Dremel Trio -
das Multitalent

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Produkttest Dremel Trio - (Da, da, da - ….;O) 0 Kommentare
Vom 30.10.11 Geändert 2011-10-30 22:37:53
Kurze Einführung:
Hurra, hurra, der Dremel der ist da, oder sind es gar drei ? Zumindest steht „Trio“ darauf ;O)


Ein ordentlich verpacktes Paket, beim Auspacken kommt nocheinmal eine Umverpackung zum Vorschein mit Bildern des Dremel Trio. Auch diese Verpackung wird entfernt und siehe da, ein wunderschöner, vom ersten Eindruck her sehr stabiler, grauer Kunststoffkoffer ist darin verborgen. Ich kann es kaum erwarten ihn zu öffnen, gelesen habe ich von ihm schon reichlich.Nein, der Dremel Trio ist kein Autor und kann auch nicht schreiben – oder kann er etwa doch ? Wir werden es später sehen.

Vor mir liegt eine graue „Maus“, ein grauer Dremel Trio, der später noch zeigen darf, was in ihm steckt, doch zunächst wird erst mal kontrolliert, ob auch alles vollständig ist.


Folgendes Zubehör war dabei, u. a. Extrazugaben:


1x
- Himself, der Dremel Trio
1x
- Kunststoffkoffer
1x
- Anleitungsheft
1x
- Nutfräser 3,175 mm
1x
- Nutfräser 6,35 mm
1x
- Nutfräser 12,7 mm
1x
- Nutfräser für V-Nut 12,7 mm
1x
- Hohlkehltfräser 6,35 mm
1x
- Bündigfräser 6,35 mm
1x
- Falzfräser 6,35 mm
1x
- Abrundfräser 4,76 mm
1x
- Mehrzweck-Karbit-Fräser
1x - Wandfliesenfräser
1x
- Aufspanndorn für Schleifbänder
6x
- Schleifbänder verschiedenster Körnung
1x
- Kreis-/Parallelschneider/Anschlag
1x
- Adapter für Staubsauger
1x
- Gabelschlüssel zum Festziehen der Werkzeuge
1x
- Willkommensposter

Hier wurde den Testern ein extra Starter-Set dazugegeben.


So, den Dremel Trio erst mal in die Hand genommen. Sehr griffig der Kleine/Große, und in ihm soll soviel Flexibilität stecken ? Er fühlt sich echt griffig an und ich möchte am liebsten sofort loslegen.


Der Dremel Trio liegt direkt angenehm in der Hand, er ist ergonomisch durchdacht und sieht chic aus. Später werden wir sehen, wie er sich bei der Arbeit macht.
Die Bedienungsanleitung mal in Augenschein genommen, aber außer Drehzahlempfehlungen, Sicherheitshinweisen und den üblichen Entsorgungshinweisen zum Produkt, steht für mich nichts weiter Außergewöhnliches darin. Anfängern und Ungeübten sei es jedoch empfohlen, hier doch mal einen oder auch einen zweiten Blick hineinzuwerfen denn bei den hohen Drehzahlen des Dremel Trio sollte man schon Vorsicht walten lassen.
Das mitgelieferte Willkommens-Poster zeigt den Dremel Trio bei der Arbeit, ist aber schnell wieder weggelegt, denn man will ja nicht lesen sonder fräsen.


Kurz noch die wichtigsten technischen Daten des Dremel Trio:
  • Leistungsaufnahme – 200 Watt
  • Leerlaufdrehzahl – 10000 bis 20000 U/min
  • Gewicht – 1,2 Kg
Besonderheiten:
  • Feststelltaste für Ein- Ausschalter 
  • Stellrad für Drehzahlvorwahl 
  • Schwenkbarer Handgriff 
  • Griffzone für zweite Hand 
  • Softstart · Höhenverstellbare Fußplatte 
  • Anti-Kratzbeschichtung 
  • Staubsaugeraufsatz

Es kann los
gehen:

Die Gartenlaube meines Vaters soll ein Namensschild bekommen „Gerd’s Hütte“ ;O)


Der erste Einsatz des Dremel Trio:


Halt, noch ist nicht der Dremel Trio dran, erst will das Namensschild grafisch entworfen und zu Holz gebracht werden. Also setze ich mich erst mal an den Tisch und entwerfe mir an Hand einiger Skizzen ein Namensschild, wie ein flatterndes Band etwa soll es aussehen und eine passende Schrift will auch noch gefunden werden, die suche ich aber am PC und entwerfe sie nicht selbst. Schnell in den Baumarkt und das passende Holz gekauft, eine Schablone zu Papier gebracht und das Ganze durchgezeichnet auf das Holz. Dann werden die Einzelteile mit der Stichsäge ausgesägt und nun endlich kommt der Dremel Trio zu seinem ersten Einsatz und wird zur Verstärkung hinzugerufen. Zunächst wähle ich einen Profilfräser für die Ränder meines Namensschildes, wenn man nicht gerade ein Laie in Sachen Heimwerken ist, dann ist der Fräser schnell anhand des mitgelieferten kleinen Gabelschlüssels in die Schaftaufnahme des Dremel Trio ein- und festgespannt. Werkstück eingespannt und losgefräst. Ohne viel Mühe bewältigt der Dremel Trio die ersten Runden. Ein wenig abschleifen der rauhen Kanten unter Zuhilfenahme des mitgelieferten Aufspanndornes mit dem entsprechenden Schleifband und dann erneuter Werkzeugwechsel, jetzt mal ein Nutenfräser um die Schriftzüge ordentlich auszuarbeiten. Der Fräser geht spielend durch das von mir gewählte Fichtenholz und ich kann ohne Schwierigkeiten 8 – 10 mm Tiefe einstellen. Natürlich soll immer das Werkzeug arbeiten und von daher arbeite ich ohne viel Druck auf den Fräser auszuüben. Schon bei der ersten Fräsung sehe ich, die Kanten werden wunderbar gerade und glatt, da ist nicht mit viel Nacharbeit zu rechnen. Eine knappe Stunde und alle Buchstaben sind ausgefräst, soll ja auch ordentlich aussehen. Um die Oberfläche zu glätten muss dann aber doch schon ein etwas größeres Stück Schmirgelleinen mit feiner Körnung her. Später sollen die Einzelteile noch gebeizt und lackiert werden, mehr dazu dann im Projekt.


Das Projekt selbst ist bei 1-2-do.com gesondert beschrieben.
:http://www.1-2-do.com/de/projekt/Namensschild-fuer-die-Laube/bauanleitung/4571/

Meine Bewertun
g für den Dremel Trio:

Der Dremel Trio ist durchaus ein feines Tool und ein schöner Hingucker, er ist für seine Verhältnisse schon recht leistungsfähig, hat aber auch einige Schwachstellen, die aber erst im nächsten Punkt genannt werden. Ergonomisch und optisch ist der Dremel Trio gut. Der Werkzeugwechsel ist selbst für Anfänger kein großer Akt und geht mit dem mitgelieferten Gabelschlüssel schnell von der Hand. Sehr vorteilhaft finde ich persönlich, dass man den Ein-/Ausschalter nicht ununterbrochen beim Arbeiten festhalten muss, das bewahrt den Heimwerker vor einem Krampf in der Hand. Das geringe Eigengewicht von 1,2 kg ist erträglich und kommt nur bei Arbeiten an der Wand oder über Kopf zum tragen. Solange man nicht viele Stunden am Stück damit arbeiten muss, sind auch die Viberationen erträglich. Die sanfte Regulation der Drehgeschwindigkeit bis zur Voreinstellung, finde ich persönlich sehr schön. Der schwenkbare Griff des Dremel Trio ist wirklich was tolles in Sachen Handling und ich möchte ihn nicht mehr missen. Eine Steckfunktion für den mitgelieferten Gabelschlüssel wäre von Vorteil, ist aber nicht zwingend und daher werte ich es nicht zum Nachteil. Der Anschlag lässt sich, durch die an der Fußplatte befindliche Klemmfeder des Dremel Trio leicht und dennoch fest voreinstellen und danach per Schraube fixieren. Auch die präzise Kreisschneidefunktion ist erwähnenswert. Es lässt sich sowohl mit Anschlag als auch freihand damit gut und präzise arbeiten, er lässt sich auch entlang einer vorgezeichneten Linie schön führen. Die Geräuschentwicklung beim Arbeiten ist auch vom zu bearbeitendem Material abhängig, bei länger andauernden Arbeiten, wie es bei mir der Fall war, empfehle ich auf jeden Fall einen Gehörschutz zu tragen, zumal man sich während der Arbeit ja nicht unterhalten möchte. Besonders schöne Kanten lassen sich in Hartholz fräsen, was aber auch am Material selbst liegt. Fliesenfugen werden wie durch Butter gefräst, habe aber auch nur eine kleine Probestelle versucht. Den Koffer hatte ich fast vergessen, er ist sehr formstabil und und verfügt schon von Hause aus über eine Fräseraufnahme, so dass man sich das Rumschleppen eines Extragefäßes sparen kann. Wünschenswert wäre mal eine spezielle Kabelaufwickelmöglichkeit in solchen Koffern. Ein paar Extrasachen lassen sich auch noch im Koffer unterbringen, denn der Platz ist durchaus ausreichend bemessen.


Hier noch ein paar Schwachpunkte:


Die Höhenverstellung hat mich arg geärgert, weil sie ständig hakte und ich daran rumwackeln musste um die Höhe bzw. die richtige Tiefe zum Fräsen einzustellen. Eine Verstellschraube, ähnlich der an einem Mikroskop, wäre da sehr schön. Das Kabel ist wie immer die Schwachstelle der meisten Elektrowerkzeuge und dürfte etwas länger sein, was sich jedoch dann in der Massenproduktion schon am Preis wiederspiegeln würde. Der mitgelieferte Gabelschlüssel gefällt mir persönlich nicht, weil er sehr an ein Notfallreparaturset für Fahrräder erinnert und meines Erachtens auch zu kurz dimensioniert ist, es bleibt daher jedem selbst überlassen, ob er sich nicht einen besseren selbst dazukauft. Die Verwendung eines Staubabsaugeschlauches fand ich persönlich eher hinderlich bei den feinen Fräsarbeiten aber jeder nach seinem Gusto. Die Feststellfunktion hakte ständig, ich hoffe das war nicht bei allen Testgeräten so, ständig ein leichtes Knacken und nicht immer rastete der Knopf ein.


Fazit:


Der Dremel Trio ist, auch wenn er ein paar Schwachstellen hat, ein prima Gerät. Er ist keine vollwertige Fräse aber so ist es ja auch nicht gedacht, dennoch hat gerade dieses den Vorteil, schnell zur Hand zu sein und leicht mal zwischendurch kleinere Fräsarbeiten zu verrichten. Eine Werkzeugaufnahme ähnlich dem SDS-Systemes würde ich mir persönlich noch wünschn. Der Dremel Trio hat, zumindest bei mir, seine Lücke gefunden und wird wohl noch häufig zum Einsatz kommen. Ich kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen.


Danke an Dremel und BOSCH:

Herzlichen Dank an das gesamte Dremel- und BOSCH-Team, dass ich den Dremel Trio testen durfte.
NEXT
1/8
PREV
Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!