PPR 250 - streichen per Knopfdruck

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Tesbericht PPR 350 von Marlingo 0 Kommentare
Vom 28.05.12 Geändert 2012-05-28 23:46:52
Vielen Dank nochmal, dass ich (also meine Frau und ich ;-)) den neuen PPR 250 testen durfte.

Zu den Fragen:

1. Welches Projekt hast du mit dem elektrischen Farbroller PPR 250 gemacht?

Meine Frau und ich haben damit die Wände und Decken für ein neu einzurichtendes Kinderzimmer gestrichen.

Die Wände haben dazu auch farbige Streifen bekommen.

2. Wie beurteilst du die Leistung des PPR 250 im Hinblick auf die Farbförderung der Pumpe?

Als ich den PPR 250 zum ersten Mal in Betrieb genommen hatte, dauerte es eine ganze Weile bis die Farbe vom Eimer bis in die Farbrolle transportiert worden war. Am längsten dauerte es die Farbe vom Eimer anzusaugen. Als dann erst mal die Farbe den Propeller im Gerät passiert hatte, ging es etwas schneller. Aber durch die Länge des Schlauches hat es schon eine Weile gedauert.

Die verwendete Farbe war unverdünntes Polarweis von „Schöner Wohnen“, welche ebenfalls für den Test zur Verfügung gestellt wurde. Vielleicht dauerte es wegen der Unverdünntheit so lange.

Bei der zweiten Verwendung hatten wir die Farbe gewechselt. Das war ein Farbmix aus dem Baumarkt. Hier ging die Farbförderung wesentlich schneller. Die Farbe scheint wohl schon dünner zu sein.

Ansonsten ist die Farbförderung sehr gut. Man kann fast ohne Abzusetzen ordentlich eine Wand streichen und muss auch nicht Gefahr laufen, dass zu viel geförderte Farbe unbenutzt aus dem Roller läuft. Auch bei (fast) permanenter Förderung kann man die Farbe noch vernünftig ausstreichen.

3. Wie leicht fällt dir die Handhabung, insbesondere das Streichen mit der Verlängerung?

Die Handhabung so ist relativ simpel. Allerdings ist das Handbuch dazu sehr kompliziert geschrieben. Da ich zu jener Art Menschen zähle, die vor Verwendung erst mal das Handbuch lesen, hatte es mir schon gegraut vor der ersten Anwendung. Das sollte profaner beschrieben werden.

Zur Verlängerung ist zu sagen: es ist gut, dass sie dabei ist. Allerdings ist es doch eine recht unflexible Geschichte. Zum Decke Streichen ist sie (mir bzw. meiner Frau) etwas zu kurz. Mir taten nach einem kurzem Stück Decke richtig die Arme weh (kann auch daran liegen, dass ich recht untrainiert und relativ klein bin…).

Wenn man schnell zwischen „mit“ und „ohne“ Verlängerung wechseln will, ist es recht mühselig alle Gewindestränge durchzuschrauben. Das dauert für mich echt ewig. Eine Lösung mit Teleskopstiel (verlängerbar auf ca. 1,50 m oder 1,80 m) und Bajonettverbindung statt Schraubgewinde hätte ich mir hier gewünscht. Die Schraubverbindung hat sich auch manchmal gelockert beim Streichen.

Dass man die Fernbedienung einfach umtauschen kann, ist sehr gut. Anfangs habe ich mir dabei fast die Finger gebrochen, nach ein paar Mal hin und her, ging es dann einfacher. Das ist so auch okay.

4. Bist du zufrieden mit den Streichergebnissen?

Die Farbdeckung, also auch das Streichergebnis war in unserem Fall sehr zufriedenstellend. Allerdings kommt das sicher auch auf die verwendete Farbe an. Das benutze Polarweis von „Schöner Wohnen“ deckte auch auf einer zuvor türkisfarbenen Wand sehr gut, wobei der Versuch diese Wand mit einem (sehr alten) billigen Weiß zu überstreichen völlig daneben ging. Der Farbauftrag eine Baumarktmixes ging dann aber wieder problemlos. Wir sind also insgesamt mit dem Streichergebnis sehr zufrieden, wobei es sich nicht wesentlich unterschied vom Rollen per Hand.

5. Wie leicht fällt dir die Reinigung der farbführenden Teile?

Die Rolle reinigt sich genauso gut bzw. schlecht, wie übliche Handrollen. Es ist eben jedes Mal die unbeliebteste Aufgabe nach dem Streichen die Geräte zu reinigen. Die farbführenden Teile hingegen, die per Adapter an den Wasserhahn angeschlossen werden, sind dadurch sehr einfach und effektiv zu reinigen. Das hat uns überrascht, aber auch überzeugt.

6. Würdest du den PPR 2550 in Zukunft auch für weitere Projekte verwenden?

Auf jeden Fall wird er wieder in Einsatz kommen und es sind bereits weitere Projekte geplant. Der Neuanstrich einer Wohnzimmerwand von etwa 19m² steht an und durch das gleichmäßigen und tropfarmen Auftragen der Farbe kann man schön große Flächen am Stück durcharbeiten.

7. Erfüllt der PPR 250 deine Anforderungen und Erwartungen?

Die Erwartungen an den elektrischen Farbroller wurden ganz und gar erfüllt, sogar übertroffen. Am meisten begeistert mich, dass ich beim Arbeiten an der Decke nicht nach ein paar „Pinselstrichen“ von der Leiter hinabsteigen muss, Farbe aufnehmen und wieder hinaufklettern muss und dabei nichts verkleckern darf, sondern durch konstante Farbförderung direkt aus dem Farbeimer und einfache Handhabung des Gerätes gleichmäßig durcharbeiten kann. Geht zwar etwas auf die Arme, da die Absetzpausen fehlen, aber das liegt dann eher an der persönlichen Kondition als am PPR J. Auch die Anforderung zügig fertig zu werden kann durchaus bestätigt werden. Die benötigte Zeit zum Streichen einer größeren Wandfläche ist erheblich geringe als beim Streichen per Handroller.

Für Zierstreifen, die relativ breit sind, ist es sicherlich auch sehr gut geeignet, allerdings sind schmale Streifen schlecht machbar auf Grund der breiten Rolle und des häufigen Farbwechsels. So haben wir auf altbewährte Pinsel zurück gegriffen.

8. Was könnten wir zukünftig am PPR 250 verbessern?

Wie schon oben erwähnt, halte ich das Handbuch für überarbeitungswürdig. Die Bebilderung sollte auf gegenläufig zu öffnenden Seiten dargestellt werden, sodass man darauf immer einen Einblick hat beim Lesen und nicht ständig vor und zurück blättern muss. Eine profanere Anleitung wäre auch gut, denn eigentlich ist das Gerät sehr einfach zu bedienen.

Die Verlängerung hatte ich bereits auch schon eben erwähnt und einen entsprechenden Lösungsansatz gegeben.

Letztlich könnte man nur noch die Aufbewahrungsoptionen verbessern. Den Schlauch kann man zwar prima um das Gerät wickeln, aber der Roller lässt sich nicht wirklich vom Schlauch trennen.

Von daher bleibt als vernünftige Aufbewahrungsoption nur noch der Karton. Da dieser aber auch nicht das Gelbe vom Ei ist (siehe Berichte über die Anlieferung) und es sein kann, dass bei manchen der PPR >1 Jahr unbenutzt im Keller steht, wäre hier vielleicht auch noch ein Ansatz für die Verbesserung der Aufbewahrungsmöglichkeiten. Ganz ohne Schutz würde ich den PPR auch nicht in den Keller stellen wollen, denn das ist ein Gerät, welches man nicht täglich in Verwendung hat.

Als Zubehör wäre noch wünschenswert ein Wechselaufsatz für schmale Walzen (z.B. für Zierstreifen).

Fazit:

Ein Supergerät, welches allerdings auch einen stolzen Preis hat. Das Arbeiten damit geht aber recht zügig und besser als ich erwartet habe.


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