PHO 2000
Der leistungsstarke Elektrohobel von Bosch

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Ein Softie mit Kraft! 2 Kommentare
Vom 06.01.15 Geändert 2015-01-06 12:02:40

Erste Gedanken:

Bisher hatte ich nur mit Holzhobel gearbeitet, da ich die Elektrohobel entweder zu groß bzw für zu schwer hielt. Dann kam aber das Paket und ich beäugte mal das Ganze.(Bild 1). Es war der Hobel mitsamt einem Spänefangsack gekommen. Den Parkschuh braucht man nur am hinteren Ende einschnappen lassen und fertig. Was gleich auffällt ist das geringe Gewicht und die gute Handhabbarkeit des Gerätes.

Der PHO 2000:

Der Elekrohobel liegt gut in der Hand und dank Softgrip ist sehr angenehm damit zu arbeiten. Es lassen sich alle Bedienelemente leicht erreichen, selbst mit kleinen Händen gibt es kein Problem. Auf Bild 2 sieht man die Werkzeuglade, in dieser befindet sich ein Inbusschlüssel zum Messerwechsel und es ist noch Platz für ein Reservemesser. Die Unterseite des Gerätes ist vorne mit einem plangefrästen Metallschuh versehen, mit welchen man die Hobeltiefe bestimmt und hinten eine Metallplatte. Die Abtragtiefe lässt sich einfach mit dem Drehknopf einstellen, da dieser über eine Skalierung und Einrastfunktion verfügt (Bild 3+4). Der Spanauswuf lässt sich dank Umschalter links oder rechts einstellen und ermöglicht dadurch das Arbeiten zu variieren. Mittels Pfeil weiß man auch auf welche Richtung gestellt ist (Bild 5). Weiters kann man links und rechts entweder einen Tiefenanschlag zum Nuten oder einen Anschlagwinkel anbringen, beide im Lieferumfang nicht enthalten. Ich habe den Anschlagwinkel meines Bandschleifers montiert, dieser kann für winkeliges hobeln sehr hilfreich sein (Bild 6). Die Absaugung kann mittels Staubsauger oder Spänefangsack erfolgen. Bei mir wurde der Fangsack mit Adapter für div. Staubsauger geliefert (Bild 7).

Bedienung:

Als ich alles angesehen und die Anleitung durchgelesen hatte, ging es ans Eingemachte. Ich holte ein sägerauhes Stück Eichenholz und probierte die ersten Durchgänge (Bild 8+9). Es braucht sehr wenig Kraft und die Ergebnisse werden mit wenig Übung sehr gut. Leider erkennt man nicht, wie seidig glatt die Oberfläche wird. Zu Beginn hatte ich immer Wellen am Anfang des Werkstückes, ich habe dann die Unterseite des Hobels mit Holzgleitmittel bearbeitet und die Ergebnisse wurden wunderbar. Nach den ersten Tests wollte ich wissen wie das Wendemesser getauscht werden kann. Also Inbusschlüssel raus, zwei Schrauben gelöst und Messer kann entnommen bzw. gewendet werden. Durch die Nut im Messer entfallen lästige und langwierige Einstellarbeiten (Bild 10). Also eine große Zeitersparnis beim Arbeiten.

Ergebnisse:

Da ich die Präzision testen wollte, stellte ich die Tiefe auf 0,5mm. Ich war über das Ergebnis sehr positiv überrascht (Bild 11+12). Der Parkschuh erweist sich als sehr nützlich und bewahrt vor so mancher böser Überraschung auf der Werkbank bzw. Werkstück. Der Spänefangsack wirkte anfangs sehr klobig und unhandlich, aber durch die Umschaltung an der Maschine und das große Füllvolumen ist er sehr gut zu handhaben. Gerade wenn man keinen Staubsauger hat und die Werkstatt nicht in eine hölzerne Winterlandschaft verzaubern will, ist der Fangsack sehr zu empfehlen. Der Boden es Hobels ist Plan und leicht zu reinigen. (Bild 15).

Innenleben:

Nach längerem Arbeiten an meinem Projekt, wollte ich wissen wie viel Staub und Späne sich im Inneren ansammeln und evtl. zu Problemen führen könnten (Bild 13+14). Da alles gut gekapselt und mit Abdeckungen versehen ist, kann man problemlos alles mit einem Staubsauger reinigen. Selbst die Erwärmung bei arbeiten mit Hartholz hält sich in Grenzen.

Projekt:

Ich machte aus Fichtenholz eine Gartenbank (Projekt folgt) mit Stauraum und da war der PHO 2000 ein echter Helfer. Das sägerauhe Holz wurde im Nu glattgehobelt und angefast. Durch die einfache Tiefeneinstellung gelingt es im Handumdrehen die Teile passend zu hobeln bzw einzupassen. Selbst nach längerem arbeiten liegt der Hobel nicht wie Blei in den Händen. Man sollte sich natürlich darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei um eine Heimwerkermschine handelt und diese braucht auch mal eine Pause. Mir ist beim Bearbeiten von Hartholz aufgefallen, dass die Maschine warm wird. Aber man muss keine Angst vor Überhitzung haben. Die Maschine steckt einiges ein und selbst wenn der Spänefangsack prallvoll ist geht noch was rein. Wenn man sich angewöhnt regelmäßig zu entleeren, wird man sicher viele Jahre Freude an der Maschine haben. Dieses Gerät wird zukünftig ofter im Einsatz sein.

Fazit:

Mir persönlich gefällt die leichte Handhabbarkeit des PHO 2000 und der relativ geringe Kraftaufwand beim Arbeiten mit der Maschine. Die einzelnen Details sind gut positioniert und hilfreich beim arbeiten z.B.: Drehrichtung, Wellenmitte, Parkschuh, Werkzeuglade (Bild 15). Besonders gelungen finde ich die drei (klein, mittel, groß) Anfashilfen, die mit ein bischen Übung sehr gute Ergebnisse liefern (Bild 16+17).Meine Erwartungen wurden übertroffen. Ein Kritikpunkt wäre für mich, dass der Parkschuh etwas zu schmal ist. Manchmal glaubte ich der PHO 2000 wackelt beim abstellen.


 
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Nicht schlecht Beschrieben, aber ich kann deine Projekte nicht sehen, was du überhaupt gemacht hast !?
2015-02-25 15:47:20

Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter:
http://www.1-2-do.com/forum/showthread .php?p=859047#post859047

Viele Grüße,
Björn
2015-02-27 15:06:52

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