PPR 250 - streichen per Knopfdruck

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PPR 250 0 Kommentare
Vom 31.05.12 Geändert 2012-05-31 12:58:32
Ein großer Karton steht vor mir, Ruck zuck ist der Farbroller ausgepackt und begutachtet, macht einen guten ersten Eindruck.

Wie von Bosch nicht anders erwartet, eine gute Verarbeitung und vom Grundprinzip selbsterklärend, nur zu manchen Details beim arbeiten mit dem PPR 250, muss die Anleitung herhalten.

Da ist auch schon mein erster kleiner Kritikpunkt, in der Anleitung werden immer wieder Punkte aufgezählt, die man sich auf den ersten Seiten an den Zeichnungen anschauen sollte. Da ist hin und her blättern angesagt, einfacher wäre es, wenn die Bebilderung / Zeichnungen auf extra ausklappbaren Seiten wären. Naja, das ist aber kein Riesen Problem, schnell auf die Seite von Bosch, Anleitung herunter geladen und ausgedruckt, so hab ich ne super Übersicht und sehe sofort von was in der Beschreibung geschrieben wird.

Alle Oberflächen die ich zum Testen hatte waren Raufasertapeten Mittelgrob.

Nun zum ersten Streichversuch, Freunde hatten mich gefragt ob ich Ihnen bei der Küchen Neugestaltung helfen würde, na logo, also PPR 250 eingepackt und los. Farbe war zwar grad erst vom Baumarkt des Vertrauens angemischt worden, aber trotzdem nochmal gründlich aufrühren PPR 250 mit Farbeimer koppeln, hmm geht nicht, nagut ist nur nen 5Liter Eimer, also einfach daneben stellen, Ansaugschlauch mit Farbfilter ab in die Farbe und Rolle anfeuchten.

Sie hatten sich für Latexfarbe entschieden sollte ja kein Problem werden für den Farbroller, so dachte ich und wurde leider eines besseren belehrt. Das mit der einen Minute für die Farbförderung bis zu Rolle, laut Anleitung, hielt ich ja schon für geschönt, aber nach 15 Minuten hatte es die Farbe grad mal bis zu Schnellkupplung geschafft und mir tat schon der Daumen weh, vom Fernbedienung drücken. Und von verdünnen von Latexfarbe halte ich nicht viel, noch dazu das ich nirgendwo in der Anleitung eine Angabe finde, wie dünn die Farbe sein sollte.
Also Abbruch des ersten Tests, die ca. 30m² Wand hatten wir dann auf konventioneller Weise in ner halben Stunde gestrichen.

Die Reinigung des Förderschlauches war hingegen super einfach, Perlator mit mitgeliefertem Schlüssel abgeschraubt, Adapter montiert, Schlauch angeschlossen und Wasser marsch.
Da die Farbe die Rolle und die Pumpeneinheit nicht mal erreicht hat, hab ich den Schlauch von der Pumpeneinheit gelöst.
In 5min war alles sauber, also das ist eine gute Idee gewesen, einfacher wäre nur noch wegschmeißen, was auch nicht so wild wäre, falls man mal vergisst den Schlauch zu reinigen oder er kaputt geht, die Schlaucheinheit ist bei Bosch für rund 15 und im Baumarkt sogar unter 10 Euro zu erwerben, was ich für einen fairen Preis halte.

Dann komm ich endlich mal dazu den PPR250 mit der bereitgestellten Farbe von Schönen Wohnen zu Testen.
Die Vormieter hatten einen seltenen Farbgeschmack und sich im Bad die Decke dunkelblau und mit weißen „Wolken“ gestrichen.

Die Farbe wird gut aufgerührt und erst mal den kleinen Streifen über den Fliesen und nen Rand an der decke mit dem Mäuschen ( kleine Farbrolle) gestrichen.
Die Decke soll dann mit dem PPR250 gemacht werden, diesmal klappt auch das koppeln mit dem Farbeimer und ab den Finger auf die Fernbedienung, ca.10 Minuten lang, dann war die Farbe endlich an der Rolle angekommen (9 Minuten bis zur Pumpeneinheit, der Rest ging dann zugig).

Verlängerung war schon montiert so das wir direkt loslegen konnten, Ich möchte jetzt mal behaupten, das unsere Decken mit 2,4m nicht außergewöhnlich hoch sind und ich mit 1,86m auch nicht der kleinste bin, hatte Ich Probleme ohne Leiter die Decke zu erreichen, nach einer Zeit wurde der Farbauftrag zwar was gleichmäßiger, aber richtig schön abrollen ließ sich die Rolle nicht und hat mehr geschmiert als gut gestrichen. Dabei mussten wir den Knopf der Fernbedienung fast durchgehend gedrückt halten, da sonst nicht genug Farbe an der Rolle anlag. Auch meine Freundin hat kein besseres Ergebnis hinbekommen, denke es kann also nicht an mir liegen.
Dazu hat der Halter der Rolle noch die Wand vermackt, was meiner Meinung nach nicht sein darf.
Haben den PPR250 nach der halben Decke und gut 45 Minuten zur Seite gelegt und den Rest, sowie den zuvor versuchten Deckenteil auf herkömmliche weise mit Abstreifgitter und Handrolle in 15 Minuten fertig gestrichen.

Die Reinigung ging wieder gut und schnell von der Hand, auch Rolle und Farbverteiler, waren ruck zuck wieder sauber. Kurzfassung der Testpunkte:
  1. Raufasertapete an Decken und Wänden, Weiß und Farbig mit Dispersionsfarbe und Latexfarbe streichen.
  2. Die Farbförderung der Pumpe ist denke ich ausreichend, sobald die Farbe den Pumpenteil erreicht hat, bis dahin dauert mir das noch etwas zu lange, vielleicht gibt es da auch einen Trick, der sollte dem Kunden dann aber auch mitgeteilt werden.
  3. Beim Decken streichen, finde ich die Verlängerung etwas kurz, es wäre gut wenn die noch weiter verlängerbar wäre.
  4. Die Streichergebnisse haben mich nicht zufrieden gestellt, der PPR250 hat mehr geschmiert und ungleichmäßig aufgetragen.
  5. Die Reinigung kann ich nur als perfekt bezeichnen, wüsste da nicht wie es einfacher gehen könnte.
  6. Ich werde den PPR250 sicher nochmal versuchen anzuwenden, vielleicht erhalte ich ja von anderen Testern auch noch wertvolle Tipps.
  7. Ich persönlich hatte mir mehr versprochen von dem PPR250, die Idee ist gut, aber vielleicht noch nicht ganz ausgereift.
  8. Anleitung, Zeitangaben, Förderleistung bis Pumpeneinheit und die Verlängerung, halte ich für verbesserungswürdig.
Genauso das Ich dauerhaft die Fernbedienung festhalten muss ist nicht das gelbe vom Ei.

Was mir noch gefallen würde, wäre eine Halterung, wo ich den Farbroller an der Basiseinheit befestigen könnte.

Und das ich zum Batteriewechsel der Fernbedienung zu einem Bosch Kundendienst soll, naja.
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