Dremel Moto-Saw - das 2-in-1-Gerät für präzise Detailarbeiten

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Test der Dremel Moto-Saw 0 Kommentare
Vom 30.11.12 Geändert 2012-11-30 22:01:50
Produkttest zur Dremel Moto-Saw
 
Als erstes möchte ich mich bedanken das ich am Test der Moto-Saw von Dremel mitmachen durft.
 
Erster Eindruck und  Lieferung
 
 
Die Säge kam bei mir recht zügig an. Als ich das Paket öffnete war ich sehr überrascht. Eine Dekupiersäge im Koffer. Ich dachte nur „Wie genial ist das denn“. Normaler Weise sind Dekupiersägen doch etwas sperrig. Doch die Moto-Saw kann gut und schnell im Koffer verstaut werden und damit platzsparend weggeräumt werden. Das stellt gerade in meiner kleinen Werkstatt einen Riesen Vorteil da.
Standardmäßig liegen der Moto-Saw  5 Sägeblätter bei:
 
2x MS51 Mehrzweck-Holzsägeblatt
2x MS52 Detail Mehrzweck-Holzsägeblatt
1x MS53 Metallsägeblatt
 
Zum Testen bekam ich je noch eine Packung Sägeblätter dazu.
Damit war ich gut für den Start gewaffnet. Das war auch gut so, denn bei mir in den Baumärkten konnte ich noch keine Sägeblätter ausfindig machen.
 
Die ersten Trockenübungen zeigten, dass die Säge sich leicht, schnell und sicher aufbauen lässt.
Das wieder einsortieren in den Koffer geht auch recht flott. Der Koffer ist gut sortiert und bietet ausreichend Stauraum, so dass die Packungen Sägeblätter auch gut Platz finden.
 
Die beigelegten Klemmen sind O.K. und erfüllen ihren Zweck. Die Moto Saw hält bombenfest am Tisch.
Der Tisch kann im Winkel nicht eingestellt werden.
 
 
Der Anschlag hat mir nicht so gut gefallen. Dieser ist nicht so schön gearbeitet und scheint etwas „preiswert“. Bei betrachten des Anschlages viel mir aber auf das die Führungsschienen am Tisch nur parallel zum Sägeblatt sind. Heißt der Anschlag kann als eine Art Schiebeschlitten genutzt werden aber nur begrenzt als Längsanschlag, da der Abstand zum Sägeblatt nicht variiert werden kann. Vielleicht könnte einfach noch eine Führungsschiene quer einbracht werden.
 
Aus meiner Sicht benötigt jedoch eine Dekupiersäge eh keinen Anschlag. Aber dies ist meine subjektive Meinung.
 
Im Großen und Ganzen war mein erster Eindruck von der Säge gut. Die Moto Saw sieht wertig und gut verarbeitet aus.
 
 
Die Bedienungsanleitung fand ich etwas unübersichtlich und knapp gehalten. Die Bilder waren jedoch für mich selbsterklärend.
 
 
 
 
Arbeiten mit der Moto Saw
 
 
Also ab in die Werkstatt und die Säge am Tisch befestigen und Sägeblatt rein. Das ganze ging wie schon erwähnt recht flott.
 
Als erstes fiel mir auf das das Sägeblatt zwar fest und gut sitzt aber sich die Spannung nicht nachjustieren lässt. Ich finde, dass das Sägeblatt nicht genügend Spannung hat, wodurch es mir schwer fällt den Sägeverlauf zu variieren.
 
Als nächstes hatte ich den Anschlag benutzt. Mit diesem war es mir nicht möglich einen geraden Schnitt hinzubekommen. Also kam der gleich wieder in den Koffer. Ist für mich auch nicht wichtig bei einer Dekupiersäge.
 
Ich hatte mal den Versucht gestartet dickeres Material zu sägen. So hab ich 27 mm Weichholz probiert. Ich musste sehr langsam sägen aber es ging.
Dünneres Holz sägt die Moto Saw auch wie Butter, solange kein Richtungswechsel kommt.
Bei diesen hatte ich dann immer meine Probleme. Ich denke das dies nur durch die zu geringe Spannung des Sägeblattes kommt und fand dies sehr schade.
 
Was ich toll fand war das schnelle Ein- und Ausspannen der Sägeblätter. Hebel rum, aushängen, neues reinhängen und wieder Hebel zurück. Das klappt klasse.
 
Die Absaugung der Moto Saw ist super. Diese befindet sich direkt unter dem Tisch und geht nach vorn weg. Ein Schlauch eines normalen Haushaltsstaubsauger passt in den Stutzen und die Leistung meinen kleinen Sauger hat vollkommen ausgereicht. Der Vorteil der Absaugung, ist nicht nur das der Großteil des Schmutz weggesaugt wird, sonder der „Sog“ zieht das Werkstück auch an den Arbeitstisch. Das beim Sägen meiner Minipalmen sehr nützlich war, da diese dann sicher auf dem Tisch lagen und ich auf den Niederhalter versichten konnte.
 
Der Niederhalter ist auch sehr nützlich. Das Werkstück wird gut an die Arbeitsfläche gedrückt und die Sicht auf den Schnitt wird nicht versperrt. Ich hatte versucht das Sägeblatt mit dem Niederhalter noch etwas zu spannen. Aber leider sitzt dann das Werkstück zu fest, um es zu schieben.
 
Die Moto Saw hat sicherlich einige schöne und/oder neue Eigenschaften wie:
           
  • Schnelles Verstauen im Koffer bzw. schnelles Aufbauen
  • Kompakte Säge
  • Schnelles Einspanne von Sägeblätter mit Querstift
  • Gute Absaugung
  • Niederhalter
 
 
Aber die Moto Saw hat auch einige Nachteile
 
  • Keine Blasvorrichtung, welche das Sägemehl vom Werkstück entfern
  • Schlechte Sägeblattspannung, auch nicht nachjustierbar
  • Hoher Geräuschpegel
  • Geringe Sägeblätter Auswahl  (drei Arten sind mir bisher bekannt)
  • Nutzung von Sägeblätter ohne Querstift nicht möglich
  • Nur Dremel Sägeblätter (spezielles Maß)
  • Für mich war der Mobile Einsatz schwer zu kontrollieren
 
 
 
Ich wurde sagen das Neueinsteiger, welche mal ab und wann eine Schwibbogen Sägen wollen, kommen mit der Moto Saw sicherlich gut zu recht. Gerade wenn man platzprobleme hat und keine große Dekupiersäge hinstellen kann.
Jedoch jemand der schon länger mit einer Dekupiersäge arbeitet, tut sich beim Umstieg zur Moto Saw schwer.
Zu letzteren zähle ich mich. Es war für mich schwierig mich auf die Moto Saw einzustellen. Ich denke, dass das Hauptproblem in der Spannung der Sägeblätter liegt. Dadurch konnte ich nicht so einfach wie gewohnt das Holz in die richtige Richtung drücken. Nachdem ich mich etwas daran gewöhnt hatte waren auch filigranere Sachen (Palmen) möglich. Jedoch musste ich mich beim Sägen sehr konzentrieren und sehr langsam arbeiten. Einen starken Richtungswechsel beim Sägen konnte ich jedoch nicht durchführen. Dabei sind mir zweimal die Sägeblätter gebrochen.
 
Das zweite was mir nicht gefiel waren die Sägeblätter, oder besser deren Auswahl. Ich konnte nur Dremel Blätter Testen, da meine anderen Blätter zu lang waren. Es ist schade das man da auf einen Hersteller beschränkt ist, nützt aber nichts. Jedoch könnte Dremel das Sortiment an Blätter noch mal überdenken. Schön wären noch Blätter mit Gegenzahnung oder größerem Abstand zwischen den Zähnen (besserer Material Transport). Für manche wären sicherlich auch Rundsägeblätter interessant, auch wenn ich diese nicht so mag ;)
 
Als Fazit lässt sich sagen die Säge ist bei Platzproblemen (schneller Auf- und Abbau) für Nutzer welche zwei- bis dreimal im Jahr damit arbeiten gut zu gebrauchen. Es lässt sich damit sicherlich auch ein Schwibbogen herstellen. Jedoch konnte sie mich nicht überzeugen. Mein Hauptproblem war die zu geringe Sägeblattspannung. Leider muss ich sagen, dass ich die Säge nicht meinen Freunden empfehlen wurde
 
 
Nun noch zu den Fragen an die Tester.
 
Was für Projekte hast du mit der Dremel Moto Saw durchgeführt?
 
Ich habe eine
 
  •  kleine Krippe gebaut, nach Vorlage von Steve Good.
  •  kleine Holzzuschnitte gesägt, für Werkstatthilfen und andere Projekte.
  •  Dübelstangen auf Maß gesägt.
  •  im Mobilen Einsatz versucht Holzabschnitte von Schmalen Holzplatten zu sägen.
  •  mir einige Halterungen für Werkzeug gebaut, um diese an der Wand zu verstauen.
 
Am Anfang wollte ich wie gewohnt einfach drauf los sägen, was dann auch ziemlich schief ging. Danach habe ich langsam und konzentriert gearbeitet. Dadurch ging es schon besser.
 
Wie beurteile ich die Leistung der Dremel Moto-Saw
 
Die Leistung ist in Ordnung. Ich konnte Weichholz bis zu 27 mm sägen, ohne Probleme.
Wie bin ich mit der Moto Saw zurecht gekommen
 
Schwierige Frage. Eigentlich bin ich mit der Säge nicht zurechtgekommen. Ich weiß nicht ob es daran liegt das ich eine andere Dekupiersäge gewöhnt bin oder ob es an der Moto Saw liegt. Was mich sehr gestört hat war das ich den Schnitt nicht so gut kontrollieren konnte. Wie schon erwähnt, durch die zu geringe Sägeblattspannung.
 
Wie leicht fällt mit die Handhabung der Dremel Moto-Saw
 
An der Handhabung kann ich nix wirklich aussetzen. Die Säge ist schnell auf- und abgebaut. Ist sicher fixiert, Sägeblätter lassen sich schnell einsetzen, Absaugung ist klasse und lässt sich kompakt im Koffer verstauen.
Der An- und Ausschalter konnte leichter gehen und oben an der Säge angeordnet werden. Aber war nicht so problematisch.
 
Bin ich mit dem Arbeitsergebnis zufrieden
 
Ich konnte das sägen was ich wollte. Teilweise musste ich jedoch mit Feile mehr nacharbeiten als gewohnt, gerade bei dickeren Holz (12 bis 18 mm). Die Sägeblätter könnten im unteren Drittel ein paar Gegenzähne haben, um die Ausrisse bei Sperrholz (4 bis 6 mm) zu verringern.
Ich kam mit der Moto Saw zu meinem gewünschten Ziel, mit mehr Konzentration, langsameren Sägen und Nacharbeiten.
 
Erfüllt die Moto Saw meine Erwartungen und Anforderungen
 
Leider nein. Was schade ist, da aus meiner Sicht das Hauptproblem die fehlende Blattspannung ist.
 
Was kann in zukünftig an der Dremel Moto-Saw verbessert werden?
 
Definitiv eine Möglichkeit um das Sägeblatt strammer zu spannen. Normalerweise spanne ich mein Sägeblatt nach Gehör, um das Hohe C rum. Bei der Dremel Moto-Saw klingt das Blatt sehr dumpf.
Schön wären an breiteres Angebot an Sägeblättern
 
Wurde ich die Dremel Moto-Saw in Zukunft auch für weitere Projekte nutzen
 
Das kann ich diesmal noch nicht abschätzen. Bisher gehe ich davon aus das ich sie nicht mehr so oft nutzen werde.
Ich werde die Moto Saw definitiv noch etwas testen. Ich werde sie jedoch nicht gegen meine bisherige Dekupiersäge eintauschen. Vielleicht wird sie zu meinem Zweitgerät im Garten, wo ich auch oft eine Dekupiersäge vermisse oder ich hebe sie auf bis mein Zwerg alt genug ist zum üben.
 
 
 
Der Test selber hat mir viel Spaß gemacht.
Vielen Dank
Sebastian
 
 
 
 
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