Die Farbsprühsysteme PFS 1000 und PFS 5000 E.
Für garantiert schönere Oberflächen als mit Pinsel und Rolle.

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PFS 5000 E: Übung macht den Meister – Sprühen in Rekordzeit! 3 Kommentare
Vom 26.06.16 Geändert 2016-06-26 23:53:45
Hallo zusammen,
vielen Dank an das BOSCH-Team, dafür dass ich ausgewählt wurde. Ich habe regelmäßig meinen Posteingang nach Mails kontrolliert und war sehr froh über die Mitteilung der Teilnahme.
Wir sind in den letzten 5 Jahren drei Mal umgezogen und jedes Mal stand das Streichen der Wände von mindestens 4 Zimmern plus Flur und Bad und, und, und, an – bisher mit Pinsel und Rolle. Die Ausführung, Farbe zu versprühen kannte ich eigentlich nur vom Autolackieren, dort aber mit sehr viel Aufwand und entsprechend teurer Ausstattung, wie zum Beispiel den Lackierpistolen, die locker mal 500€ kosten können; zusätzlich werden Kompressor, Ölabscheider, Entfeuchter und was weiß ich noch benötigt…
Ein Malermeister hat mir beigebracht, das „Equipment“ für die Renovierung der Innenräume einfach, aber hochwertig zu halten: Pinsel mit langem Stiel und eine kleine Rolle, um in die Ecken und hinter die Heizkörper zu kommen und eine große Rolle mit Teleskopstange für die Flächen. Keine Umfüll-Schälchen oder Abstreif-Gitterchen, das kostet nur Farbe und muss anschließend auch noch gereinigt werden. Eine Sache war noch wichtig: Abkleben, wie der (Europa-) Meister! (Gruß an die Fußballfans). Sprich: alles was Technik ist, hat beim Malern nichts zu suchen, maximal die Bohrmaschine mit Rührquirl.
Mit diesen „Vorurteilen“ bin ich in den Test gegangen. Ich hatte aber auch die Hoffnung, dass man nicht stundenlang vor der zu streichenden Wand oder der zu lackierenden Tür stehen muss, hoch und runter pinseln, und als Halb-Laie den Unterschied zwischen „das ist alt gestrichenes Weiß“, „das habe ich gerade gestrichen, ist aber noch zu wenig weiße Farbe und eigentlich schon trocken“ und „das wird auch morgen, wenn es richtig trocken ist, keine weißen Schatten und Flecken haben“ erkennen. Sprich: abkleben, sprühen und fertig!
Einige wichtige Erkenntnisse vorab
Verbesserungsfähig:
- Reinigung des Geräts nach dem Lackieren (nicht wasserlösliche Lacke und Öle) soll laut S. 15 der Bedienungsanleitung „…in einem Eimer mit Verdünnungsmittel…“ erfolgen. Meine Eimer haben jeweils ein Fassungsvermögen von ca. 12 Litern. Wenn ich dort entsprechend viel Verdünnungsmittel reinkippe, werde ich „high“ -von den Dämpfen-  und arm -so günstig ist das Zeug nicht. Einschränkung hierbei, also als positiv zu werten: das (zur Hälfte) Befüllen des Sprühbehälters und das Schütteln, um diesen innen zu reinigen, das funktioniert super!
- Beim Verdünnen von z.B. lösemittelhaltigen Lacken ist laut S. 12 der Bedienungsanleitung  darauf zu achten, dass “…der Flammpunkt des Gemisches nach der Verdünnung wieder über 55 °C liegt.“ Ich habe in meinem Leben einiges zu „Chemie“ in der Schule und auch später im Studium gelernt, aber das in meiner Heimwerkstatt? Ich wüsste nicht, wie ich das nachprüfen, geschweige denn sicherstellen soll. Deswegen meine Frage: dieser Satz steht da, weil das Entwickler-Team in der FMEA ein Risiko identifiziert hat, oder kann ich das tatsächlich so einfach feststellen? 
-Die Farben von zwei der drei Düsen: grau und hellgrau.
Positiv zu unterstreichen:
- Ganz klar: die Geschwindigkeit. Insbesondere bei Möbeln mit Konturen und „Hinterschnitten“ hat mich die Kürze (von Dauer kann hier nicht die Rede sein) der Sprühzeit überwältigt.
- Reinigung des Geräts bei wasserlöslichen Farben. Funktioniert super und kann tatsächlich im vorher geleerten und dann wieder mit Wasser gefülltem Farbeimer erfolgen.
- Die Symbolik auf dem Gerät: kann man – aus meiner Sicht – auch ohne auswendig Lernen der Bedienungsanleitung  nicht falsch verstehen.
Genug der Einleitung, hier die Beantwortung der Fragen:
1. erste Gedanken:
Es ist ein Riesenkarton, aber an sich ziemlich leicht. Das Gerät sieht durchdacht aus, schnell mit Wasser befüllen und einschalten.
2. Welche Projekte:
A. Türen lackiert. Die Grundierung aufgetragen, dann mit der Rolle nachgerollt, weil die Oberflächenstruktur nicht gefallen hat. Zeiteinsatz ca. 3 Stunden.
B. Wände besprüht. Auch hierbei war es (auf Anhieb) schwer, eine dünne, gleichmäßige Schicht aufzutragen. Aber Übung macht den Meister. Das Befüllen der Behälter durch das Sieb ist ziemlich umständlich, vielleicht kann man das Sieb etwas höher gestalten. Zeiteinsatz ca. 4 Stunden
C. Gartenmöbel eingeölt. Hierbei war ich absolut begeistert. Es gibt nichts auszusetzen. Einzig die Bemerkung, dass ich hier die feinste Düse verwendet habe und mit der Sprühmenge etwas variiert habe. Zeiteinsatz ca. 5 Stunden.
3. Handhabung vom Gerät:
Bei Wasserfarbe und Lack war es ziemlich schwer, sofort loszulegen und auch anständige Ergebnisse zu erzielen. Der Schlauch wird heiß und kann sich verwinden, vielleicht kann man hier einen „Freilauf, wie bei den Staubsaugern, ergänzen.
4. Ich habe mir etwas mehr erhofft, insbesondere bei der Verarbeitung der Wandfarbe. Hier muss man länger trainieren, dann sind die Ergebnisse befriedigend.
5. Verbesserungsvorschläge:
A. Einen Schlauch mit Drehgelenk.
B. Das Sieb mit höheren Wänden ausführen.
C. Die Farben der Düsen eindeutiger ausführen (nicht Weiß und Dunkelweiß)
D. Die Düsen evtl. aus einem stabileren Kunststoff oder Metall ausführen, um eine genauere Passform mit dem „Regulierungs-Pin“ zu erreichen.
E. Die Beschreibung „Flammpunkt unter 55°C“ überdenken.
6. Verwendung bei zukünftigen Projekten:
Ja. Wahrscheinlich öfters im Freien, um noch mehr Übung zu bekommen. Hier muss nicht ganz so viel abgeklebt werden.
8. Lieblingsfarbton:
Weiß, lässt sich immer nachstreichen und sieht sauber aus. „Farben“ werden mit der Zeit lästig, das Weiß bleibt immer klassisch. Akzente kann man –meiner Meinung nach – über die Inneneinrichtung und z.B. farbige Leuchten setzen.
9. Nächstes Projekt zum Sprühen:
Wahrscheinlich die Außenwand mit strukturiertem Putz (ich weiß, das BOSCH das Verwenden von Fassadenfarbe nicht empfiehlt, hier wird wahrscheinlich „normale“ Farbe auch ausreichen) oder das Holzgartenhaus. Hier erhoffe ich mir weniger Aufwand mit dem Sprühen, als bei dem „Einmassieren“ mit der Rolle oder dem Pinsel.
10. Speziallack /-farbe oder herkömmlicher Lack/ Farbe?
Soweit der Preis gleich ist, wäre mir beides Recht. Wahrscheinlich wird aber die Spezialfarbe teurer, deswegen wäre es nicht mein Wunsch. Also bin ich eher für das Verwenden von herkömmlicher Farbe.
Ich hoffe, mein Bericht kann der Weiterentwicklung vom Produkt dienen. Und weiterhin hoffe ich, dass die Leser auch ihren Nutzen aus dem Bericht ziehen.
Beste Grüße
vitalman
 
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/die-testberichte- zum-farbspruehsystem-pfs-1000-und-pfs-5000-e- thema-22209.html

Liebe Grüße
Kathrin
2016-07-07 15:35:58

was soll man dazu Sagen ein Durchschnittlicher Bericht
2016-07-12 07:17:59

Hallo vitalman

Dein Hinweis zum Flammpunkt: Danke dafür! Wir werden eine Umformulierung prüfen. Der Hintergrund für den Hinweis in der Bedienungsanleitung ist die gültige Gerätenorm.
Zum Thema Fassadenfarbe: Bitte keine Fassadenfarbe verwenden!
2016-07-14 08:53:02

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