Die Handkreissäge PKS 40. Kompakter und leichter für noch präzisere Schnitte.

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PTK 40 Testbericht von einem "Anfänger" mit sehr hohen Erwartungen 12 Kommentare
Vom 03.04.16 Geändert 2016-04-03 00:44:07
 
Ich habe vor der PKS 40 noch nie eine Handkreissäge benutzt.
 

Der erste Eindruck

Beim Auspacken war ich überrascht von der kompakten Bauweise und der wiederum breiten Grundplatte 13,5 x 26 cm. Die Handkreissäge sieht sehr handlich aus und sie ist es auch durch, wie ich finde, geringes Gewicht (laut Packungsangabe 2,6 kg). Die Geringe angegebene Leistung von 850 W hat meinen Eindruck über die Handhabung gefestigt und mich auch noch sicherheitstechnisch etwas beruhigt. Ich stelle mir nämlich eine „geringere“ Leistung als Sicherer.
Die Boschfarben sind wie immer gut verteilt und das Gerät sieht so schön aus. Mit Ausnahme der Grundplatte, die aus verzinktem Stahl ist. Diese macht einen billigen Eindruck.
Noch aufgefallen ist mir kurz nach dem Auspacken, die schwarze Gummierung am Handgriff, sie sieht nämlich aus, als ob sie sich zersetzt, und fühlt sich fettig an.
Der Schutzplastik (die Pendelschutzhaube) des Sägeblatts ist auf seiner Drehachse sehr kippelig und macht den Eindruck, als ob ein Teil an der Achse fehlt oder gespart wurde (bei der Benutzung war dann klar, dass so viel Spielraum nötig ist, damit trotz Staub alles sicher funktioniert).
Gewundert hat mich der etwas versetzt aufgeklebte Boschaufkleber auf der Schutzhaube (mag sein, dass ich pingelig bin, es hat mich trotzdem gewundert).
Diese Kreissäge hat keinen Keil. Sie hat einen Saugeranschluss.
 

Einsatzvorbereitung

Vor Beginn der Arbeit wurde die Grundplatte, mithilfe eines Anschlagwinkels, auf 90° zum Sägeblatt positioniert. Diese Position entspricht nicht der 0° Position auf der Gehrungswinkelskala. Somit ist die Skala bei meinem Gerät nicht wirklich nützlich.
 
Siehe Bild 1

Der Staubsaugeranschluss hat meiner Meinung nach, zu viel Spielraum: Bleibt der Schlauch vom Sauger (Bosch Sauger) irgendwo hängen fällt er raus. Ist der Sauger an, bessert sich dieser Zustand.
 
Siehe Bild 2


Projekte
Ich besitze keine Tischkreissäge, Kapp- oder Zugsäge und kann mich aus verschiedenen Gründen immer noch nicht entscheiden, was für mich geeigneter ist. Ich wollte prüfen, ob ich mit der PKS 40 die Zeit der Entscheidung überbrücken oder sogar verlängern kann, ohne auf Projekte zu verzichten.

1. Projekt:
Ein Tisch für ein Puppenhaus. (Ziel: schnell und einfach gebaut, günstig, nicht hässlich und Zweck erfüllend).
Der Tisch sollte die Maße 660 x 500 mm haben. Ich habe eine 800 x 600 x 18 mm Fichte-Leimholzplatte aus dem Baumarkt genommen. Diese hatte keinen einzigen 90°-Winkel. Erste Aufgabe der Kreissäge, war es also einen geraden Schnitt zu ermöglich, um so die erste 90° Bezugskante der Tischplatte zu erzeugen. Ich habe zum Üben den CutControl benutzt. Das sind 4 Schnittlinien auf einer dursichtigen – transversal einstellbaren – Verlängerung vor dem Sägeblatt. Jeweils zwei Linien markieren die Ränder des Sägeblattes bei 0° und 45° Gehrung.
Ich war, im Vergleich zur Stichsäge überrascht, wie „angenehmer“ der Ton bei der Handkreissäge ist. Die Lautstärke zu bewerten macht keinen Sinn, da sie sowieso subjektiv ist (Gehörschutz schadet nie!).
Ich hatte beim Sägen das gleiche Problem, wie bei der Stichsäge PST 900 nur schlimmer: Der CutControl ist zwar klappbar nach hinten bzw. nach vorne. Und man kann zusätzlich zur Hilfslinie die Zacken zur Hilfe benutzen. Der CutControl ist trotzdem zu weit vom Sägeblatt und die Markierungslinien sind zu kurz. D. h. beim Ansetzen habe ich die Markierung vom CutControl auf meiner eingezeichneten Linie, aber die Säge setzt etwas versetzt am Werkstück an. Beim Verlassen des Werkstückes ist wiederum das Problem, dass der CutControl schon aus dem Werkstück ragt, wenn die Säge noch gar nicht am Rand angekommen ist.
Bei der PST 900 Stichsäge, kann man überprüfen, ob das Sägeblatt auch an der richtigen Stelle ansetzt. Das geht bei der PKS 40 nicht, denn von vorne oben ist das Sägeblatt durch die Schutzhaube versteckt. Es ist auch etwas gewöhnungsbedürftig beim Ausklappen des CutControl vorn auf die Markierungshilfslinie zu achten und hinten auf dem Zacken. Ich glaube, ich würde lieber eine zweite Markierungslinie auf einem transparenten Plastikteil hinten vorziehen, als diese Zacken.

Siehe Bild 3
 
Entsprechend war mein erster Schnitt ziemlich mies. Am Rand konnte man sehr starke Spuren bzw. Vertiefungen vom Sägeblatt sehen und der Schnitt war nicht gerade. Wie schon erwähnt, es war mein erster Schnitt mit einer Handkreissäge, es liegt also weniger am Gerät selbst. Dennoch hatte ich es mir ohne Vorerfahrung erfolgreicher und vor allem besser als mit einer Stichsäge vorgestellt (mit Letztem habe ich auch Übung).
Man sollte wie bei der Stichsäge nicht das Gerät starten, wenn das Sägeblatt am Werkstück anliegt. Sonst reißt es Stücke aus dem Werkstück.

Siehe Bild 4

Wenn der CutControl für einen Anfänger keine Hilfe ist, dann muss ein Anschlag her! Ich habe zuerst ein Aluminium U-Profil als Anschlag genommen. Also gegen den Anschlag drücken und nach vorne schieben! Nächstes Problem: das Motorgehäuse stößt an den Schraubzwingen (egal wie rum!). Auf Dauer muss einen breitere Lösung her, damit die Schraubzwingen genug Abstand haben. Der Schnitt war gerade, allerdings konnte ich von der Seite immer noch Spuren vom Sägeblatt sehen.  

Siehe Bild 5
 
Das fand ich enttäuschend, ich hatte mir vorgestellt, dass nach dem Schnitt keine weitere Verarbeitung, abgesehen vom Entgraten, nötig wäre.
Mir ist nicht klar, woran das liegt (Schnittgeschwindigkeit? Zu geringe Drehgeschwindigkeit 5300 U/min? Sägeblatt unpassend? Motorachse nicht senkrecht zum Grundplattenrand? Schock vom AFC des Saugers? Seitliche Biegung der Grundplattenhalterung? Anfängerfehler? …)
Anschließend habe ich die Tischplatte gegen die Holzfasern gesägt, um sie auf 66 cm zu verkürzen. Als Führung konnte ich einen Anschlagwinkel aus Stahl benutzen.
Das Schnittbild war sehr unschön, Faser und kleine Stücke wurden aus dem Holz gerissen. Bei der Stichsäge passiert so etwas auf einer Seite der Holzplatte auch, nur nicht so schlimm. Auch hier muss die Schnittkante bearbeitet werden, um die Sägeblattspuren zu entfernen.

Siehe Bild 6
 
Die Füße 182 x 44 x 44 musste ich mit der Handsäge schneiden (wie der Name es andeutet, hat die PKS 40 eine Schnitttiefe von max. 40 mm). Der Rahmen des Tisches 530 x 44 x 22 und 373 x 44 x 22 konnten auch mit der PKS 40 problemlos zurecht gesägt werden.

Siehe Bild 7

2. Projekt:
Hängebrücke für die Katze. (Ziel: präzise und schöne Verarbeitung, Stabilität). Dieses Projekt war eigentlich nicht ganz oben auf meiner Projektliste. Nach den Erfahrungen mit der PKS 40 bei dem Puppenhaus (und den Druck meiner Katze) entschied ich mich dieses Projekt anzufangen. Die Hängebrücke besteht aus sehr vielen identischen 185 x 60  x 21 mm Quader. Die Quader bilden die Stufen der Hängebrücke. Diese Stufen werden mit Sisalseil zur einer Hängebrücke verbunden. Also perfekt um sich mit der Kreissäge auszutoben und das in 21 mm Buche-Multiplex.
Außerdem hatte ich so die Gelegenheit den mitgelieferten Parallelanschlag zu testen.
Die Quader wollte ich aus einem im Baumarkt zugesägtem 1800 x 185 x 21 mm Brett schneiden. Da ich sicher sein wollte, dass alle Winkel 90° haben.
Ich habe den Parallelanschlag auf 6 cm eingestellt und in Restholz Probe gesägt, um die Position genau einzustellen.
 
Siehe Bild 8
 
Beim Sägen des Multiplexbrettes wurde die Sache ungünstig, die Quader wurden nämlich nach vorne weggeschleudert. Das konnte ich verhindern, indem ich sie während des Schneidens mit der linken Hand festhielt. Irgendwie habe ich meine Finger nicht so gerne in der Nähe des Sägeblattes, aber es scheint die einzige Möglichkeit zu sein, um zu verhindern, dass die Teile durch den Raum schießen. Das Sägen an sich machte keine Probleme, ich hatte nicht das Gefühl, dass 850 W zu wenig Leistung sind.
Leider wurden mit dem mitgelieferten Parallelanschlag die Quader zu schiefen Prismen.  Dem Anschlagwinkel nach ist mein mitgelieferter Parallelanschlag nicht senkrecht zur Halterung. Welche Auswirkungen das auf einen langen Schnitt hat, habe ich nicht getestet. Es muss ja nicht schlecht sein, nur 2 Berührungspunkte sind nötig. Liegen diese 2 Punkte nicht auf einer Parallelen zur Grundplattenkante (also, wenn das ganze schief ist) hat es meiner Meinung nach nur Auswirkung auf das Schnittbild und am Anfang und Ende des Schnittes. Allerdings war es für meine Zwecke in diesem Projekt nicht geeignet und ich werde diesen Parallelanschlag auch in Zukunft nicht benutzen (daher war mir der Test auf ein langes Holzbrett nicht wichtig).

Siehe Bild 9
 
Mithilfe eines Anschlagwinkels und Tiefenmesser um den korrekten Abstand zu bestimmen, konnte ich die passenden Stücke sägen.

Siehe Bild 10
 
Die Quader haben an zwei Kanten eine 8 mm tiefe Nut (in der Nut wird das Sisalseil befestigt).
Die Schnitte waren sauberer als bei Projekt Nummer 1 mit Fichtenholz. Allerdings waren die Schnitte nie perfekt. Im Mittel waren die Schnitte gerade, aber lokal waren sie unregelmäßig, als ob jemand mit viel Übung die Schnitte mit einer Stichsäge durchgeführt hätte und unter Parkinson leidet.
 
Siehe Bild 11
 
3. Projekt:
Wandhalterung für die Katze-Hängebrücken und Liegefläche für die Wand.
Die Wandhalterungen bestehen aus zwei 21 mm Multiplex Bretter, die in einem Rechtenwinkel verbunden sind. Zum Stützen dient ein Winkel aus dem gleichen Material. Die Liegefläche ist ähnlich aufgebaut nur breiter und mit zwei Stützen.
Da ich die Schnittqualität verbessern wollte, habe ich nach Sägeblätter mit mehr Zähnen gesucht. In keinem Baumarkt waren Sägeblätter der Marke Bosch erhältlich. Ich habe also zwei Sägeblätter mit dem Durchmesser 130 mm (Bohrungsdurchmesser 16 mm) mit 40 und mit 80 Zähnen von der Firma Craftomat gekauft.
Das Losschrauben des Sägeblattes ging mit dem mitgelieferten und an der Säge verstauten Sechskantschlüssel problemlos. Das Rausholen des Sägeblattes aus dem Gehäuse war nicht so einfach, denn um über die Sägespindel zu kommen verkantet sich das Blatt in der Pendelschutzhaube (zu Erinnerung, diese ist aus Plastik).
Nach dem ersten Schnitt mit dem neuen 40-Zähne-Blatt (11425457)war ich begeistert, supersaubere Schnitte und kein Ausfransen mehr im Multiplex und kaum in Fichte. Der Vorschub ist mit diesem Blatt nicht mehr so zügig möglich, wie mit dem originalen 12-Zähne-Blatt. Aber es sollte nicht schnell, sondern genau und sauber werden.
 
Siehe Bild 12

Doch dann kam die Ernüchterung: Die Schnitte waren in der Tiefe schief.
 
Siehe Bild 13

Egal wie oft ich mit Winkeln versucht habe den Gehrungswinkel richtig einzustellen, es war unmöglich ein zur Oberfläche 90°-Schnitt zu bekommen. Ich habe letztendlich mehr Zeit aufgewandt beim Versuch die Säge einzustellen als beim Arbeiten selbst. Frustriert habe ich das Projekt zur Seite gelegt und hatte auch keine Lust das zweite Sägeblatt auszupacken und zu testen. Mir ist immer noch nicht klar, woran das liegen kann, entweder verzieht sich die Grundplatte beim Sägen, beim Ablegen oder es ist mit diesem Sägeblatt unmöglich den Winkel genau einzustellen. An die ungenaue Skala konnte ich mich sowieso nicht richten.
 

Bemerkungen und Verbesserungsvorschläge
 
Grundsätzlich wäre es hilfreich, wenn Bosch dafür sorgen könnte, dass ihr Zubehör in allen Baumärkten vertreten ist. Bei spontanem Bedarf kann ich nicht auf eine Internetbestellung warten. Und nicht immer funktioniert das Zubehör von einer anderen Firma trotz gleicher Maßen (z. B.: die Tacker-Nägel von Novus mit dem PTK 14 EDT). Wo ist das Kabel? Das frage ich mich immer wieder, wenn ich säge. Es ist zwar hinter der Säge, aber ich fände es angenehmer, wenn ich weiß, wo die Leitung ist und nicht erst mal nachschauen muss.
Vielleicht wäre eine Biegungsfeder sinnvoll, die die Stromleitung auf 30 cm hoch- bzw. einigermaßen waagerecht hält.
 
Wenn der Mitgelieferte Parallelanschlag sowieso unzuverlässig oder ungenau ist oder sein könnte, frage ich mich, ob es nicht besser wäre, man lässt ihn ganz bleiben. Wer Möbeln bearbeiten möchte, sollte sich nicht auf dem mitgelieferten Anschlag verlassen. Dass er mitgeliefert wird, gibt den falschen Eindruck, dass er hilfreich wäre. Das könnte viele Anfänger enttäuschen (vielleicht hatte ich auch nur Pech bei meinem Exemplar).
 
Die Schnitthöhe lässt sich schnell und einfach einstellen. Die Öffnung mit der Markierung auf der Skala ist sinnvoll (ob die Werte tatsächlich stimmen, war mir nicht so wichtig). Die Zehner sind auf der Skala nicht immer sichtbar, es kommt vor, dass man in der Öffnung nur die Skalastriche sieht ohne Zahl. Das ist schade.
 
Die Gebrauchsanweisung gibt wertvolle Hinweise, die gerne unterschätzt werden. Ich hätte mir mehr Bilder über Befestigungsvorschläge gewünscht. Klar kann man sich auch woanders informieren, aber gerade, weil die Beschreibung so gut ist, brauchst es nicht mehr viel, um sie perfekt zu machen. Ein paar Artikelnummern von Sägeblättern und ihre Eigenschaften hätte ich mir auch gewünscht und nicht nur Symbole von Materialen.
 
Während des Arbeitens ist mir aufgefallen, dass der Druckschalter der Kreissäge stark gedrückt werden muss (die Feder ist ziemlich kräftig). Aber vielleicht ist es aus Sicherheitsgründen ganz gut so: Sollte irgendetwas blockieren oder falls man erschrickt, lässt man schneller nach. Ansonsten ist mir während des Arbeitens vor dem neuen Sägeblatt nichts negativ aufgefallen, und das ist ja eigentlich wichtig bei einem Werkzeug, man soll sich auf die Arbeit konzentrieren und nicht auf die Macken des Werkzeuges.
 
Die Skala des Gehrungswinkels ist mir zu ungenau und sie sollte verstellbar sein. Oder sie sollte ohne Werte nur mit engen Strichmarkierungen gestanzt werden. Wenn es sowieso produktionsbedingt zu Abweichungen kommt, warum nicht mit ihnen Leben und sie vom Benutzer einfach lösen lassen? Jedes Gerät muss geeicht werden, und wenn es bei der Produktion zu teuer wird, dann soll es doch der Verbraucher mit einfachen Mitteln selbst machen können.
 
Der Staubsauger fällt zu einfach aus dem Anschluss raus.
Dass die Absaugung gut funktioniert, merkt man, wenn man sie vergessen hat und den Unterschied auf dem Boden sieht.
 
Im Vergleich zu anderen Kreissägen, die ich im Baumarkt gesehen habe, ist die Haptik viel angenehmer und nicht „Spielzeug-like“. Die Grundplatte sieht „Billig“ und nicht sehr steif aus.
 

Fazit

Die Kreissäge mit dem mitgelieferten Sägeblatt erfüllte nicht meine – zugegebenermaßen sehr hohen – Erwartungen bei der Schnittqualität. Aber man konnte mit ihr gut arbeiten. Die Qualität der Schnitte bei den Stufen der Katzen-Hängebrücke war in Ordnung. Meiner Katze wird sich daran stören. Ich hatte auch Spaß beim Sägen. Sobald sich eine Routine entwickelt hat, läuft alles zuverlässig.  
Wer perfekte Schnittkanten für Möbel oder einen Bilderrahmen haben möchte, muss Abstriche machen oder sollte idealerweise einen Bandschleifer für die Nacharbeiten besitzen.
Leider konnte ich nicht nachvollziehen, warum der Gehrungswinkel nach dem Blattwechsel nie so wurde, wie ich ihn haben wollte. Die Feineinstellung kann man mit der Skala des Gerätes vergessen, das Nachmessen des Winkels ging sehr umständlich (wegen der Zahndicke und der Pendelschutzhaube).
Ich bin über die PKS 40 zurzeit geteilter Meinung. Einerseits hat sie das gemacht, was ich erwartet habe in vertretbarer Qualität (für einen Gartenhaus oder Bau eines Prototypen völlig ausreichend). Andererseits hat sie mich ziemlich frustriert mit den schönen sauberen Schnitten aber schiefe Kanten.
Über die Gründe der Schiefen Kanten kann ich zurzeit nur Vermutungen machen. Man muss berücksichtigen, dass ich beim Thema Handkreissänge ein Anfänger bin. Es ist gut möglich, dass der Fehler auf einem Bedienungsfehler zurückzuführen ist. Um das zu klären hat der Zeitraum für den Test nicht ausgereicht. Sollte sich das Problem mit dem Winkel klären, dann ist die PKS 40 (ohne das originale 12-Zähne-Blatt) in allen meinen zukünftigen Projekten einbezogen.
 
 
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/die-testberichte- zur-handkreissaege-pks-40-thema-21585.html.

Liebe Grüße
Kathrin
2016-05-19 14:47:18

Da es beim Arbeiten mit der PKS 40 einige Auffälligkeiten und Kritikpunkte gab, möchten wir hierzu gerne Feedback geben. Wir haben uns auch mit Der1ASchaffer in Verbindung gesetzt und Fragen und Details geklärt

Los geht´s:

• Skala Gehrungswinkel:
Wenn Sie erst die Schnitttiefe einstellen und dann den Gehrungswinkel wählen, sollte die Skala präzise anzeigen. Wir werden das in der Fertigung ebenfalls überprüfen und korrigieren.
• Der Staubsaugerschlauch fällt zu schnell aus dem Staubsaugeranschluss:
Wie fest der Staubsaugerschlauch im Gerät hält, hängt stark vom verwendeten Staubsauger ab. Auf dem mitgeschickten Bild, sieht es so aus, als würde der Staubsaugerschlauch nur an einer Seite fest klemmen und ist möglicherweise deshalb so leicht aus dem Anschluss gefallen.
2016-05-19 14:52:27

• CutControl
CutControl ist ein bewährtes System, das Hilfestellung zu mehr Präzision geben soll. Allerdings ist es auch subjektives Empfinden, ob man lieber direkt auf das Sägeblatt schaut oder auf die vom CutControl angezeigten Markierungen. Die Montage des CutControls werden wir im Werk überprüfen.

• Schnittqualität, unsaubere Schnitte und Spuren vom Sägeblatt im Holz:
Das Schnittergebnis ist stark vom verwendeten Holz, der Faserrichtung in die gesägt wird, dem verwendeten Sägeblatt und der Anwendung abhängig. Sowohl auf unsere Community-Seite als auch auf der Bosch-do-it-Seite (www.bosch-do-it.de) finden Sie Tipps zur Anwendung und Informationen zum richtigen Zubehör.

• Das Motorgehäuse stößt an die Schraubzwingen;
Dies ist ein grundsätzliches Problem bei Kreissägen. Es gibt jedoch besonders flache Schraubzwingen, die sich für solche Anwendungen eignen.

2016-05-19 14:53:59

• Fasern/Werkstücke werden durch das Sägeblatt mitgeführt:
Bei jeder Kreissäge kann es passieren, dass sehr kleine Werkstücke/Fasern vom Sägeblatt mitgeführt werden können. Ausschlaggebend für ein sauberes Schnittbild ist das verwendete Sägeblatt. Das mitgelieferte Sägeblatt ist für Qualitätsschnitt bei Standardanwendungen.

• Parallelanschlag
Beim Arbeiten mit der Kreissäge wird Druck auf den Parallelanschlag ausgeübt, sodass dieser möglicherweise nicht mehr ganz senkrecht zur Halterung anliegt. Ein Parallelanschlag ist kein Ersatz für eine feste Führungsschiene.

• Sägeblattwechsel
Vielen Dank für diesen Hinweis. Wir werden das noch einmal überprüfen

• Die Gehrungswinkelskala sollte einstellbar sein.
Vielen Dank auch für diesen Hinweis. Wir werden versuchen dies in unseren Folgeprojekten zu beachten.
2016-05-19 14:54:23

Und zum Schluß:

• Das Kreissägeblatt erfüllt nicht die gewünschte Schnittqualität; zu wenig Information über die Artikelnummer und die Eigenschaften der Sägeblätter:
Auf unserer Community-Seite (http://www.1-2-do.com) als auch auf der Bosch-do-it-Seite (www.bosch-do-it.de) gibt es Anwendungstipps von anderen Heimwerkern und zahlreiche Informationen zu unserem Zubehör.
2016-05-19 14:54:46

Vielen Dank an Bosch für die Testmöglichkeit und die neue Erfahrungen!
2016-05-19 15:27:55

Mehr als aussagekräftiger Testbericht, der für mich schon in der obersten Liga spielt. Ergänzt durch die Erklärungen des PM eine hervorragende Gesamtleistung und absolut geeignet, sich ein Bild zu machen, welches wirklich keine Fragen mehr offen lässt.
2016-05-19 17:03:06

Das Beste kommt zum Schluss... eine Sprichwort, welches hier (bei diesem Testbericht) wohl 100% ins Schwarze trifft.

Sehr ausführlicher und sagenhaft strukturierter Testbericht. Vielen Dank für deine Mühe *TOP*
2016-05-19 17:18:26

Sehr guter Testbericht der die Stärken und Schwächen der Säge aufzeigt. Das Sägeblatt läßt sich bei meiner Säge gut aus- und einbauen, da der Schutz aus Plastik ist, kann man diesen "wegdrücken". Auch ich habe mit einem anderen Sägeblatt (mehr Zähne) bessere Schnittergebnisse erzielt. Der Parallelanschlag ist meiner Meinung nach zu weich.
2016-05-19 22:17:50

Ein Bericht, wie er als Vorzeige-Exemplar herangezogen werden kann! Stärken und Schwächen subjektiv klipp und klar benannt. Keine Lobhudelei, Fakten geschaffen. Und, er lässt mich trotz der genannten Nachteile nur noch "heißer" auf die Säge werden... 5 Daumen!
2016-05-20 07:34:22

Toller Berich, wenn auch sehr kritisch. Den Gehrungswinkel bei einer HKS einzustellen ist aus meiner Erfahrung immer ein Geduldspiel. Wie die Experten geschrieben haben, besteht ein Zusammenhang zwischen Sägetiefe und Winkel. Daher immer zuerst die Tiefe einstellen und dann den Winkel. Aber mir fällt es immer schwer, einen irgendwie gearteten Winkelmesser anzusetzen, da meistens die Haube im Weg ist. Sehr guter Test! 5D,
2016-05-20 08:30:58

Sehr guter Bericht. Danke dafür.
2016-06-22 14:11:03

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