PHO 2000
Der leistungsstarke Elektrohobel von Bosch

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Wo gehobelt wird… 2 Kommentare
Vom 31.12.14 Geändert 2014-12-31 14:49:57
Was für ein tolles Weihnachtsgeschenk - ich darf den PHO 2000 testen. Danke liebe Weihnachtsmänner und -Frauen von 1-2-do.com

Kaum hat der GPS-Bote das gute Stück abgeliefert wird es Zeit für den „ersten Eindruck“ - und der ist etwas durchwachsen. Statt eines Koffers hat Bosch dem Winzling nur einen Pappkarton spendiert - dieser ist auf Höhe des Griffes bereits beim Transport durchlöchert worden. Ein Blick in das Innere der Box bringt neben dem Gerät das Handbuch mit dem üblichen Sprachkurs zum Vorschein. Beim ersten Betrachten des Hobels fällt mir auf, dass der angepriesene Parkschuh fehlt. Erst eine Suchaktion in den Innereien des Kartons bringt ihn zum Vorschein. Welch Glück, dass er nicht durch das Loch im Karton entschwunden ist. Hier besteht großes Verbesserungspotential.

Zum Hobel selbst…
Der Winzling ist recht kompakt und erstaunlich leicht. Mit dem Knebelgriff im vorderen Bereich kann die Hobeltiefe eingestellt werden. Der Knebel rastet sauber ein und verstellt sich auch nicht beim Arbeiten. Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit den Spanauswurf von der einen Seite auf die Andere zu verlagern. Da die Einschaltsperre sowohl rechts als auch links am Gerät angebracht ist, eignet sich das Gerät sowohl für Links- als auch für Rechtshänder.  Bosch hat einen Staubbeutel mit Adapter beigelegt. Da ich in meiner Werkstatt stets mit Absaugung arbeite, habe ich ihn nicht ausprobiert. Aber der PHO erzeugt einen ordentlichen Luftzug und mit der Absaugung am Gerät bleibt die Werkstatt erfreulich sauber.

Wo der Hammer hängt…
Bei meinem ersten Test habe ich aus einem Reststück Eichendiele einen Hammer gebaut - das wollte ich schon lange machen. Nicht weil ich ihn brauche, sondern weil ich’s kann! ;-)
Dazu habe ich mit dem PHO die Nuten auf der Rückseite der Dielen entfernt. Da Eiche ein recht hartes Holz ist, habe ich nur jeweils 1mm abgetragen. Das Hobelergebnis ist dabei sehr gut und es geht flott voran.

Das Vogelhaus…
Beim Bau eines Vogelhauses kam der PHO mehrmals zum Einsatz. Für den Pfahl, an dem das Häuschen später befestigt werden sollte, habe ich lediglich einen sägerauen FiTa-Balken zur Hand gehabt. Leider passte dieser nicht in die dafür vorgesehene Einschlaghülse. Folglich wurde er mit dem PHO in mehreren Durchgängen passend gehobelt. Da das Holz im Vergleich zur Eiche deutlich weicher ist, habe ich hierbei die max. Hobeltiefe ausgenutzt. Man merkt, dass das Gerät hier etwas mehr zu kämpfen hat, aber selbst bei Astaugen im Holz geht es flott voran und das Ergebnis überzeugt absolut.

Das Fräsen der Fase am Balken habe ich ebenfalls ausprobiert. Hierfür hat der PHO drei V-Nuten an der Unterseite. Eine wirkliche Alternative zur Oberfräse ist dies aber meiner Meinung nach nicht, da der Hobel sich entlang der Kanten nicht präzise genug führen lässt. Vielleicht geht dies mit dem optional erhältlichen Parallelanschlag besser. Sauber sind die Schnittkanten allerdings geworden.

Beim Vogelhaus hat der PHO mir zudem wertvolle Dienste geleistet. Denn leider hatte ich das innere Dach etwas zu groß gebaut. Dank der kompakten Bauart des Hobels konnte ich ihn problemlos auf der schmalen Außenkante führen und das Dach passend machen.

Flächen hobeln…
Da ich bisher noch keinerlei Hobelerfahrung hatte, war das Hobeln einer ebenen Fläche eine besondere Herausforderung für mich. Ich hatte hierzu ein Eichenbrett als Testobjekt ausgewählt. Die ersten Versuche dabei waren durchwachsen. Zwar ist das Schnittbild des Hobels nicht zu beanstanden, aber durch die schlanke Bauart des Geräts, ist die Auflagefläche folglich recht kompakt. Dies sorgt dafür, dass man viele Bahnen parallel hobeln muss und der kleinste Wackeler dafür sorgen kann, dass man eine Stufe in das Werkstück hobelt. Mit etwas Übung lassen sich jedoch sehr gute Ergebnisse erzielen.

Fazit…
Mit dem PHO 2000 hat Bosch einen gutes Gerät für den ambitionierten Heimwerker geschaffen, das mit pfiffigen Details wie dem Parkschuh oder dem durchdachten Spanauswurf besticht. Das kompakte Gerät lässt sich gut führen und dürfte für die meisten gelegentlichen Hobelarbeiten in der Werkstatt genügen. Wer häufig größere Mengen Hobelware herzustellen hat sollte evtl. das nächstgrößere  Modell wählen, da die max. 2mm Abtrag das Fortkommen bei größeren Projekten doch schon arg behindern könnten. Verbesserungswürdig ist meiner Meinung nach die Verpackung des Geräts. Ein etwas flexibleres Anschlusskabel fände ich zudem von Vorteil, da die starre Leitung beim Hobeln an Kanten schon mal ihren Weg in Richtung der Hobelsohle sucht. 
NEXT
PHO vs. FiTa-Kantholz
1/10 PHO vs. FiTa-Kantholz
PREV

Kommentar schreiben

Guter und Informativ gehaltener Testbericht
2015-02-14 12:36:36

Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter:
http://www.1-2-do.com/forum/showthread .php?p=855294#post855294


Viele Grüße,
Björn
2015-02-21 15:13:32

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!