Fingern führen und lässt ihr Eigengewicht für sich Arbeiten. Der Lärm hält sich in Grenzen verhindert aber zum Glück dennoch dass man einschläft (man steht ja nur rum und bewegt ein bissl den Arm hin und her). Vertikal ist es natürlich etwas anstrengender, aber es hat sich gezeigt das meine anfänglichen Bedenken unberechtigt waren.

Staubabsaugung: Mit dem merkwürdigen Stecksystem unseres Vorwerk Staubsaugers ist der PEX leider nicht kompatibel, deshalb habe ich mir von einem Bekannten einen Protool Werkstattsauger ausgeliehen. Ein Reststück Leimholz Buche und ein Sägeraues Kantholz Fichte waren meine Testobjekte. Zuerst mit 120er Korn die eine Seite des Buchenholzes mit Filterbox bearbeiten, mit einem dunklen Tuch abwischen, Holz säubern, umdrehen und die andere Seite mit Absaugung schleifen, wieder das dunkle Tuch und vergleichen.Der gleiche Vorgang bei dem Fichtekantholz mit 60er Korn..Ein deutlicher Unterschied. Ich muss in nächster Zeit einiges schleifen und dieser Test führt mir vor Augen wie gut die Absaugung funktioniert

Zu guter letzt, Polieren:
Die Motorhaube meines Transporters sieht übel aus, in LKW Waschanlagen wird nicht gewachst und so hat die Witterung über ein paar Jahre ihre Spuren hinterlassen.Vielleicht spielt auch eine mangelhafte Qualität des Lacks eine Rolle, kann ich nicht wirklich beurteilen. Bei meinem vorigen Lastesel war der Lack jedenfalls wesentlich länger glänzend.Hier konnte die PEX wirklich nichts ausrichten. Zuerst waschen, klar, und dann Politur nach Anweisung drauf und Polieren. Das erste Ergebnis war gelinde gesagt Niederschmetternd.Kaum eine Spur von Glanz. Ein Lackierer gab mir den Rat die Haube zuerst mit Lackreiniger zu säubern. Gesagt, getan.. eine kleine Besserung gab es aber von Glanz kann man nicht reden.Ich habe mich damit abgefunden das der Lack einfach fertig ist, aber einen Versuch war es zumindest Wert. Die PEX hat ihren Job meiner Meinung nach gut erledigt, bei Stufe 1+2 reicht jedoch das Eigengewicht um sie auszubremsen. Leichtes anheben mit Waagrechten Armen war nötig,und das empfand ich nach dem ersten Durchgang als unzumutbar. Also Stufe 3 und schneller Bewegen um Reibungshitze zu vermeiden. Funktioniert einwandfrei.

Ergebnisse und Verbesserungen:Die Ergebnisse liegen auf der Hand, Schleifleistung und Handhabung sind sehr gut. Grob- und Feinschliff kann ich mir kaum besser Vorstellen. Ich hatte weniger Erwartet.Die Staubabsaugung ist klasse, es bleibt wesentlich weniger übrig.Die Filterbox erledigt ihre Aufgabe ebenfalls sehr gut, beim Grobschliff sehr schnell voll aber man kann ja nicht alles haben.Die Stufen 1+2 zum Polieren könnte man sich wegen mir sparen.Und das ewige Thema Koffer, Bosch sollte den Designern mal die Aufgabe stellen eine gewisse Menge an Zubehör einzuplanen. Eine kleine Änderung hat mir gleich 100% mehr gebracht. Da sollte für Fachkräfte deutlich mehr drin sein. Zu guter Letzt, Herzlichen dank an das Team von Bosch für den guten Support auf eurer Page und dafür das ich an diesem Test teilnehmen durfte.
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Hallo Hans-Joachim,
vielen Dank für deine Anmerkung unter Ergebnisse und Verbesserungen zum Thema Platz für Zubehör im Koffer. Dieses Thema wird von uns noch geprüft.
2011-08-30 15:49:09

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