Dremel Trio -
das Multitalent

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Der Dremel Trio im Test 2 Kommentare
Vom 22.10.11 Geändert 2011-10-22 20:21:46
Vorbereitung Zuerst habe ich das Gerät und das Zubehörwerkzeug ausgepackt, habe mir die Bedienungsanleitung genommen und mich mit den Einstell- und Bedienmöglichkeiten vertraut gemacht. Besonders schön fand ich, dass noch ein weiterer Frässatz uns zur Verfügung gestellt wurde. Der Werkzeugkoffer ist übersichtlich und Alles hat seinen geordneten Platz. Die Anleitung ist in Ordnung, auch wenn sie relativ kurz gehalten wurde. Dann habe ich trocken, also ohne Material, die Höheneinstellung, den Werkzeugwechsel und den Seitenanschlag ausprobiert. Danach habe ich mir verschiedene Teststücke zurecht gelegt, um das Gerät auf Herz und Nieren zu testen. 1. Welche Anwendungen hast du mit dem Dremel Trio gemacht?

Erst habe ich verschiedene Testmaterialien benutzt. Ich habe Hartholz und Fichtenholz mit unterschiedlichen Stärken getestet. Genutzt habe ich unter anderem Bretter mit einem Querschnitt von 50cm x 15cm x 1,9cm und 40cm x 30cm x 1,1cm, Presspanplatten, Rigips Platten und Wandfliesen. An allen diese Materialien habe ich verschiedene Fräs- und Schleifköpfe mit und ohne Anschlag getestet. Dann habe ich mich an eine Werbetafel herangetraut. Für die Werbetafel war es notwendig, einen Schriftzug aus einer Holzplatte herauszufräsen. Ich muß zugeben, dass ich mir das aus dem Werbefilm ein bisschen abgekuckt habe, aber ich fand die Idee so Klasse, das ich auch meine Frau davon begeistern konnte.

2. Wie beurteils Du die Leistung des Dremel Trio?

Die meisten Arbeitsgänge ließen sich problemlos bewerkstelligen. Ich empfand es teilweise schwierig, immer die richtige Drehzahleinstelllung für jedes Material und jeden Arbeitsschritt zu finden. Das Handbuch gibt zwar Richtlinien, aber jedes Mal hineinschauen fand ich etwas lästig. Es sollte auf alle Fälle keine Eile aufkommen, denn wenn man nicht das Gerät arbeiten lässt, vielleicht etwas stärker drückt, kommt es schon manchmal vor, dass das Gerät stehen bleibt. Für den normalen Heimgebrauch sicher ausreichend wobei ein bisschen mehr Kraft nicht schaden könnte, besonders bei Fräsarbeiten.

3. Wie leicht fällt dir die Handhabung?

Das Gerät lässt sich relativ leicht handhaben. Wenn man sich erst einmal vertraut gemacht hat geht es sehr leicht. Gut finde ich, dass der Griff variabel geschwenkt werden kann. Dadurch lässt sich das Gerät auch gut in schwerer zugänglichen Bereichen einsetzen. Der Mechanismus zum Verstellen ist sehr leichtgängig. Gut wäre gewesen, wenn nicht nur 0° und 90° sondern auch 45° eingestellt werden könnten. Der Einschalter lässt sich leicht drücken, jedoch der Arretierknopf hat öfters geklemmt und macht auf mich auch nicht wirklich eine soliden Eindruck. Der Werkzeugwechsel ist umständlich, da man immer den Werkzeugschlüssel benötigt. Ich glaube es gibt nicht mehr viele Geräte bei denen noch so etwas nötig ist. Der Schlüssel verbleibt auch nicht beim Gerät, so dass ich permanent auf der Suche war. Der Anschlag lässt sich leicht einführen. Elegant ist die Idee mit der Kreisschneidfunktion kombiniert mit der Anschlagfunktion. Bedacht wurde jedoch nicht, dass der Knopf für die Kreisschneidfunktion relativ groß ist, so dass er bei der Anschlagfunktion permanent stört. Ein wenig umständlich empfand ich auch die Feststellschraube. Das rein und raus drehen ist wirklich lästig. Die Höheneinstellung ist gut, jedoch hakte der Mechanismus manchmal. Auch war es nicht leicht möglich eine genaue Tiefe ohne Probe einzustellen, was sich besonders beim Ausfräsen der Buchstaben bemerkbar gemacht hat. Die Staubabsaugung ist ganz nützlich jedoch für mich bei Überkopf-Arbeiten nicht einsetzbar, da mein Staubsaugerschlauch nicht lang genug ist.

4. Bist Du zufrieden mit den Arbeitergebnissen?
Die Schnittergebnisse sind relativ gut. Das Fräsen und Abschleifen der Kanten lieferte gute Ergebnisse, wenn die Führung benutzt werden kann. Frei Hand war es schwerer möglich eine gleichbleibende Form über die Länge zu erhalten. Das Eintauchen und das Fräsen aus dem Vollen lief erstaunlicherweise gut. Das Werkzeug ist kaum verlaufen, man konnte das Gerät gut führen und somit den Schnitt an einer Linie leicht führen. Es gab keine nennenswerten Ausrisse an den Kanten. Auch Schnitte aus Fliesenmaterial lieferte gute Ergebnisse. Bei diesen harten Materialien war es jedoch wichtig, dass Gerät arbeiten zu lassen, da es sonst schnell aussteigt. Wenn man sich aber eingefuchst hat geht es gut. Kreisschnitte liessen sich gut bewerkstelligen, vor allem mit der Kreisschnitthilfe. Die Kreise waren schön rund, sowohl Überkopf als auch in normaler Position. Angenehm hierbei, dass keine zwei Werkzeuge zum Bohren und schneiden notwendig waren.

5. Erfüllt der Dremel Trio deine Anforderungen und Erwartungen?

Der Dremel ist sicherlich eine gute Ergänzung und erfüllt für die meisten Anwendungen die Erwartungen.

6. Was können wir zukünftig Dremel Trio verbessern?

Folgende Dinge könnten aus meiner Sicht verbessert werden: Arretierknopf beim Einschalter so konstruieren, dass er nicht klemmt. Der Seitenanschlag sollte auch ohne Schraube sich feststellen lassen und der Knopf sollte nicht so groß sein, dass er stört. Die Höheneinstellung sollte eine Maßeinteilung besitzen Die Richtlinien für die Drehzahleinstellung sollten sich am Gerät befinden. Der Werkzeugwechsel sollte ohne Werkzeug möglich sein und es sollten alle Schaftdurchmesser einsetzbar sein. Die Bearbeitungstiefe sollte größer sein. Das Gerät sollte mit Licht und einer Ausblasfunktion ausgestattet sein. Der Einsatzbereich würde sich vergrößern, wenn das Gerät auch kabellos betrieben werden könnte.
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 122547#post122547
2011-11-11 13:04:48

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