PPR 250 - streichen per Knopfdruck

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Elektrischer Farbroller-Test BOSCH PPR 250 3 Kommentare
Vom 30.05.12 Geändert 2012-05-30 10:39:06
Nach dem Auspacken das Gerät mal besichtigt und sofort ein Verlängerungsteil vermisst, bei meiner Größe (166) und Raumhöhe 250 cm dachte ich : Da bekommst einen Knick ins Genick beim Malen der Decke.

Erstes Projekt:
Wohnzimmer und Flur bei meiner Tochter. Erst einmal, alle Nägel aus den Wänden, alle Löcher zu und die Ecken mit einer Bürste vorstreichen. An den Wandecken jeweils eine 11 cm breite "Fatsche", Streifen in Weiß wie die Decke. Nun habe ich die Rolle ins Wasser getaucht und gut ausgeschleudert, und mein Gedanke war; eine Lammfellrolle mit solcher Felllänge habe ich immer entsorgt. Die Farbe von Schöner Wohnen hatte ich vorher schon in einen größeren Eimer verdünnt, dass sie eine sämige Konsistenz hatte. Nun den Griff eingeschraubt, den Versorgungsschlauch in den Kanal gefädelt, die Maschine an den Eimer, Saugschlauch rein und mittels praktischer Fernbedienung "Farbe marsch".

Voller Spannung verfolgten mein Schwiegersohn und ich, wie die Farbe sich durch den Schlauch schlängelte und sich auf die Rolle verteilte. Und los ging es mit Farbrollen. Eine feine Sache, wie man die Farbmenge mittels der Fernbedienung schön dosieren kann und mit leichterem Druck als mit einem herkömmlichen Farbroller die Flächen ausrollt. Da mir die besagte"Verlängerung" fehlte, musste ich mich ganz schön strecken und mein Genick machte fast einen 90° Winkel nach hinten.

Nun fiel mir auf, dass mir der in den Handgriff eingefädelte Schlauch immer im Wege hing -lag - war; da nahm ich in aus dem Kanal und legte ihn mir über die Schulter, und siehe, er war mir nicht mehr im Wege. Da der erste >Anstrich< schnell trocknete, konnte ich ohne Wartezeit sofort mit dem Zweiten beginnen und es war schon eine Sicherheit beim Rollen, als hätte ich schon jahrelang damit gearbeitet.

Nun hieß es, die weiße Farbe abpumpen, kurz durchspülen, wobei ich die Rolle entfernte und mit einem Pinsel dieselbe mit der Wandfarbe gut einstrich, damit sie nicht eintrocknet, während wir schnell mit der Schlagschnur die Fatschen markierten und ich noch die Ränder "beschnitt".

Nun fing ich an der Wand, wo ein Schrank hinkommt, mit der neuen Farbe an, dass das restliche Weiß in der Rolle sich mit der neuen Farbe vermischt. Die Wände gingen nun aber viel besser zum Rollen, und ich schraubte nun den Griff ab, und hatte nun noch ein besseres Gefühl beim Rollen.

Wie auf dem Foto ersichtlich, konnte ich dank der "Speisung" mit der FB sogar dabei telefonieren.

Wie auch beim Weiß, konnte ich sofort wieder ohne Pause weitermachen und brauchte keine Bedenken haben, dass die Farbe an der Rolle eintrocknet.

Nachdem ich mit dem Rollen fertig war, pumpte ich die restliche Farbe ab, tauchte das komplette Handgerät mit der Rolle in einen großen Eimer und lies ca. 20 Liter Wasser durchlaufen, wobei ich den Schlauch nach und nach etwas drückte, doch einige Schlieren blieben hartnäckig zurück.

Mit einer groben Bürste und Pinsel reinigte ich dann alle Teile gründlich, wobei doch einige schon eingetrocknete Farbschlieren nicht mehr zu entfernen sind. Nachdem die Maschine gesäubert wurde, vollendete ich die Malerarbeit mit dem zweitmaligen Beschneiden der Kanten.

Wohnzimmer fertig.

Am nächsten Tag kam dann der Flur dran, bei dem ich nun alleine war und während der Arbeit keine Fotos machte. Da im Flur 5 Türen sind, wäre ich mit dem herkömmlichen Farbroller schneller gewesen, wenn man die Reinigungszeit rechnet, doch man hat als Tester doch auch Pflichten, und dazu war ja das Gerät da.

Vier Tage danach kam nun unser Wohnzimmer an die Reihe, wobei ich auch wieder alleine war und deswegen nur ein paar Fotos gemacht wurden.

Bei der Decke; wieder zuerst die Ecken mit Bürste ausmalen und nun war wieder "Genickstarre" angesagt. Da wir für den Raum ein schlichtes Weiß wählten, gab es hier kein Problem mit Wechseln der Farbe und wegen eintrocknen derselben. Nachdem ich mit der Decke mit zweimaligem Anstrich fertig war, konnte ich an den Wänden, auch wieder ohne Wartezeit, alle beide Anstriche vollenden.

Reinigung wieder wie gehabt, doch zusätzlich noch den Schlauch an das Wasserhuhn, äh Hahn angeschlossen. Und nun kommt's: Ich hatte wohl etwas Zuviel des Guten an Warmwasser beigemischt, denn auf einmal bildete sich ein kleiner eiförmiger "Ball" an dem Schlauch, der nun aussieht als hinge er an einer Infusionsflasche. Nun, man kann den Ansaugschlauch etwas kürzen oder diese 30 cm ersetzen. Nun die Maschine schön verpackt und für die Retoursendung vorbereitet.

Hier endet nun der Erlebnisbericht.

Testergebnis:

Nachdem ich bislang immer nur mit Lammfellroller gearbeitet hatte und mit einer gewissen Skepsis an die Sache ranging, bin ich über die Handhabung und der damit verbundenen Erleichterung bei der Malerarbeit eines Besseren belehrt worden. Das Gerät ist im Großen und Ganzen gut durchdacht und gefertigt. Der Motor läuft ganz dezent und wenn man das Gefühl heraus hat und die Farbdosierung im Griff hat, ist es auch für einem gelehrten Maler eine wesentliche Erleichterung, und ist für den Heimwerker und Hobbymaler meines Erachtens das Gerät.

Ich habe unser Wohnzimmer an die 6-8 mal ausgemalt, jedoch gelang es mir noch nie, diese Arbeit in 3 Stunden und 20 Minuten, reine Malerarbeit, fertigzustellen, auch wenn man die längere Zeit zum Reinigen des Gerätes benötigt.

Mängel konnte ich an dem Gerät keine feststellen, außer das Fehlen eines 30-50 cm Verlängerungsstückes oder Teleskop-Handgriff. Die Fernbedienung ist praktisch untergebracht und reagiert gut und mit leichtem Druck. Die Länge des Versorgungsschlauches ist gut bemessen, das Netzkabel könnte um 1-2 m länger sein.

Verbesserungsvorschlag:

Die Farbwanne könnte vielleicht ein klein wenig tiefer sein und somit das Fell etwas länger. Dies muss natürlich im Laborversuch getestet werden, da ein längeres Fell bei flottem Rollen eher zu Spritzern neigt.

Die Rolle selbst sollte links und rechts etwas mehr Abstand von der Farbwanne haben, da sie leicht an derselben streift und sich bei flotter Verarbeitung Farbtropfen bilden, die dann der Schwerkraft zufolge auf den Boden landen.

Da die Oberfläche des Handgerätes ganz feine Poren aufweist, schlage ich vor, diese durch einer ganz Glatten zu ersetzen, da sie sich besser reinigen lässt.

Wenn ich des öfteren Malerarbeiten machen würde, wäre ich bestimmt nicht abgeneigt, dieses Gerät zu erstehen und ich kann mit ruhigem Gewissen allen, die öfters ihre Wohnräume neu gestalten wollen, oder bei Kleinkindern müssen, wärmstens empfehlen.

Zum Schluss möchte ich mich bei Schöner Wohnen für die bereitgestellte Farbe Polarweiß, die eine sehr gute Deckkraft aufweist, bedanken!

Der Firma Bosch danke ich für das Vertrauen zum Tester und die Bereitstellung des Gerätes.

Es machte mir Spaß, damit zu arbeiten und dies hier zu Papier zu bringen.

Danke

Gerhard Kurz

shortyla

PS.: Bitte übermitteln Sie mir die Adresse für die Rücksendung.
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Du weist schon das du das Gerät behalten darfst?
Gut geschriebener Testbericht.
2012-06-21 23:28:44

wie MicGro schon sagte - das Gerät ist jetzt Deins, weiterhin viel Spaß damit.
2012-06-22 11:40:35

Da hatte ich bei der Bewerbung als Tester die Zeile wohl überlesen. Freu mich jetzt umso mehr.
LG shortyla
2012-06-25 11:20:33

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