Dremel Trio -
das Multitalent

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Test des Dremel Trio 1 Kommentar
Vom 29.10.11 Geändert 2011-10-29 12:55:52
Nachdem ich das Päckchen bekommen habe, habe ich zunächst den Dremel 'trocken' getestet. Der Gelenkknopf, mit dem der Dremel von der abgewinkelten in die gerade Position verstellt werden kann, ließ sich mühelos eindrücken und auch die Veränderung der Position war problemlos möglich.
Das Einsetzen der Bohrer bzw. Fräser ist da schon ein wenig schwieriger. Es muss zunächst der Spindelarretierungsknopf (während des gesamten Vorgangs) gedrückt werden, um die Spannmutter lockern zu können. Für das leichtere Lösen der Spannmutter liegt ein Spannzangenschlüssel bei. Nun kann das Werkzeug eingespannt werden, die Mutter wird wieder angezogen und der Arretierungsknopf kann losgelassen werden. Dieses Prozedere ist m.E. sehr umständlich. Trotz meiner kleinen Hände, hatte ich phasenweise Probleme, die Mutter mit dem Spannzangenschlüssel zu lösen. Wer hier große oder dicke Finger hat, hat ein Problem.
Zum Verstellen der Fußplatte muss eine Flügel-Stellschraube gelöst werden. Die Fußplatte ließ sich nur sehr schwer verstellen. Teilweise mußte ich mit einem kleinen Hammer nachhelfen. Zudem fehlt völlig eine Skala, mit der die genaue Position eingestellt werden kann. Dies erschwert die Einstellung und die Position muss mühsam ermittelt werden.
Für gerade Schnitte ist eine Kantenführung im Lieferumfang enthalten. Die Anbringung der Kantenführung ist kinderleicht. Die Befestigung der Kantenführung wird mittels einer Flügel-Stellschraube vorgenommen. Auch hier fehlt mir eine Skala o.ä., damit die Position der Kantenführung einfacher eingestellt werden kann.
Beigefügt war ein Absaugstutzen, den ich allerdings nicht getestet habe.
Der Dremel ist ein Leichtgewicht mit seinen 1,2 kg (lt.Dremel Katalog) und ist somit auch für längere Arbeiten ohne Ermüdung von Armen einsetzbar. Auch das Überkopfarbeiten läßt sich durch das geringe Gewicht mühelos über einen längeren Zeitraum durchführen. Empfehlen möchte ich hierbei unbedingt das Tragen einer Schutzbrille. Dies halte ich übrigens auch bei allen anderen Arbeiten für sinnvoll. Desweiteren macht auch ein Mundschutz Sinn, da besonders beim Fräsen ohne Staubsauger die Holzspäne mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft fliegen.

Zu 1. Welche Erfahrungen hast Du mit dem Produkt gemacht?

Ich habe den Dremel vorwiegend am Holz getestet, aber auch an einer Fermacellplatte, an Metall und an Kunststoff. Der Dremel liegt gut und sicher in der Hand und läßt sich leicht führen, wenn man den Dreh mit der Drehzahl raushat. Mit der Einstellung der jeweiligen Drehzahl hatte ich so meine Probleme. Hier wird aber aufgrund von weiterem Arbeiten sicher eine gewisse Erfahrung kommen. Das Geradeaussägen war für mich nahezu unmöglich, da durch die Rotationsbewegung der Dremel ein Eigenleben entwickelte. Gerade Schnitte sollten deshalb immer mit der Kantenführung durchgeführt werden. Bei Kurvenschnitten ist der Dremel unschlagbar. Es sind nahezu alle Kurvenführungen möglich. Bei Ausschnitten habe ich die Fußplatte schräg auf das Werkstück gelegt, um den Spiralbohrer 'eintauchen' zu lassen.
Bei längeren Arbeitsschritten besteht die Möglichkeit, durch einen Arretierknopf den Dremel auf Dauerbetrieb umzustellen. Dieser Arretierknopf läßt sich nur sehr mühsam feststellen. Durch Drücken des Ein-/Ausschalters löst sich der Knopf wieder.

2. Durch welche Eigenschaften zeichnet sich das Produkt aus?

Die Vielseitigkeit des Dremel gerade in Bezug auf die verschiedenen Materialien zeichnet ihn aus. Mit dem Spiralbohrer bspw. läßt sich Holz, danach Metall und auch andere Materialien nacheinander bearbeiten, ohne den Bohrer zu wechseln. Durch die Einstellung des Drehzahlreglers kann man die Kraft dem jeweiligen Material anpassen. Die Leerlaufdrehzahl ist von 10.000 - 20.000 1/min. einstellbar. Außerdem ist der Dremel aufgrund des geringen Gewichts für längeres Arbeiten sehr gut geeignet.

3. Wie konntest Du mit dem Produkt arbeiten?

Nachdem ich Anfangs große Schwierigkeiten hatte, den Dremel zu führen, wurde es nach einiger Übung immer leichter. Bei allzu großem Druck blieb er stehen und ich musste erneut ansetzen. Später ließ ich den Dremel langsamer laufen, was das Ergebnis verbesserte. Ich empfehle, bevor man ein Projekt startet, den Dremel auf Herz und Nieren zu testen, Übungsschnitte durchzuführen und das Gerät erst gründlich kennenlernen. Danach war es für mich eine Freude mit dem Gerät zu arbeiten. Während der Testphase sind mir viele Projekte in den Sinn gekommen, die mit dem Dremel problemlos möglich sind.
Fast hätte ich es vergessen; der Aufsatz zum Schleifen ist genial. Allerdings sollte man da mit nicht allzu großer Drehzahl arbeiten. Ich war so intensiv beim Schleifen, dass ich fast ein Loch ins Holz geschliffen hätte.

4. Mit welchem Material hast du gearbeitet?

Die Fräser habe ich alle an einem alten Schrank getestet, der aus Spanplatten besteht. Das Ergebnis kann sich hier sehen lassen. Die Kanten waren alle glatt und sauber. Eine ungehobelte Holzleiste habe ich ebenso bearbeitet wie eine Leimholzplatte. Die stärkste Stelle betrug 16 mm und konnte mühelos bearbeitet werden.
Für den Test hatte ich schon Tage vorher Konservendosen gesammelt. Der Dremel ging durch wie durch Butter. Ich hatte den Eindruck, dass er hierbei unterfordert war. Mein altes Namensschild (Metall 1 mm stark) konnte mühelos durchbohrt werden und die getesteten Kurvenschnitte waren auch hier kein Problem.
An Kunststoffresten aus einer alten Wassertonne habe ich die Schnittfähigkeit des Dremel getestet. Auch hier arbeitete er mühelos.
Ein Reststück einer Fermacellplatte wurde von mir ebenfalls bearbeitet. Auch hier gab es am Ergebnis nichts zu bemängeln.

Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde mit zunehmender Übung das Arbeiten mit dem Dremel zum Vergnügen. Die Vielseitigkeit des Geräts sowie das leichte Gewicht wiegt die schwierige Bedienbarkeit (s.oben) bei Weitem auf.

Als Verbesserung würde ich mir folgendes wünschen:
Das Einsetzen der Bohrer u.a. zu erleichtern.
Die Verstellbarkeit der Fußplatte leichtgängiger zu machen und eine Skala anzubringen, damit die genauere Einstellung der Position erleichtert wird.
Den Spannzangenschlüssel gegen ein etwas größeres Modell zu tauschen (Ein verlängerter Griff würde hier schon einiges bewirken).
Eine Beleuchtung wäre ebenfalls schön und
zu guter Letzt wäre noch ein Gebläse wünschenswert.

Ich bin dankbar, dass ich den Dremel nach dem Test mein eigen nennen darf. Und das Bosch so großzügig Zusatzeinsätze spendiert hat. Ich kann den Dremel Trio guten Gewissens weiterempfehlen.

Die schlechte Quaität der Bilder bitte ich zu entschuldigen.
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 123922#post123922.
2011-11-16 12:07:35

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