PHO 2000
Der leistungsstarke Elektrohobel von Bosch

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PHO 2000 3 Kommentare
Vom 08.01.15 Geändert 2015-01-08 21:03:03
Zuallererst möchte ich mich bei Bosch und dem 1-2-Do Team bedanken das ich in den Genuss kommen durfte an diesem Produkttest teilnehmen zu dürfen.

Nun zu den Fragen:

​1. Was waren deine ersten Gedanken, als du den PHO 2000 in der Hand hattest?
Vorab muss ich erstmal anmerken das ich kein Freund von diesen Kartons bin. 
Das erste was ich gesehen habe, war ein beschädigter Karton. Der Griff der PHO hatte oben in den Karton ein Loch gedrückt, ist jetzt nicht wirklich schlimm aber auch nicht besonders erfreulich wenn man ein neues Gerät bekommt und die Verpackung ist bereits beschädigt.
Ich werde es wahrscheinlich Alpenjodel gleichtun und eine Kiste aus Holz bauen ( http://www.1-2-do.com/de/projekt/Kiste-fuer-den-Elektrohobel-PHO-2000/bauanleitung-zum-selber-bauen/4001033/ ).
Mein erster Eindruck bzw. Gedanke war sehr positiv. Inhalt sehr übersichtlich und sogar noch ein Staubsack dabei, der locker mit in den Karton passt. Der Softgrip-Griff hatte, im Gegensatz zum letzten Testgerät, eine Oberfläche aus Gummi und nicht so einem Kunststoff Imitat. 
(Bild1)

2. Welches Projekt hast Du mit dem PHO 2000 gemacht? Wie bist du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast du benötigt?
Zu der Zeit kann ich gar nichts Genaueres sagen. Ich hatte so viel Spaß bei der Arbeit das ich meist gar nicht auf die Uhr geachtet habe. 
Da ich zuvor noch nie mit einem elek. Hobel gearbeitet habe, wurde natürlich zuerst die Betriebsanleitung studiert. Im Prinzip kann man aber auch direkt starten. Spantiefe einstellen und los geht es. Nun aber zu den Projekten selbst.
 
  • Holzbrett (Bild 2)
Aus dem Holzbrett möchte ich eine kleine Bank für den Außenbereich bauen. Dazu mussten aber zuerst die Verfärbungen und die Wasserflecken entfernt werden. Ich habe mit einer Spantiefe von einem halben Millimeter begonnen und mich langsam ran getastet. Das Arbeiten mit dem Hobel ging ganz gut und nach drei Durchgängen war das Brett auch fertig. ​Auf dem Bild 2 und 3 kann man das Ergebnis und die Maserung erkennen.
  • Balken „laufendes A“ (Bild 4 – aus dem Internet)
Bei diesem Projekt habe ich für einen Bekannten mehrere Balken bearbeitet. Durch den Einsatz im Freien war die Oberfläche stark verschmutzt und abgenutzt und sollte wieder aufgefrischt werden. Da die Balken nicht breiter waren als die Schnittbreite der Maschine, ging die Arbeit schnell voran. Insgesamt waren es ca. 20 Balken. Zusätzlich zum Aufbereiten der Oberfläche habe ich die Balken mit Fasen versehen. Auch hier war ich sehr zufrieden (Bild 5).
  • Werkbank (Bild 6)
Da unsere Werkbänke in der Schule stark vermackt und verschmutzt sind wollte ich diese bei der Gelegenheit mal auffrischen. Wichtig hierbei war das vorherige entfernen der eingeschlagenen Nägel und Tackernadeln. Leider habe ich eine übersehen und genau diese wurde beim Arbeiten zwischen Walze und Platte gezogen und dabei wurde die Klinge an einer Stelle beschädigt.
Mit den Tischen bin ich noch nicht ganz fertig aber es sind auch alleine in meiner Werkstatt 8 Stück (Bild 7). Ich finde dass die Oberfläche, für meine ersten Versuche, ziemlich plan geworden ist (Bild8).
  • Türen in der Wohnung kürzen
Leider habe ich ausversehen die Bilder vom Arbeiten gelöscht, ich hoffe es ist nicht all zu schlimm. Das Arbeiten selbst ging relativ zügig. Die Türen wurden ausgehängt, aufgebockt und los ging es. Beim Hobeln habe ich darauf geachtet das ich in sehr kleinen Teilschritten mich an die richtig Länge ran arbeite. Zum Schluss habe ich zum Schutz des Furniers noch die Kanten leicht angefast. Das Ergebnis ist sehr gut und das Furnier blieb unbeschädigt.
  • Versuche mit dem Hobel
Das letzte Projekt ist eigentlich kein richtiges Projekt aber ich erwähne es dennoch. Mit alten Schrankteilen habe ich einfach ein wenig rum experimentiert und geschaut was die Maschine so kann und ob sie ihre Versprechen hält, aber dazu später mehr.
 
3.Wie leicht fällt Dir die Handhabung/Bedienung des Elektrohobels?
An sich ist die Handhabung sehr einfach. Es gibt nicht viele Möglichkeiten am Gerät selbst etwas zu verändern. Die Spantiefe lässt sich sehr bequem in mehreren Einzelstufen (sind glaub 0,25mm Stufen) bis zu einer Gesamttiefe von 2mm einstellen (Bild 9). Den Spanauswurf kann man ebenfalls auf links oder rechts einstellen (Bild 10). Das Gerät selbst ist eher leicht vom Gewicht her und für Linkshänder wie für Rechtshänder geeignet (Bild 11). Optional kann man den Staubsauger oder den Staubsack montieren. In meinem Fall war es besonders erfreulich das ich für den Staubsauger keinen Adapter benötigt habe. Etwas schwer fiel mir die gerade Führung des Hobels auf dem Werkstück. Zur Montage des Parallelanschlags kann ich nichts sagen da dieser nachgekauft werden muss. Das wechseln der Schneide hingegen ist sehr leicht. Genau genommen benötigt man nicht mal die Anleitung dazu. Also genau das Richtige für Anfänger und Leute die sich nicht so recht trauen. Als letztes bleibt nur noch die Erwähnung des Parkschuhs. Die Montage ist sehr leicht, perfekt zum schnellen Abstellen ohne sich Sorgen zu machen dass man das Werkstück beschädigen könnte.
 
7.Bist du zufrieden mit deinen Arbeitsergebnissen? Wie präzise war das Hobelergebnis?
An sich bin ich sehr zufrieden aber wie weiter oben schon erwähnt, habe ich das Gerät zusätzlich speziell auf die Besonderheiten getestet.
 
  • Verstellt sich die Spanntiefe bei längerem Arbeiten? NEIN
  • Unterschiedliche Spanabnahme in Weich-Hartholz? NEIN
  • Gleichmäßiges Ergebnis? JA (Bild 12 und 13)
  • Genauigkeit bei 1mm Spantiefe? JA (Bild 14)
  • Genauigkeit bei 2mm Spantiefe? JAEIN (Bild 15) Bei 2mm Spantiefe muss man den Hobel langsam führen um ein gutes Ergebnis zu erhalten, aber darauf wird in der Anleitung hingewiesen.
  • Ist der Motor wirklich leistungsstark? JA Bei geringer Spantiefe geht der Hobel durch das Holz wie ein heißes Messer durch Butter.
  • Parkschuh verhindert Beschädigung des Werkstücks? JAEIN An den Kanten des Werkstücks sollte man den Hobel nur langsam führen da der Parkschuh sonst leicht an der Kante hängen bleiben kann (Bild 16). Auch auf dem Werkstück sollte man langsam anfahren da es sonst zu Rucklern kommen kann (Bild 17).  
 
5.Erfüllt der Elektrohobel Deine Arbeitsergebnisse und Erwartungen?
Es ist nicht alles perfekt aber an sich ein ganz klares JA!
 
6. Was können wir zukünftig am PHO 2000 verbessern?
  • Zum einen finde ich die Länge des Kabels sehr gut, bin aber auch gleichzeitig ständig mit dem Kabel irgendwo hängen geblieben.
  • Während dem Arbeiten war ich immer wieder verleitet an den Drehknopf für die Spantiefe zu greifen um den Hobel besser führen zu können, dabei verstellt sich die Tiefe relativ schnell.
  • Trotz Staubsack viele Späne und Staub auf dem Werkstück (Bild 18).
  • Der Staubsack ist recht sperrig und stört öfters beim Arbeiten (Bild 19).
  • Die Führung der V Nuten ist etwas kurz und somit etwas schwer sicher zu führen. Dennoch ist das Ergebnis sehr gut (Bild 20).
  • Unter der Hobelsohle sammeln sich sehr viele Späne die man nur umständlich wieder raus bekommt (Bild wird bei den Kommentaren eingefügt).
  • Eine Arretierung für den Start-Stop Schalter wäre nicht schlecht, da die Leistung sofort deutlich abnimmt wenn man den Schalter nicht die ganze Zeit voll durchdrückt (wird mit der Zeit anstrengend)
 
7. Würdest du den PHO 2000 auch in Zukunft für weitere Projekte verwenden?
Auf  jeden Fall, ich hatte sehr viel Spaß und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
 
Fazit:
Für Heimwerker und vor allem für Anfänger ein sehr gutes Gerät das sich sehr leicht bedienen und warten lässt aber auch genug Leistung hat. 
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hat sich gut gelesen, aber wenn es nicht Perfekt ist, warum das Ja !?
2015-02-25 15:40:08

@Schnurzi
Seid wann muss alles perfekt sein um ein Gerät weiter empfehlen zu können?!
Da versteh ich eher deine Sicht bzw. deine Bewertung nicht.
2015-02-25 21:58:28

Dein Bericht gefällt mir sehr gut. Nicht zu lang, nicht zu kurz und ehrlich.
2015-04-01 21:01:10

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