PPR 250 - streichen per Knopfdruck

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Mein neuer Malerknecht arbeitet schnell, sauber und praktisch - der PPR 250, ein unschlagbarer Helfe 0 Kommentare
Vom 29.05.12 Geändert 2012-05-29 21:34:57
Pünktlich Anfang Mai kam mein heißersehnter elektrischer Farbroller. Der PPR 250 war in einer recht großen Kiste spitzenmäßig verpackt. Der Farbeimer zum Testen wurde einen Tag später geliefert. Und schon konnte der Test beginnen.

Das Auspacken und der Zusammenbau

Wie gesagt, die gesamten Einzelteile des Farbrollers waren gut verpackt. Nachdem die Teile aus dem Karton geschält waren, ging es an den Zusammenbau. Der Schlauch stellte die erste Herausforderung dar. Mit Kabelbindern wurden die Schlauchschlaufen fest zusammengehalten. Eine Schere ist zum Durchschneiden von Kabelbindern fast nutzlos.

Der Einsatz eines Cutters eher gefährlich. Ein einziger Abrutscher, und schon wäre das System vor dem ersten Einsatz beschädigt. Ein einfaches Gummiband hätte nach meiner Meinung vollkommen für das Zusammenhalten des Schlauches ausgereicht.
Die Verlängerung war schnell aufgeschaubt. Der Schlauch passte ohne Fummelei ganz bequem in die Führung. Super gelöst.

Das Testobjekt

Als Testobjekt erkoren wir einen Flur mit 4 Türen und einer Wendeltreppe aus. Der Flur hat bedingt durch die vielen Türen einige schmale Wandstücke und unterhalb der Wendeltreppe ist der Aktionsradius schon sehr eingeschränkt.

Abkleben der Türen und des Bodens

Wie immer vor dem Streichen haben wir alles abgeklebt. Die Türen, den Boden, die Steckdosen und Lichtschalter – diese Arbeit hätten wir uns sparen können. Aber, wer weiß das vorher schon?

Die Inbetriebnahme

Farbe gut durchrühren - das ist Pflicht, die Farbe erscheint mir ein wenig dick, mal sehen ob die Farbe so angesaugt wird. Kurz die Bedienungsanleitung studiert, Gerät und Farbeimer miteinander verbunden – fkt. reibungslos, noch sind meine Hände sauber ;). Das Ansaug-Ende in den Farbeimer einhängen, Fernbedienung drücken und schon steigt die Farbe durch den Schlauch zur Farbwalze. So weit so einfach.
Nach 2 Minuten war immer noch keine Farbe im Schlauch – also erst einmal, wie bereits vermutet, die Farbe verdünnen. Der 2. Versuch, das Ansaugende wieder in den Farbeimer gegeben, Fernbedienung gedrückt und siehe da, die Farbe floss durch den Schlauch. Bis die Farbe vorn im Farbverteiler ankam, vergingen ca. 3 Minuten.

Das Auftragen der Farbe

Bevor die Farbrolle genug Farbe aufgenommen hatte, vergingen noch einmal ca. 2 Minuten. Dann konnte es losgehen. Das Streichen geht mit dem PPR 250 sehr einfach. Mittels der Fernbedienung kann jederzeit Farbe „nachgeschoben“ werden.

  1. Auftragen der Farbe auf der Wand

    Das Streichen einer geraden Wand stellt mit dem elektrischen Farbroller keine Herausforderung mehr dar. Ansetzen, rollen – die Farbe wird ohne kleckern und tropfen gleichmäßig aufgetragen. Die mitgelieferte Farbe deckt hervorragend.
  2. Auftragen an Schrägen und Schmalen Wandstücken

    Schräge Wandstücke lassen sich ebenfalls sehr sauber streichen. Ein Abkleben der andersfarbigen Wand (um die Ecke) ist ebenfalls nicht notwendig, da die Farbe nicht tropft und kleckert.
  3. Streichen unter der Wendeltreppe

    Jetzt mussten wir die Verlängerung abschrauben, unter der Treppe war einfach zu wenig Platz für die Gesamtlänge des Farbrollers. In die Ecke unter den ersten 3 Stufen kamen wir mit dem Roller nicht hin. Aber das wäre mit einer einfachen Hand-Farbrolle auch nicht möglich gewesen. Ab da kam der PPR 250 wieder zum Einsatz. Das Ergebnis war ohne die Verlängerung genauso zufriedenstellend.
  4. Streichen der Decke

    Ich hasse das Decke streichen! Über Kopf mit einer tropfenden Hand-Farbrolle zu arbeiten, ist für mich ein Albtraum. Jetzt musste der elektrische Farbroller beweisen, was er kann. Die Wände sind ja immer die einfachere Übung. Also, die Verlängerung wieder aufgeschraubt und genügend Farbe in die Farbkammer transportiert. Die ersten Bahnen waren nach dem ersten Überstreichen noch recht fleckig. Nach dem zweiten Farbauftrag war das Ergebnis hervorragend. Und das Beste, kein tropfen, kein kleckern, auch über Kopf arbeitet der PPR 250 absolut sauber.
  5. Der elektrische Farbroller ist schnell

    Trotz der vielen schmalen Wandstücke, der Schrägen und der Wendeltreppe waren wir erstaunlich schnell fertig. Ich hatte 2 Stunden mehr veranschlagt – die Schnelligkeit hat mich vollends überzeugt.
  6. Streifen malern

    Unabsichtlich hatte ich an einer Wand einen Streifen „gemalert“. Einmal nicht exakt angesetzt aber kerzengerade nach unten gestrichen. Nach dem Trocknen zeigte sich ein perfekter Streifen in der alten Farbe. Das Streichen von Farben fkt. also auch. Das merke ich mir für die nächste Maleraktion vor.
Die Reinigung

Bis jetzt ist alles so reibungslos gelaufen, da muss doch die Reinigung des Gerätes das Problem sein?!?. Wie soll die ganze Farbe wieder aus dem Schlauch herauskommen? Wird der Schlauch wirklich wieder sauber?Nun, wir haben die einfache Methode der Reinigung gewählt.

Erst einmal das Ansaugende von außen von Farbe befreit und dann in einen 5 Liter Eimer mit warmen Wasser gesteckt. Die heraugelöste Farbrolle parkten wir erst einmal in einem weiteren Eimer mit Wasser zwischen. Dann auf die Fernbedienung gedrückt und in Sekundenschnelle kam das Wasser in den Schlauch. Der Schlauch wurde sichtbar durchgespült und von Farbe befreit.

Nachdem die 5 Liter durchgelaufen waren, befanden sich noch einige Reste Farbe im Schlauch. Während der 2. Eimer Wasser durchlief, habe ich die noch verschmutzten Stellen kurz mit den Fingern bearbeitet. Die zweiten fünf Liter reichten aus. Danach war der Farbschlauch sauber.

Die Farbkammer musste im Anschluss noch gesäubert werden. Ebenso die Farbwalze und die Außenteile. Die Farbwalze wird genausso ausgespült, wie eine Hand-Farbrolle. Die Außenteile haben wir einfach nur mit einem feuchten Lappen abgewischt. Die gesamte Reinigungsprozedur hat ca. 20 Minuten in Anspruch genommen. Der Zeitaufwand für die Reinigung kompensiert sich sofort, wenn man den sauberen Boden sieht. Kurz feucht durchwischen und alles ist sauber. Kein mühsames Entfernen von Farbflecken und Tropfen. Einfach herrlich.

Erfüllt der PPR 250 meine Erwartungen?

Gerade für die Decken habe ich schon einige Gerätschaften ausprobiert. Der PPR 250 hat beim Streichen der Decke meine Erwartungen sogar übertroffen. Ohne Schwierigkeiten ließ sich der Anstrich bewerkstelligen. Bei den Wänden hat mich die Schnelligkeit der Arbeit fasziniert. Mal schnell zwischendurch einen Raum neu streichen, ist zukünftig noch einfacher.

Was würde ich verbessern?

Beim Dauerbetrieb der Fernbedienung fehlt mir der „Permanentknopf“. Wie bei einem Gartenschlauch, den ich wenn ich will, auf Dauerbetrieb stellen kann. Das ist nur in zwei Situationen wichtig:
1. wenn die Farbe frisch angesogen wird und
2. bei der Reinigung. So ca. 10 Minuten lang auf die Fernbedienung drücken zu müssen, ist nicht komfortabel.

Fazit

Der elektrische Farbroller PPR 250 lässt sich kinderleicht bedienen. Der Farbauftrag ist sehr gleichmäßig und dabei dünn, was einen geringen Farbverbrauch zur Folge hat. Das Gewicht des Farbrollers ist für mein Empfinden genau richtig. Nicht zu schwer aber auch nicht zu leicht. Die Farbwalze lässt sich gut handhaben, sowohl an der Wand als auch an der Decke. Was mir sehr gut gefällt, ich kann den Schlauch nach der Arbeit wieder gut aufwickeln und damit verstauen. Streichen per Knopfdruck ist mit dem PPR 250 Wirklichkeit geworden.
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