PHO 2000
Der leistungsstarke Elektrohobel von Bosch

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Test des PHO 2000 1 Kommentar
Vom 22.12.14 Geändert 2014-12-22 11:13:19
Zu aller erst möchte ich BOSCH danke, dass ich als Testerin ausgewählt wurde.
Dann eine Entschuldigung, dass ich den Bericht mit einiger Verzögerung abgebe.
 
Nun zum Test und zu den Fragen
1.) Was waren Deine ersten Gedanken, als du den PHO 2000 in der hattest?
 
Mein erster Gedanke als das Paket kam war, dass ein Koffer statt des Pappkartons schön gewesen wäre.
Dann wunderte ich mich, dass der Hobel nicht mehr wog. Der letzte den ich in der Hand hatte (noch in der Werkstatt meines Großvaters vor ca. 15 Jahren) war gefühlt doppelt so schwer.

2.) welches Projekt hast du mit dem PHO 2000 gemacht? Wie bist du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast du benötigt.
Anfangs habe ich eine alte Tischplatte bearbeitet, um zu sehen, ob mit dem Hobel die Lackschicht entfernt werden kann. Dieses ging phänomenal schnell, nachdem ich das zuvor immer geschliffen habe.
Danach ging es meinem Werktisch an den Lack. Dieser hatte reichlich durch Farbe etc. gelitten, wurde aber durch das Hobeln etwas frischer, wenn auch nicht neu.

Motiviert durch diese Anfänge, hobelte ich einen Gartentisch ab, der eine neue Farbschicht braucht.
Hier gab es einen kleinen Dämpfer, da die Hobelbreite die Breite der Leisten überschritt und somit immer ein Tel der Nachbarleiste mit abgehobelt wurde. Aber im Endeffekt war das in den Griff zu bekommen.

Leichter war das hobeln der Holzpaletten, die ich als Grundlage für Türschilder und Dekoelemente nehme, da zwischen den Leisten genug Platz ist, bzw. weil ich die einzeln in den Werktisch eingespannt habe.

In der Halle wo auch meine Werkstatt ist, soll eine Fitness-Ecke entstehen. Da das ganze ein altes Meiereigebäude ist, sind entsprechend viele Abflüsse im Boden, die diesen recht uneben machen. Zudem ist die Deckenhöhe zum heizen viel zu hoch.
Somit war die Aufgabe, den Boden auszugleichen, dass die Geräte eben stehen und die Decke musste niedriger gebaut werden.

Es waren alte Dachbalken vorhanden, die leider nicht in die Balkenschuhe passten, die besorgt worden waren. Also mussten die Enden alle und ca. 2 cm „schlanker“ gemacht werden.
Das Ganze wurde bei 10 Balken auf beiden Enden gemacht.
Dabei sind wir anfangs in Millimeter Schritten vorgegangen. Nachdem ich ein wenig Gefühl für den Hobel entwickelt hatte, habe ich mich an 2 Millimeter Schritte gewagt. Dieses ging problemlos und das ganze war schneller erledigt, als erwartet.

Auch das hobeln der Ausgleichshölzer unter den Holzpaletten, auf die die Sportgeräte kommen sollen, war die reinste Freude. Bisher habe ich all so was geschliffen, was ewig dauerte.
 
Insgesamt hatte ich den Hobel ca 3 Wochen in Gebrauch und habe keinen Tag bereut.

3.) Wie leicht fällt dir die Handhabung/Bedienung des Elektrohobels?

Da ich noch nie richtig mit einem Hobel gearbeitet habe, hatte ich anfangs mehr als nur großen Respekt vor dem PHO 2000.
Aber das war nach den positiven Anfängen in normalen Bahnen und wir „freundeten uns an“

Die Handhabung ist sehr einfach, wenn ich auch versucht war, das Rad, das die Abtragshöhe bestimmt, als Führungsknauf zu nutzen.

4.) Bist du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen? Wie präzise war das Hobelergebnis?
Anfangs fiel mit auf, dass der Hobel auf der Seite, wo der Auffangsack für die Späne montiert war nicht soviel Abtrag hatte wie auf der gegenüberliegenden Seite.
Das lag daran, dass der Sack auf dem Werkstück auf liegt und durch den Metallbügel im Inneren, den Hobel ein wenig anhebt.

Daher habe ich die weiteren Arbeiten ohne den Auffangsack gemacht und hatte gleichmäßige Ergebnisse.
 
5.) Erfüllt der Elektrohobel deine Anforderungen und Erwartungen?

Er erfüllt sie nicht nur, er übertrifft sie sogar.
Ich hätte nie gedacht, dass ein Hobel eine dermaßen große Zeitersparnis gegenüber dem Schleifen bringt, wie ich es feststellen durfte.
 
6.)Was können wir zukünftig noch am PHO 2000 verbessern?

Wie auf den Bildern zu sehen, drückt der Sack, der die Späne auffängt, den Hobel ein wenig nach oben, so dass er nicht auf der ganzen Breite ebenmäßig aufliegt.
Da muss noch nachgebessert werden, damit auch mit montiertem Sack das Ergebnis ebenmäßig ist.
Schön wäre es zu dem, wenn das Rad zum Einstellen des Abtrags arretierbar ist. Dadurch, dass man versucht ist, dieses Rad als Führungsknauf zu nutzen, gibt es u.U. Eine Verletzungsgefahr, wenn dabei das Rad gedreht und im Betrieb die Tiefe des Abtrags verstellt wird.
 
7.)Würdest du den PHO 2000 auch in Zukunft für weitere Projekte verwenden?
Das werde ich auf jeden Fall tun. Vieles, was ich bisher geschliffen habe, wird wohl schon auf Grund der Zeitersparnis erst gehobelt werden. Und der Schleifer wird dann für die Feinheiten genommen.
 
 
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Dies ist ein Testbericht, mit dem Kaufinteressenten etwas anfangen können. Besonders gut gefallen mir die Erklärungen, wozu der Hobel besser geeignet ist, als Schleifwerkzeuge, und auch, wo seine Grenzen liegen.
Da mein alter Hobel (Black&Decker, Dez. 1986) bereits in die Jahre gekommen ist, besorgte ich mir den PHO 2000. Die Hobelbreite ist identisch, aber der BOSCH frißt einen dickeren Span, als der B&D. Was mich stört, ist, daß man den BOSCH nicht auf Dauerlauf stellen kann, und daß man ihn nicht aufbocken kann, wie den B&D, der dann als Mini-Abrichte fungiert.
Diese Möglichkeit ist wahrscheinlich der vermaledeiten UVV zuzuschreiben, dabei habe ich mir in den fast dreißig Jahren nur ein einziges Mal in den Finger gehobelt :D
2015-02-25 14:14:00

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