Die Farbsprühsysteme PFS 1000 und PFS 5000 E.
Für garantiert schönere Oberflächen als mit Pinsel und Rolle.

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

PFS 1000 3 Kommentare
Vom 16.06.16 Geändert 2016-06-16 08:11:16
Liebes Bosch Team, liebe Community,
 
vielen Dank vorweg für die Möglichkeit das Farbsprühsystem PFS 1000 zu testen. Als neu gegründeter Verein, der gerade sein Vereinsheim bezogen hat, haben wir zurzeit viel zu tun. Und zur Verschönerung natürlich auch viel Farbe zu versprühen. Ich habe die Gelegenheit also genutzt und die PFS1000 gleich an mehreren Objekten ausprobiert.
(1) Erster Gedanke, beim auspacken des Gerätes: Ich habe einen sehr gut verpackten Karton vorgefunden, welcher mir nun auch nach getaner Arbeit wieder als sicherer Aufbewahrungsort dient. Da Kleinteile wie die Sprühdüse schon vormontiert waren, ließen sich die einzelnen Komponenten, ohne darüber nachzudenken, sehr gut zusammensetzen. Klasse, denn so konnte es nach einem kurzen Blick in die Bedienungsanleitung, die sehr übersichtlich und kurzgehalten ist (+) auch direkt losgehen. Im späteren Gebrauch ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, die ich mir entweder anders vormontiert oder wenigstens in der Bedienungsanleitung beschrieben wünschen würde. Das Röhrchen, welches die Farbe im Farbbehälter aufnimmt ist von Werk aus nach hinten hinten gerichtet. Diese Stellung ist sicherlich für Überkopfarbeiten gut, im „normalen“ Gebrauch (Besprühen von Möbeln, Zäunen oder ähnliches) ist es jedoch, wie ich schnell herausfand vorteilhaft den Schlauch nach vorne zu richten. Dass ich diesen drehen kann, ist mir jedoch mit der Farbe schon im Behälter nicht sofort klar geworden. Ein kurzer Vermerk in der Anleitung ist wünschenswert.
 
(2) Um zunächst ein Gefühl für das Gerät zu bekommen, habe ich es an einer gelben Wand ausprobiert, die unbedingt weiß werden sollte. Es handelte sich, wie auf den Bildern zu erkennen, um eine unverputzte Wand mit viel Struktur, was die Arbeit mit einer herkömmlichen Rolle erschwert hat. Mein eigentliches Projekt sollte im Nachgang das Lackieren einer Küchenfront werden.
Das Gerät erst an einer Wand auszuprobieren, war wirklich eine super Idee, da ich so ein Gefühl für die ausgehende Farbmenge bekommen konnte. Ich habe die mitgelieferte Lackfarbe genutzt, da ich das Gerät zunächst mit einer empfohlenen Farbe ausprobieren wollte, bevor ich es im Nachgang noch einmal mit etwas Anderem versucht habe. Trotz einfacher Bedingung hat es mich einige Zeit gekostet, bis ich die richtige Farbeinstellung gefunden habe. Zunächst nutzte ich zu viel Farbe, dann eine Zeit zu wenig Farbe, bis ich das richtige Mittel gefunden hatte. Das System sprühte jedoch mit viel, wie auch mit wenig Farbe immer sehr gleichmäßig, wie ich dank meiner gelben Wand sehr gut nachverfolgen konnte. Auch füllte es alle Ecken und Kanten optimal mit Farbe aus, so dass ein nachbessern nicht nötig war. Getestet und für gut befunden, habe ich mit dem Gerät an meine vorher angeraute, aber noch blaue Küchenfront gewagt. Meine Farbeinstellung musste ich direkt wieder anpassen, da die Front viel weniger Farbe aufgesogen hat, als die Wand. Die Einstellung ging jedoch deutlich schneller und die acht Türen waren innerhalb einer Stunde weiß. Wichtig für den Gebrauch ist, die Flächen rund herum gut abzudecken, da der Sprühnebel sehr weit reicht.
Im Anschluss an mein fertiges Projekt wollte ich das Sprühsystem noch einmal mit einer anderen Farbe ausprobieren. Ich habe dazu verdünnte Wandfarbe in den Farbbehälter gefüllt. Mit dieser Farbe konnte ich jedoch keine guten Ergebnisse erzielen, obwohl in der Bedienungsanleitung auf die Möglichkeit zur Nutzung dieser Farbe hingewiesen wird. Das System hat nicht gleichmäßig gesprüht, wie bei der Lackfarbe, sondern hat ab und an immer größere Farbklumpen ausgespuckt. Weiteres verdünnen hatte leider keinen positiven Effekt.
 
(3) Der kleine Kompressor stört beim Arbeiten überhaupt nicht. Der Schultergurt lässt sich individuell einstellen und sorgt somit für ein angenehmes Tragegefühl. Ich habe für meine Projekte das Anschlusskabel mit einem Verlängerungskabel verlängert, da mir das Kabel sonst zu kurz gewesen wäre. Das ist meines Erachtens jedoch vollkommen in Ordnung. Der Verbindungsschlauch ist flexibel genug, um ihn nicht ständig im Weg zu haben Die Sprühpistole lässt sich mit richtiger Einstellung des Farbröhrchens sehr gut führen, obwohl sie jedoch nach einiger Zeit recht schwer wird. Die 800ml Farbe machen es zu Anfang natürlich nicht besser. Ich hätte mir ein etwas leichter zu drückenden Knopf gewünscht, um neben dem Gewicht nicht auch den Arm über die Projektdauer anspannen zu müssen. Alles in Allem lässt sich das Gerät jedoch sehr angenehm handhaben.
 
Je nach genutzter Farbe kann das Einfüllen in den kleinen Farbbehälter schwieriger werden. Mit der kleinen Mitgelieferten Lackdose hatte ich keine Probleme, die Farbe ohne zu kleckern einzufüllen. Das Einschütten aus einem größeren Gefäß stellt sich etwas schwieriger da. Man sollte evtl. einen Trichter als Einfüllhilfe nutzen.
 
Die Reinigung des Geräts hat gute 20 Minuten Zeit in Anspruch genommen, da empfohlen wird alle Einzelteile zu demontieren und gründlich zu reinigen, um Verstopfung vorzubeugen und natürlich im nächsten Sprühgang mit evtl. einer anderen Farbe keine Farbunreinheiten zu erzählen. Ich würde mir eine einfachere Reinigung wünschen, hätte aber keine Umsetzungsideen. Für den Gebrauch ist somit auf jeden Fall zu berücksichtigen: Mal eben eine kleine Fläche sprühen, lohnt nicht.
 
(5) Neben den genannten Verbesserungsvorschlägen sehe ich eine sinnvolle Erweiterung in der Mitlieferung eines zweiten Farbbehälters und eines Deckels. Ein abgebrochenes Projekt könnte mit einem Deckel leichter wiederaufgenommen werden, da man zwar das System reinigen müsste, die Farbe jedoch in dem Farbbehälter lassen und gut verschließen könnte.
 
(7) Mein persönlicher Lieblingslackfarbton ist sehr Projektabhängig. Im oben beschriebenen Projekt war es wohl weiß.
 
(8.) Als weitere Anwendungsmöglichkeit für das Farbspühsystem könnte ich mir das Lackieren oder Ölen von Holzgartenmöbeln oder einem Gartenzaun sehr gut vorstellen. Ich denke außerdem, dass das System bei uns in der Werkstatt auch im künstlerischen Bereich Anwendung finden wird (z.B. auf großen Leinwänden)
 
Fazit: Ich war von der Gleichmäßigkeit des Sprühergebnisses positiv überrascht, werde in Zukunft jedoch noch weiter herausfinden, welche Farben und Lacke wirklich für die Nutzung geeignet sind und welche nicht. Ich werde das PFS1000 auch in Zukunft nutzen, gerade wenn der zu besprühende Gegenstand Unebenheiten aufweißt.
 
Ich wünsche noch vielen weiteren Hobbyhandwerkern Spaß mit dem Gerät!

Highlights:
  • Lieferzustand/ Einfache Montage
  • Gleichmäßiges Sprühergebnis

Lowlights:
  • Reinigung
  • Montage des Farbröhrchens
  • Zubehör zum Farbbehälter
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/die-testberichte- zum-farbspruehsystem-pfs-1000-und-pfs-5000-e- thema-22209.html

Liebe Grüße
Kathrin
2016-06-30 14:25:36

Der Bericht ist ganz Ok. man hätte vielleicht mehr Bilder bei Fügen können.
2016-07-04 17:32:17

Hallo diyww

Zum Thema Röhrchen (Steigrohr drehen) finden sich Informationen in der Bedienungsanleitung
Wir möchten auch nochmal darauf hinweisen, dass mit dem PFS 1000 keine Wandfarben gesprüht werden kann. Das ist erst ab PFS 2000 möglich. Ein Trichter ist ab dem PFS 2000 im Lieferumfang enthalten.
2016-07-14 08:53:05

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